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Beitrag vom 6. März 2014 | Rubrik: E-Books, Self-Publishing

Self-Publishing: Kurztexte selbst veröffentlichen und verkaufen – E-Short von BoD im Test

E-Book für E-Short vorbereiten

Unser Testobjekt: Ein Kurzratgeber über die Normseite

Unser Testobjekt: Ein Kurzratgeber über die Normseite

Für den Test von BoD E-Short wollen wir ein »echtes« E-Book auf den Markt bringen. Wir greifen die Anregung von BoD auf und veröffentlichen ein Dossier über die Normseite. Die Beiträge über diese Maßeinheit für Manuskripte sind im literaturcafe.de nach wie vor sehr gefragt. Für das E-Book fassen wir sie zusammen und nehmen notwendige Anpassungen und Aktualisierungen vor. Dazu übertragen wir die Texte in eine Word-Datei, die wir entsprechend formatieren (z. B. mit Formatvorlagen für die Überschriften). Wir binden auch Grafiken ein. Von den Besuchern ebenfalls gerne genutzt wird unsere Dokumentvorlage für die Normseite, die wir zum Download bereitstellen. Die lässt sich natürlich nicht in ein E-Book einbinden. Dennoch wollen wir den Lesern des E-Books den Weg zum Herunterladen möglichst einfach machen. Mit unserem Linkverkürzer legen wird daher einen einfachen Link auf die Download-Seite an, den man bei Bedarf auch schnell abtippen kann. Zwar lässt sich im E-Book auch ein Link setzen, doch auf einem Kindle oder iPad ist der Download nicht sinnvoll.

Außerdem bereiten wir eine Titelgrafik im Format 1536×2048 Pixel vor. Wir wählen das Motiv der Schreibmaschinentastatur und achten darauf, dass dieses auch in Daumennagelgröße gut wirkt. Zudem soll im Layout eine Ähnlichkeit zu unserem Self-Publishing-Ratgeber bestehen. So vorbereitet, rufen wir die Website von bod.de auf.

Anmeldung bei BoD

Bei BoD gibt es eine zentrale Anmeldung für Autoren, die sich myBoD nennt. Darüber werden alle Buchprojekte verwaltet, egal ob man E-Short oder gedrucktes Buch wünscht. BoD macht es richtig: Bei der Anmeldung wird man nicht mit unnötigen Eingaben und Datenabfragen belästigt. Zunächst einmal reichen Name und E-Mail. Erst später, wenn man einen Titel tatsächlich veröffentlichen will, werden Adresse und Kontodaten abgefragt.

Die Basisdaten für das Buch

Nach der Anmeldung klicken wir auf »Neues Buchprojekt«. Eine tabellarische Übersicht zeigt alle Veröffentlichungsmöglichkeiten bei BoD, und wir wählen hier E-Short aus. Anschließend präsentiert sich eine Seite mit Tabellenreitern, die man der Reihe nach abarbeiten kann. Zunächst erfassen wir unter »Das Buch« die sogenannten Metadaten, also Titel, Untertitel, Autor, Preis. Als Titel bzw. Rolle lassen sich Autor und Herausgeber wählen. Weitere Rollen wie Fotograf oder Übersetzer können nicht als solche erfasst werden. Kein Problem hat man, wenn man sein Werk unter Pseudonym veröffentlichen will. Der Autorenname muss nicht der BoD-Kundenname sein. Besonders die mögliche Anonymität spricht für einen Distributor wie BoD.

Die Preisauswahl: Wegen der Shop-Vorgaben sind klare Staffeln notwendig

Die Preisauswahl: Wegen der Shop-Vorgaben sind klare Staffeln notwendig. Als Autor kann man zudem auswählen, ob man einen Kopierschutz (DRM) wünscht.

Der Preis kann zwischen 0 und 299 Euro festgelegt werden, wobei klare Staffeln vorgegeben sind und der Preis nicht völlig frei wählbar ist. Dies liegt jedoch nicht an BoD, sondern an bestimmten Anbietern wie Apple, die Preisstaffeln vorgeben. Wir wählen 1,49 Euro, was uns für den Umfang des Manuskripts und die enthaltenen Infos für angemessen erscheint.

Über einen weiteren Reiter lassen sich die Kataloginfos erfassen. Neben der Sprache ist dies die Produktbeschreibung – quasi der digitale Klappentext – und eine kurze Autorenvita. Die Produktbeschreibung will wohl überlegt sein, da sie eine wichtige Kaufentscheidung darstellt.

Zuletzt wählt man eine Produktkategorie aus. Auch diese Auswahl ist wesentlich geringer als bei Amazon, da ebenfalls der kleinste gemeinsame Nenner für alle Shops herangezogen wird. Blöd, dass es keine Warengruppe für Schreib- und Autorenratgeber gibt. Auch diese Wahl will also gut überlegt sein, damit das Buch vom potenzieller Leser im richtigen digitalen Buchregal gefunden wird. Wir wählen in unserem Fall Sachbücher => Kunst Literatur => Literatur allgemeines/Nachschlagewerke. Nicht ganz optimal, aber besser als Sonstiges. Sind die Basisdaten erfasst, geht es mit der Eingabe der eigentlichen Inhalte weiter.

Ebenfalls lobenswert: Man kann auswählen, ob das E-Book mit einem Kopierschutz (DRM) versehen werden soll oder nicht.

Das E-Book erfassen

Der Clou an BoD E-Short ist der so genannte easyEditor – eine Art Textverarbeitung, die komplett mit einem aktuellen Web-Browser bedienbar ist. Hier sind alle wichtigen Funktionen und Formatierungen für ein E-Book auswählbar. Was hier nicht da ist, braucht man nicht. So lassen sich Überschriften formatieren, Fett- und Kursivschrift auswählen und ob der Text linksbündig oder im Blocksatz formatiert ist. Auch Aufzählungen, Einrückungen und anderes lässt sich auswählen. Selbst Tabellen lassen sich über den Editor einfach einfügen.

Damit alles gut ausschaut, bietet BoD durchaus ansehnlich Dokumentvorlagen an. Die Ansicht im Editor entspricht im Wesentlichen dem späteren Aussehen im E-Book. Wer sich auskennt und Details ändern will, kann sogar auf den HTML-Quellcode zugreifen. Selbstverständlich lassen sich über den Editor auch Links und Bilder in den Text einfügen. Hier laden wir unser vorbereitetes Cover hoch.

Der so genannte easyEditor mit dem der Text erfasst und bearbeitet wird. Hier mit eingeblendeter Vorlagenauswahl.

Der so genannte easyEditor mit dem der Text erfasst und bearbeitet wird. Hier mit eingeblendeter Vorlagenauswahl.

Das besondere an diesem Editor ist, dass er kapitelweise arbeitet. Man kann also nicht wie in einer Textverarbeitung durch den vollständigen Text scrollen, sondern wählt Kapitel für Kapitel aus. Man kann neue Kapitel einfügen, denen man eine Überschrift zuordnet, die wiederum automatisch für das Inhaltsverzeichnis verwendet wird. In einer Übersicht kann man die Kapitel später bei Bedarf auch umsortieren. Self-Publisher kennen eine solche Struktur, wenn Sie mit dem E-Book-Editor Jutoh arbeiten.

Wie bringen wir nun unser Word-Dokument in diesen Editor? Direkt hochladen lässt sich unsere Word-Datei nicht. Derzeit lässt sich nur eine EPUB-Datei in den easyEditor importieren. Aber Word speichert kein EPUB.

Der Editor erlaubt es jedoch, Text aus Word oder von der eigenen Website per Copy-and-Paste zu übernehmen. Basisformatierungen wie kursiver oder fetter Text bleiben dabei erhalten. Für kurze Dokumente ist dies sicherlich machbar. Da der Editor jedoch kapitelweise arbeitet, lässt sich das Dokument in Gänze nicht übernehmen, wir müssten es Kapitel für Kapitel übertragen und zusätzlich die Bilder hochladen. Bereits bei kürzeren Dokumenten mit vielen Kapiteln kann dies aufwändig sein.

Wir wollen daher den EPUB-Import testen und konvertieren das Dokument von DOCX mit Hilfe von Calibre ins EPUB-Format. Das funktioniert, aber so richtig zufriedenstellend ist das Ergebnis nicht. Einige Formatierungen passen nicht, und die Absätze sind unschön »zusammengeklebt«. Testweise probieren wir die EPUB-Generierung mit Pages und Papyrus aus. Keines der Ergebnisse ist wirklich gut. Auch Dokumentstrukturen mit mehr als einer Ebene werden nicht immer korrekt erkannt. Daher kann der EPUB-Import eigentlich nur als komfortable Möglichkeit gewertet werden, Text mit Bildern und einer Basisstruktur rasch in den Editor zu übernehmen. Wenn man einen ansehnlichen digitalen Buchblock erstellen will, kommt man nicht darum herum, den kompletten Text Kapitel für Kapitel durchzusehen und mit den Möglichkeiten des Editors nachzuarbeiten oder dem Text eine der Dokumentvorlagen zuzuordnen. Wir entschließen uns für den EPUB-Import und ordnen dann ein Editor-Layout zu. Die EPUB-Datei besitzt nur Überschriften erster Ordnung, die sich später im Inhaltsverzeichnis finden sollen. Die Überschriften zweiter Ordnung formatieren wir direkt im Editor. Sehr gut sind beim Import die Bilddaten übernommen worden.

Automatisch wird vom Editor am Schluss ein Kapitel Impressum eingefügt, das auch nicht gelöscht werden kann, da ein Buch ein solches besitzen muss. BoD fügt hier bereits eine ISBN und das BoD-Logo ein. Man kann an der Seite Änderungen vornehmen, jedoch prüft BoD später, ob das Impressum die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Für ein E-Short gibt es keine individuellen ISBNs, die sich der Autor selbst besorgen kann, sondern das Buch erhält eine ISBN aus dem BoD-Nummernkreis. Immerhin.

Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, kann man das E-Book veröffentlichen. Schade, dass man sich das fertige Digitalbuch zum Test nicht nochmals herunterladen und auf einem E-Reader ansehen kann. BoD will natürlich verhindern, dass der Editor nur zur EPUB-Erzeugung und gar nicht zur Veröffentlichung genutzt wird. Nach Aussagen von BoD arbeitet man aber an einer Vorschaufunktion.

Fazit zum Editor: Mit dem Online-Editor lässt sich gut arbeiten. Er ist ein bewusst eingesetztes Nadelöhr, um das Buch optimal durch den Autor für eine Veröffentlichung vorbereiten zu lassen. Für kurze Texte ist dies absolut in Ordnung. BoD plant zudem, weitere Import-Formate zu ermöglichen wie zum Beispiel das Word-doc-Fomat.

Vertrag und Veröffentlichung

Will man sein E-Short veröffentlichen, so müssen spätestens jetzt die kompletten Adressdaten und die Kontoverbindung erfasst werden, damit BoD die Tantiemen überweisen kann. Ebenfalls ist der Autorenvertrag zu bestätigen.

Der Vertrag ist jedoch nicht ganz ohne, und wenn man bedenkt, dass BoD im Falle eines E-Short nur als Dienstleister agiert, der das Werk in die Online-Shops bringt, so erstaunen einige Passagen.

So räumt man BoD das Recht ein, den Titel »zu kürzen, zu bearbeiten oder in sonstiger Weise umzugestalten« oder das Abdruckrecht »insbesondere auch im Internet, sowie in Sammlungen von Werken mehrerer Autoren«.

Ganz ehrlich: Wäre BoD nicht als seriöser Anbieter bekannt, der zum Buchgroßhändler Libri gehört, würde man einem Autor von einem Vertragsabschluss abraten.

Auf der anderen Seite sind manche dubios klingenden Passagen im Vertrag absolut üblich und notwendig. So muss BoD viele Rechte einfordern, damit man die Dienstleistung überhaupt erbringen kann. Und wenn ein E-Short ein Megaerfolg werden sollte, dann will BoD natürlich auch mit diesem Erfolg werben. Selbst Leseproben dürfte BoD ohne entsprechende Vertragsklauseln nicht einfach so ins Netz stellen. Das E-Short wird zudem via Google Books durchsuchbar sein. Auch das muss im Vertrag verankert sein.

Aber warum braucht BoD das Recht zur Bearbeitung des Textes? Im Test mussten wir feststellen, dass es dafür gute Gründe gibt, von denen sogar der Autor profitiert. Dazu weiter unten mehr.

Wer sehr misstrauisch ist, kann viele Passagen negativ auslegen, doch beim seriösen Anbieter BoD geht das in Ordnung, und es ist sicher nicht damit zu rechnen, dass Ihr Werk verändert und mit anderem Titel an anderen Orten auftaucht.

Also geben wir alle notwendigen Daten ein und bestätigen den Vertrag. Wie immer gilt: Vor dem endgültigen Abschluss lieber nochmals alle Angaben zum Buch dreimal kontrollieren, damit sich auch wirklich kein Schreibfehler im Titel eingeschlichen hat. Sodann gibt es erst mal kein zurück mehr, und unser Kurzratgeber ist bereit zur digitalen Auslieferung.

Veröffentlichung und Veränderung

Am schnellsten ist unser Buch bei Amazon gelistet

Am schnellsten ist unser Buch bei Amazon gelistet.

Große Überraschung: Obwohl wir unseren Testtitel an einem Samstag einstellen, ist er bereits am Sonntag bei Amazon online. Das erstaunt, wo BoD doch angibt, dass man jeden Titel abschließend manuell überprüft. Offenbar arbeitet man dort auch samstags. Alle Daten erscheinen bei Amazon korrekt. Als Verlag ist »BoD E-Short« angegeben.

Im Laufe der Woche erscheint das E-Book bei immer mehr Online-Shops, also auch bei thalia.de oder ebook.de. Sogar im Google Play Store ist das Werk gelistet und bei Google Books taucht es auf. Da viele Buchhändler zentrale Datenbanken nutzen, ist das Werk ebenfalls bei regionalen Anbietern wie osiander.de im Online-Shop zu finden. Die Übertragung der Daten in die Shops hat gut geklappt. Manchmal muss man einen Tag warten, wenn der Titel zum Beispiel bei ebook.de zunächst ohne Cover auftaucht. Am Tag darauf ist es dann da.

Das Buch wird auch bei Google Books eingestellt und kann dort durchsucht werden

Das Buch wird auch bei Google Books eingestellt und kann dort durchsucht werden. Der Kauf ist über Googles Play Store möglich.

Nur bei Apple erscheint das Buch nicht im iBook Store. Eine Woche vergeht, aber das Buch ist dort nicht gelistet. Was ist los?

Wir fragen bei BoD nach. Man ist sich des Problems bewusst und arbeitet gerade an einer Lösung: Das Problem sei ein Link im E-Book zum Konkurrenten Amazon! Denn wie wir es in unserem Ratgeber empfehlen, haben wir in unserem E-Short natürlich auf den E-Book-Ratgeber in einem Kapitel »Weitere E-Books vom gleichen Autor« verwiesen – inklusive eines Links zu Amazon, da das Buch nur dort erhältlich ist. Doch Apple erlaubt in den E-Books keine Werbung – und schon gar keine Links auf die Konkurrenz! Das geht sogar so weit, dass ein Link auf einen Sponsor Probleme bereiten kann. Veröffentlicht ein Sportverein eine digitale Jahres-Chronik als E-Book, so kann es sein, dass sie Apple ablehnt, weil darin ein Dank und Sponsoren-Hinweis auf die örtliche Sparkasse enthalten ist.

Man könnte es auch Zensur nennen. Man könnte aber auch sagen: Wehret den Anfängen, denn welcher Leser will schon ein Buch voller Werbung lesen. Auch im Print-Bereich sind die Richtlinien für Werbung in Büchern streng.

Aber egal: Ein Hinweis auf ein weiteres Buch sollte absolut in Ordnung sein. Also nur wegen Apple den Hinweis rausnehmen? Oder nur den Link?

Nicht ganz so einfach, aber schließlich doch gelistet: Unser E-Book bei Apple.

Nicht ganz so einfach, aber schließlich doch gelistet: Unser E-Book bei Apple.

Erstaunlicherweise greift hier der Service von BoD. Und erstaunlicherweise entpuppt sich eine Klausel des Vertrags, die sich zunächst dubios anhört, als absolut hilfreich und notwendig. Denn bei BoD hat man nach der Ablehnung des Buches durch Apple zunächst nur den Link entfernt und das Buch erneut eingereicht – und siehe da: nun ist es bei Apple gelistet! Wäre das Buch erneut abgelehnt worden, hätte man bei BoD als nächstes den kompletten Hinweis rausgenommen, was einem Kapitel im E-Book entspricht und es nochmals versucht. Damit BoD aber solche Änderungen überhaupt vornehmen kann, muss ihnen das Recht eingeräumt werden, Inhalte zu verändern. Unter diesem Aspekt liest sich die Vertragsklausel also gleich ganz anders: Sie ist eine absolute Notwendigkeit, soll das Werk nicht ständig an den Autor zurückverwiesen werden.

Online! Und jetzt?

Unser Kurzratgeber ist seit fast einem Monat online. Mit BoD E-Short hat dies sehr gut und unkompliziert geklappt. Als Self-Publisher könnte man zudem gar nicht alle Shops selbst bestücken. Und was passiert nun? Ehrlich gesagt: nichts! Verkaufsrang 164.799 im Kindle-Shop, stand 5. März 2014.

Allerdings haben wir den Titel sehr bewusst »leise« publiziert. Dieser Bericht ist der erste öffentliche Hinweis darauf, und wir werden ihn auch bei den Normseiten-Artikeln platzieren und schauen, was dann passiert. Es ist ohnehin klar, dass es kein Titel mit Bestseller-Potenzial ist.

Mit der Online-Stellung hat BoD seine Arbeit erledigt. Jetzt fängt das eigene Marketing an, was ganz klar beim Autor liegt. Wir werden darüber berichten, wie’s weitergeht und wie die Einnahmen von BoD angezeigt und verrechnet werden.

Änderungen und Preisaktionen

BoD verspricht, dass man die Daten des Artikels jederzeit ändern kann. Auch Rabattaktionen seien möglich. Noch besteht dazu keine Notwendigkeit, aber im Test haben wir einmal geschaut, wie dies via BoD E-Short abläuft.

Das Buchprojekt in der Übersicht. Nimmt man Änderungen vor, wird dies zu einer neuen Auflage.

Das Buchprojekt in der Übersicht. Nimmt man Änderungen vor, wird dies zu einer neuen Auflage.

Jede Änderung wird bei BoD als »Auflage« bezeichnet, und es erscheint ein neuer Eintrag unter den Buchprojekten. Es wird quasi eine Kopie der Daten angefertigt, mit denen man weiterarbeiten kann. Auch den Preis kann man ändern. Um diesen später wieder auf den ursprünglichen Preis hochzusetzen, ist eine neue »Auflage« erforderlich. Auf diese Weise erhält man eine Historie der eigenen Veröffentlichung. Man kann an einer neuen Version so lange arbeiten, bis man zufrieden ist. Dann ersetzt BoD das Buch in den Shops. Da es shop-bedingt zu Verzögerungen kommt, kann eine Preisaktion nicht punktgenau auf den Tag festgesetzt werden. Man sollte dies bei einer Ankündigung der Aktion berücksichtigen.

BoD betont auch, dass jede »Auflage« und Änderung kostenfrei sei, obwohl das Buch wieder manuell kontrolliert und ggf. geändert werden muss, damit es mit jedem Shop kompatibel ist. Auch darüber werden wir ggf. in einem weiteren Test berichten.

Fazit: E-Short ist nicht zu kurz gedacht

Unser Test-Fazit fällt positiv aus. Der Weg über den easyEditor ist clever gelöst und sorgt dafür, dass man als Autor keine bösen Überraschungen bei der Formatierung erlebt. Für kurze Texte ist dies ein guter Weg. Zudem kann man durch die 50%-Option gerade bei günstig angebotenen kurzen Texten höhere Tantiemen bekommen als bei Amazon. Und die Verkaufsbasis über alle Shops hinweg ist natürlich ungleich größer. Ohne einen Distributor wie BoD kommt man als Self-Publisher ansonsten nicht in alle Shops. BoD E-Short könnte sich insbesondere für Blogger lohnen, die längere und oft abgerufene Beiträge auch auf diesem Weg verfügbar machen wollen, um damit ein paar Cent zu verdienen. Aber auch für kurze Erzählungen ist der Weg interessant, da das E-Book in wenigen Tagen in allen relevanten Shops vertreten ist. Wie’s mit unserem Ratgeber weitergeht, werden wir berichten.

Lesen Sie zum Thema E-Short auch unser Interview mit BoD-Geschäftsführer Florian Geuppert.

Kurzratgeber: Alles, was Sie schon immer über die Normseite wissen wollten

Cover: Die Normseite (mit Dokumentvorlage): Was Autoren über die Maßeinheit für Manuskripte wissen solltenIn unserem E-Book-Kurzratgeber »Die Normseite (mit Dokumentvorlage): Was Autoren über die Maßeinheit für Manuskripte wissen sollten« haben wir für Sie kompakt alle Infos zusammengestellt:

  • Wie berechnet man die Länge eines Manuskripts in Normseiten?
  • Welche Rolle spielt die Normseite heutzutage noch?
  • Ist die Normseite eine Dokumentvorlage für E-Books?
  • Welche Schrift und welche Schriftgröße sind korrekt?
  • Was gilt bei Schreibwettbewerben als Einheit?
  • Wie formatiere ich bei einer Normseite Abbildungen, Tabellen und spezielle Texte?
  • Theorie und Abrechnung: Wie viele Zeichen hat die Normseite wirklich?
  • Wie konvertiere ich ein Manuskript korrekt in Normseiten

Zum Lesen des E-Book benötigen Sie kein Kindle-Gerät. Amazon bietet kostenlose Lese-Software für Kindle-Bücher auch für mobile Geräte (iPhone, iPad, Android oder Desktop-PC und Mac an. Einmal erworbene Kindle-Bücher können Sie auf allen Geräten lesen.

Wolfgang Tischer: Die Normseite (mit Dokumentvorlage): Was Autoren über die Maßeinheit für Manuskripte wissen sollten. Kindle Edition. 2014. BoD E-Short für Amazon Kindle (alle Modelle) und die entsprechenden Apps für iPhone, iPad, Android, Mac und PC, 2012. literaturcafe.de.
E-Book für 1,49 Euro bei Amazon kaufen

Das E-Book finden Sie zudem im Apple iBook Store, im Google Play Store und in vielen anderen Online-Shops, wo es E-Books gibt.

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2 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Elli schrieb am 8. März 2014 um 07:38 Uhr

    Danke für diesen ausführlichen Test. Ich habe vor vielen Jahren für meine selbst veröffentlichten Bücher mit BoD begonnen und bin wegen der damals schlechten Vertragsbedingungen und zu hohen Preise zu Amazon (KDP und CS) gewechselt. Dieser Test und die neue Politik voin BoD lässt mich darüber nachdenken, einen neuen Versuch zu starten. Auch wenn ich mit Amazon sehr zufrieden bin, schätze ich die Anbindung an Libri bei BoD.

  2. Elli schrieb am 20. März 2014 um 09:48 Uhr

    Nun, es war einen Versuch wert. Leider funktioniert der Kundendienst bei BoD überhaupt nicht. Auf meine spezifische Mailanfrage zu diesem Artikel habe ich – trotz mehrfachen Nachhakens – auch nach drei Wochen noch keine Antwort von BoD. Falls das dazu führen soll, die gebührenpflichtige teure Hotline zu nutzen, hat es nicht funktioniert. So etwas passiert bei Amazon nicht. Der Service für Autoren dort reagiert sofort und ist stets darum bemüht, seine Selfpublisher glücklich zu machen.
    Damit ist nun BoD für mich gestorben.

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