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Beitrag vom 14. Juni 2007 | Rubrik: Notizen

Seit fünf Jahren lesen wir also Weblogs – dank Suhrkamp

Jörg Kantel macht uns heute in seinem Weblog »Der Schockwellenreiter« darauf aufmerksam, dass wir hier in der Café-Redaktion seit genau fünf Jahren Weblogs kennen und lesen. Denn es war die erste spektakuläre Abmahnaktion der deutschen Blogosphäre, die uns auf den Schockwellenreiter und somit Weblogs aufmerksam machte.

Kantel erhielt damals Post vom Anwalt des Suhrkamp-Verlags, weil sich im Schockwellenreiter ein Link auf einen Webserver befand, auf dem der damalige Skandalroman »Tod eines Kritikers« von Martin Walser als PDF-Datei zum Download bereitstand. Der Verlag selbst hatte die digitale Version im Umlauf gebracht, um den Journalisten den Originaltext zur Verfügung zu stellen, da das Buch, über das seinerzeit heftig diskutiert wurde, noch nicht im Handel erhältlich war.

1.201,80 Euro Abmahngebühren hätte Kantel zahlen sollen. Lt. Kantel begann damals eines der ersten »Sautreiben« durch die Weblogs (»Das Netz ruft zum Suhrkamp-Boykott auf«). Das literaturcafe.de ließ seinerzeit in einem Interview die Gegenseite zu Wort kommen und sprach mit Philip Roeder von Suhrkamp. Glücklicherweise wurde die Auseinandersetzung friedlich beigelegt und der Verlag verzichtete auf seine Geldforderung.

Übrigens: Glückwunsch, Herr Roeder! Nach all den Turbulenzen, die der Verlag seit dieser Zeit durchmachen musste, ist er dort immer noch Geschäftsführer und eine der wenigen Konstanten.

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