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Zuschussverlage

Von Zuschussverlagen und Pseudoverlagen können wir nur abraten! Als Autorin oder Autor sollten Sie nie für eine Veröffentlichung zahlen. Verlag kommt schließlich von »vorlegen«. Ein echter Verlag übernimmt das finanzielle Risiko für eine Veröffentlichung und beteiligt nicht den Autor an den Kosten. Weder direkt noch indirekt z. B. in Form von Pflichtabnahmen des Buches.
Unser Ratschlag ist simple: Finger weg, wenn ein vermeintlicher »Verlag« Geld von Ihnen will – egal wie des begründet wird.

Beitrag vom 19. Februar 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

So erkennen Sie dubiose Literaturagenten, Literaturagenturen und Zuschussverlage

Klingt gut, ist aber alles gelogen: Scheinagentur per PhotoshopDie Tricks, wie dubiose Verlage und Literaturagenten an das Geld gutgläubiger und naiver Autoren kommen wollen, sind raffinierter geworden. Da entpuppt sich beispielsweise der professionell und ganz im Sinne der Autoren agierende Agent plötzlich als Abzocker und vermittelt für den Autor kostenpflichtige Lektoratsaufträge an eine Firma, die mit ihm in Verbindung steht.

Aus aktuellem Anlass haben wir daher ein paar Indizien zusammengestellt, die Sie bei einer Literaturagentur misstrauisch machen sollten. Die gleichen Hinweise gelten auch für dubiose Zuschussverlage.

Um es deutlich zu sagen: Keiner der folgenden Punkte muss bedeuten, dass dahinter ein Betrüger steckt, der nur Ihr Geld will – jedoch ist erhöhte Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall gilt: Finger weg!

Beitrag vom 31. Januar 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Betrügerische, inkompetente und amateurhafte Literaturagenten

Writer BewareDurch einen Hinweis in Erics Weblog sind wir auf eine überaus informative Webseite zum Thema Literaturagenten aufmerksam geworden, deren Lektüre wir mit Nachdruck empfehlen. Einziger Nachteil: die Seite stammt von der »Science Fiction and Fantasy Writers of America, Inc.« und ist daher komplett in englischer Sprache abgefasst. Speziell geht es auf der Seite darum, wie man betrügerische, stümperhafte oder schlichtweg inkompetente Literaturagenten erkennt. Der Abschnitt »Unehrliche Agenten« kommt einem doch bekannt vor. Niemals sollten Autoren an Literaturagenten Geld im Voraus bezahlen. Hier findet sich zur Warnung die ganze Palette, um den hoffnungsvollen Schreibern das Geld aus der Tasche zu ziehen: Vertragsabschlussgebühren, Gebühren für das Sichten des Manuskripts, Gebühren für ein Gutachten, die Vermittlung an ein bezahltes Lektorat, die Vermittlung an Zuschussverlage oder Print-on-Demand-Dienstleister usw. usf.

Beitrag vom 13. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Rodja Smolny und Lindbergh & Well: Bauernfängerei unter arglosen Autoren

Abgeschaltet: Die Website von Lindbergh & WellAus gegebenem Anlass warnen wir alle Autorinnen und Autoren davor, direkt oder indirekt Geld für eine Veröffentlichung zu zahlen! Dies gilt auch für etwaige Lektoratsdienstleistungen, egal wie diese begründet werden. Eine Ausnahme hiervon bilden selbstverständlich seriöse Print-on-Demand-Anbieter wie BoD oder lulu.com.

In letzter Zeit wurden Autorinnen und Autoren von einem Mann namens Rodja Smolny angeschrieben, der als Agent der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well auftritt (Websites mittlerweile gelöscht). Er schreibt bevorzugt Autoren an, die in Internet-Foren veröffentlichen und schaltete Werbebanner auf entsprechenden Websites, um neue »Kunden« zu gewinnen. Sein Auftreten ist dabei tadellos und sein Stil absolut Vertrauen erweckend. Er warnt sogar vor Zuschussverlagen und betont glaubhaft, dass es absolut in seinem Interesse sei, dass ein Autor gerecht bezahlt werde. Eine flüchtige Google-Recherche weist ihn ebenfalls als absoluten Experten im Agenturgeschäft aus. Zitat aus einem Artikel:

“Ich bekomme jetzt noch Anfragen, ob ich auf der Buchmesse Zeit für Autoren habe”, sagt Rodja Smolny, Aushängeschild der schwedischen Literaturagentur “Lindbergh & Well” im deutschsprachigen Raum. “Dabei bin ich seit Wochen ausgebucht, selbst beim Essen sitze ich mit Kollegen aus aller Welt zusammen”, so Smolny. Er macht dabei allerdings keinen traurigen Eindruck, er freut sich auf das weltgrößte Treffen seiner Branche.

Die meisten dieser Artikel wurden jedoch zuvor von ihm selbst in Presseportalen wie open-pr.de veröffentlicht, was für den Laien nicht immer sofort ersichtlich ist. Mit diesen Artikeln will Smolny offenbar verhindern, dass seine nicht unumstrittenen Tätigkeiten als Geschäftsführer der mittlerweile insolventen MeinBuch oHG sofort ins Auge fallen und entsprechende Artikel von Google nicht gleich auf der ersten Seite gelistet werden. Unliebsame Beiträge in Weblogs lässt er auch schon mal gegen den Willen der Bloggerin durch den Blog-Provider entfernen.

Beitrag vom 13. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Vanity-Verlage: Hinter den Kulissen der Abzocker

Geld!Sie werden Zuschussverlage, Dienstleistungsverlage oder neuerdings auch Vanity-Verlage genannt. Dabei haben diese Firmen mit Verlagen wenig gemein, denn ihr Geschäftsmodell ist einfach: Wenn der Autor zahlt, wird das Buch gedruckt. Die schwarzen Schafe der Branche locken mit Milchmädchenrechnungen und abenteuerlichen Versprechungen, was mögliche Verkaufszahlen angeht. Wie die Wirklichkeit ausschauen kann, haben wir bereits vor Jahren hier berichtet. Doch immer wieder liest man von erschütternden Fällen, wie z.B. von einer 18-jährigen Schülerin, die zu einer Auflage von 10.000 Exemplaren überredet wurde. Die Eltern haben’s bezahlt. Es dürften vermutlich mehrere 1.000 Euro gewesen sein.

Nun ist einer dieser »Verlage« den Bach runtergegangen. Am 31. Januar 2007 wurde das Insolvenzverfahren gegen Mein Buch oHG eröffnet. Mit Sprüchen wie »Bücher schreiben ist ein Ausdruck von Freiheit. Lassen Sie sich keine Grenzen setzen.« schmierte man den Kunden Honig ums Maul – und wollte doch nur ihr Geld. Das Blog »Pfade durch den Buchmarkt-Dschungel« dokumentiert nun anhand eines realen Briefwechsels, wie der Verlag die Kunden zur Veröffentlichung überredet hat.

Beitrag vom 6. Februar 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Mit 18 drei Jahre lang auf Buchmessen

Eigentlich möchte man sich mit Judith freuen. Da sitzt die 18-Jährige und hält stolz ihr eigenes Buch in der Hand. »Wir stellen mal das Notebook daneben«, könnte der Fotograf gesagt haben, »sozusagen das Schreibwerkzeug. Und den siebenarmigen Leuchter, denn schließlich geht es in dem Buch um Israel. Und jetzt lächeln!« Der Fotograf ist gleichzeitig auch

Beitrag vom 31. Oktober 2006 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

Ein Verlag, der keiner ist

Der Begriff Verlag bzw. Verleger kommt von vorlegen. Denn der Verleger bezahlt den Autor im voraus für ein Werk, mit dem der Verleger glaubt, Geld zu verdienen. Der Verleger trägt also das wirtschaftliche Risiko und ist natürlich bestrebt, nur solche Manuskripte einzukaufen und zu veröffentlichen, die einen Gewinn bringen werden, damit das Geld für Autorenhonorar, Herstellung, Marketing und Vertrieb wieder reinkommen.

Ein Verlag also, der Geld vom Autor verlangt, ist kein Verlag im Sinne dieser Definition. Dann mag man das ganze Druckerei oder Dienstleister nennen. Ein solcher “Verlag” trägt kein finanzielles Risiko, er lässt es den Autor tragen. Oftmals leider, indem dieser “Verlag” dem Autor in einer Milchmädchenrechnung und/oder hohlen Phrasen wie “Bücher schreiben ist ein Ausdruck von Freiheit” weismacht, dass die Welt nur auf dieses Werk wartet.

Dass dies nicht der Fall ist, merkt der Autor oftmals erst dann, wenn er bereits mehrere tausend Euro für den Druck des eigenen Buches ausgegeben hat.

Christine Koschmieder geht in ihrem Weblog “Pfade durch den Buchmarkt-Dschungelder Milchmädchenrechung und den Sprüchen der Mein Buch oHG nach. Lesebefehl!

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Beitrag vom 31. August 2006 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

Autorenhaus Verlag gewinnt Prozess gegen Zuschussverlag

Obwohl es schon letzte Woche passiert ist, sei es hier aus Dokumentarspflichten nachgetragen: Der Autorenhaus Verlag hat erneut einen Prozess gegen einen Zuschussverlag gewonnen. Das ist erfreulich. “Für Meinungs- und Kunstfreiheit” titel der Autorenhaus Verlag in seinem Autoren-Magazin. Dort ist nochmal der ganze Sachverhalt aus Sicht des Verlags nachzulesen.

Beitrag vom 28. September 2005 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

»Verbotener« Artikel jetzt online

Folgende Nachricht ist im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels zu lesen: Bund deutscher Schriftsteller unterliegt vor OLG Stuttgart Der Bund deutscher Schriftsteller (BDS) hat seinen Antrag im Berufungsverfahren vor dem OLG Stuttgart zurückgezogen – auf Anraten des Senats. Somit ist die Einstweilige Verfügung, die das Stuttgarter Landgericht wegen eines Artikels im Deutschen Jahrbuch für Autoren 2005/2006

Beitrag vom 11. September 2005 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

Voll die Helden und Autoren

Im Arena Verlag erschien ein Buch mit 20 Beiträgen junger Autoren über Zivilcourage. Nicht jeder Autor hat am Anfang seiner Karriere gleich einen Roman veröffentlicht. Anthologien (Textsammlungen) und der Gewinn von Literaturwettbewerben sind häufig die ersten wichtigen Schritte einer literarischen Karriere. Was es dabei zu beachten gilt und dass man nicht sowohl Anthologien als auch

Beitrag vom 5. März 2005 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

Was man über Zuschussverlage sagen darf

Bitte notieren:

  • Druckkostenzuschussverlage haben ein gutes Lektorat.
  • Autoren, die zuerst bei Druckkostenzuschussverlagen veröffentlichen, können diese bei angesehenen Verlagen als Referenz angeben.
  • Feuilletons von Zeitungen, Zeitschriften und andere Rezensenten haben absolut keine Probleme mit von Druckkostenzuschussverlagen herausgegebenen Büchern.

Vorsicht! Wer das Gegenteil behauptet, kann verklagt werden. Wer es besser weiß, kann Robert Herbig aus der Patsche helfen, der soeben mit einem Streitwert von 50.000 Euro verklagt wurde, weil in seinem Autorenforum jemand das Gegenteil behauptet hat. [via Bernd Röthlingshöfer]
Hm, gibt es in diesem Land nicht so etwas wie eine Meinungsfreiheit? Wo kämen wir da hin, wenn z. B. jeder Kritiker für einen Verriss vom jeweiligen Verlag auf einen solchen Streitwert verklagt würde? Negative Berichte auch über angesehene Verlage gibt es doch immer wieder mal. Da sollte man doch souverän darüberstehen. Oder etwa nicht? Merkwürdig.

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