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Willms’ Woche

Jede Woche blickte Jennifer Willms 2007/2008 knapp und subjektiv auf die literarischen Jahrestage der aktuellen Woche.

Beitrag vom 4. August 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Time to say »Goodbye!«

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Wie die Zeit vergeht: Im August 2007 erschien die Kolumne zum ersten Mal im literaturcafe.de. Vieler literarischer Jahrestage haben wir in den letzten 12 Monaten gedacht.

Nun neigt sich ein Jahr »Willms’ Woche« seinem Ende entgegen, jedoch nicht ohne einen kleinen Ausblick auf die kommenden Jubiläen zu geben.

Am 14. August zum Beispiel feiert die ganze Welt den 82. Geburtstag einer der bekanntesten Texter überhaupt.

Moment mal – wirklich die ganze Welt?

Beitrag vom 21. Juli 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Schöne neue Welt?

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Schaut man sich um in unserer Welt, könnte man meinen, dass das, was Aldous Huxley in Brave New World als Dystopie veröffentlichte, längst Wirklichkeit (geworden) ist. Der 1932 erschienene Roman schildert eine Welt, in der jegliche Individualität ausgemerzt wird, Menschen bereits während ihrer Entstehungsphase in vorgeschriebene Rollen gepresst und anschließend mit Konsumgütern, Sex und Drogen bei Laune gehalten werden.

Bloß nicht ins Grübeln kommen, einfach funktionieren.

Aber sind wir davon so weit entfernt?

Beitrag vom 14. Juli 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Jeder Künstler ist Anarchist

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Seine zynischen Texte gepaart mit erfrischenden, beschwingten Melodien trafen stets den Nerv der Zeit. Mit Songs wie »Tauben vergiften im Park« und »Schützen wir die Polizei« wurde er berühmt, beliebt und gefürchtet zugleich. Am18. Juli wird der Ausnahme-Künstler Georg Kreisler 86 Jahre alt.

Im Jahr 1922 wurde Georg Kreisler in Wien geboren. Mit 16 Jahren musste er aufgrund seiner jüdischen Herkunft vor den Nazis in die USA fliehen, wo er in Hollywood schnell Fuß fasste und dort unter anderem als Komponist für Charles Chaplin tätig war.

Beitrag vom 7. Juli 2008 | Rubrik: Notizen, Willms' Woche

Willms’ Woche: Dem großartigen Saul Bellow gewidmet

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Leider darf Saul Bellow seinen 93. Geburtstag nicht mehr mit uns feiern. Da der Nobelpreisträger aber noch immer unbestritten zu den Größten der amerikanischen Literaturszene zählt, erinnern wir an dieser Stelle mit einer kurzen Biografie an sein bewegtes Leben.

Saul Bellow wurde am 10. Juli 1915 im kanadischen Lachine, einem verarmten Arbeitervorort von Montreal in Quebec geboren. Seine Eltern waren zwei Jahre zuvor aus Russland eingewandert, wo der Vater in St. Petersburg ein kleines Importgeschäft betrieben hatte. Saul Bellow war das jüngste von 4 Geschwistern, mit denen er die ersten 9 Jahre seines Lebens in einem Armenviertel wohnte, das zu dieser Zeit vielen jüdischen Einwanderern Zuflucht bot. Seine Eltern hätten es gerne gesehen, wenn er Schriftgelehrter geworden wäre, und so lernte er neben Englisch und Französisch auch Hebräisch und Jiddisch.

Beitrag vom 30. Juni 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Viel Theater um Kafka

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Mit der von Franz Kafka verfassten Literatur haben sich schon viele Menschen beschäftigt. Nur wenige haben sich jedoch näher angeschaut, welchen literarischen Genüssen sich der Autor selbst hingab.

Zwischen 1911 und 1912 zum Beispiel hatte eine Truppe ostjüdischer Schauspieler in Kafkas Heimatstadt Prag Quartier bezogen und hielt sich mit der Aufführung von volkstümlichen Stücken jiddischer Schriftsteller über Wasser.

Diese Menschen übten auf Franz Kafka einen besonderen Zauber aus, einen, dem bisher nur wenige Menschen Beachtung geschenkt haben. Grund genug, unsere Leser in dieser Woche mit etwas literaturwissenschaftlicher Substanz zu »quälen«.

Beitrag vom 23. Juni 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Das ungeschriebene Gesetz

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Den Träger des Literaturnobelpreises zu küren, ist gar nicht so einfach – und dauert dazu auch noch ganz schön lange. Tausende Experten mischen mit, reichen Vorschläge ein, wägen ab, sortieren aus, wägen noch einmal ab und sortieren wiederum aus, bis rund 200 Schriftsteller auf der Liste verblieben sind.

Nun beginnt die eigentliche Arbeit des Nobelkomitees: wegstreichen, radieren, löschen. So wird aus der langen Liste eine halblange.

Aus den übrig gebliebenen 15 bis 20 Autoren entsteht die endgültige Shortlist von 5 herausragenden Schriftstellern. Früher oder später werden die meisten von ihnen den Literaturnobelpreis erhalten. Dafür sorgt ein ungeschriebenes Gesetz.

Beitrag vom 16. Juni 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Durch Scheitern zum Erfolg

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne, mag sich Dan Brown gedacht haben, als aus seinem großen Durchbruch im Musikbusiness nichts wurde. Zwar wurden seine Songs und die selbst geschriebenen Lyrics durchaus für gut befunden, jedoch sind die Chancen für Musiker, die kein Interesse daran zeigen, sich auch mal dem Publikum zu präsentieren, damals wie heute relativ schlecht. Doch genau das wollte Dan Brown tun: im Hintergrund bleiben und schreiben. So kam, was kommen musste: nach dem zweiten Album »Angels & Demons« ereilte Brown das musikalische Aus.

Bis hierhin eine Geschichte, die so oder so ähnlich wohl jeden zweiten Tag geschieht – aber hinter »Angels & Demons« verbirgt sich eben doch noch etwas anderes.

Beitrag vom 9. Juni 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Eine Stimme für 6 Millionen

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Für die meisten Gefangenen jedoch kam diese Hilfe zu spät. Auch Anne Frank und ihre Schwester Margot waren wenige Wochen vor der Rettung gestorben. Geschwächt durch die menschenunwürdigen Bedingungen im Lager und gezeichnet vom nationalsozialistischen Terror fielen die Mädchen im März 1945 einer schweren Typhus-Epidemie zum Opfer.

Annes Vater, Otto Frank, überlebte das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und veröffentlichte das mittlerweile weltberühmte Tagebuch seiner Tochter. Sie war nur 15 Jahre alt geworden.

Beitrag vom 2. Juni 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Kleines Thomas-Mann-Quiz

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Er war nicht nur Nobelpreisträger, sondern hat mit »Die Buddenbrooks« und »Der Zauberberg« einige der bekanntesten deutschen Werke verfasst.

Anlässlich des 133. Geburtstages von Thomas Mann am 6. Juni 2008 haben diese Woche alle Fans des Schriftstellers die Gelegenheit, ihr Wissen bei einem kleinen Quiz unter Beweis zu stellen. Unter allen Teilnehmern, die uns die richtigen Antworten nennen können, verlosen wir drei Pakete mit literaturcafe.de-Tasse und einem Überraschungsbuch. Nachtrag: Einsendeschluss war der 7. Juni 2008, 18 Uhr.

Insgesamt müssen Sie die folgenden sechs Fragen beantworten.

Beitrag vom 26. Mai 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Hübsch hässlich habt ihr’s hier

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Feierten wir in der letzten Woche noch den Geburtstag des Erfinders von Sherlock Holmes, so jährt sich nun am 29. Mai der Ehrentag des »Vaters« einer weiteren wichtigen Detektivfigur.

Vor fast 100 Jahren schuf Gilbert Keith Chesterton seinen Pater Braun, der dem deutschen Publikum vor allem durch die filmische Verkörperung durch Heinz Rühmann bekannt ist.

Zwar sind die deutschen Verfilmungen gegenüber der Buchvorlage deutlich »entschärft« und müssen mit weniger theologischem Inhalt auskommen, jedoch ist die Figur des neugierigen Geistlichen, der das Ermitteln in mysteriösen Mordfällen »einfach nicht lassen kann«, liebenswert schrullig.

Beitrag vom 19. Mai 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Watson, komm herüber!

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Die erste E-Mail, die im Jahr 1970 über das ARPAnet versendet wurde, war eine Nachricht an eine Gruppe von Computerwissenschaftlern an der University of California. Das Stanford Research Institut schickte damals folgenden Text:

»Watson, komm herüber. Ich brauche deine Hilfe.«

Natürlich bezieht sich diese Anspielung auf keinen geringeren als den wohl berühmtesten Detektiv der Literaturgeschichte.

Beitrag vom 12. Mai 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Abgefeimte Lügner

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Vor 75 Jahren wurden im Mai und Juni die Werke von vielen deutschen und internationalen Autoren von den Nationalsozialisten öffentlich verbrannt. Zwar hatte dieses perverse Spektakel am 10. Mai seinen Höhepunkt, jedoch zogen die Scheiterhaufen freien Denkens noch wochenlang durchs ganze Land:

  • 12. Mai: Erlangen und Halle (Saale)
  • 13. Mai: Hamburg und Neustrelitz
  • 14. Mai: Neustadt an der Weinstraße
  • 17. Mai: Heidelberg und Köln

Und das sind nur die traurigen Jahrestage, die uns diese Woche beschäftigen. Traurig vor allem auch deshalb, weil ein großer Teil der Bücher von Studenten und Professoren in die Flammen geworfen wurde. Es ist müßig und unmöglich, sich vorzustellen, wie man sich als Autor in diesem Moment gefühlt haben muss. Daher sollte jemand zu Wort kommen, der es selbst erlebt hat.

Beitrag vom 28. April 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Zwei Meisterstücke gegen Rassismus und Krieg

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Die besten Geschichten sind oft jene, die das Leben selbst schreibt. Daher ließ sich Harper Lee für ihren ersten und einzigen Roman »Wer die Nachtigall stört« von ihrer Jugendzeit in den Südstaaten der USA inspirieren und heimste damit gleich mal den begehrten Pulitzer-Preis ein. Unklar ist bis heute, ob die Autorin sich bei der Fertigstellung ihres Meisterstücks von ihrem Jugendfreund und Schriftstellerkollegen Truman Capote unter die Arme greifen ließ. Capote selbst hatte mehrmals Hinweise auf eine solche Kooperation gegeben und es wäre nicht das einzige Mal gewesen, dass die beiden gemeinsam an einem Buch arbeiteten. In »Kaltblütig« findet sich neben der Widmung für Capotes damaligen Lebensgefährten Jack Dunphy nicht zufällig auch der Name Harper Lees. Seine beste und vermutlich einzige wahre Freundin, die am 28. Mai ihren 82. Geburtstag feiert, hatte Capote bei den aufwändigen Recherchearbeiten für den authentischen Bericht tatkräftig unterstützt. Ob mit oder ohne Capotes Hilfe – »Wer die Nachtigal stört« ist ein eindrucksvolles Plädoyer gegen Rassismus und Vorurteile, das auch mehr als 40 Jahre nach seiner Erscheinung nichts an Brisanz eingebüßt hat.

»Wenn ich lese, dass ich bisher nichts mehr geschrieben habe, das so gut wäre wie Catch 22, bin ich immer versucht zu sagen: Wer hat das schon? «, soll Joseph Heller einmal gesagt haben.

Beitrag vom 21. April 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Willy or no Willy – that is the question!

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Viele dicke Wälzer sind von schlauen Leuten über William Shakespeare verfasst worden. Doch egal, wie viele Seiten an biografischen Details sich aneinanderreihen, sicher weiß man nur eines: Man weiß so gut wie gar nichts über William Shakespeare.

Wir können noch nicht einmal sagen, ob wir seinen Geburtstag diese Woche zu Recht feiern, denn der Tag an dem Klein-William in Stratford-upon-Avon das Licht der Welt erblickt haben soll, ist ebenfalls nichts als pure Spekulation.

Macht aber gar nix! Glücklicherweise richtete sich die Literaturwissenschaft bei der Findung seines Geburtsdatums nach seinem Sterbetag. Wenn wir also am 23. April William Shakespeares gedenken, dann feiern wir die Feste einfach, wie sie fallen: Sollte er an diesem Tag nicht seinen 444. Geburtstag begehen, so ist er zumindest vor 392 Jahren gestorben.

Er? Leider ist man sich seit 4 Jahren auch in diesem Punkt nicht mehr ganz einig.

Beitrag vom 14. April 2008 | Rubrik: Willms' Woche

Willms’ Woche: Von Bienen und Comics

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Letztes Jahr wurde er groß gefeiert, denn da wäre er 175 Jahre alt geworden. Doch auch in 2008 wollen wir Wilhelm Busch nicht einfach übergehen. Denn schon wieder steht ein Jubiläum an, wenn auch ein trauriges – vor hundert Jahren starb mit ihm einer der bedeutendsten humoristischen Dichter Deutschlands.

Wilhelm Busch gilt als der Urvater des Comics. Er zerlegte die Handlungen seiner Geschichten in Einzelsituationen, stellte graphisch Bewegung und Aktion dar und unterlegte das Geschehen mit phantasievoller Lautmalerei. »Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke« aus seinem bekanntesten Werk »Max und Moritz« musste wohl fast jedes Kind einmal auswendig lernen. Buschs Lebenslauf begann jedoch für einen Dichter und Zeichner eher untypisch.

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