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Maltes Meinung

Die Textkritik im literaturcafe.de

Für den Autor eines Textes ist eine begründete Auseinandersetzung über Sprache, Stil, Aufbau und Inhalt hilfreicher als dumpfe Lobhudelei oder pauschale Verurteilung. Weil man auch aus Fehlern anderer lernen kann, gibt es diese Rubrik. Ungefähr einmal im Monat erscheint ein neuer Text.

Der Rezensent: Malte Bremer, Jahrgang 1947, studierte Germanistik in Freiburg, liest viel, schreibt, (veröffentlicht aber nichts, und wenn, dann nur im literaturcafe.de), misstraut allen Adjektiven, ist Brillenträger und Weintrinker.

Sie wollen hier auch Ihren Text besprechen lassen? Dann verwenden Sie für Einsendungen bitte ausschließlich unser Formular, das Sie hier finden, und lesen Sie die Teilnahmebedingungen aufmerksam durch.

Textkritik vom 13. Dezember 2012 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Ortskunde

von Kati Fränzel

»Man wird förmlich hineingesaugt in die Stimmung durch Sprache und Rhythmus, und am Schluss hält man ebenfalls still und rätselt darüber, was einem gerade widerfahren ist. Das ist eigentlich mehr wert als 5 Brillen«, meint Malte Bremer und zieht seinen Kritikerhut vor der Autorin des heutigen Textes.

Lassen auch Sie sich hineinsaugen in einen Text, in dem der Frost nach Sommer schmeckt.

Textkritik vom 25. September 2012 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Der Bär

von Bob Blume

»Fabeln haben eigentlich keine Moral. Diese ist eine Erfindung von Pädagogen aus dem 19. Jahrhundert«, meint unser Textkritiker Malte Bremer.

Doch egal, ob mit oder ohne: Die heutige Textkritik einer Fabel zeigt erneut, dass viele Fehler im Detail den Gesamteindruck trüben.

Streichen, überarbeiten und die Logik überprüfen, das sind die Grundpfeiler der Textarbeit. Dem Autor fällt dies nicht immer leicht, er (oder sie) ist befangen und hat nicht die notwendige Distanz zum Text. Da hilft nur ein ehrlicher und konstruktiver Kritiker.

Textkritik vom 29. August 2012 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleKeine Brille

Locken

von Marcus Pauli

Dass man Liebesgeschichten auch mal ganz anders präsentieren kann, zeigt dieser von unserem Textkritiker besprochene Prosabeitrag.

Kurz, knapp und ironisch lässt er den Kritiker schmunzeln – und hoffentlich auch den Rest der Leserschaft.

Höchstens an Details wäre zu feilen. Und wie so oft gilt: Gute Literatur lässt Raum für die Gedanken von Leserin und Leser. Lassen Sie sich locken!

Textkritik vom 11. Mai 2012 | Textart: Drama
Brillen: BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Meaulnes

von Julian Staff

Unser Textkritiker bespricht meist Prosa und Lyrik. Doch ab und zu widmet er sich auch anderen Formen. Diesmal ist ein Drama dran – also ein Theatertext.

Auch diesmal wird an diesem Text Exemplarisches gezeigt, denn es sollen ja alle aus den Kritiken lernen können.

Ein Problem des Dramentextes besteht in den Regieanweisungen. Wann sind sie notwendig? Wann sind sie überflüssig? Wann sind sie unlogisch? Und wann schränken Sie später Regisseur oder Schauspieler zu sehr ein?

Textkritik vom 16. April 2012 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleKeine Brille

Innenhof der Bibliothek

von Gabriele Knoten

Wasser ist nass, Schnee ist kalt und Vergissmeinnicht ist blau. Das weiß man und das muss man nicht sagen.

Hinterfragen Sie in einem Gedicht jedes Wort. Nie sollte eines als Notreim dienen oder überflüssige Adjektive des Rhythmus‘ wegen im Satz verbleiben. Es gibt immer bessere Alternativen – zumindest für den guten Dichter.

In der heutigen Textkritik hat Malte Bremer jedoch nur wenig Überflüssiges gefunden.

Textkritik vom 12. März 2012 | Textart: Lyrik
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Allein

von Andrea Schatt

Krankheit, Liebeskummer, Tod, sexueller Missbrauch, Umweltkatastrophen und Depressionen: Erlebnisse, die oft spontan in einem Gedicht verarbeitet werden.

Lyrik kann Lebenshilfe sein, doch man sollte solche Werke besser im Tagebuch belassen, bei der Gruppentherapie vortragen oder bei der nächsten Sitzung dem Psychiater zeigen.

Auf keinen Fall sollte man sie veröffentlichen oder gar bei Wettbewerben einsenden, denn dann leiden auch Leser, Kritiker oder Juroren, wenngleich eher unter missglückten Sprachbildern, Grammatik, Syntax, Form und Versmaß.

Unser Kritiker Malte Bremer blickt diesmal auf solches Leid.

Textkritik vom 17. Februar 2012 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Normal

von Cornelia Stella Gliem

Der Text, den Malte Bremer heute bespricht, ist kurz. Und kurz sind auch seine Anmerkungen. Viel gibt es nicht zu sagen, da der Prosabeitrag von ihm eine 5-Brillen-Wertung bekommt.

Wenn sich an vielen besprochenen Texten beispielhaft Fehler aufzeigen lassen, so kann man hier beispielhaft Positives sehen. Und das ist die fehlende Moralkeule.

Viele Texte und Gedichte triefen oftmals von einer Moral und einem Sendungsbewusstsein. Die Botschaft scheint dem Autor wichtiger als die Qualität des Textes.

Doch hier ist es anders. Ein kurzer Text, der dem Leser Freiraum lässt und Platz für eigene Gedanken und Interpretationen. Ein Text, der nicht beim Schlusspunkt endet. So muss gute Literatur sein.

Textkritik vom 9. Januar 2012 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Hundephilosophie

von Corinna Holz

Manche Menschen glauben, wenn Wörter unter- statt nebeneinander stehen, dann sei das schon ein Gedicht. Allerdings können ein paar Jamben und Reime nie schaden.

Vieles kann in der Lyrik freier gestaltet werden – auch das Setzen von Satzzeichen. Doch fehlende Satzzeichen machen ebenfalls noch kein Gedicht aus. Im Gegenteil: Man macht es dem Leser oft nicht einfach, den Sinn zu erfassen.

Und dann ist da noch der Inhalt. Der sollte nicht zu überfrachtet sein, meint unser Textkritiker Malte Bremer.

Textkritik vom 26. September 2011 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleKeine BrilleKeine Brille

Eine Tür fällt ins Schloss

von Tilman Caspar

Unser Textkritiker Malte Bremer hat im heutigen Prosa-Beitrag durchaus einige »ganz wunderbare Sätze« gefunden. Dennoch erhält der Text als Gesamtwertung nur drei von fünf Brillen.

Denn die Erzählung sei zwar raffiniert gesponnen, doch zu selten blitze das Können des Autors auf. Stattdessen muss ein Leser mit vielen Nicklichkeiten kämpfen wie viel zu flüchtig Hingeschriebenem, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern.

Malte hat sich durchgekämpft!

Textkritik vom 22. August 2011 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Die Fliegende Spinne

von Bettina Ghasempoor

Das Beste an der Erzählung, die sich unser Textkritiker Malte Bremer heute angesehen hat: Sie ist eine Fundgrube für Beispiele, wie man besser nicht schreibt, wenn man schreibt. Da lässt sich viel daraus lernen – aber nur, wenn man dies auch will …

Denn dazu soll Maltes Textkritik schließlich dienen: Man kann von guten Texten lernen, wie man gut schreibt, aber auch von schlechten, wie man besser (nicht) schreibt.

Textkritik vom 3. Mai 2011 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Nachtfahrt

von Michael Schwarz

»Nachtfahrt« lauter der Titel des Gedichts, das sich unser Textkritiker Malte Bremer diesmal angesehen hat. Es scheint eines der vielen lyrischen Werke zu sein, die mal »so hingeschrieben wurden«, aus einer Laune oder Stimmung heraus. Dabei muss nichts Schlechtes entstehen, wie die »Nachtfahrt« zeigt.

Doch nur bei Genies ist es mit dem Hinschreiben getan, denn oft fehlt dem Gedicht Form uns Struktur. Bilder sind nicht so ganz stimmig oder es rutschen Allerweltswörter hinein, für die besser und weniger abgegriffener Ersatz gefunden werden muss. Es beginnt die handwerkliche Arbeit.

Malte Bremer zeigt an diesem Beispiel sehr gut, wo noch was zu tun wäre.

Textkritik vom 10. April 2011 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleKeine Brille

Der Langstreckenläufer

von Claude Gelhausen

Malte Bremer ist unser Textkritiker – und nicht unser Korrektor. Normalerweise behebt er die Rechtschreibfehler in den Einsendungen der Autorinnen und Autoren nicht. Wer ihm einen Text voller Schreibfehler schickt, hat wenig Aussichten, dass Malte den Beitrag bespricht. Wer schreiben will, sollte dies auch recht tun. Ausreden wie »Mir kommt es auf den Inhalt an, Rechtschreibung ist Nebensache« lassen wir nicht gelten.

Nur manchmal, ja, manchmal macht Malte Bremer eine Ausnahme, behebt 32 Zeichensetzungsfehler und 10 sinnentstellende Rechtschreibfehler, um dann doch noch einen Text zu finden, der Potenzial hat.

Textkritik vom 23. Februar 2011 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Aufnahme

von Peter Dietze

Gute Lyrik lässt der Leserin oder dem Leser Freiräume für eigene Assoziationen. Das gilt zwar nicht automatisch für jedes Gedicht, noch gilt es nur für Lyrisches.

In den Köpfen der Leser entstehen eigene Bilder, doch darf der Freiraum für Assoziationen nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden.

Unser Textkritiker Malter Bremer hat sich ein Gedicht angesehen, das er als »irrlichternd irritierende Erinnerungsfetzen« beschreibt. Drei der Irritationen geht er nach, und es entstehen Fragen ohne eindeutige Antwort.

Textkritik vom 22. November 2010 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleKeine BrilleKeine Brille

Die die Wahrheit lieben

von Angelika Jodl

»Die die Wahrheit lieben« ist Titel und Thema von drei kurzen Szenen, die sich Malte Bremer für seine Textkritik angesehen hat. Textminiaturen, die »lebendig« und »mit ironischer Distanz« erzählt sind.

Doch trotz der Kürze sind sie zu ausufernd, viel Überflüssiges wird gesagt. Nie sollte man seine Leser unterschätzen. Oft genügen wenige Wörter, um Personen und Situationen zu beschreiben, und der Leser weiß, womit er es zu tun hat. Erläuterungen sollten nicht augewalzt und Überflüssiges sollte vermieden werden.

Auch Kurzes kann gekürzt werden.

Textkritik vom 20. September 2010 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Ende Gelände

von Martin Giaco

Nach der Sonderrunde mit Romananfängen widmet sich unsere Textkritiker Malte Bremer diesmal wieder einem lyrischen Werk.

Im ebenfalls frisch renovierten Bereich von »Maltes Meinung« ist die Begeisterung des Kritikers jedoch eher verhalten bis nicht vorhanden: nur eine von fünf Brillen wird für das Gedicht vergehen.

Einzig die Form kann es vor dem Untergang retten, der Inhalt ist »herzlich wirr«.

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