In dieser Rubrik finden Sie Tipps und Hinweise, die Ihnen Hilfe und Anregungen für Ihren literarischen Schreiballtag geben sollen. Von der Normseite bis zur Autoren-Software, vom Profi-Tipp bis zur Warnung vor dubiosen Websites.
Wer gute Krimis schreiben will, der sollte sich zur Krimi-Schreibwerkstatt anmelden, die das Literaturbüro NRW anbietet. Der Leiter des Wochenendkurses ist kein Geringerer als einer der besten Krimi-Autoren Deutschlands: Horst Eckert. Bereits zweimal wurde er mit dem renommierten Krimi-Preis, dem Glauser, ausgezeichnet.
Die Schreibwerkstatt findet am 2. und 3. Juni 2007 statt, kostet 80 Euro Teilnahmegebühr und erfordert eine Bewerbung bis zum 2. Mai 2007. Der Bewerbung sind eine Biographie sowie ein maximal fünfseitiger Text beizulegen (Kurzgeschichte oder Romanauszug). Der Workshop findet in Düsseldorf statt. Da die Zahl der Plätze auf 10-12 beschränkt ist, sollte man mit der Anmeldung beim Literaturbüro nicht lange zögern, wenn man ernsthaft daran interessiert ist, gute Krimis zu schreiben.
Hans-Jürgen Balmes ist Lektor für ausländische Literatur beim Fischer Verlag in Frankfurt. »Wie bitte?«, werden jetzt vielleicht einige sagen. »Warum hat ein deutscher Verlag einen Lektor für ausländische Literatur? Die deutschen Verlage kaufen doch ohnehin nur Lizenzen von fremdsprachigen Titeln ein, die im Ausland bereits ein Erfolg waren. Die deutschen Verlage gehen doch kein Risiko
Auch in diesem Jahr wird in Klagenfurt anlässlich der Tage der deutschsprachigen Literatur wieder ein Literaturkurs angeboten. Dieser richtet sich explizit nicht an diejenigen, die bereits beim Bachmannpreis lesen. Für den Kurs muss man sich mit einem Text bewerben und zudem die folgenden Dinge beachten:
- nicht älter als 35 Jahre (Stichtag: 16. März 2007)
- mindestens eine literarische Veröffentlichung (deutschsprachig, keine Übersetzung). Als adäquate Veröffentlichung gelten Prosaarbeiten in Buchform, Beiträge für im Buchhandel erhältliche Anthologien und Zeitschriften (keine Texte, die im Eigenverlag erschienen sind)
Somit gelten offensichtlich auch Veröffentlichungen im Internet nicht als literarische Veröffentlichung im Sinne der Ausschreibung. Weitere Infos sind hier nachzulesen.
Eigentlich möchte man sich mit Judith freuen. Da sitzt die 18-Jährige und hält stolz ihr eigenes Buch in der Hand. »Wir stellen mal das Notebook daneben«, könnte der Fotograf gesagt haben, »sozusagen das Schreibwerkzeug. Und den siebenarmigen Leuchter, denn schließlich geht es in dem Buch um Israel. Und jetzt lächeln!« Der Fotograf ist gleichzeitig auch
Die aktuelle Ausgabe der Federwelt, der Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, war gestern im Briefkasten zu finden. Mit Unterstützung der Bundesakademie für kulturelle Bildung und dem Literatur-Café startet »Die Feder«, der Schreibwettbewerb der Federwelt. Bis zum 15. Februar 2007 gilt es, einen vorgegebenen Anfang zu einer Geschichte mit maximal 10.000 Zeichen werden zu lassen. Weitere Infos sind auch online zu finden. Das Literatur-Café wird die Vertonung der Gewinner-Geschichte übernehmen, und selbstverständlich wird die Story auch in der nächsten Ausgabe der Federwelt zu lesen sein.
Wir empfehlen übrigens jeder und jedem, die oder der am Schreiben interessiert ist, das Abo der Federwelt. Nein, für diese Empfehlung bekommen wir kein Geld, denn sie ist ehrlich gemeint. Für nur 27 Euro inkl. Versand bekommt man im Jahr sechs Ausgaben mit wertvollen Infos und Tipps für Autorinnen und Autoren. Sehr zu empfehlen in der aktuellen Ausgabe ist die Titelgeschichte über die Marketing-Möglichkeiten, die Autoren mit Podcasts haben. Herausgeberin Sandra Uschtrin behandelt das Thema verständlich und ausführlich.
Vom Uschtrin-Verlag, in dem die Federwelt seit geraumer Zeit erscheint, wird übrigens auch das Handbuch für Autorinnen und Autoren herausgegeben.
In einem etwas zu langen und ermüdenden Essay lässt sich Zadie Smith (»Von der Schönheit«) über das Schreiben von Romanen und über die Selbstbeurteilung durch den Schriftsteller aus. Der Artikel war in der heutigen FAZ am Sonntag zu lesen und ist in einer noch längeren Fassung unter faz.de zu finden. Schriftsteller können über die Qualitäten ihrer Bücher nicht viel Verlässliches sagen – die meisten machen sich weiß Gott reichlich Illusionen über ihr Talent. Aber sie wissen andere Dinge als die Professoren oder Kritiker. Gelegentlich lohnt es sich, ihnen zuzuhören.
Der Landkreis Dillingen an der Donau schreibt anlässlich der 15. Kulturtage vom 29. September bis 31. Oktober 2007 wieder einen Kurzgeschichten- und Sketchwettbewerb aus. Nähere Infos dazu gibt es auf der spartanischen Internet-Site zu lesen (»Lassen Sie sich überraschen, was wir Ihnen das nächste Mal bieten können!!!«).
Aber immerhin gibt es 7.000 Euro Preisgeld zu gewinnen. Und in Dillingen, da stimmt noch alles, denn das Geld stiftet die örtliche Sparkasse und die Gewinnersketche werden ab 28. Oktober 2007 vom Stadeltheater Lauingen aufgeführt.
Unter dem Namen BoD-Fun bietet Book on Demand (BoD) ab sofort die Möglichkeit, das eigene Buch kostenlos zu veröffentlichen. Hierzu wird das Manuskript in digitaler Form einfach an BoD übermittelt. BoD druckt die Exemplare erst bei einer Bestellung und der Autor verdient sofort am ersten verkauften Exemplar.
BoD Fun scheint eine Reaktion auf die auch in Deutschland stark wachsende Popularität des amerikanischen Print-on-Demand-Dienstleisters lulu.com zu sein. Die Möglichkeit einer kostenlosen Veröffentlichung bietet lulu.com bereits von Anfang an.
Wie bei lulu.com ist allerdings im Fun-Tarif von BoD keine eigene ISBN für den Titel enthalten und das Buch ist nicht im Buchhandel zu bestellen, sondern ausschließlich über einen BoD-eigenen Online-Shop, der jedoch erst im März zur Leipziger Buchmesse online gehen wird.
In der Online-Ausgabe des Cicero ist ein Interview mit Hans-Ulrich Treichel zu lesen. Treichel leitet im Wechsel mit Josef Haslinger das Literaturinstitut in Leipzig, an dem Schriftsteller ausgebildet werden. Treichel legt im Interview die Gründe dar, weshalb seiner Meinung nach Harry Potter so erfolgreich ist und wie das »Kreative Schreiben« in Deutschland und den USA gesehen wird.
Natürlich versäumen wir an dieser Stelle nicht, nochmals auf das Interview mit Hans-Ulrich Treichel hinzuweisen, das wir 2005 mit ihm für das Literatur-Café geführt haben. Darin veranstalten wir eine Art Mini-Schreibworkshop mit ihm, denn wir hatten Treichel aufgefordert, einmal den ersten Satz seines Romans Menschenflug zu analysieren.
Ab dem 27. Juni finden in Klagenfurt zum 31. Mal die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt. Autorinnen und Autoren können ihre Texte bis zum 16. Februar bei der Jury einreichen. Vergeben wird der diesmal mit 25.000 Euro dotierte Bachmann-Preis am 1. Juli. Die Bedingungen für eine Teilnahme sind gleich geblieben, Veränderungen gibt es dieses Jahr in der Jury. Mehr darüber weiß der Standard bzw. ist auf den Seiten des Wettbewerbs zu lesen.
Interessant: Bei der Bewerbung muss jeder Autor die Empfehlung entweder eines Verlages oder einer Literaturzeitschrift beilegen.
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