Diese Rubrik erhebt nicht im entferntesten den Anspruch, eine Auflistung von aktuellen literarischen Preisen und Wettbewerben zu sein. Stattdessen stellen wir Herausragendes und Bemerkenswertes in diesem Bereich vor oder berichten von entsprechenden Veranstaltungen.

Foto: Concorde Filmverleih
Egal ob als Obelix, unlängst als Mammuth oder aktuell als Konrad in der Verfilmung von Martin Suters »Small World«: Gérard Depardieu scheint auf die Rolle des einfältigen aber irgendwie liebenswerten Dicken festgelegt zu sein.
Und schon kommt am 6. Januar 2011 erneut ein Film in die deutschen Kinos, in dem Depardieu in seiner Standardrolle zu sehen ist. Das Besondere: »Das Labyrinth der Wörter« ist nicht nur die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marie-Sabine Roger, sondern Bücher und Literatur spielen darin eine zentrale Rolle.
Grund genug also, um im literaturcafe.de mit freundlicher Unterstützung des Concorde Filmverleihs drei Buch- und Kinogutscheinpakete zu verlosen. Sie bestehen aus dem Buch »Das Labyrinth der Wörter« – erschienen bei Hoffmann & Campe – und je zwei Kinogutscheinen, die in jedem Kino einzulösen sind, das den Film zeigt.
Eine Casting-Show für Schreibtalente, das fehlt noch im deutschen Fernsehen. Milena Moser hat eine solche Talentshow ins Schweizer Fernsehen gebracht – fiktiv. In ihrem neuen Buch »Möchtegern« lässt sie 10 Schreibtalente in der Show »SchreibStar« auf die knallharte Jury treffen, darunter die alternde Skandalautorin Mimosa Mein, die mit 17 Jahren ihren ersten Roman geschrieben hat, der wegen sexuell allzu anzüglicher Passagen zum Bestseller wurde. Interessant – und tatsächlich nur ein Zufall – eines der Bücher von Autorin Mimosa Mein heißt »Road Kill«.
Mosers Roman ist seit Montag in jeder Buchhandlung erhältlich und in der Schweiz sofort auf Platz 10 der dortigen Bestsellerliste eingestiegen. Trotz ironischer Passagen ist Milena Mosers Roman vor allen Dingen eines: glaubhaft. In mindestens einer der 10 Kandidaten erkennt sich jeder Schreibende wieder – oder man erkennt eine(n) schreibende(n) Bekannte(n). Pflichtlektüre nicht nur für die Literatur-Café-Redaktion!
Zusammen mit dem Verlag Nagel & Kimche, der zu den Hanser Verlagen gehört, erwecken wir daher im Internet die fiktive Casting-Show »Schreibstar« zum Leben. Das besondere: Wer bei den Schreibaufgaben im Trainingscamp mitmacht, kann einen Schreibkurs bei Milena Moser gewinnen. Und: Literatur-Café-Kritiker Malte Bremer bespricht in einer Sonderreihe seiner Textkritik Ihre Romananfänge!
Der Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD (Books on Demand GmbH) geht in die zweite Runde: Ab sofort sind wieder alle aufgerufen, die Spaß am Dichten und Twittern haben, Poesie mit maximal 140 Zeichen zu »zwitschern«. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein iPod Touch. Alle Beiträge werden nach dem Wettbewerb im 2. Twitter-Lyrik-Band veröffentlicht. Der 1. Twitter-Lyrik-Band zum letztjährigen Wettbewerb ist bereits online oder in jeder Buchhandlung erhältlich.
Twitter-Lyrik ist spannend, macht Spaß und bringt witzige, skurrile und durchaus anspruchsvolle Kurz-Poesie hervor. Das hat der erste Twitter-Lyrik-Wettbewerb im Frühjahr 2009 gezeigt. Nach dem unerwarteten Erfolg – mehr als 300 eingesandte lyrische Tweets in nur vier Wochen – heißt es ab sofort wieder »In der Kü liegt die Wü!« Gesucht wird bis zum Tag der Poesie am 21. März 2010 das beste Twitter-Gedicht. Eine Jury aus Literatur-Café- und BoD-Mitarbeitern kürt den Gewinner, der mit einem iPod Touch (16 GB) belohnt wird. Alle Beiträge werden in einem gedruckten Lyrik-Band veröffentlicht.
»Lippls Traum« heißt ein Kinderbuch von Sams-Erfinder Paul Maar aus dem Jahre 1984.
Weil die Eltern auf Geschäftsreise sind, wird der zehnjährige Philipp, genannt Lippel, der Obhut einer neuen Haushälterin anvertraut. Die ist leider ein rechter Kinderschreck und so flüchtet sich Lippel mittels der Märchen aus tausendundeiner Nacht in eine Traumwelt, in der sich Phantasie und Wirklichkeit märchenhaft verweben. Ein Buch über die Macht der Phantasie.
Am 8. Okober 2009 kommt »Lippels Traum« in einer Neuverfilmung in die deutschen Kinos. Paul Maar selbst hat dazu das Drehbuch auf Basis seines Buches geschrieben. Mit dabei sind u.a. Anke Engelke als böse Haushälterin und Moritz Bleibtreu als Lippels Vater.
Universum Film hat uns drei Exemplare des Kinderbuches von Paul Maar zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um die Sonderausgabe mit Bildern aus dem Film.
Und weil es beim letzten Mal so viel Spaß macht, verlosen wir die drei Bücher erneut über den Kurznachrichtendienst Twitter.
Der Deutsche Taschenbuch Verlag und das Literatur-Café laden ein zum großen Sommer-Fotowettbewerb. Zu gewinnen gibt es 3 rote Rollkoffer gefüllt mit Büchern im Gesamtwert von 375 Euro.
Passend zur neuen handlichen dtv-Buchreihe »BOOKS TO GO« lautet das Motto des Wettbewerbs »Lesen to go«: Fotografieren Sie Menschen, die unterwegs ein Buch lesen – egal ob im Freibad, am Strand, in der U-Bahn, im Zug oder im Café, und schicken Sie uns das Foto digital über das Teilnahme-Formular. Einsendeschluss ist der 31. August 2009. Alles was Sie sonst noch wissen müssen und die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.dtv-books-to-go.de.
Zum Hören unterwegs können Sie dort auch den Podcast zur 12-teiligen Buchreihe abonnieren mit je einem Ausschnitt aus den Büchern und persönlichen Anmerkungen u.a. von Uwe Timm, Maxim Biller, Alex Capus, Arno Geiger, Michael Köhlmeier und Ingo Schulze.
Hier klicken, mitmachen und reinhören unter www.dtv-books-to-go.de »
Da sage nochmal jemand, dass die großen Verlage den unbekannten deutschen Autoren keine Chance geben. Nur verkäuflich sollte das Werk sein, und historische Romane sind in der Regel immer gut (verkäuflich).
Der Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg sucht daher einen neuen historischen Roman. Mindestens 200 Normseiten sollte er umfassen. Handlung und Charaktere kann die Autorin oder der Autor frei gestalten. Einzige weitere Bedingung: Die Handlung muss vor dem Jahre 1900 spielen. Und natürlich darf das Werk bislang noch nirgendwo veröffentlicht sein.
Zunächst will Rowohlt von den Autoren das, was ein Verlag normalerweise generell zur ersten Beurteilung benötigt: Ein aussagekräftiges Autorenprofil, ein kurzes Exposé und ein Probekapitel von maximal 50 Normseiten. Hier empfiehlt sich am besten der Anfang des Romans. Bei uns im Literatur-Café können Sie nachlesen, was eine Normseite ist und wie man ggf. ein schon vorliegendes Manuskript ins Normseitenformat bringt.
Beim Literarischen Colloquium Berlin und dem Brandenburgischen Literaturbüro können die Sektkorken knallen: Der Online-Literaturführer für Berlin und Brandenburg literaturport.de gewinnt in diesem Jahr den Grimme Online Award in der Rubrik »Kultur und Unterhaltung«. Der ebenfalls nominierte Lesesaal der FAZ ging leer aus. Obwohl der Literaturport keinesfalls eine sonderlich spektakuläre Website darstellt, ist die Auszeichnung der Berliner auch ein deutliches Signal an das Literaturarchiv in Marbach, dessen staatlich geförderte Literaturruine literaturportal.de daneben noch tiefer absackt.
Das Literarische Colloquium Berlin und das Brandenburgische Literaturbüro haben bewiesen, dass man mit weniger Mitteln ein besseres und jetzt auch ausgezeichnetes Literaturportal erstellen kann. Spätestens jetzt sollte darüber nachgedacht werden, ob es nicht zum neuen offiziellen bundesweiten Literaturportal ausgebaut werden sollte. Glückwunsch!
Überaus peinlich agierte dahingegen erneut das Adolf Grimme Institut.
Da hier in wenigen Stunden die Buchrezension zu Charlotte Roches erstem Roman »Feuchtgebiete« zu lesen sein wird, stimmen wir uns schon mal auf den Themenbereich ein und leiten folgenden Aufruf des Linksbuch-Forums weiter:
Dieser Projektaufruf richtet sich an Männer! Im Internet ist es für Männer ein Leichtes, pornografische Seiten aufzurufen und diese als Vorlage zur Selbstbefriedigung zu nutzen. Der Weg in die Sucht ist durch derartige Angebote vorgezeichnet: Die schnelle Lustbefriedigung wird zum täglichen Ritual mit allen daraus sich ergebenden negativen Folgeerscheinungen wie Abhängigkeit, zunehmende Vereinsamung, Störung bzw. Zerstörung intimer Beziehungen zur Partnerin. Unter dem Arbeitstitel “Die Einsamkeit des Wichsens” werden Erfahrungsberichte von männlichen Autoren gesucht, die das eigene diesbezügliche Erleben und die daraus resultierenden Erfahrungen und Probleme ehrlich und offen darstellen. Die Wahrung der Anonymität der Teilnehmer wird zugesichert. Manuskriptzusendungen im Umfang von mindestens 10.000 Zeichen als Word-Datei über die Kontaktseite von www.linksbuch-forum.de erbeten. Einsendeschluß für Beiträge ist der 1. Juli 2008.
Eine Frage jedoch: Warum geht man das Thema denn schon von vornherein voreingenommen negativ an?
Heute beginnt der Einsendezeitraum für den Jokers Lyrik-Preis 2008. Bis Ende März 2008 können Lyrikerinnen und Lyriker wieder ihre Werke unter www.jokers.de/lyrikpreis einreichen. Eine Jury kürt die besten Gedichte. Platz 1 ist mit 2.000 Euro dotiert, der zweite und dritte Preis mit 1.500 bzw. 1.000 Euro. Außerdem gibt es zahlreiche Sach- und Sonderpreise zu gewinnen. Die besten Gedichte erscheinen in einer Anthologie bei BoD.
Auch in diesem Jahr unterstützt das Literatur-Café den Jokers Lyrik-Preis wieder als Kooperationspartner und mit Sonderpreisen, darunter die begehrte Literatur-Café-Tasse.
Der Jokers Lyrik-Preis ist ein Wettbewerb des gleichnamigen Buchversenders, bei dem überwiegend Restauflagen und Sonderausgaben von Büchern, Hörbüchern und anderen Medien zu günstigen Preisen erhältlich sind.
Ein neuer Literaturpreis wird am 1. März 2008 zum ersten Mal verliehen: Der Deutsche Erzählerpreis. Ausgezeichnet wird damit der Autor, der im Jahr zuvor den besten Band mit Erzählungen veröffentlicht hat. Erzählungen zu schreiben, das ist bei Autoren sehr beliebt, obwohl die Verlage das anders sehen. Ein Band mit Erzählungen verkauft sich nicht so gut