In der Rubrik »Notizen« finden Sie interessante Fundstücke und Hinweise, die in keine der anderen Rubriken so recht hineinpassen wollten.
Das Branchenmagazin Buchreport veranstaltet am 15. Mai 2013 um 14 Uhr ein web-basiertes Seminar zum Thema »Selfpublishing«. An der 90-minütigen Veranstaltung kann man bequem vom Büro aus oder von daheim teilnehmen, benötigt wird nur ein aktueller Webbrowser. Wer keine Lautsprecher oder kein Headset am PC hat, kann parallel per Telefon mithören und mitdiskutieren.
Zielgruppe des sogenannten »Webinars« sind Mitarbeiter aus Verlagen (Programm, Vertrieb, E-Book, Unternehmensentwicklung), Selfpublisher, Journalisten mit E-Book-Ambitionen und alle Interessierten.
Anders als bei den Seminaren des literaturcafe.de geht es bei der Buchreport-Veranstaltung nicht um eine Anleitung zum Selbstverlegen. Vielmehr zeigen vier Referentinnen und Referenten, wie Selfpublishing die Strukturen der Buchbranche verändert, wie sich Verlage in diesem Wettbewerb profilieren können – und es zeigt Erfolgsrezepte von Selfpublishern.
Wir haben in unsere Log-Dateien geschaut, um herauszufinden, welche Beiträge im literaturcafe.de im vergangenen Jahr 2012 die populärsten waren. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese auch 2012 verfasst wurden. Soweit möglich, zählen wir Mehrfachaufrufe einer Seite durch die selben Besucher nur einmal.
Klare Erkenntnis: Auch das literaturcafe.de wird von amerikanischen Konzernen dominiert. Die meisten Besucherinnen und Besucher suchen nach günstigem Lesestoff fürs Kindle oder wollen wissen, wie man E-Books selbst veröffentlicht. Auch ein Beitrag über Apples iBooks ist ganz oben mit dabei. Lesen wird digital.
Erstaunlich: Platz 3 belegt ein deutscher Klassiker mit tödlichem Ausgang.
Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Buchbranche und wie reagieren Autoren, Verlage und Dienstleister auf diese Veränderungen?
Insa Moog hat dazu für einen Beitrag auf wdr.de fast eine Stunde Wolfgang Tischer befragt, den Herausgeber des literaturcafe.de. Nun ist ihr lesenswerter Artikel online, der die Quintessenz des Gesprächs sehr gut zusammenfasst.
Ebenfalls zitierte wird Rita Bollig, die beim Lübbe Verlag den Bereich Bastei Entertainment verantwortet.
Was schenkt man literarisch interessierten Menschen und denen, die ‘s nicht sind? Und was schenkt man als literarisch interessierter Mensch?
Wir haben für Sie ein paar Tipps zusammengestellt. Viele Empfehlungen haben wir in diesem Jahr im literaturcafe.de ausführlich vorgestellt, anderes liegt noch auf den Schreibtischen der Redaktion und kommt gerade Recht als Geschenketipp.
Noch ist es nicht zu spät, sodass Sie losziehen und die Dinge erwerben können. Sofern Sie überhaupt noch losziehen und nicht online bestellen, um sich überfüllte Einkaufszentren zu ersparen.
Erinnern Sie sich noch? Damals. Als man oftmals polemisch und voller Angst übers Urheberrecht »diskutierte«?
Ja, es war erst in diesem Jahr gewesen – und scheint bereits wieder vergessen. Aber das Thema ist nicht vom Tisch.
»Das Netz 2012« fasst die wichtigsten netzpolitischen Diskussionen als buntes Magazin zusammen. Gleichzeitig ist es die erste Publikation des neuen iRights media Verlags.
Kalender für das kommende Jahr findet man bereits seit Juli in den Läden. Doch langsam wird es Zeit, sich nach den Exemplaren umzusehen, die man wirklich benötigt.
Unser erster Kalendertipp für 2013 ist wieder der Autorenkalender, der erneut im Verlag der Text-Manufaktur Leipzig erscheint.
Das kleine Büchlein mit Lesebändchen empfehlen wir nicht zum ersten Mal. Selbst schreibende Menschen mit elektronischem Terminplaner, die kein Papierkalendarium benötigen, profitieren vom Autorenkalender:
Denn immer schon war der Kalender mehr als eine Terminverwaltung.
Während die Verlagsbranche immer mehr das Opfer der eigenen Lobby-Arbeit wird und sich dem Thema »Raubkopien« und Urheberrecht zuwendet, droht für viele Verlage die Gefahr, dass sie die wirkliche Konkurrenz übersehen.
Speziell bei Krimis, Thrillern, Romance und anderer Genre-Literatur haben digitale Selbstverleger die Verlage längst eingeholt. Doch unvollständige Bestsellerlisten schirmen die Verlage von dieser Wirklichkeit ab. Für viele droht ein böses Erwachen.
Wir präsentieren den Mitschnitt eines Vortrags von literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer vom 20. Juni 2012 anlässlich der Jahressitzung des Arbeitskreises für elektronisches Publizieren (AKEP) des Börsenvereins für den Deutschen Buchhandel.
Die Buchbranche hat nicht den Ruf, der Zukunft und den technischen Möglichkeiten gegenüber besonders aufgeschlossen zu sein. Wie jedes Jahr traf man sich in der vergangenen Woche auf den Buchtagen in Berlin. Diesmal hielt Michael Krüger, der Verleger des Hanser Verlags, die Eröffnungsrede.
Krüger schien alle Vorurteile zu bestätigen. Doch so einfach war die Rede des Verlegers nicht strukturiert. Er baute unzählige Paralipsen und andere rhetorische Stilmittel ein, die jeden Latein- und Griechischlehrer erfreut hätten.
Doch ein Eindruck blieb: Michael Krüger sieht im Internet den Anfang vom Untergang der Kultur.
Der Informatiker und Autor André Spiegel antwortet dem Hanser-Verleger.

Paper Passion (Foto: Steidl Verlag)
Ein Duftspray, das nach Büchern riecht, das war bislang ein Scherz unter Buchliebhabern. Es gibt sogar eine Website, die »Smell of Books« in den Variationen »Bücherduft für Katzenbesitzer« oder »Der Duft neuer Bücher« anbietet.
Doch ab August 2012 macht der Steidl Verlag Ernst, denn dann soll tatsächlich das erste Parfüm mit Buchgeruch auf den Markt kommen. Es trägt den Namen »Paper Passion«. Untertitel: »For Booklovers«.
Die Verlagsvorschau spricht von der »besonderen Geruchsmischung von Papier und Tinte, die uns beim ersten Aufschlagen eines schönen Buches gefangen nimmt«.
Humor ist in der Werbung viel zu finden, vor allem in Filmen – aber selten in Texten. Deshalb haben wir uns gefreut, als wir einem Speiserestaurant folgendes fanden:
»Ein vollmundiger und ausgewogener Körper sowie ein harmonischer, lang anhaltender Abgang bringen Vorfreude auf den nächsten Schluck.«
Was daran besonders sein soll, wo doch Weinwerbung für solcherlei Gesummse heftigst berüchtigt ist?