In der Rubrik »Notizen« finden Sie interessante Fundstücke und Hinweise, die in keine der anderen Rubriken so recht hineinpassen wollten.
Sprachspielereien mit Google hatten wir schon lang nicht mehr. Das letzte Mal vor sechs Jahren.
Mithilfe des Platzhalters * und einer Google-Suchanfrage in Anführungszeichen lassen sich wunderbar Phrasen ergoogeln. Die Varianten werden im Suchergebnis in Fettschrift hervorgehoben. Beispiel: “lassen * * lebendig werden”
Und da Facebook für viele Unternehmen die Marketingmöhre für Internet-Eselchen ist, steht die Phrase “Jetzt Fan werden und * gewinnen” hoch im Kurs. Doch noch zwei andere interessante Entdeckungen konnten wir bei der Suche machen.
Er ist wieder da! Nach einem Jahr Auszeit gibt es für 2012 wieder den beliebten Autorenkalender der 42erAutoren. Beim Verlag der Textmanufaktur Leipzig hat das kleine kompakte Büchlein ein neues Zuhause gefunden und präsentiert sich in Weiß-Orange.
»Das Jahr 2011 war kein so besonderes, weshalb wir von den 42erAutoren darauf verzichtet hatten, einen Autorenkalender herauszugeben«, schreibt die Autorengruppe.
Folgt man dieser Logik, so muss 2012 also ganz besonders werden, und der originelle Kalender für Autorinnen und Autoren war es ohnehin schon immer.
Von Ruben Philipp Wickenhäuser
Jeden Morgen grinst es uns an, jeden Morgen, wenn wir uns einen Überblick über die Meldungen der Tageszeitungen im Internet verschaffen möchten. Es lauert darauf, dass wir, von einer knackigen Überschrift verführt, die Kurzzusammenfassung eines Beitrages lesen, und dann, mitten im Lesefluss, springt es uns an, würgt uns an der Kehle und nimmt uns für einen Augenblick die Luft, Spannung, eine Wendung, Großes und Schrecken versprechend, ein wenig wie der atemlose Augenblick in einem Hitchcock-Film – um dann im nächsten Halbsatz in Nichtigkeiten zu verpuffen; und siehe, es hat sich sogar in diesen Satz einzuschleichen vermocht, das fiese kleine Ding. Doch kaum haben wir uns erholt, zeugt das nächste Thema schon ein weiteres garstiges Monstrum dieser Art.
Ein ungewöhnlicher Hilferuf erreichte gestern per E-Mail die literaturcafe.de-Redaktion. Absender war ein bekannter Bestsellerautor. Er sei in Madrid ausgeraubt worden und nun mittellos. Bargeld, Mobiltelefon und Kreditkarten seien weg und seine Bank könne ihm so schnell nicht helfen. Er benötige dringend Hilfe und Bargeld.
In der E-Mail war eine spanische Telefonnummer genannt, unter der man ihn an der Hotelrezeption erreichen könne. Was tun?
Welche Gefahr der »Like-Button« von Facebook für Nutzer und Website-Betreiber darstellt, haben wir bereits in einem älteren Artikel ausführlich beschrieben.
Da der »Gefällt mir-Knopf« gegen das deutsche Datenschutzgesetz verstößt, droht mittlerweile der oberste Datenschützer Schleswig-Holsteins den Website-Betreibern Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro an, wenn sie den Button nicht entfernen.
Auf der anderen Seite wird das Weiterempfehlen per Klick via Facebook, Twitter und Google+ für Websites immer wichtiger.
Wir stellen ein Plugin für WordPress vor, das versucht, beide Anforderungen zu erfüllen und ab sofort auf literaturcafe.de im Einsatz ist.
Der Anbieter Navel Labs bietet »ReadMore« den »Lesetacho« für iPad und iPhone vom 1. bis zum 9. April 2011 in einer Sonderaktion günstiger an. Statt 1,59 Euro kostet die Software in diesem Zeitraum nur noch 79 Cent.
ReadMore ist eine Art Lesetagebuch, das hilft, das eigene Leseverhalten besser zu analysieren. Es werden genaue Prognosen erstellt, wie lange man für die Lektüre eines Buches noch benötigen wird. Das literaturcafe.de hat die deutsche Sprachversion der Software erstellt.

Fälschung: Downloadgutschein für ein eBook
Natürlich – oder leider? – war diese Meldung unser Aprilscherz: Um unbekannte Autoren zu fördern und die eBook-Verbreitung anzukurbeln, liegt ab heute allen gedruckten Rowohlt-Büchern ein Download-Gutschein für ein kostenloses eBook von unbekannten Autoren bei. Bestseller wie Wolfgang Herrndorfs »Tschik« werden mit Literaturneulingen gebündelt. »Literaturlinks« nennt Rowohlt diese Aktion.
Wir haben uns mit der liebevollen Gutscheingestaltung und den Verlinkungen angestrengt, sodass heute selbst im Hause Rowohlt Verwirrung herrschte, ob die Aktion nicht doch echt sei.

Publishing Perspectives: Germany's Best Book Sites
Freude in unser Redaktion: Das literaturcafe.de zählt laut »Publishing Perspectives« zu den besten Bücher-Websites Deutschlands.
»Publishing Perspectives« ist ein englischsprachiges Online-Magazin für die Verlagsbranche. Es wird vom amerikanischen Büro der Frankfurter Buchmesse in New York herausgegeben.
»Was zählt, sind innovative Konzepte, die Leser binden und sie in die Online-Welt entführen. […] Prägnante Ideen, die dem literarischen Leben eine Bühne im Internet bieten.«
Neben dem literaturcafe.de finden sich weitere herausragende Websites auf der Liste.

Foto: Wikipedia / Gel: unbekannt
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Teile seiner Doktorarbeit offenbar von anderen Quellen übernommen habe, ohne in den Fußnoten darauf hinzuweisen. Die Süddeutsche spricht von »eklatanten Lücken«. Die betreffenden Stellen seien »teilweise über eine Seite lang«.
Der SPIEGEL zitiert Guttenberg mit den Worten: »Ich … würde dies bei einer Neuauflage berücksichtigen«.
Berichte von geklauten Textpassagen und angeblich vergessene Quellenangaben, die in einer Neuauflage nachgereicht werden? Das erinnert fatal an Helene Hegemann, der vor genau einem Jahr nachgewiesen wurde, dass sie Textpassagen aus einem anderen Buch geklaut hatte.
Hier stand ein Artikel, der anhand eines prominenten Beispiels aus dem Verlagsbereich erläuterte, welchen Zugriff sogenannte Facebook-Applikationen auf die Datenprofile der dortigen Mitglieder haben.
Obwohl im Artikel deutlich darauf hingewiesen wurde, dass eine solche Datengewinnung in keiner Weise illegal oder »ungesetzlich« sei und die im Beispiel genannte Firma sich verpflichtet hat, die Daten nicht an Dritte weiterzugeben, haben wir uns dazu entschlossen, den Artikel in dieser Form vom Netz zu nehmen.
Losgelöst von diesem anschaulichen Beispiel – und somit leider auch von dem für uns relevanten Buch- und Verlagsbereich, lesen Sie daher hier die allgemeinen Passagen aus dem Artikel.
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