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Literatur online

In dieser Rubrik finden Sie Beiträge, die sich generell mit dem Thema »Internet und Literatur« befassen. Wir werfen dabei auch immer wieder einen kritischen Blick auf literarische Websites oder Internet-Angebote von Verlagen und stellen interessante Entwicklungen in diesem Bereich vor.

Beitrag vom 3. Mai 2010 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Brauchen Belletristik-Verlage überhaupt eine eigene Website?

Verlagswebsite: Navigation nach ThemenweltenDer Lübbe Verlag hat kürzlich seine Website neu gestaltet, »relaunched« wie man in Fachkreisen dazu sagt. Aber mal ehrlich: Erinnern Sie sich daran, wie die alte Website aussah?

Der neue Internet-Auftritt wirkt wie aus dem Lehrbuch der Web-Gestaltung: Unterschiedliche Menü- und Navigationsstrukturen sollen optimalen Zugang zu Büchern, Hörbüchern, Autoren und Sprechern, zu Buch-Genres und zielgruppenspezifischen Informationen schaffen. Man findet aktuelle Titel auf der Startseite positioniert, und YouTube-, Facebook- und Twitter-Links verknüpfen die Site mit den sozialen Netzwerken im Web. Über allem thront eine sogenannte »Bühne«, eine Werbefläche, die pro Rubrik, Genre oder Unterseite mit einem passenden Flash-Filmchen bespielt werden kann.

Doch gerade der scheinbar perfekte Lehrbuchaufbau lässt die Website beliebig, austauschbar und steril wirken. Die Website besitzt nichts Individuelles und hat den Charme eines gebohnerten Hausflurs – sauber, aufgeräumt aber unpersönlich. Würde man Verlagslogo, Farben und »Bühnenbilder« austauschen, ist sie nicht mehr als ein Passepartout, das für viele Verlag passen könnte.

Ein ernüchterndes Ergebnis, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viel Zeit, Geld, Aufwand und Abstimmung hinter jeder »relaunchten« Website stecken. Lohnt sich das überhaupt noch?

Ist die große und allumfassende Verlags-Website eines Belletristikverlages nicht ein Relikt von gestern? Braucht ein Verlag derzeit überhaupt noch eine solche Website?

Beitrag vom 6. April 2010 | Rubrik: Literatur online

Möchtegern und @SchreibStar: Textkritik lesen und Buchkritik schreiben

Die Website SchreibStar.tv»SchreibStar« ist der Name einer Castingshow im Schweizer Fernsehen, bei der 10 Kandidaten der neue Autoren-Stern am Literaturhimmel werden wollen. Noch (?) existiert die Show nicht real, sondern nur im Buch »Möchtegern« von Milena Moser.

Und SchreibStar.tv ist der Name der Website zum  Buch, die der Verlag Nagel & Kimche mit redaktioneller Unterstützung des literaturcafe.de betreibt. Dort gibt es im virtuellen SchreibStar-Trainingscamp regelmäßig neue Herausforderungen für Schriftsteller und solche, die es werden wollen.

Malte Bremer, Textkritiker des literaturcafe.de, bespricht auf SchreibStar.tv in einer Sonderrunde sechs Romananfänge. Nun ist die zweite Kritik online nachzulesen zu einem Roman, der sich passenderweise »Talent und Prüfung«nennt.

Talent kann man zudem in der aktuellen Runde der Schreibaufgabe beweisen, die noch bis zum Wochenende geht und die da lautet »Ihr erstes Buch – eine fiktive Literaturkritik«. Wer mitmacht, kann ein eintägiges Schreibseminar bei Milena Moser in der Schweiz gewinnen.

Beitrag vom 12. Februar 2010 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben, Literatur online, Preise und Wettbewerbe

SchreibStar und Möchtegern: Nagel & Kimche und literaturcafe.de laden ein ins virtuelle Schreibcamp

SchreibStar - die Show zum Roman »Möchtegern« von Milena MoserEine Casting-Show für Schreibtalente, das fehlt noch im deutschen Fernsehen. Milena Moser hat eine solche Talentshow ins Schweizer Fernsehen gebracht – fiktiv. In ihrem neuen Buch »Möchtegern« lässt sie 10 Schreibtalente in der Show »SchreibStar« auf die knallharte Jury treffen, darunter die alternde Skandalautorin Mimosa Mein, die mit 17 Jahren ihren ersten Roman geschrieben hat, der wegen sexuell allzu anzüglicher Passagen zum Bestseller wurde. Interessant – und tatsächlich nur ein Zufall – eines der Bücher von Autorin Mimosa Mein heißt »Road Kill«.

Mosers Roman ist seit Montag in jeder Buchhandlung erhältlich und in der Schweiz sofort auf Platz 10 der dortigen Bestsellerliste eingestiegen. Trotz ironischer Passagen ist Milena Mosers Roman vor allen Dingen eines: glaubhaft. In mindestens einer der 10 Kandidaten erkennt sich jeder Schreibende wieder – oder man erkennt eine(n) schreibende(n) Bekannte(n). Pflichtlektüre nicht nur für die literaturcafe.de-Redaktion!

Zusammen mit dem Verlag Nagel & Kimche, der zu den Hanser Verlagen gehört, erwecken wir daher im Internet die fiktive Casting-Show »Schreibstar« zum Leben. Das besondere: Wer bei den Schreibaufgaben im Trainingscamp mitmacht, kann einen Schreibkurs bei Milena Moser gewinnen. Und: literaturcafe.de-Kritiker Malte Bremer bespricht in einer Sonderreihe seiner Textkritik Ihre Romananfänge!

Beitrag vom 8. Februar 2010 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online, Preise und Wettbewerbe

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb gestartet: Ein iPod touch für das beste Gedicht mit 140 Zeichen

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb: Mitmachen und iPod gewinnenDer Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD (Books on Demand GmbH) geht in die zweite Runde: Ab sofort sind wieder alle aufgerufen, die Spaß am Dichten und Twittern haben, Poesie mit maximal 140 Zeichen zu »zwitschern«. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein iPod Touch. Alle Beiträge werden nach dem Wettbewerb im 2. Twitter-Lyrik-Band veröffentlicht. Der 1. Twitter-Lyrik-Band zum letztjährigen Wettbewerb ist bereits online oder in jeder Buchhandlung erhältlich.

Twitter-Lyrik ist spannend, macht Spaß und bringt witzige, skurrile und durchaus anspruchsvolle Kurz-Poesie hervor. Das hat der erste Twitter-Lyrik-Wettbewerb im Frühjahr 2009 gezeigt. Nach dem unerwarteten Erfolg – mehr als 300 eingesandte lyrische Tweets in nur vier Wochen – heißt es ab sofort wieder »In der Kü liegt die Wü!« Gesucht wird bis zum Tag der Poesie am 21. März 2010 das beste Twitter-Gedicht. Eine Jury aus literaturcafe.de- und BoD-Mitarbeitern kürt den Gewinner, der mit einem iPod Touch (16 GB) belohnt wird. Alle Beiträge werden in einem gedruckten Lyrik-Band veröffentlicht.

Beitrag vom 7. Februar 2010 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online, Notizen

Lovelybooks-Event: Betreutes Twittern im Münchner Literaturhaus

Lovelybooks: Das gut gefüllte Münchner LiteraturhausAm Schluss waren 134 Leute auf der Teilnehmerliste des »Lovelybooks-Events« zu finden. Und tatsächlich war der große Saal des Münchner Literaturhauses am 5. Februar 2010 bis auf den letzten Platz gefüllt.

»Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« lautete der Titel der Veranstaltung. In erster Linie wollten die Lovelybooks-Betreiber Verlagen nahebringen, welche wichtige Rolle das Internet und speziell aktuelle Anwendungen wie der 140-Zeichen-Mitteilungsdienst Twitter und die Vernetzungsplattform Facebook spielen.

Die kostenfreie Veranstaltung stand auch Autoren, Buchhandlungen und »Nur-Lesern« offen, und den Organisatoren ist das fast Unmögliche gelungen: Die sonst bei solchen Tagungen enorm hohe Dichte an Beratern, selbst ernannten Experten und Dampfplauderern war hier nicht zu finden.

Beitrag vom 14. Januar 2010 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Lovelybooks lädt Verlage, Autoren, Buchhandlungen und Leser ins Literaturhaus München ein

Lovelybooks lädt nach München einDie virtuelle Bücher-Diskussionsrunde Lovelybooks lädt zu einer Veranstaltung im realen Leben ein. Unter dem Titel »Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« geht man am 5. Februar 2010 im Literaturhaus München der Frage nach, wie man im und übers Internet die Leser erreicht. Die Veranstaltung richtet sich an Verlage, Autoren, Buchhandlungen – und an interessierte Leser.

Die Teilnahme an dieser eintägigen Veranstaltung ist kostenlos und laut Lovelybooks sind noch einige Plätze zu vergeben. Am besten also gleich über die Infoseite von Lovelybooks anmelden. Dort sind auch die bislang registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelistet. Das literaturcafe.de ist ebenfalls vor Ort und auch die anderen Teilnehmer versprechen einen regen Austausch zum Thema.

Beitrag vom 31. Dezember 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Ein Nachruf auf Elke Heidenreichs Internet-Literatursendung »lesen!«

Elke Heidenreich liest im WebNicht nur Talkmaster Norbert Joa war überrascht und plötzlich sprachlos. »Oh«, meinte er nur, als Elke Heidenreich im Oktober 2009 in einer Radiosendung des Bayerischen Rundfunks fast beiläufig und dennoch selbstverständlich das Ende ihrer Sendung »lesen!« im Internet verkündete.

Heidenreich: »Das Netz ist noch nicht jedermanns Ding. Und die Leute, die ZDF gucken, weiß man, die sind in der Regel älter und das sind nicht unbedingt die, die durchs Netz surfen, die habe ich natürlich alle verloren. Ich krieg’ jetzt ein paar Junge dazu, aber das alles strengt mich auch enorm an, was ich da mache. Ich mache das jede Woche. So viel kann man gar nicht lesen und ich habe mir auch vorgenommen, zum Jahresende damit aufzuhören.«

Der Start im Netz verlief seinerzeit wesentlich lauter. »Das Fernsehen ist ein Auslaufmodell«, verkündete litCOLONY-Macher Werner Köhler damals. Für das Ende 2008 gestartete Literaturportal sollte Elke Heidenreich das Zugpferd werden.

Doch die literarischen Internet-Neulinge vom Rhein hatten das Internet noch nicht verstanden und machten so ziemlich alles falsch, um schließlich Elke Heidenreich ein gutes Jahr später im Netz zu versenken.

Beitrag vom 7. Dezember 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online, Schreiben

»Blog, Twitter, Facebook für Autoren« – 10 Euro beim Seminar der Textmanufaktur sparen

Textmanufaktur Leipzig, Twitter und FacebookDie Textmanufaktur in Leipzig hat ihr mittlerweile drittes Halbjahresprogramm präsentiert. Vom Januar bis Juni 2010 werden an den Wochenenden wieder erstklassige Seminare mit Top-Referenten angeboten – wie immer zu sehr moderaten Preisen.

Diesmal mit dabei u. a. Bastian Sick (»Der Dativ ist dem Genitv sein Tod«), Verleger Klaus Schöffling, die Autoren Feridun Zaimoglu, Thomas Gsella (Titanic-Magazin) und Titus Müller. Das vollständige Seminarprogramm lesen Sie hier.

Ebenfalls mit dabei: Wolfgang Tischer, Herausgeber und Chefredakteur von literaturcafe.de. Am 6. und 7. Februar 2010 wird er zusammen mit den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern Blogs, Twitter und Facebook ansehen und erläutern, welche Möglichkeiten zur Selbstvermarkung für veröffentlichte oder geplante Bücher hier bestehen – und wo die Grenzen liegen.

Ab sofort starten wir für dieses Seminar eine Weihnachtsaktion: Wer sich über das literaturcafe.de bis zum 26.12.2009 für »Blog, Twitter, Facebook für Autoren« anmeldet, die oder der erhält auf den Seminarpreis 10 Euro Nachlass. Statt 195 Euro kostet die Teilnahme dann nur 185 Euro. Vielleicht ja auch eine schöne Geschenkidee?

Beitrag vom 5. November 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

So betreiben Sie Ihren eigenen Linkverkürzer für Twitter, Facebook, eMail und Newsletter

Betreiben Sie "Your Own URL Shortener"Seit es Twitter gibt, sind Link(ver)kürzungsdienste populär. Sie weisen einer langen Internet-Adresse wie zu diesem Artikel eine viel kürzere wie tinyurl.com/yjjav8s zu. Klickt man auf diese Schrumpf-URL, wird man auf die längere weitergeleitet.

Besonders bei Twitter-Nachrichten mit Link-Hinweis, die nicht länger als 140 Zeichen sein dürfen, gewinnt man wertvollen Platz. Aber auch in eMails und Newslettern kann eine gekürzte Web-Adresse sinnvoll sein, da eMail-Programme zu lange Adressen oft umbrechen, sodass sie der Empfänger nicht mehr anklicken kann.

Das Hin- und Her um den Linkverkürzer tr.im zeigte jedoch ein schwerwiegendes Problem auf: Hinter den Anbietern stecken oft Startups, die für ihren Service keine Finanzierungsmodelle haben. Was ist, wenn ein solches Unternehmen Pleite geht? Alle Links wären tot! Oder man stelle sich vor, die Kurzdomain würde an einen Porno-Anbieter verkauft. Die getwitterten Links einer Buchhandlung, eines Autors oder eines Verlags, die auf die eigenen Bücher und auf die Homepage verweisen, landen plötzlich auf Pornoseiten!

Die Lösung: Betreiben Sie Ihren eigenen Linkverkürzer. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Beitrag vom 14. Oktober 2009 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben, Literatur online

Verleger-Konferenz TOC: Wenig Vision – viel iPhone

TOC-Konferenz in FrankfurtEinen Tag vor der Frankfurter Buchmesse widmete man sich am 13.10.2009 auf der TOC-Konferenz der Frage, wie sich Verlage aufgrund der Digitalisierung weiterentwickeln müssen. Seit 2007 veranstaltet der Computerbuchverlag O’Reilly diese Konferenz in New York. In Zusammenarbeit mit der Buchmesse fand sie nun erstmals in Frankfurt und in Europa statt. TOC steht für »Tools of Chance (for Publishing)«, also für die Dinge, die man dem Verleger in die Hand geben sollte, wenn er oder sie sich den Herausforderungen stellen will, die Digitalisierung, Mobilität und virtuelle Gemeinschaften mit sich bringen.

Hochkarätige Referenten – meist aus USA oder Großbritannien – referierten zu diesen Themen und präsentierten ihre Erfahrungen und Visionen.

Mit einigen Hundert Besuchern war der große Ballsaal des Blue Radisson Hotels gut gefüllt, die zeitliche Positionierung direkt vor der Messe erwies sich als ideal.

Beitrag vom 5. Oktober 2009 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben, Literatur online

Urheberrechtskonferenz in Berlin: »Wenn es Google nicht macht, wer macht es dann?«

Panel 1 der Konferenz mit (v.l.) Joerg Pfuhl (Random House), Jan Meine (Meine Verlag), Moderator Andreas Poltermann und Stefan Keuchel (Google)»Das Urheberrecht und wie es sich aufgrund des technischen Fortschritts weiterentwickeln muss, ist eine zentrale rechtspolitische und gesellschaftliche Frage geworden«, betonte Irene Pakuscher, die seit dem Jahr 2000 die Urheberrechtsabteilung des Justizministeriums leitet, auf der Urheberrechtstagung der Heinrich-Böll-Stiftung.

Noch-Ministerin Brigitte Zypries war verständlicherweise nicht mehr selbst zur Veranstaltung gekommen. Aber schließlich »sei es ja egal, wer unter Ihnen Minister ist«, stellte Mitveranstalter Matthias Spielkamp von der Initiative iRights.info bei der Vorstellung Pakuschers ironisch fest.

Die Heinrich-Böll-Stiftung, das Goethe-Institut und iRights.info hatten am 2. Oktober 2009 zur Veranstaltung »Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens« nach Berlin eingeladen. Das Interesse war groß, der Veranstaltungssaal mit über 200 Zuhörern gut gefüllt.

Beitrag vom 24. August 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Jetzt selbst eintragen: literaturport.de erweitert das Autorenlexikon

Autorenlexikon des literaturport.deDie Website literaturport.de sollte sich ursprünglich dem literarischen Leben in Berlin und Brandenburg widmen. Doch schon bald war festzustellen, dass dieses Angebot weitaus besser und gepflegter ist, als das offizielle vom Bund geförderte literaturportal.de, dass zur Datenruine verkommen ist.

Literaturport.de hingegen, der 2008 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde, öffnet sich immer mehr den anderen Regionen. So deckt das Autorenlexikon Schriftsteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab – derzeit sind es über 700.

Und nicht nur das: Ab sofort können sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Online-Lexikon noch nicht verzeichnet sind, selbst eintragen. Voraussetzung ist mindestens eine eigenständige Veröffentlichung im Bereich Belletristik/Kinderbuch nach 1995. Bücher im Eigen- oder Kostenzuschussverlag zählen nicht.

Beitrag vom 2. August 2009 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, E-Books, Literatur online

Digitale Wahrheiten: Google sieht sich als zukünftige Über-Buchhandlung

Google Buchsuche 1984Dan Clancy leitet die Entwicklung der Google Buchsuche. Er war am Donnerstagabend, 30. Juli 2009,  zu Gast im Computergeschichte-Museum im Kalifornischen Moutain View. Das Gespräch mit dem Leiter des Museums wurde von Google gesponsert, sodass davon auszugehen ist, dass Google den Abend bewusst nutzen wollte, um die Visionen des Unternehmens zum Thema Bücher und Digitalisierung zu verkünden.

Die Google Buchsuche und die aktuell auch in Deutschland geführte kontroverse Diskussion um das Google Books Settlement spiegle laut Clancy nicht wider, wie Google die Zukunft des Buches tatsächlich sehe. Bei der aktuelle Buchsuche gehe es primär um vergriffene Bücher, sagte Clancy und spielte die Tatsache herunter, dass das so nicht ganz richtig ist.

Der Chefentwickler der Google Buchsuche wollte über die Zukunft sprechen. Er sieht das Geschäftsmodell der stationären Buchhandlungen um die Ecke als bedroht und überholt an. Sie seien »der wunde Punkt des Bücher-Ökosystems«. Stattdessen soll es nach den Wünschen von Google künftig nur eine große digitale Über-Buchhandlung geben – und die heißt Google.

Beitrag vom 30. Juli 2009 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Wie wir die Schriftstellerin Else Buschheuer zur Miss Twitter machen wollten

Else statt Schnitzel!Sascha Lobo hat wieder mal alles versaut. Der nach Umfragen unter Vodafone-Kunden bekannteste und beliebteste Blogger Deutschlands hat sich per Twitter für @HappySchnitzel ausgesprochen. Mindestens ein Achtel seiner über 16.000 Follower folgten dann seinem Wahlaufruf und klickten @HappySchnitzel bei der Online-Abstimmung zur Ms Twitter auf Platz eins.

So ein Mist! Um endlich der Kultur eine Stimme zu geben, hatten wir in der Redaktion des literaturcafe.de die Tage zuvor kontinuierlich Else Buschheuer (@elsebuschheuer) nach vorne geklickt. Die Ex-Wetterfee und Buchautorin hatte unlängst den Rückzug vom Bloggen verkündet, um anschließend mindestens die doppelte Textmenge als Tweets in 140 Zeichen portioniert über den Kurznachrichtendienst zu verschicken.

Zunächst haben wir von Hand Cookies gelöscht und die IP-Nummer unseres Rechners geändert, um die Abstimmung zugunsten Buschheuers zu manipulieren. Was irgendwann zu aufwendig wurde, erledigte schließlich ein automatisches Script aus einem Hacker-Forum.

Mit sauber manipulierten 3.500 Klicks hatten wir Buschheuer schon an der Spitze, erste Online-Medien berichteten – doch dann kam Lobo.

Beitrag vom 9. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Tolle Twitter-Idee: Martin Spieles von den S. Fischer Verlagen über den @Tagesfang

Der Tagesfang auf TwitterWarum Twitter bei Verlagen und Buchhandlungen nicht funktionieren wird, das hat literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer bereits im Februar dieses Jahres im Börsenblatt erläutert. Blickt man auf die Twitter-Feeds der Deutschen Verlagslandschaft, so hat sich dies bewahrheitet: Pressemitteilungen, Uninteressantes, lieblos Abgehacktes und zu viel Selbstreferenzielles sind an der Tagesordnung.

Nur wenige Verlage haben es geschafft, eine eigene Twitter-Identität zu entwickeln und Hinweise in eigener Sache mit interessanten Informationen aus der Branche anzureichern. Als positive Beispiele seien hier @keinundaber und @volandquist genannt. Interessanter wird es dort, wo hinter den Tweets ohnehin erkennbare Einzelpersonen stehen wie @buchmamsell oder @wimbauer.

Seit gestern twittern nun auch die zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden S. Fischer Verlage unter der Kennung @Tagesfang. Getwittert wird jeweils nur ein einziger Satz aus einem Buch der Verlage und der Link dorthin. Eine auf den ersten Blick simple Idee, hinter der jedoch viel Potenzial steckt und die bei den Twitter-Nutzern gut ankommt, wie die Zahl der Follower innerhalb kürzester Zeit zeigt.

Wir haben mit Martin Spieles, Leiter Kommunikation bei den S. Fischer Verlagen, über den @Tagesfang gesprochen.

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