In dieser Rubrik finden Sie Beiträge, die sich generell mit dem Thema »Internet und Literatur« befassen. Wir werfen dabei auch immer wieder einen kritischen Blick auf literarische Websites oder Internet-Angebote von Verlagen und stellen interessante Entwicklungen in diesem Bereich vor.
Einen Tag lang zeigten us-amerikanische Websites wie wikipedia.org, die Blog-Plattform wordpress.com oder das Web-Magazin boingboing.net am 18. Januar 2012 eine schwarze Eingangsseite oder »Zensiert«-Banner. Sogar auf google.com war ein Hinweis zu lesen: »Tell Congress: Please don’t censor the web!«
Die Betreiber protestiertengegen ein geplantes Gesetz, das Provider dazu verpflichten soll, den Zugriff auf Websites zu verhindern, auf denen tatsächlich oder vermeintlich illegale Kopien urheberrechtlich geschützter Werke angeboten oder verlinkt werden.
Kritiker wie die EFF warnen, dass die dazu notwendige technische Infrastruktur Begehrlichkeiten weckt und einer allgemeinen Webzensur Vorschub leistet.
Doch selbst der deutsche Buchhandelsverband befürwortet Zensurinstrumente.
Von Hans Retep – Vom Urheberrecht hat jeder schon mal gehört, aber die meisten Onlinenutzer gehen davon aus, dass es sie nicht betrifft. Dies ist ein Irrtum. Jeder, der etwas online stellt, das über Suchmaschinen allgemein zugänglich ist, sollte wenigstens über die Grundprinzipien im Umgang mit fremden Texten Bescheid wissen. Da ich das Problem aus der Urhebersicht kenne, möchte ich Sie mit einigen Tipps versorgen, die Ihnen das Onlineleben wesentlich einfacher machen.
Passend zur Jahreszeit nehme ich als Beispiel an, dass Sie mit einem Wintergedicht Ihre Website / Ihren Blog / Ihr Community-Profil schmücken möchten. Die einfachste Variante, allen Konflikten aus dem Weg zu gehen, wäre, einen Link zum Gedicht zu setzen, wenn es der Dichter bereits im Internet veröffentlicht hat.
Man hat ja schon davon gehört, dass der ein oder andere seine Beziehung via SMS beendete oder wie es neuhochdeutsch heißt: cancelte. Und ich bin ich sicher, dass bereits eine Menge Liebesbeziehungen auch via Facebook oder Google+ abgesagt worden sind.
Man mag angesichts solcher Meldungen allzu rasch auf die Idee verfallen, Social-Media Webseiten wie Facebook oder Google+, hätten irgendetwas mit den Realitäten des wirklichen Lebens zu tun.
Die Diskussionsrunde beim »Forum Blog« (Foto: Agnieszka Stocker)
Zu einer Diskussionsrunde um Internet, Verlage und Blogs hatte am Samstag die Frankfurter Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem literaturcafe.de eingeladen. Obwohl man dazu an den internationalen Verlagen vorbei bis in die hintere Ecke der Halle 6.1 kommen musste, fanden sich weit über 80 Zuhörer ein, um das Gespräch zu verfolgen. Wie nutzen Verlage das Web zur Kommunikation mit dem Leser? Wie wehrt man die hohe Nachfrage nach Rezensionsexemplaren ab? Und warum funktionieren Twitter und Facebook nicht immer?
Hören Sie den Mitschnitt der Veranstaltung im Podcast des literaturcafe.de.
Zum dritten Mal hatte der O’Reilly-Verlag in Kooperation mit der Buchmesse die Verleger aus aller Welt zur »Tools of Change« nach Frankfurt eingeladen. Die eintägige Konferenz im Vorfeld der Messe soll sich der Zukunft und den Veränderungen des Verlegens widmen.
Dass die Zukunftskonferenz schon am Anfang aus den Fugen geriet und mit einstündiger Verspätung startete und dem Zeitplan hinterherhinkte, hatte Symbolcharakter.
Noch immer wissen viele Autoren, Lyriker, Blogger und Journalisten nicht, dass sie für ihre im Internet veröffentlichten Texte Geld von der VG Wort bekommen können. Es sind Einnahmen, die man allein durch die Veröffentlichung erzielt und nicht etwa durch zusätzliche Werbebanner oder Linkverkäufe. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Texte auf der eigenen Website oder bei anderen publiziert sind und ob man bereits ein Honorar dafür erhalten hat.
Allerdings ist das Verfahren nicht ganz einfach. literaturcafe.de erläutert, wie es funktioniert, und zeigt am Beispiel WordPress, wie man das sogenannte Zählpixel elegant ins eigene Blog einbaut.
Der 1. Preis geht an Fabian Neidhardt aus Stuttgart. Herzlichen Glückwunsch!
Gleichzeitig ist ab sofort das Buch mit allen Teilnehmer-Tweets 2011 im Buchhandel erhältlich. Die Einnahmen aus dem Buch kommen den Katastrophenopfern in Japan zugute.
literaturcafe.de-Herausgeber und Jury-Mitglied Wolfgang Tischer hat sich mit dem Gewinner Fabian Neidhardt unterhalten.
Eingeladen hatten Studentinnen und Studenten des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der Freien Universität Berlin, die den Abend organisiert hatten. Zu Gast war auch literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer.
In ihrem Blog Mobile Stories haben die Macher die Lesung mit Handy-Video dokumentiert, die auch bei YouTube zu sehen sind – und hier im literaturcafe.de.
Die besten Kurzgedichte aus den beiden Twitter-Lyrik-Bänden werden im Café Mokador im BASE_camp, Unter den Linden 10 in Berlin von den beiden Schauspielstudenten Linda Stelzner und Christian Werner vorgetragen.
Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de wird über den Twitter-Lyrik-Wettbewerb berichten und erläutern, was Lyrik mit (maximal) 140 Zeichen so besonders macht.
litcolony.de, das Literaturportal des Kölner Literaturfestivals lit.COLONY, ging Ende 2008 mit viel medialem Tamtam und einem genialen Coup online: Keine Geringere als Elke Heidenreich verkündete, sie werde nach ihrem Rausschmiss beim ZDF ihre Sendung »lesen!« Nun im Internet auf litcolony.de fortsetzen.
Doch es lief offenbar nicht so erfolgreich wie geplant: Elke Heidenreich beendete ihr Internet-Experiment offiziell Ende 2009.
Nun wurde vor einigen Tagen die Plattform komplett abgeschaltet.
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