In dieser Rubrik finden Sie Beiträge, die sich generell mit dem Thema »Internet und Literatur« befassen. Wir werfen dabei auch immer wieder einen kritischen Blick auf literarische Websites oder Internet-Angebote von Verlagen und stellen interessante Entwicklungen in diesem Bereich vor.
Die Buchbranche hat mittlerweile ein enges Netz an Kongressen, Barcamps und Treffen, auf denen man sich der Zukunft von Branche und Büchern widmet. Dorthin pilgern die Social-Media-Brigaden der Verlage, um Spaß zu haben und sich von Dienstleistern und Beratern ausgedachte Visionen anzuhören.
Da ist es wohltuend und angenehm, die Veranstaltungen neuer Akteure zu besuchen, deren Beraterverseuchung noch gering ist und die Kultur vor Wirtschaft platzieren.
Also auf nach Hildesheim, wo sich der von den Studenten organisierte »LiteraturFutur«-Kongress am vergangenen Wochenende (24./25. Mai 2013) neuen Formen der Literaturvermittlung zuwenden wollte.
Die Buchmesse hat die sechs Preisträger des autoren@leipzig-Awards bekannt gegeben. Mit diesem Selfpublishing-Wettbewerb der Leipziger Buchmesse, der von neobooks gesponsert wird, werden herausragende selbstverlegte Bücher ausgezeichnet. Rund 400 Autorinnen und Autoren hatten ihre Titel für den Wettbewerb eingereicht.
Die endgültige Entscheidung über die je drei Preisträger im Bereich Belletristik und Sachbuch lag bei einer fünfköpfigen Expertenjury, zu der auch literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer gehört.
Volles Programm für Leser und Autoren. In Kooperation mit der Leipziger Buchmesse präsentiert das literaturcafe.de vom 14. bis 17. März 2013 täglich hochkarätig besetzte Veranstaltungen auf der Bühne des Forum autoren@leipzig in Halle 5.
Die Autoren Codula Stratmann, Astrid Rosenfeld und Klaus Modick werden von Schreiben und ihren aktuellen Büchern erzählen. Mit dabei ist auch Selfpublishing-StarEmily Bold.
Verlagsprofis u. a. von Bastei Lübbe und Random House geben Tipps für Autoren – und zeigen, was Verlage alles leisten.
Von Xander Morus – Wir sollten anfangen, die Sache ernst zu nehmen. Gemeinsam mit anderen Autoren habe ich gesammelt, was uns in den letzten Monaten extrem negativ aufgefallen ist: was nicht sein muss, wo der Leser verarscht wird, wo ein Goldgräber den Ruf aller Selfpublisher beschädigt, wo Dollarzeichen in den Augen den Blick auf die Moral und die Qualität trüben – im Prinzip all das, was schäbig ist und nur uns allen schadet.
Es wird niemand beim Namen genannt, sollten Sie sich angesprochen fühlen, dann wird es seinen Grund haben.
Nun hat die Autorin den Spieß umgedreht, und sie befragt ihrerseits David Gray, welche Chancen, Möglichkeiten und Risiken er im Selfpublishing sieht.
Das Interview zeigt eines deutlich: Die vor Kurzem noch unüberwindlich erscheinende Schwelle zwischen Verlagsautoren und Selbstpublizern schrumpft durch die durchs E-Book ausgelöste Umwälzungen auf dem Buchmarkt.
So allerdings, betont Zwierzynski, treffe man ihn in seiner Buchhandlung eher nicht an, so lag er nur Modell für den Fotografen Burkhard Riegels, der für den opulenten Kalender 25 Büchermenschen aus Baden-Württemberg porträtierte.
Unter der Leitung von Christoph Bungartz vom NDR (zuständig u.a. für die Literatursendung »druckfrisch«) diskutierten die Autorin Tanja Dückers, Ina Fuchshuber von Neobooks, der Fotograf Christian Popkes und Wolfgang Tischer, Herausgeber des literaturcafe.de.
Das Interesse an der Veranstaltung war mit ca. 190 Anmeldungen enorm groß. Wer an diesem Abend nicht in Hamburg mit dabei sein konnte, kann sich nun den Mitschnitt ansehen.
Xander Morus schreibt Horror-Geschichten und veröffentlicht diese seit geraumer Zeit bei Amazon als Kindle E-Book. Im Mai 2012 hat er darüber im literaturcafe.de berichtet.
Was hat ihm dieser Artikel gebracht? Haben sich dadurch seine Bücher besser verkauft? Und wie sollte man als Selbstverleger mit dem Thema »Eigenwerbung« umgehen? Sollte man immer ehrlich bleiben oder gelegentlich zu Tricks in der Grauzone des Legalen greifen?
In diesem zweiten Artikel blickt Xander Morus unter anderem auf die Verkaufszahlen anderer und auf die eigenen.
Ist das der Beleg dafür, dass den Autorinnen und Autoren das Urheberrecht reichlich wurscht ist, solange es nicht um die eigene Kohle geht? Wir hoffen es nicht!
Wir präsentieren für alle Nichtgekommenen einen Mitschnitt des Abends mit literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer. Eine Audio-Datei, die man bequem auch auf dem Sofa anhören kann.
Martina Gerckes Liebesroman »Holunderküsschen« ist bislang das im Jahr 2012 meistverkaufte E-Book bei amazon.de. Das verkündete der Online-Buchhändler heute offiziell in einer Pressemeldung. Dem literaturcafe.de erzählte Martina Gercke, sie habe um die 30.000 Exemplare verkauft.
Das Besondere: Die Hamburger Autorin hat ihr Werk ohne Verlag in Eigenregie veröffentlicht und sogar das Cover selbst entworfen. Und auch das Marketing erledigte sie selbst via Blogs, Twitter und Facebook.
Im Video-Interview mit dem literaturcafe.de gibt die erfolgreiche Selbstverlegerin Einblicke in ihre Erfolgsstrategie.