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Literarisches Leben

Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.

Beitrag vom 5. Juni 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, »Bis Klagenfurt anruft«

Bis Klagenfurt anruft. Ein Praxisbericht. Teil 2

Foren im InternetDiesmal: Literaturforen im Internet

In der ersten Folge habe ich die Internetforen zum Thema Literatur einen Sumpf genannt, denn genau das sind sie. Ein stinkender Morast, in dem man allzu leicht versinkt, in dem aber auf einzelnen versteckten Inseln die schönsten und exotischsten Pflänzchen blühen. Der Weg dahin ist versperrt mit halb vermoderten Baumstümpfen, und stellenweise soll es sogar Treibsand geben, doch wer den Mut hat ihn zu gehen, wird manchmal belohnt.

Ein Wort zum Thema Suchtfaktor: Während es in der großen weiten Literaturwelt Wochen und Monate dauern kann, Resonanz zu bekommen, ist das in einem Literaturforum im Internet mitunter ziemlich einfach. Eine kurze Anmeldung, einmal die eMail-Adresse angeben, an die man sich sowieso nur Spam schicken lässt, und schon ist man mitten drin im Geschehen. In Sekunden ist das erste Herzschmerzgedicht mit schmalztriefenden Zeilen hochgeladen, und man wartet gebannt auf die Reaktionen. Es kann sogar soweit gehen, dass man im Halbminutentakt die F5-Taste (Seite neu laden) drückt, nur um ja den großen Moment nicht zu versäumen, wenn sich einer der etablierten Foren-User des eigenen Ergusses dichterischer Ambitionen annimmt. Besondere Härtefälle verbringen ihre Wochenende ausschließlich mit der Kommentarfunktion.

Beitrag vom 3. Juni 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Mord und Mittelalter: Drei Autoren lesen am 14. Juni in Second Life

Petra A. Bauer aka Priscillina Bailey liestNachdem unsere erste Veranstaltung in Second Life überaus gut besucht war und vor allen Dingen großen Spaß gemacht hat, lädt Sie das literaturcafe.de erneut in die computergenerierte Parallelwelt ein.

Diesmal veranstalten wir die erste virtuelle Lesung im digitalen Baden-Württemberg, und es freut uns ganz besonders, dass gleich drei Autoren mit dabei sind: Petra A. Bauer und Oliver Buslau lesen aus ihren Krimis und Titus Müller aus seinem historischen Roman »Die Brillenmacherin«.

Mit dieser Veranstaltung am 14. Juni 2007 um 20 Uhr (MESZ) weihen wir zudem offiziell die digitale Dependance des literaturcafe.de in Second Life ein. In einem malerischen Bauernhaus am Bodensee kann man sich auf der Sonnenterrasse literaturcafe.de-Tassen mit virtuellem Kaffee oder Tee füllen und den Lesungen zuhören.

Alles, was Sie wissen müssen, um mit dabei zu sein, und alle Infos zu den drei Autoren lesen Sie hier.

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Beitrag vom 31. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Frank Schulz liest am Originalschauplatz mit zwei computergesteuerten Kegelbahnen

Website der Gaststätt WiebuschFrank Schulz liest am 28. Juni 2007 in Hagen aus seiner Hagener-Trilogie. Ort der Lesung ist einer der Origialschauplätze der Romane, und zwar die Gaststätte »Wiebusch«. Vor- und hinterher sowie zwischendurch singt der »Gemischte Chor Deinste« aus dem Nachbarort. Und alles anlässlich der 875-Jahr-Feier des Dorfes Hagen.

Ja, richtig: des Dorfes Hagen. Denn gemeint ist hier der Ort bei Stade in Niedersachsen und nicht die Stadt Hagen in Westfalen.

Schulz’ Hagener-Trilogie, die aus den Bänden »Kolks blonde Bräute«, »Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien« und »Das Ouzo-Orakel« besteht, ist eine Perle der Gegenwartsliteratur. Allenfalls noch Eckhard Henscheid schafft es wie Frank Schulz, so wenig Handlung so gekonnt und unaufdringlich ironisch zu beschreiben. Eine Kneipenlesung mit gemischtem Chor erscheint wunderbar passend. Der Eintritt kostet 3 Euro und kommt dem örtlichen Kindergarten zugute.

Ein Interview mit Frank Schulz über »Das Ouzo-Orakel« können Sie in unserem Podcast hören.

Beitrag vom 29. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Blick nach Marbach: tot

Mal wieder routinemäßig auf literaturportal.de geschaut, jenes Internet-Angebot des Literaturarchivs Marbach, das laut Aussage des Kulturstaatsministers 150.000 Euro an öffentlichen Fördergeldern erhalten hat, im Juni 2006 online ging, bereits seit Oktober 2006 redaktionell nicht mehr gepflegt wird und zur Ruine verkommen ist. Noch im Februar 2007 begründete der Leiter der Direktionsabteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach,

Beitrag vom 26. Mai 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Dopingbeichte: Auch Thomas Brussig stand unter Drogen

Kein Wunder, dass es leuchtete: Auch Thomas Brussig war gedoptDeutschland beichtet: Wir haben gedopt! Im Radsport hat es angefangen. Mit bebender Stimme und ergreifenden Worten gestehen Sportler: Ich habe unerlaubte Dopingmittel genommen, und ich schäme mich dafür! Es gibt nur wenige ehrliche und aufrichtige Geister wie Jan Ullrich, die es nicht nötig hatten, solche Sachen einzunehmen.

Doch der Rest Deutschlands ist im Geständnisrausch. Und auch immer mehr Nicht-Radfahrer bekennen: Ich war gedopt!

Jetzt erfasst die Geständniswelle auch Literaten und Schriftsteller! Den Anfang machte Thomas Brussig (»Helden wie wir«, »Wie es leuchtet«, »Am kürzeren Ende der Sonnenallee«), der dem Tagesspiegel gestand, dass viele seiner Werke nur durch den Einsatz von Dopingmitteln möglich waren.

Beitrag vom 22. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, »Bis Klagenfurt anruft«

Bis Klagenfurt anruft. Ein Praxisbericht. Teil 1.

Cornelia TravnicekMein Name ist Cornelia Travnicek, ich bin 20 und schreibe. Per Definition bin ich daher wohl das, was man als Jungautorin bezeichnet. Und das hier, das ist ein Praxisbericht aus mittlerweile sieben Jahren Literaturbetrieb. Wie man es machen könnte, vielleicht sollte, vielleicht eher nicht und was einem alles passieren kann. Auch Kathrin Passig wird vorkommen, aber noch nicht in dieser Folge.

Der Bericht wird genau neun Folgen umfassen. Gegliedert habe ich das Ganze thematisch, zum Beispiel in Literaturwettbewerbe, Lesungen und Zuschussverlage, um nur ein paar zu nennen. Diese erste Folge ist quasi das hors d’oeuvre zum Rest.

Beitrag vom 21. Mai 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Hans Wollschläger ist tot

Bücher von Hans WollschlägerWer Hans Wollschläger war? Einer der ganz Großen! Ein brillanter Sprachkünstler, ein scharfer Beobachter, ein bissiger Zeitgenosse (wenn es sein musste). Und weitab vom normalen Literaturbetrieb! »Die Literatur ist für das Menschenvolk, das nun einmal im Dunkeln wandelt, – siehe! – das Große Licht -: wie hell nicht scheint sie über die da wohnen im finstern Lande!« beginnen z. B. seine Rezensionen und Zensuren »Von Sternen und Schnuppen – Bei Gelegenheit einiger Bücher«. Rezensuriert werden bei dieser Gelegenheit allerdings Sach- und Fachbücher, aber wie!

Beitrag vom 16. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Download-Tipp: Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung

Bjørn Jagnow - Fragen und Antworten zu Urheberrecht, Verlagswesen und VermarktungBjørn Jagnow ist gelernter Verlagskaufmann, Buchhändler und Verlagsfachwirt. Er war Herausgeber der Zeitschrift »Federwelt« und hat sich einen Namen als Spezialist fürs Autorenmarketing gemacht. Seit sieben Jahren betreut und betreibt er zudem die Rubrik »Frag den Experten« im Newsletter »The Tempest« des autorenforum.de.

Nun hat Jagnow die Fragen und Antworten der letzten sieben Jahre zusammengestellt und zum Teil aktualisiert. Das umfangreiche Dokument, das viele oft gestellte Fragen von Autorinnen und Autoren zu den Themen Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung beantwortet, stellt Bjørn Jagnow kostenlos auf seiner Website im PDF-Format zur Verfügung. Ein Pflichtdownload!

Beitrag vom 4. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Vito greift ein: »Warum glauben Möchtegernautoren immer den gleichen Käse?«

KommentareSelten hat einer unserer Beiträge so viele Kommentare bewirkt wie »Die wichtigsten Tipps eines Verlagslektors«. Darin hatten wir die Ratschläge eines Lektors zusammengefasst – und die größten Fehler, die Autoren in ihren Anschreiben machen. Und als allerwichtigsten Tipp gaben und geben auch wir immer jeder und jedem auf den Weg: Lesen, lesen, lesen!

Das allerdings spülte in den Kommentaren zum Beitrag wieder die geballte Welle der Vorurteile erfolgloser Autoren gegenüber deutschen Verlagen nach oben: Verlage denken nur ans Geldverdienen, Verlage kaufen lieber Bestsellerlizenzen in den USA und Verlage veröffentlichen lieber Manuskripte von Autoren, die opportun so ähnlich schreiben wie die Bestsellerautoren x und y, denn nur sowas verkaufe sich.

»Quatsch«, sagt dazu nun einer, der es wissen muss: Vito von Eichborn, der seinerzeit den Eichborn Verlag mitgründete und seit jeher den Verlagsbetrieb mit seinen offenen und provokanten Statements aufmischt. Eichborn diskutiert nun in seinem unverwechselbaren Stil mit – zumindest für eine gewisse Zeit.

Beitrag vom 4. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Unsere erste Veranstaltung in Second Life. Ein Erfahrungsbericht.

LiteratinGestern, am 3. Mai 2007, war also der große Tag. Das literaturcafe.de hat zum ersten Mal eine eigene Veranstaltung in Second Life durchgeführt. Sehr bewusst war sie von uns als »Experiment« bezeichnet worden, denn wir sehen Second Life und den Hype darum durchaus kritisch. Auf der anderen Seite sollte man die Möglichkeiten, die diese Parallelwelt auch für Buchhandlungen und Verlage bietet, nicht ignorieren.

Mit unserer Vortragsveranstaltung »Lesen jetzt in Web 2.0?« wollten wir selbst herausfinden, was Veranstaltungen in Second Life wirklich bringen.

Das erste Fazit vorweg

Es war ein gelungener Abend und es hat großen Spaß gemacht! An die vierzig Avatare waren in der digitalen Landesvertretung von Baden-Württemberg vor Ort und genauso viele Teilnehmer hörten den Vortrag und die Diskussion über den Skypecast. Fast zwei Stunden dauerte die Veranstaltung.

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