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Literarisches Leben

Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.

Empfehlenswerte Beiträge

Beitrag vom 4. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Vito greift ein: »Warum glauben Möchtegernautoren immer den gleichen Käse?«

KommentareSelten hat einer unserer Beiträge so viele Kommentare bewirkt wie »Die wichtigsten Tipps eines Verlagslektors«. Darin hatten wir die Ratschläge eines Lektors zusammengefasst – und die größten Fehler, die Autoren in ihren Anschreiben machen. Und als allerwichtigsten Tipp gaben und geben auch wir immer jeder und jedem auf den Weg: Lesen, lesen, lesen!

Das allerdings spülte in den Kommentaren zum Beitrag wieder die geballte Welle der Vorurteile erfolgloser Autoren gegenüber deutschen Verlagen nach oben: Verlage denken nur ans Geldverdienen, Verlage kaufen lieber Bestsellerlizenzen in den USA und Verlage veröffentlichen lieber Manuskripte von Autoren, die opportun so ähnlich schreiben wie die Bestsellerautoren x und y, denn nur sowas verkaufe sich.

»Quatsch«, sagt dazu nun einer, der es wissen muss: Vito von Eichborn, der seinerzeit den Eichborn Verlag mitgründete und seit jeher den Verlagsbetrieb mit seinen offenen und provokanten Statements aufmischt. Eichborn diskutiert nun in seinem unverwechselbaren Stil mit – zumindest für eine gewisse Zeit.

Beitrag vom 4. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Unsere erste Veranstaltung in Second Life. Ein Erfahrungsbericht.

LiteratinGestern, am 3. Mai 2007, war also der große Tag. Das literaturcafe.de hat zum ersten Mal eine eigene Veranstaltung in Second Life durchgeführt. Sehr bewusst war sie von uns als »Experiment« bezeichnet worden, denn wir sehen Second Life und den Hype darum durchaus kritisch. Auf der anderen Seite sollte man die Möglichkeiten, die diese Parallelwelt auch für Buchhandlungen und Verlage bietet, nicht ignorieren.

Mit unserer Vortragsveranstaltung »Lesen jetzt in Web 2.0?« wollten wir selbst herausfinden, was Veranstaltungen in Second Life wirklich bringen.

Das erste Fazit vorweg

Es war ein gelungener Abend und es hat großen Spaß gemacht! An die vierzig Avatare waren in der digitalen Landesvertretung von Baden-Württemberg vor Ort und genauso viele Teilnehmer hörten den Vortrag und die Diskussion über den Skypecast. Fast zwei Stunden dauerte die Veranstaltung.

Beitrag vom 2. Mai 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

»Und bring mir aus der Schweiz den neuen Potter mit!«

Heidi bald nicht nur als Butter günstigIn der deutschsprachigen Schweiz ist die Buchpreisbindung gefallen. Sie wurde heute vom dortigen Bundesrat »vom Tisch gefegt«, wie es eine Pressemeldung des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes ausdrückte. Bis zuletzt hatte der Verband für den Erhalt gekämpft.

Wie in Deutschland und Österreich regelte der sogenannte Preisbindungsrevers, dass Bücher nur zu einem vom Verlag festgelegten Preis verkauft werden dürfen. Dies ist eine Art staatlich erlaubtes Monopol, das damit begründet wird, dass Bücher Kulturgüter sind und nur der einheitliche Verkaufspreis auch das Überleben der kleinen Buchhandlungen und somit eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Büchern sichert. Mit ähnlichen Argumenten wurde auch Anfang des Jahres die Mehrwertsteuer für Bücher nicht erhöht.

Beitrag vom 30. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Mit Ulrich Wickert jetzt vor dem Radio einschlafen

Das ging ja fix. Im letzten Oktober gestartet, wird die Literatur-Sendung »Wickerts Bücher« nach der nächsten Ausgabe im Mai schon wieder eingestellt. Ulrich Wickert selbst habe die ARD darum gebeten. Die Vorbereitung auf die Sendung habe zu viel Zeit in Anspruch genommen, so der Moderator in einem Interview mit der FAZ. Wickert will diese Zeit

Beitrag vom 24. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Die wichtigsten Tipps eines Verlagslektors

Screenshot (Ausschnitt) von ard.deEin Beitrag auf ARD.de, in dem es um anscheinend boomende Literaturportale im Internet geht, führte uns über die verwandten Beiträge auf ein sehr interessantes, drei Monate altes Interview mit Andreas Paschedag, der seit sechs Jahren Lektor beim Aufbau-Verlag ist. Seine Tipps, wie man bei einem großen Verlag unterkommt oder zumindest welche Fehler man vermeiden sollte, lesen sich wie eine Zusammenfassung all dessen, was immer wieder im literaturcafe.de zu finden ist. Wir erlauben uns daher eine Zusammenfassung der Zusammenfassung der häufigsten Fehler.

Beitrag vom 14. April 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Hätte Herr Oettinger mal lieber Siegfried Lenz gelesen

Siegfried Lenz: Ein KriegsendeDas kommt dabei heraus, wenn man sich ausschließlich im Internet informiert und einfach abschreibt, was auf Homepages steht. Da man über Tote bekanntlich nichts Schlechtes sagen soll, sagt man eben das, was die auf ihrer Website über sich selbst geschrieben hatten. Und plötzlich macht man aus einem überzeugten Nazi-Mitläufer einen überzeugten Nazi-Gegner – und merkt es gar nicht. Ups!

Beitrag vom 13. April 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Kurt Vonnegut ist tot

Kurt Vonneguts Alter Ego in Second LifeDer von vielen als »Kultautor« verehrte und geschätzte Autor Kurt Vonnegut ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren. Vonnegut verband in seinen Werken meist Science Fiction und Sozialkritik. Zuletzt kritisierte der überzeugte Pazifist in »Mann ohne Land« den Irakkrieg und die Umweltpolitik der US-Regierung.

Und vielleicht ist ja Second Life doch nicht so schlecht, denn immerhin konnten wir im letzten Jahr an einer seiner Lesungen virtuell teilnehmen.

Schön auch das derzeitige Start-Bild auf seiner Homepage: Es zeigt als einfache Strichzeichnung einen geöffneten Vogelkäfig und darunter steht: Kurt Vonnegut, Jr. 1922-2007

Beitrag vom 7. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Einmal der Mann im Radio sein: Das literaturcafe.de beim Blogspiel

D-Radio im ehemaligen RIAS-GebäudeEs war schon so etwas wie ein Jugendtraum: Einmal der Mann im Radio sein, der Studiogast, der mit der Moderatorin plaudert, dem kluge Fragen gestellt werden und der versucht, klug und unterhaltsam zu antworten. Und das nicht zusammengeschnitten auf eineinhalb Minuten, sondern nahezu ungekürzt, ohne Werbepause und ohne die größten Hits der 80er- und 90er-Jahre. Wo gibt es das noch? Im Deutschlandradio! Vielen Dank insbesondere an Jana Wuttke und Susanne Nessler für die gute Vorbereitung und Betreuung.

Vielleicht habe ich auch zu viel geredet – und doch die Hälfte vergessen. Aber es hat großen Spaß gemacht, Gast der Sendung Blogspiel zu sein. Wer es am Karsamstag um 16:30 Uhr nicht im Radio hören konnte, der kann sich die Sendung beim Deutschlandradio herunterladen. Die Links und ein Flash-Player, der auf die Datei verweist, finden sich unten.

Für alle, die nach der Sendung hier neu vorbeischauen: Herzlich willkommen im literaturcafe.de! Ich habe hier einige Links zu den Themen zusammengestellt, die wir in der Sendung besprochen haben.

Beitrag vom 7. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Ganz ohne Verlag: Jelineks neuer Roman erscheint im Internet

Auch ein Romancover von Frau JelinekNicht für Geld in Buchform, sondern kostenlos auf ihrer Website veröffentlicht Elfriede Jelinek ihren neuen Roman. »Neid« heißt das jüngste Werk der Literaturnobelpreisträgerin von 2004. Das erstes Kapitel ist unter www.elfriedejelinek.com zu finden (Bereich Aktuelles/2007). Bereits 63 Seiten umfasst dieser »Privatroman«, der jedoch ohne ausdrückliche Erlaubnis in keiner Form wiedergegeben oder zitiert werden darf.

Daher zitieren wir lediglich aus der Besprechung im Standard: Der Text, wie er da steht, immateriell, kostenlos, flüchtig, mit ein paar Tippfehlern, eignet sich immerhin zur romantischen Ironie – er selbst erinnert die Netzleserschaft an ihre Lizenz zum Schließen und Löschen. Jedoch: Fortsetzung folgt.

Beitrag vom 7. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Erfolg mit Kindersoldaten: Starbucks wird zum Literaturcafe

Literarische Online-Diskussion von Starbucks und gather.comIn den USA verkauft die Café-Kette Starbucks jetzt auch Bücher. Dabei setzt der Kaffee-Spezialist nicht auf eine Auswahl an Titeln, sondern bietet jeweils immer nur einen für einen begrenzten Zeitraum an. Starbucks geht hierbei nicht den Weg einer eigenen Edition, sondern wählt ein Buch aus der aktuellen New-York-Times-Bestsellerliste.

Wer nun erwartet, dass Starbucks bei solchen Aktionen auf leichtverdauliche Lesekost setzt, der irrt. Im aktuell erhältlichen Titel »A Long Way Gone« berichtet der heute 26-jährige Ishmael Beah von seinen Erlebnissen als Kindersoldat in Sierra Leone, eine blutige und brutale Geschichte. Als Ishmael zwölf ist, wird sein Dorf von Rebellen überfallen. Zusammen mit anderen Kindern flüchtet er in den Urwald. Regierungssoldaten erzählen den Kindern, dass sie an den Rebellen Rache nehmen und jeden einzelnen töten müssen. Den Sieben- bis Siebzehnjährigen werden russische AK-47-Gewehre in die Hand gedrückt, und ihre Ausbildung zu Soldaten beginnt.

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