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Literarisches Leben

Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.

Beitrag vom 30. November 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Notizen

Schlechteste Sex-Szene: Preis geht posthum an Norman Mailer

Sexszene (künstlich)Seit 1993 wird der Kritikerpreis für die schlechteste Sex-Szene von der englischen Zeitschrift Literary Review vergeben. Erstmals wurde in diesem Jahr ein verstorbener Autor ausgezeichnet, denn der Preis ging an Norman Mailer für die Beschreibung einer Oralsex-Szene in seinem Buch »Das Schloss im Wald«, in dem Hitlers Jugend beschrieben wird.

Der jährlich vergebene Preis soll Autorinnen und Autoren davon abhalten, peinliche und überflüssige Sexszenen zu (be)schreiben, die sich nicht selten negativ auf das ganze Buch auswirken. Der Grund liegt nicht etwa darin, dass die Szenen anstößig oder jugendgefährdend sein könnten, sondern diese Passagen sind oftmals reiner Textmüll.

Beitrag vom 10. November 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

15. open mike: Rückblick und Interview zum wichtigsten Nachwuchsliteraturwettbewerb

open mikeVom 3. bis 4. November 2007 gab es in der WABE der Berliner Literaturwerkstatt summa summarum acht Stunden Literatur aus deutschen Hinter- und Vorderlanden zu hören. Aus 660 Einsendungen wurden 21 Nachwuchsliteraten eingeladen, um exakt 15 Minuten ihre eingereichten Texte beim open mike vorzutragen.

Der open mike gilt als der wichtigste Nachwuchsliteraturwettbewerb – nicht etwa wegen des hoch dotierten Preisgeldes (die drei Finalisten teilen sich EUR 4.500), sondern wegen des großen Aufgebotes an Verlegern und Lektoren, die den Autoren lauschen und auch unter den Nicht-Finalisten Autorinnen und Autoren für Lesereihen oder Erzählungsbände »rekrutieren«. Auch dieses Jahr kamen zahlreiche Repräsentanten der großen und kleinen Verlage wie Piper, Rowohlt Berlin, S. Fischer, Luchterhand, Tisch 7, Mairisch und viele andere und natürlich die Literaturagenten.

Beitrag vom 27. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Notizen

Wie meine Stimme auch noch Harry Potter überlebte

Ein Harry-Potter-VorleserHeute war der große Tag für die deutschen Harry-Potter-Fans, denn die Übersetzung des 7. und letzten Potter-Bandes wird ab heute verkauft. Wie bei den anderen Bänden zuvor ist Klaus Fritz der Übersetzer, der die nicht gerade dünnen letzten Bände in beeindruckend schneller Zeit ins Deutsche brachte. Viele Buchhandlungen starteten spezielle Aktionen. Häufig begannen Potter-Partys bereits am Vorabend, um dann pünktlich um 0:00 Uhr den Verkauf zu starten. Wer sich nicht daran hielt und den letzten Potter früher verkaufte oder herausgab, riskierte hohe Strafzahlungen.

Vielerorts wurde aus dem neuen Band gelesen, und der Carlsen Verlag zeigte sich kulant und erlaubte es im Rahmen der Buchpartys. Mich hatte die Schiller Buchhandlung in Stuttgart gefragt, ob ich Lust hätte, für die Gäste eines Harry-Potter-Frühstücks zu lesen. Das war der Haken bei der Sache!

Beitrag vom 19. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Unabhängige Verleger geben Tipps für’s Schreiben und Veröffentlichen

LeselampeWer lässt sich schon gerne Ratschläge erteilen? Dass Empfehlungen von Verlegern leicht auch für Unmut unter Autoren sorgen können, hat man an der regen Diskussion zu Andreas Paschedags Tipps an Autoren sehen können. Trotzdem: Ich habe mit der Verlegerin Bettina Hesse (Tisch 7) und dem Verleger Daniel Beskos (mairisch) gesprochen und sie gefragt, was sie Autoren, die noch nichts veröffentlicht haben, raten würden. Erfreulicherweise bekam ich darauf ganz verschiedene Antworten, die ich mir erlaubt habe, zusammenzufassen.

Bettina Hesse rät den Autoren zuvorderst, »bei sich zu bleiben«, in Thema und Stil nicht nach dem Publikum zu schielen. Das heißt natürlich auch, über das zu schreiben, was den Schreibenden bewegt, Geschichten zu erzählen, in denen man sich gut auskennt. An diesem Punkt kommt die Autobiographie ins Spiel, sollte man meinen. Die Frage, ob ein Text autobiographisch ist oder nicht, ist aber nicht das, was sie als Lektorin bewegt:

Beitrag vom 17. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Willkommen in der Welt des Hintergrundrauschens

Homepage Andreas KurzUnd nochmal Frankfurter Buchmesse. Auch Andreas Kurz war dort. Sogar als Autor. Denn sein erstes Buch ist erschienen. Nicht irgendwo, sondern bei Eichborn. Eigentlich einen feine Sache. Doch Kurz‘ Roman »Nachtfalken« (176 Seiten, fexibles Hardcover) zählt nicht zu den Haupttiteln des Verlages.

Die meisten Buchcover thronen als Plakate oben an den Stellwänden. Meins ist nicht dabei. Für die Haupttitel gibt es eigens dekorierte Wände. Es gibt Gitarre-förmige Lesezeichen für Frank Goosens Buch »So viel Zeit«. Eine nette Idee. Mein Buch hat nur sich selbst. Verschämt werfe ich ihm einen Blick ins Regal zu. Willkommen in der Welt des Hintergrundrauschens.

Beitrag vom 16. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Buchmesse-Rückblick 2007: »Wer pünktlich ist, hat keine Fantasie!«

Buchmesse-ImpressionBuchmesse 2007? Alles schon wieder vergessen? Gerade noch Medienrummel scheinbar ohne Ende und nun schon wieder lange vorbei. Damit nicht alles vergessen wird, fasst Barbara Fellgiebel ihre wichtigsten Eindrücke von fünf Messetagen erneut hier zusammen.

Meine Buchmesse 2007 beginnt mit der Angst sensibler Autorinnen und Autoren, die mich bitten, sie ja nicht anzusprechen, weil sie nach 10 Lesungen und 11 Interviews vielleicht nicht mehr so ganz kontrolliert und aufmerksam sind und dann in meinen bitterbösen Impressionen figurieren könnten … Das gibt mir zu denken.

Beitrag vom 1. Oktober 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Unabhängige Verlage ein subjektiver Bericht

Skulptur "Unabhängige Verlage"Kleine Verlage, junge Verlage, Independent-Verlage, junge Verleger und Büchermacher: Spätestens seit der Leipziger Buchmesse 2005 liest man so einiges über dieses Phänomen und das Interesse daran lässt nicht nach. Worüber spricht man eigentlich, wenn es um diese Verlage mit so prägnanten Namen wie Blumenbar, mairisch, Tisch 7 oder Kookbooks (keine Rezepte!) geht?

Jung und klein und unabhängig

Das sind drei durchaus sprechende Eigenschaften, will man das Phänomen beschreiben. Denn immer sind die Verlage personell klein und werden meist von nicht mehr als fünf Leuten gestemmt.

Konzernunabhängig sind sie zudem und die Verlagsprogramme können tendenziell wohl als »Independent« tituliert werden, oder zumindest »als ab vom Mainstream der großen Publikumsverlage«. Und jung? Wo hört jung auf und wo fängt alt an?

Beitrag vom 14. September 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Weblog-Provider blog.de entfernt Beiträge nach Beschwerde eines ***

Betrachtet sich als zensiert: Das Autorenschrittmacher-BlogEs war wohl einer der interessantesten Schriftwechsel der Verlagsbranche, den Christine Koschmieder unlängst in Ausschnitten in ihrem Autorenschrittmacher-Weblog veröffentlichte. In über einem Dutzend Folgen publizierte sie die Korrespondenz, die der *** Rodja Smolny mit einem seiner Kunden führte. Smolny war Geschäftsführer der mittlerweile insolventen Mein Buch oHG, einem jener Verlage, bei denen die Autoren nicht unerhebliche Beträge an den Verlag zahlen, um veröffentlicht zu werden. Den naiven »Autoren« wird oft das Blaue vom Himmel versprochen, um sie zur Zahlung zu bewegen. Am Ende bleiben die Kunden meist auf ihren Büchern sitzen und nur der *** verdient an ihrer Eitelkeit. Viele der Verlage gehen daher mit Abmahnungen und anderen rechtlichen Instrumentarien gegen Kritiker vor, um diese mundtot zu machen. Ein schlechter Ruf ist nicht gut fürs Geschäft, zumal es die Branche immer schwieriger hat, seitdem Print-on-Demand Anbieter wie BoD oder Lulu die Veröffentlichung eines selbst finanzierten Buches wesentlich günstiger realisieren.

Umso aufschlussreicher waren die veröffentlichten Originalschreiben von Rodja Smolny aus den Jahren 2005 und 2006 an seinen Kunden, die endlich öffentlich machten, mit welchen Argumenten versucht wurde, den Kunden bei Laune zu halten und ihm weiteres Geld für zusätzliche Leistungen aus der Geldbörse zu ziehen.

Beitrag vom 14. September 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Entdecke alle Möglichkeiten: Second-Life-Bücher zu gewinnen

Mit freundlicher Unterstützung der SmartBooks Publishing AG haben wir vier Exemplare des Buches »Second Life – Entdecke alle Möglichkeiten« von Jörg Reichertz im Wert von je 19,95 Euro verlost. Was mussten Sie dafür tun? Einen Screenshot Ihres Avatars mit dem literaturcafe.de-T-Shirt einsenden. Die T-Shirts gibt es kostenlos beim literaturcafe.de in Second Life. Einsendeschluss war der 31. Oktober 2007.

Jörg Reichertz, Journalist und Autor des Buches »Second Life – Entdecke alle Möglichkeiten«, war am 13.09.2007 zu Gast auf der virtuellen Lesebühne des Cafés in Second Life. Unsere Galerie zeigt einige Eindrücke der Lesung und Diskussion.

Beitrag vom 11. September 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Second Life: Was bleibt nach dem Hype? Lesung und Diskussion mit dem Buchautor Jörg Reichertz

Jörg Reichertz aka JoergPaul RodenbergerDie Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 13.09.2007 um 20 Uhr auf der Lesebühne des literaturcafe.de in Second Life

Selten zuvor wurde ein Thema so gehypt wie die digitale Parallelwelt »Second Life«. Egal ob SPIEGEL oder Tagesthemen, FOCUS oder Stern TV, alle berichteten euphorisch, und für viele galt SL als Zukunft des Internet.

Und selten zuvor war ein Thema so schnell »durch« wie Second Life. Erstmals mussten die Betreiber der digitalen Welt unlängst einen Rückgang der Nutzer verkünden – speziell der zahlenden. Ist also alles vorbei? War es, wie Wolfgang Tischer in einem Interview mit dem Buchreport meinte, nur ein Thema, das die Agenturen erfunden haben, »um den Kunden dort eine unnötige Präsenz zu verkaufen«?

Wir wollen dies am kommenden Donnerstag, 13.09.2007 um 20 Uhr mit dem Journalisten und Buchautor Jörg Reichertz diskutieren. Reichertz, dessen Alter-Ego in Second Life JoergPaul Rodenberger lautet, schrieb den Reiseführer »Second Life – Entdecke alle Möglichkeiten« (Smartbooks, Edition CHIP) und ist ein ausgezeichneter Kenner der virtuellen Welt.

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