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Literarisches Leben

Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.

Beitrag vom 4. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Paul Gerhardt wäre in diesem Jahr 400 Jahre alt geworden

Geboren am 12. März 1607, gestorben am 27. Mai 1676 im Alter von 69 Jahren. Er war evangelischer Theologe und ist auch heute noch durch seine Kirchenlieder bekannt. Die Anfangszeile seines berühmtesten Werkes »Sommergesang« kennt jeder: »Geh aus mein Herz und suche Freud’ …«. Wer das Werk ganz hören will, der klickt hier unten einfach auf den Wiedergabe-Button und kann unsere Vertonung hören. Klingt nicht ganz nach Kirchenlied, soll aber auch nicht.

Beitrag vom 2. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Ein Rückblick auf die Leipziger Buchmesse

Leipzig 2007: Ende der Ausstellungvon Barbara Fellgiebel

Die Buchmesse 2007 ist meine erste Leipziger Buchmesse. »Die schönere der beiden Messetöchter«, wie eine Kollegin behauptet. Das schürt Erwartungen und steigert die Vorfreude.

Die Anreise beginnt mit im Auto in Portugal vergessenem Handy (was mir ein ärgerlich amputiertes Gefühl verleiht. Wie kann man nur so abhängig von diesem glorreichen Produkt der Technik sein?!) über ein chaosverursachendes verschneites Berlin – dramatisch und umständlich. Ein simples Bahnticket Berlin-Leipzig hin und zurück kostet für Nicht-Bahncardinhaber 78 Euro, fast soviel wie der Air Berlin Flug Faro-Berlin.

Beitrag vom 29. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Betrunkene Autoren lesen vor

Der Standard über eine hochprozentige Lesung im Clubheim des FC St. Pauli.

Beitrag vom 28. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

20 Verlage lehnten das anonyme Manuskript eines Nobelpreisträgers ab

Auch die britische Zeitung »Sunday Times« hat Anfang des Jahres den recht beliebten Test gemacht: Sie schickte zwei berühmte Romananfänge von Nobel- und Booker-Preisträgern mit geänderten Namen an die Lektorate angesehener Verlage. Fast alle lehnten die Manuskripte ab.

In der Regel dienen solche Experimente immer als Beleg dafür, dass in der Menge der Manuskripte selbst geübte Lektoren die Perlen nicht mehr finden. Die WELT zitiert den Autor und Kritiker David Taylor: »29 Jahre alt zu sein, blond, gutaussehend und ein bisschen berühmt dürfte heutzutage reichen, ein Buch zu veröffentlichen.«

Zum Glück setzt sich der Artikel in der WELT etwas diffiziler mit den Gründen auseinander, warum es zu dieser hohen Zahl an Absagen kommen konnte. Unser Lesetipp!

Beitrag vom 25. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Ein Slammer gewinnt Kabarett-Preis in Rottweil

Am Freitag, 23. März, wurde der 5. Rottweiler Kabarettpreis vergeben, ein entsetzlicher, kitschig-vergoldeter Rottweiler: was der Gewinner Marc-Uwe Kling wohl damit anstellt? Als letzter der 7 Bewerber erhielt er einstimmig den Jurypreis und hätte eigentlich auch den Publikumspreis gewonnen, aber die Bedingungen sahen vor, dass Publikumspreis und Jurypreis nicht auf eine Person fallen dürfen: so bekam den Publikumspreis nicht weniger verdient »Deutschlands jüngster Solokabarettist« Erik Lehmann, der als Vorletzter auftrat.

Beitrag vom 23. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Lesende Blognutten in Leipzig

Lesebühne mit KlorollenStehen musste niemand, aber der Saal war doch fast voll. Durch Matsch und Schnee musste man zum Veranstaltungsraum im Hinterhof des Volkshauses schlittern, der mit einer Art von Gaskanonen beheizt wurde. Wegen des Lärms wurden diese während der Lesung abgeschaltet. Thomas Knüwer vom Handelsblatt, der zusammen mit seinem Kollegen Julius Endert durch den Abend führte, sollte sich dann später zum Abschluss auch fürs gemeinsame Mitfrieren bedanken.

Auf Einladung der Düsseldorfer Wirtschaftszeitung hatte sich die Crème de la Crème der literarischen Weblog-Szene eingefunden, um in der zweiten Veranstaltung ihrer Art Texte aus ihren Blogs zu lesen. Die einfache Struktur des Abends machte ihn sehr kurzweilig und unterhaltsam: Jede und jeder las vor und nach der Pause je einen Text. Kein peinliches Herumdrucksen, ob man vielleicht noch einen Text lesen dürfe, und keine der oftmals üblichen, aber sinnlosen langen Einleitungen à la »In dem Text, wo ich jetzt lese, geht es um …«.

Beitrag vom 15. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Download- und Lesetipp: Gastarbeiter der Sprache

»Fremdwörter gehen als solche, und wenn sie hunderttausend Mal eingebürgert heißen, nie in Gut und Blut über. Ein Fremdwort bleibt immer ein Blendling ohne Zeugungskraft.«

Wer mag das gesagt haben? Goethe? Bastian Sick? Oder doch Adolf Hitler?

Beitrag vom 13. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Buchhandel stellt Leser unter Generalverdacht

Die Musikindustrie hat ihr Image mit der Kampagne »Raubkopierer sind Verbrecher« bereits ruiniert. Durch Werbespots und Warnungen vor Kinofilmen und auf DVD wird dem ehrlichen Konsumenten unterstellt: »Auch du bist im Grunde genommen ein kriminelles Subjekt, wenn du nur die Gelegenheit dazu hättest! Wage es bloß nicht!« Das ist nicht gerade die Behandlung, die man als zahlender Kunde erwartet.

Nun schlägt auch der Buchhandel diesen Weg ein und stellt Buchleser unter Generalverdacht. Wie heise online berichtet, will die »Arbeitsgruppe Piraterie« des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels just auf der Leipziger Buchmesse darüber informieren »was beim Kopieren erlaubt und was nicht erlaubt ist«. Selbst vor dem unsinnigen Begriff »Piraterie« schreckt man dabei nicht zurück. Bereits vor einiger Zeit fiel der Börsenverein mit falschen Behauptungen unangenehm auf.

Beitrag vom 13. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Vanity-Verlage: Hinter den Kulissen der Abzocker

Geld!Sie werden Zuschussverlage, Dienstleistungsverlage oder neuerdings auch Vanity-Verlage genannt. Dabei haben diese Firmen mit Verlagen wenig gemein, denn ihr Geschäftsmodell ist einfach: Wenn der Autor zahlt, wird das Buch gedruckt. Die schwarzen Schafe der Branche locken mit Milchmädchenrechnungen und abenteuerlichen Versprechungen, was mögliche Verkaufszahlen angeht. Wie die Wirklichkeit ausschauen kann, haben wir bereits vor Jahren hier berichtet. Doch immer wieder liest man von erschütternden Fällen, wie z.B. von einer 18-jährigen Schülerin, die zu einer Auflage von 10.000 Exemplaren überredet wurde. Die Eltern haben’s bezahlt. Es dürften vermutlich mehrere 1.000 Euro gewesen sein.

Nun ist einer dieser »Verlage« den Bach runtergegangen. Am 31. Januar 2007 wurde das Insolvenzverfahren gegen Mein Buch oHG eröffnet. Mit Sprüchen wie »Bücher schreiben ist ein Ausdruck von Freiheit. Lassen Sie sich keine Grenzen setzen.« schmierte man den Kunden Honig ums Maul – und wollte doch nur ihr Geld. Das Blog »Pfade durch den Buchmarkt-Dschungel« dokumentiert nun anhand eines realen Briefwechsels, wie der Verlag die Kunden zur Veröffentlichung überredet hat.

Beitrag vom 9. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

»Ein von den Medien aufgeblasener Chatraum mit Animation«

Man darf vom Newsletter der Frankfurter Buchmesse sicherlich keine journalistische Qualität erwarten. Schließlich schreibt man dort Pressemeldungen der Verlage ab und verkauft sie, als habe sich die Redaktion des Newsletters tatsächlich beispielsweise in Second Life umgesehen, um Verlagen und Autoren Marketingmöglichkeiten aufzuzeigen. Wäre man wirklich dort gewesen, so würde man nicht schreiben, dass die Hörlounge

Beitrag vom 5. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Brave New World: Die repetitive Banalität von Second Life

Wer derzeit in den Medien nur die Berichte über die digitale Parallelwelt Second Life liest ohne sie einmal gesehen zu haben, der könnte den Eindruck gewinnen, dort etwas zu verpassen. Dass dem zum Glück nicht so ist, darüber haben wir bereits in unserer letzten Podcast-Folge gesprochen. Second Life ist ein typisches Hype-Thema, wie es sie

Beitrag vom 1. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Heute geht es los: Der Jokers Lyrik-Preis 2007

Der große Jokers Lyrik-PreisVon heute an bis zum 31. März 2007 können wieder Gedichte zum großen Jokers Lyrik-Preis eingereicht werden. Für die ersten drei Gewinner winken insgesamt 4.500 Euro an Preisgeld. Zusätzlich werden weitere Sach- und Sonderpreise vergeben. Als Partner des Jokers Lyrik-Preises stiftet auch das literaturcafe.de in diesem Jahr wieder zwei Gedichtvertonungen sowie je eine literaturcafe.de-Tasse. Erstmals gehört in diesem Jahr auch der Herausgeber des literaturcafe.de, Wolfgang Tischer, mit zur insgesamt zehnköpfigen Jury. Die besten Gedichte werden wieder in einer gedruckten Anthologie veröffentlicht.

Wer mitmachen will, der sollte sich die Tipps & Tricks auf der Jokers-Website vorher gut durchlesen und dann das Gedicht ausschließlich über das spezielle Web-Formular einsenden. Viele Erfolg!

Beitrag vom 27. Februar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Neue Werbeformen erobern auch das Buch

Gerade entdeckt: Neue Formen der Buchwerbung
Foto: Wolfgang Tischer – Das literaturcafe.de – Unter Creative-Commons-Lizenz

Beitrag vom 24. Februar 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Die lesen, die Pariser!

Ausschnitt aus dem MetroplanUnd wie sie lesen! Da kann man als Deutscher nur staunen: Sie lesen, während sie auf den Bus warten, sie lesen, während sie auf die Metro warten, sie lesen, während sie die Metro besteigen, oder auch nur, wenn sie mit diesen Verkehrsmitteln fahren – dabei sind jetzt nicht Zeitungen oder Zeitschriften gemeint, die werden auch gelesen, sondern richtige Bücher! Und was für Wälzer!

Man könnte Wetten abschließen: 5 steigen ein, wie viele davon zücken ein Buch, sobald sie drin sind? Drei waren es! Manchmal allerdings ist kein Raum fürs Zücken, wenn es allzu eng zugeht.

Aber leider: Es sind nicht die Jugendlichen, die lesen! Wie sagte das Nina Hagen damals 1978, als sie noch erträglich war, so treffend? »Ich krieg’ne Meise weil / Na, ich fass’ kein Buch mehr an / Literatur?? Kotz kotz uuuuaah! / Da wird mir übel« und »Ich kann mich doch gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier!« Das haben viele verstanden, auch in Paris! Die haben wie unsere den Knopf im Ohr und spielen sich Fragmente per Kreuzstöpselungen zu, während sie eifrig die imaginären iPod-Rädchen drehen und keines ihrer gewählten Stücke länger als ein paar Sekunden ertragen. Und falls kein iPod zur Hand, wird ununterbrochen am Händi rumgefummelt, damit das Leben einen Sinn hat! Welche Ruhe, welche Gelassenheit dagegen bei den Lesenden …

PS: Selbstverständlich lesen nicht ALLE in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber doch so viel, dass es einem deutschen Leser einfach auffällt!

Beitrag vom 21. Februar 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

11 MB geballte Inkompetenz

Es ist immer wieder erschreckend, wie inkompetent nach wie vor einige Verlage in Sachen Internet-Nutzung und eMail-Marketing sind. Da verschickt der Gerhard Hess Verlag aus Bad Schussenried eine eMail, der als Textdatei eine Buchbeschreibung anhängt – und eine Cover-Abbildung des Buches im fürs Internet ungeeigneten TIFF-Format. Die Datei ist sage und schreibe 11 Megabyte groß! Der Download mit einem Modem hätte gut eine halbe Stunde betragen. Allerdings werden in einigen Firmennetzen eMails mit mehr als 5 oder 10 MB Größe ohnehin abgeblockt und nicht zugestellt.

Zudem war es nicht mal eine persönliche Mail, sondern eine Massenaussendung. Man könnte auch Spam sagen. Vermutlich war es die gleiche TIFF-Datei, die die Druckerei für den Druck verwendet. Hatte der Praktikant wohl auf der Festplatte gefunden. Im Text der eMail natürlich keinerlei Hinweis, um was es geht.

Nachtrag: Aha, wahrscheinlich sind dem Verlag – wie von uns bereits vermutet – die von den Mailservern zurückgewiesenen Mega-Mails um die Ohren geflogen, denn heute (22.02.2007) kommt die Mail erneut, und zwar mit einem Bild im JPG-Format. Dieses ist mit über 600 kByte immer noch sehr groß – aber immerhin. Am Inhalt der Mail hat man jedoch nichts ergänzt.

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