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Literarisches Leben

Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.

Beitrag vom 17. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, »Bis Klagenfurt anruft«

Bis Klagenfurt anruft. Ein Praxisbericht. Teil 5.

LesungDiesmal: Präsentation. Lesungen.

Was das Konzert für den Rockstar ist, das ist die Lesung für den Autor. Meistens etwas leiser und mit weniger technischen Effekten, aber für manche eben auch die einzige Möglichkeit, ihre Leser direkt zu erreichen und ein paar ihrer Bücher zu verkaufen. Leider hat der Autor dabei etwas weniger Privatsphäre, weil das Publikum vor und nach der Lesung eigentlich dauernd Backstage ist und Fragen stellt.

Fragen, auf welche die Autorin beim besten Willen manchmal selbst die Antwort nicht weiß, weil sie ihre Texte noch nie aus diesem Blickwinkel gesehen hat oder weil sie noch nie darüber nachgedacht hat, warum sie dieses und jenes gerade so schreibt und nicht anders.

Wichtig beim Lesen: Laut und deutlich und möglichst in einem gemäßigten Tempo sprechen, denn manche der Leute sind wirklich gekommen um zuzuhören! Und die, die nicht deswegen da sind, schlafen noch schneller ein, wenn sie einem monotonen, unverständlichen Redefluss ausgesetzt sind.

Beitrag vom 13. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Die Grönemeyers und Bonos der Literatur

Jörg Sundermeier sorgt sich in der Berliner Zeitung darum, dass aus ökonomischen Gründen (»Der Agent hat kaum noch Zeit, der Verlag nicht das Geld«) Autoren immer mehr zu Selbstvermarktern ihrer Bücher werden müssen, wobei jedoch »poppige Medienkritik« und der Zwang, dem Publikum einen Lacher zu entlocken, nicht mehr zeitgemäß seien. Derzeit lägen die konservativen Autoren im Trend. »Autoren, die sich selbst vermarkten müssen, kommen oft zu spät mit ihren Einfällen«, so Sundermeier. Noch schlimmer seien jedoch die Autoren, die ihre Selbstvermarktung bereits beherrschen. Der Artikel ist in der Online-Ausgabe der Berliner Zeitung nachzulesen.

Beitrag vom 12. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Autorenstammtisch mit Moderatoren und Ton

Touch-Autor Bogus Curry am AutorenstammtischAm Donnerstag, 12.07.07 um 20 Uhr, wird es an unserem Autoren-Stammtisch in Second Life eine Premiere geben: Erstmals wollen wir nicht nur den Text-Chat, sondern auch die Stimme zur Kommunikation nutzen. Seit dem vergangenen Wochenende ist das digitale Baden-Württemberg, in dem sich das literaturcafe.de befindet, »voice enabled«. Dies bedeutet, dass wir uns dort nun richtig unterhalten können. Voraussetzung hierfür ist eine Kopfhörer-Mikrofon-Kombination (Headset), die es für wenig Euro in jedem Computergeschäft gibt, und der Download des sogenannten »First-Look-Clients«. Letzeres ist eine spezielle Version der Second-Life-Software, die die Kommunikation per Sprache ermöglicht. Die Version kann nach dem Herunterladen einfach über die bestehende Software installiert werden und übernimmt die alten Einstellungen.

Beitrag vom 12. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

FAZ gegen Perlentaucher: Eine wunderbare Antwort

FAZ gegen PerlentaucherEs ist nicht schön, was das gerade zwischen Perlentaucher und FAZ passiert (siehe »Die FAZ hasst den Perlentaucher«). Insbesondere die FAZ gibt dabei kein gutes Bild ab und schreibt sich in aller Öffentlichkeit um Kopf und Kragen. Um einen (vermeintlichen) Konkurrenten zu diffamieren, verließ FAZ-Autor Sundermeyer die Grenzen des guten Geschmacks und der journalistischer Qualität und schrieb einen Artikel mit dubiosen Formulierungen und einer reichlich tendenziösen Wortwahl. Es galt, dem Perlentaucher Schmarotzertum und qualitativ schlechte Arbeit zu unterstellen.

Heute nun – einige Tage vor der nächsten Gerichtsverhandlung zwischen FAZ und Perlentaucher – nimmt Anja Seeliger den Artikel Sundermeyers im Perlentaucher auseinander. Eine sehr lohnenswerte Lektüre, die in einem fulminanten letzten Satz gipfelt! Lesen!

Beitrag vom 6. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Interview: »Die Verlage haben das Internet jahrelang nicht verstanden«

Buchreport 7/2007Für das Hörbuch-Special der Juli-Ausgabe hat sich das Branchenmagazin »buchreport« mit dem Herausgeber des literaturcafe.de, Wolfgang Tischer, unterhalten. Das vollständige Interview steht auf der Website des »buchreport« als kostenloser Download im PDF-Format bereit (280 kByte). Im Interview werden die sogenannten Web-2.0-Aktivitäten der Buch- und Hörbuchverlage kritisch beleuchtet, also Dinge wie Podcasts, Weblogs und natürlich auch Second Life.

Dass die wahren Web-2.0-Aktivitäten der Verlagsbranche an ganz anderer Stelle stattfinden, steht gleich am Anfang des Gesprächs:

Beitrag vom 6. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Impressionen von unserem Autoren-Stammtisch in Second Life

Der dritte Stammtisch-Termin für Autoren und Autorinnen in Second Life am 5. Juli 2007 war erneut gut besucht. Für das nächste mal müssen wir einen größeren Tisch besorgen, denn teilweise mussten die über 15 anwesenden Avatare schon in der zweiten Reihe Platz nehmen. Erfreulicherweise haben sich auch schon die ersten Moderatorinnen und Moderatoren für den Stammtisch gefunden. Wir wollen versuchen, dass jeden Donnerstag um 20 Uhr jemand der regelmäßigen Besucher da ist, sodass künftig z.B. schon im Vorfeld Themen genannt werden, über die gesprochen wird. Überhaupt: gesprochen. Gestern musste noch viel getippt werden, doch hoffen wir, dass im digitalen Baden-Württemberg, wo sich die virtuelle Dependance des literaturcafe.de befindet, bald die Sprachfunktion von Second Life aktiviert wird, denn dies macht die Kommunikation doch wesentlich effizienter.

Highlight des Abends war der Besuch des Second-Life-Radio-Moderators Kay Binder, der gestern Abend vier Stunden live aus dem digitalen Baden-Württemberg berichtete und auf seiner Runde auch beim Café vorbeischaute. Auf dem Party-Truck des Senders, der einen Block weiter geparkt hatte, konnte dann nach dem Stammtisch noch bis weit nach Mitternacht getanzt werden.

Beitrag vom 5. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Milde Strafe für vier Bauern, die einen Romanautor verprügelten

Coverausschnitt aus Pays perduAls der Romanautor Pierre Jourde vor zwei Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrte, wurde er von vier Einwohnern verprügelt. Diese waren reichlich erbost darüber, dass Pieree Jourde sie in seinem Roman »Pays perdu« (»Verlorenes Land«) als zurückgebliebene Trunkenbolde und Greise bezeichnet hatte. Wie der Standard berichtet, wurden die Schläger jetzt zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung bzw. zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt.

Der älteste Täter war übrigens 72 Jahre alt. Naja, vielleicht war er ja zur Tatzeit betrunken… 

Beitrag vom 3. Juli 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, »Bis Klagenfurt anruft«

Bis Klagenfurt anruft. Ein Praxisbericht. Teil 4.

Zutaten für einen PustekuchenDiesmal: Veröffentlichungen. Zuschussverlage.

Das letzte Mal habe ich über Anthologien und das manchmal etwas dubiose Vorgehen der Herausgeber geschrieben. Wenn man jetzt noch einmal zurückdenkt zu den Autoren, die für die Veröffentlichung in der Anthologie auch noch pro Seite einen gar nicht so niedrigen Preis bezahlen sollen, drängt sich einem die Assoziation zum Schreckgespenst der heutigen Jungautoren-Generation auf: Der ZUSCHUSSVERLAG. Heutzutage kann sich Hinz und Kunz (nicht die aus Volker Brauns Erzählung) ein eigenes Buch drucken lassen, vorausgesetzt man hat genug Geld. Eine Art Zweiklassenliteraturgesellschaft. Manche bezahlen eben für die Bücher, die andere geschrieben haben, und andere zahlen eben für die eigenen Bücher, um diese zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Ostern, zum Nikolaus, zum Valentinstag, zum Welttag des Buches, zum Murmeltiertag, , zum St. Nimmerleinstag ihren Verwandten und bedürftigen Kindern zu schenken. Was dann übrig bleibt stapeln sie nach nochmaligem Bezahlen an den Verlag (sonst werden die schönen Bücher ja vernichtet!) in ihrem eigenen Keller. Klar, es ist nicht unseriös und unmoralisch, den Autoren von vornherein zu sagen, dass sie ihr Buch quasi selbst finanzieren müssen. Wer will, der kann. Wenn ich wollte, hätte ich wahrscheinlich schon das fünfte Buch und würde mich für die ersten drei mittlerweile schämen. Und meine Eltern würden mir raten, einen extra Lagerraum zu mieten.

Beitrag vom 29. Juni 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Die FAZ hasst den Perlentaucher

Die FAZ titelt: Auschwitz und der PerlentaucherIn einer kleinen Meldung der FAZ steckt eine große Menge Hass gegen das Internet-Angebot des Perlentauchers. Die FAZ berichtet, dass das Berliner Kammergerichts nun entschieden habe, dass einer Aussage der FAZ in der täglichen Feuilleton-Presseschau des Perlentauchers falsch wiedergegeben sei. Doch mit welchen Worten, Informationen und Nebensätzen die FAZ dies berichtet, zeigt den blanken Hass der Zeitung auf den Perlentaucher. Gleich im ersten Satz wird darauf hingewiesen, dass der Perlentaucher »staatlich subventioniert« sei. Da schimmert der Vorwurf durch, dass die gerichtlich bestätigten Falschaussagen mit staatlicher Unterstützung erfolgten.

Beitrag vom 24. Juni 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Wolfgang Tischer liest Wilhelm Busch

Max und Moritz
Am Dienstag (26. Juni 2007) liest Wolfgang Tischer, Vorleser und Herausgeber des literaturcafe.de, wieder live vor Publikum in der Schiller Buchhandlung in Stuttgart. Diesmal sind Texte von Wilhelm Busch zu hören, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 175. und dessen Todestag sich im kommenden Jahr zum 100. Mal jährt.

Buschs bekannteste Figuren sind ohne Frage Max und Moritz, und natürlich wird Tischer an diesem Abend die »Bubengeschichte in sieben Streichen« lesen. Aber auch der unbekannte Wilhelm Busch wird vorgestellt. Busch, der insbesondere in seinen Bildergeschichten die Menschen karikierte, zeigt in der autobiografischen Schrift »Von mir über mich«, dass er jedoch darauf bedacht war, dass sich keine Einzelpersonen aus seinem Umkreis wiedererkennen: Lachen ist ein Ausdruck relativer Behaglichkeit. Der Franzl hinterm Ofen freut sich der Wärme um so mehr, wenn er sieht, wie sich draußen der Hansel in die rötlichen Hände pustet. Zum Gebrauch in der Öffentlichkeit habe ich jedoch nur Phantasiehanseln genommen. Man kann sie auch besser herrichten nach Bedarf und sie eher tun und sagen lassen, was man will.

Außerdem sind am 26. Juni 2007 Gedichte von Wilhelm Busch sowie ein Ausschnitt aus der Erzählung »Der Schmetterling« zu hören. Wolfgang Tischers Lesung wird musikalisch vom Duo SpielART begleitet (Nicole Sturm-Goes, Gitarre und Ekkehard Schobert, Flöte). Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Karten können telefonisch unter der Nummer 0711/7354116 bei der Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen vorbestellt werden.

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