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Literarisches Leben

Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.

Beitrag vom 22. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Beisetzungsanzeige: Ruht sanft meine Hoffnungen

Beisetzungsanzeige

Zwischen all der Weihnachtspost erreichte uns heute per Postkarte diese Beisetzungsanzeige, die wir der Trauergemeinde nicht vorenthalten wollen. Der vermutete Tathergang ist hier und hier nachzulesen und hier anzusehen. Wir sprechen unser tief empfundenes Beileid aus.

Beitrag vom 17. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Rodja Smolny und Lindbergh & Well: NDR berichtet über dubiosen Literaturagenten

Ausschnitt aus einem Screenshot der angeblichen schwedischen Literaturagentur Lindbergh & Well, die Rodja Smolny in Deutschland vertratAls deutscher Vertreter der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well versuchte Rodja Smolny Geld von arglosen Autoren abzukassieren (wir berichteten). Viele seiner potenziellen Opfer fand er übers Internet. Allein anhand der uns vorliegenden Rückmeldungen von Autorinnen und Autoren, muss Smolny offenbar Dutzenden, wenn nicht gar Hunderten von Autoren Hoffnung auf Veröffentlichung ihrer Werke gemacht haben, wenn diese Geld für ein kostenpflichtiges Lektorat bezahlen. Dies natürlich bei einer Firma, an der Rodja Smolny selbst beteiligt war. Autoren sprechen in der Regel von um die 12.000 Euro, die für die Korrektur von oftmals nur knapp über 100 Manuskriptseiten anfallen sollten.

Jetzt berichtet auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in seinem »Hamburg Journal« über die kreative Geschäftsidee des Literaturagenten Rodja Smolny von Lindbergh & Well. Die Sendung wird im Regionalfenster Hamburg des NDR am Montag, 17.12.2007 um 19.30 Uhr ausgestrahlt. Per Live-Stream ist der Bericht weltweit auch im Internet zu sehen. Außerdem wird die Sendung im allgemeinen dritten Fernsehprogramm des NDR am 18.12.2007 um 9:30 Uhr wiederholt. Dann ist sie auch bundesweit über Satellit oder Kabel zu empfangen.

Nachtrag: Mittlerweile ist der Beitrag auch bei YouTube verfügbar

Beitrag vom 13. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Rodja Smolny und Lindbergh & Well: Bauernfängerei unter arglosen Autoren

Abgeschaltet: Die Website von Lindbergh & WellAus gegebenem Anlass warnen wir alle Autorinnen und Autoren davor, direkt oder indirekt Geld für eine Veröffentlichung zu zahlen! Dies gilt auch für etwaige Lektoratsdienstleistungen, egal wie diese begründet werden. Eine Ausnahme hiervon bilden selbstverständlich seriöse Print-on-Demand-Anbieter wie BoD oder lulu.com.

In letzter Zeit wurden Autorinnen und Autoren von einem Mann namens Rodja Smolny angeschrieben, der als Agent der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well auftritt (Websites mittlerweile gelöscht). Er schreibt bevorzugt Autoren an, die in Internet-Foren veröffentlichen und schaltete Werbebanner auf entsprechenden Websites, um neue »Kunden« zu gewinnen. Sein Auftreten ist dabei tadellos und sein Stil absolut Vertrauen erweckend. Er warnt sogar vor Zuschussverlagen und betont glaubhaft, dass es absolut in seinem Interesse sei, dass ein Autor gerecht bezahlt werde. Eine flüchtige Google-Recherche weist ihn ebenfalls als absoluten Experten im Agenturgeschäft aus. Zitat aus einem Artikel:

„Ich bekomme jetzt noch Anfragen, ob ich auf der Buchmesse Zeit für Autoren habe“, sagt Rodja Smolny, Aushängeschild der schwedischen Literaturagentur „Lindbergh & Well“ im deutschsprachigen Raum. „Dabei bin ich seit Wochen ausgebucht, selbst beim Essen sitze ich mit Kollegen aus aller Welt zusammen“, so Smolny. Er macht dabei allerdings keinen traurigen Eindruck, er freut sich auf das weltgrößte Treffen seiner Branche.

Die meisten dieser Artikel wurden jedoch zuvor von ihm selbst in Presseportalen wie open-pr.de veröffentlicht, was für den Laien nicht immer sofort ersichtlich ist. Mit diesen Artikeln will Smolny offenbar verhindern, dass seine nicht unumstrittenen Tätigkeiten als Geschäftsführer der mittlerweile insolventen MeinBuch oHG sofort ins Auge fallen und entsprechende Artikel von Google nicht gleich auf der ersten Seite gelistet werden. Unliebsame Beiträge in Weblogs lässt er auch schon mal gegen den Willen der Bloggerin durch den Blog-Provider entfernen.

Beitrag vom 11. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Notizen

perlentaucher.de darf weiterhin Buchkritiken zuammenfassen und verkaufen

FAZ gegen PerlentaucherDas Urteil wurde verschoben und lange erwartet – jetzt ist es verkündet: Das Online-Angebot perlentaucher.de darf weiterhin Buchkritiken von Tageszeitungen zusammenfassen und diese Zusammenfassungen auch verkaufen.

Die Frankfurter Allgemeinen Zeitung und die Süddeutschen Zeitung hatten gegen diese Praxis geklagt, da sie in den Zusammenfassungen, die z. T. Zitate der Originalkritiken enthalten, eine Urheberrechtsverletzung sehen.

Das Frankfurter Landgericht schloss sich auch in zweiter Instanz dieser Meinung der Kläger nicht an.

Das Urteil wurde mit Spannung erwartet, denn hätten FAZ und SZ Recht bekommen, so wäre mit negative Auswirkungen auch auf andere Web-Angebote und Blogs zu rechnen gewesen, da auch dort häufig Artikel Dritter zitiert werden. Mehr zum Urteil und zur Begründung ist im Heise-Newsticker nachzulesen.

Beitrag vom 5. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Die deutsche Sprache stirbt: 23 der 100 am häufigsten gebrauchten Wörter sind bereits englisch?

SlogometerSprachkritiker haben es schon lange befürchtet, doch nun ist es quasi amtlich: Englische Wörter nehmen in der deutschen Sprache immer mehr zu. In der aktuellen Ausgabe 40 der Zeitschrift GEO Wissen berichtet Prof. Walter Krämer, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik, über eine erschreckende Zahl, die in einem großen deutschen Nachrichtenmagazin zu lesen war: »Die Zahl der Fremdwörter im Deutschen hat seit 15 Jahren dramatisch zugenommen, wie zum Beispiel der "Spiegel" schreibt. 1985 war nur einer der 100 am häufigsten verwendeten Begriffe englisch, heute sind es 23 – fast ein Viertel!«

Eine Zahl, die selbst für diejenigen erschreckend ist, die sich am »Denglisch« bislang weniger gestört haben. Immerhin sagt es Walter Krämer, der das Lexikon der Populären Irrtümer geschrieben hat und sicher alle Fakten zweimal prüft. Es wäre ja sonst überaus peinlich für ihn. Und diese Zahlen standen auch tatsächlich im SPIEGEL.

Aber glauben Sie das? 23 der im Deutschen am häufigsten verwendeten Begriffe sollen englisch sein?

Und in der Tat: diese Zahlen sind falsch!

Beitrag vom 30. November 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Notizen

Schlechteste Sex-Szene: Preis geht posthum an Norman Mailer

Sexszene (künstlich)Seit 1993 wird der Kritikerpreis für die schlechteste Sex-Szene von der englischen Zeitschrift Literary Review vergeben. Erstmals wurde in diesem Jahr ein verstorbener Autor ausgezeichnet, denn der Preis ging an Norman Mailer für die Beschreibung einer Oralsex-Szene in seinem Buch »Das Schloss im Wald«, in dem Hitlers Jugend beschrieben wird.

Der jährlich vergebene Preis soll Autorinnen und Autoren davon abhalten, peinliche und überflüssige Sexszenen zu (be)schreiben, die sich nicht selten negativ auf das ganze Buch auswirken. Der Grund liegt nicht etwa darin, dass die Szenen anstößig oder jugendgefährdend sein könnten, sondern diese Passagen sind oftmals reiner Textmüll.

Beitrag vom 10. November 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

15. open mike: Rückblick und Interview zum wichtigsten Nachwuchsliteraturwettbewerb

open mikeVom 3. bis 4. November 2007 gab es in der WABE der Berliner Literaturwerkstatt summa summarum acht Stunden Literatur aus deutschen Hinter- und Vorderlanden zu hören. Aus 660 Einsendungen wurden 21 Nachwuchsliteraten eingeladen, um exakt 15 Minuten ihre eingereichten Texte beim open mike vorzutragen.

Der open mike gilt als der wichtigste Nachwuchsliteraturwettbewerb – nicht etwa wegen des hoch dotierten Preisgeldes (die drei Finalisten teilen sich EUR 4.500), sondern wegen des großen Aufgebotes an Verlegern und Lektoren, die den Autoren lauschen und auch unter den Nicht-Finalisten Autorinnen und Autoren für Lesereihen oder Erzählungsbände »rekrutieren«. Auch dieses Jahr kamen zahlreiche Repräsentanten der großen und kleinen Verlage wie Piper, Rowohlt Berlin, S. Fischer, Luchterhand, Tisch 7, Mairisch und viele andere und natürlich die Literaturagenten.

Beitrag vom 27. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Notizen

Wie meine Stimme auch noch Harry Potter überlebte

Ein Harry-Potter-VorleserHeute war der große Tag für die deutschen Harry-Potter-Fans, denn die Übersetzung des 7. und letzten Potter-Bandes wird ab heute verkauft. Wie bei den anderen Bänden zuvor ist Klaus Fritz der Übersetzer, der die nicht gerade dünnen letzten Bände in beeindruckend schneller Zeit ins Deutsche brachte. Viele Buchhandlungen starteten spezielle Aktionen. Häufig begannen Potter-Partys bereits am Vorabend, um dann pünktlich um 0:00 Uhr den Verkauf zu starten. Wer sich nicht daran hielt und den letzten Potter früher verkaufte oder herausgab, riskierte hohe Strafzahlungen.

Vielerorts wurde aus dem neuen Band gelesen, und der Carlsen Verlag zeigte sich kulant und erlaubte es im Rahmen der Buchpartys. Mich hatte die Schiller Buchhandlung in Stuttgart gefragt, ob ich Lust hätte, für die Gäste eines Harry-Potter-Frühstücks zu lesen. Das war der Haken bei der Sache!

Beitrag vom 19. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Unabhängige Verleger geben Tipps für’s Schreiben und Veröffentlichen

LeselampeWer lässt sich schon gerne Ratschläge erteilen? Dass Empfehlungen von Verlegern leicht auch für Unmut unter Autoren sorgen können, hat man an der regen Diskussion zu Andreas Paschedags Tipps an Autoren sehen können. Trotzdem: Ich habe mit der Verlegerin Bettina Hesse (Tisch 7) und dem Verleger Daniel Beskos (mairisch) gesprochen und sie gefragt, was sie Autoren, die noch nichts veröffentlicht haben, raten würden. Erfreulicherweise bekam ich darauf ganz verschiedene Antworten, die ich mir erlaubt habe, zusammenzufassen.

Bettina Hesse rät den Autoren zuvorderst, »bei sich zu bleiben«, in Thema und Stil nicht nach dem Publikum zu schielen. Das heißt natürlich auch, über das zu schreiben, was den Schreibenden bewegt, Geschichten zu erzählen, in denen man sich gut auskennt. An diesem Punkt kommt die Autobiographie ins Spiel, sollte man meinen. Die Frage, ob ein Text autobiographisch ist oder nicht, ist aber nicht das, was sie als Lektorin bewegt:

Beitrag vom 17. Oktober 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Willkommen in der Welt des Hintergrundrauschens

Homepage Andreas KurzUnd nochmal Frankfurter Buchmesse. Auch Andreas Kurz war dort. Sogar als Autor. Denn sein erstes Buch ist erschienen. Nicht irgendwo, sondern bei Eichborn. Eigentlich einen feine Sache. Doch Kurz‘ Roman »Nachtfalken« (176 Seiten, fexibles Hardcover) zählt nicht zu den Haupttiteln des Verlages.

Die meisten Buchcover thronen als Plakate oben an den Stellwänden. Meins ist nicht dabei. Für die Haupttitel gibt es eigens dekorierte Wände. Es gibt Gitarre-förmige Lesezeichen für Frank Goosens Buch »So viel Zeit«. Eine nette Idee. Mein Buch hat nur sich selbst. Verschämt werfe ich ihm einen Blick ins Regal zu. Willkommen in der Welt des Hintergrundrauschens.

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