Eine erschreckende Mitteilung, die uns der S. Fischer Verlag Anfang September machte: Es gibt keine Interview-Termine mit Roger Willemsen auf der Buchmesse mehr. Sein Buch »Die Enden der Welt« war sofort auf der Bestsellerliste eingestiegen und die Gesprächsanfragen zahlreich wie nie. Entsetzen in der literaturcafe.de-Redaktion, schließlich ist das Gespräch mit Roger Willemsen seit fünf Jahren ein fester Bestandteil unseres Buchmesse-Podcast, auf das Hörerinnen und Hörer warten.
Doch rasch war eine bessere Lösung gefunden: literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer traf sich mit Roger Willemsen stattdessen vor seiner Lesung im Karlsruher Tollhaus. So entstand ein entspanntes, hörenswertes und fast halbstündiges Gespräch übers Reisen, das Schreiben, Bühnenauftritte und die erschreckende Seite der USA, die Barack Obama zum Vorschein bringe.
Auf der Frankfurter Buchmesse wurde er offiziell vorgestellt, und ab sofort ist er in den Buchhandlungen zu haben: »Seitenblicke – Der verführerische Kalender des Buchhandels«. Ein erotischer Fotokalender, bei dem als Models ausschließlich Buchhändlerinnen zu sehen sind.
Projektleiterin Simone Pfeifer ist sichtlich stolz und erfreut und genießt den Presserummel am Stand des Heye Verlags. Mehr oder weniger im Alleingang hatte sie das Projekt realisiert. Eigentlich hätten sich die Schulen des Deutschen Buchhandels … pardon: der Mediencampus Frankfurt mit diesem Projekt schmücken können und hätte so einen häufig vergessenen und leider nicht sonderlich angesehenes Beruf einmal über ein erotisch-trojanisches Pferd ins wohlwollende Interesse der Öffentlichkeit schieben können.
Dominique Pleimling ist Pressereferent und Social-Media-Redakteur beim Eichborn Verlag. Neben seiner normalen Pressetätigkeit betreut er die Twitter- und Facebook-Accounts des Verlags.
Wie sind die Social-Media-Aktivitäten im Hause Eichborn geregelt? Wer legt fest, was zu welchen Themen getwittert wird und wie ist der Informationsfluss aus den Abteilungen geregelt? Welche Tipps hat Dominique Pleimling, was einen Verlags-Twitter-Account oder eine Facebook-Seite interessant macht? Kann »ein Verlag« twittern oder steht und fällt der Bereich mit einzelnen engagierten Mitarbeitern?
Joachim Zelters wunderbaren Roman »Der Ministerpräsident« müssen wir an dieser Stelle nicht mehr loben. Denn wir haben das Buch, das auf der Longlist des Deutschen Buchpreises zu finden war, unlängst ausführlich vorgestellt.
Auf der Buchmesse ergriff Wolfgang Tischer am Stand des Verlags Klöpfer & Meyer die Gelegenheit und unterhielt sich mit dem Autor über die Hintergründe zum Buch, das Schreiben und das Vorlesen.
Online-Veröffentlichungsplattformen im Internet, die potentiellen Autoren Ruhm, Ehre, hohe Verkaufsmargen und den Weg ins gedruckte Buch versprechen, erleben derzeit einen Boom.
Seit der Buchmesse gehört neobooks.com dazu. Auch hier haben Autoren die Möglichkeit, ihre Romanmanuskripte einzustellen und potenziellen Lesern zu präsentieren. Das besondere an diesem Angebot: Hinter Neobooks steckt der Verlag Droemer Knaur, und die Werke, die innerhalb eines gewissen Zeitraums am besten bewertet werden, landen laut Verlag tatsächlich auf dem digitalen Schreibtisch des Verlagslektorats. Theoretisch besteht die Chance, dass die digitalen Manuskripte den Sprung ins eBook oder sogar ins gedruckte Buch bei Droemer Knaur schaffen.
Immer wieder widmen wir uns im Buchmesse-Podcast der Frage, was man als Autor tun muss und tun kann, um sein Buch bekannt zu machen. Dieser Frage müssen sich besonders Autorinnen und Autoren stellen, die ihr Buch bei einem Print-on-Demand-Dienstleister wie BoD veröffentlicht haben. Doch auch in großen Verlagen wird ein engagierter Autor gern gesehen. Birgit Olzem berät Autorinnen und Autoren auf diesem Gebiet und schult speziell das Content-Management-System WordPress.
Doch zunächst hat sie sich einen Traum erfüllt und bei BoD ein Buch veröffentlicht zu einem ganz anderen Thema , das sie sehr beschäftigt: »Ich bin ich und kein anderer!« ist ein Selbsthilfebuch, und Birgit Olzem berichtet in dieser Podcast-Folge, wie sie das Buch und sich im Netz platziert, um den Verkauf anzukurbeln.
Der Mann hat sich selbst zur Marke gemacht. Seit er vor einigen Jahren beschlossen hat, einen roten Irokesenschnitt zum Anzug zu tragen, übersieht ihn keiner mehr: Sascha Lobo. Mit dem Sachbuch »Wir nennen es Arbeit« prägte er zusammen mit Holm Friebe den Begriff »digitale Bohème« für die neuen Arbeitsformen, die Internet und Freiberuflertum mit sich bringen. Seitdem greifen die Medien gerne auf ihn zurück, wenn es um den Blogger und das Internet geht.
Jetzt legt Sascha Lobo die große literarische Form vor: seinen ersten Roman. »Strohfeuer« heißt er, und darin geht es um den Aufstieg und Fall einer Werbe- und Internetagentur um die Jahrtausendwende.
Das Werk ist außerdem als so genanntes »Enriched E-Book« erhältlich. Das Besondere daran: In den nächsten Tagen kann man Lobo direkt aus dem elektronischen Buch heraus Fragen stellen, die er nahezu in Echtzeit beantworten will.
Öde Präsentationen von Firmen und Beratern, die Verlagen »was mit sozialen Medien« verkaufen wollten, gab es auf der Frankfurter Buchmesse genug. Daher stand schon früh fest: literaturcafe.de will Kultur auf die Bühne des Hot Spots bringen!
Mit freundlicher Unterstützung von PONS und BoD kam die Twitterlesung nach Frankfurt, denn zu Gast waren drei der Herausgeber des Buches »Twitter – Ein Leben in 140 Zeichen«. @bosch, @mspro und @baranek lasen »Twitter-Perlen in deutscher Sprache«, wie’s auf der Rückseite ihres Buches zu lesen ist. @literaturcafe brachte zudem die besten Lyrik-Tweets aus dem Band »Twitter-Lyrik 2« zu Gehör.
Natürlich hat @literaturcafe (Wolfgang Tischer) anschließend im Buchmesse-Podcast mit @Bosch (André Krüger) und @baranek (Dirk Baranek) über Twitter, Twitter-Lesungen und das Buch gesprochen.
Am Sonntag endete die Frankfurter Buchmesse 2010 – doch auf literaturcafe.de geht sie noch eine ganze Woche weiter. Denn es gibt noch viel zu berichten, beispielsweise von unserer Twitter-Lesung oder der Präsentation des Kalenders mit erotischen Buchhändlerinnen. All das lesen Sie in unseren Buchmesseberichten in dieser Woche.
Für uns war der eigene Stand am Hot Spot »Literatur & Special Interest« eine feine Sache. Allerdings bahnte sich am ersten Tag der Messe ein Desaster an. Doch ein Notenständer für 18 Euro hat unseren Messeauftritt gerettet.
Tom Rachman arbeitete als Redakteur bei Associated Press in New York und Rom und bei der International Herald Tribune in Paris. Mit so viel Zeitungserfahrung und Insiderwissen ausgestattet hat er jetzt seinen ersten, in den Medien viel beachteten Roman veröffentlicht.
In »Die Unperfekten« geht es um den Niedergang einer internationalen Zeitung in Rom und um die Krise, die viele Zeitungsverlage erreicht hat. Sind gedruckte Nachrichten ein aussterbendes Modell? Können finanziell ausgeblutete Redaktionen überhaupt noch den oft geforderten Qualitätsjournalismus liefern?
Wordfence ... danke für diesen außergewöhnlich guten Offtopic-Tipp!Klara Himmel22.05.13 08:05
Ja, ist mir gestern am späten Nachmittag auch aufgefallen. Wollte einfach nur nachgucken, ob's vielleicht...Sabine22.05.13 08:05
Vielleicht handeltes sich wieder um eine "brute-force-attacke. http://blog.1und1.de/2013/04/17/brute-force-attacken-gegen-wordpress-und-joomla-sicherheitshinweis/Renate Blaes22.05.13 12:05