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E-Books

In regelmäßigen Abständen wird das Lesen auf tragbaren elektronischen Geräten (E-Books) diskutiert. Ist es eine Alternative zum gedruckten Buch? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich dadurch? In dieser Rubrik finden Sie Beiträge zu diesen Themen und Hinweise zu aktuellen Entwicklungen.

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Beitrag vom 2. August 2009 | Rubrik: Bücher, E-Books, Literatur online

Digitale Wahrheiten: Google sieht sich als zukünftige Über-Buchhandlung

Google Buchsuche 1984Dan Clancy leitet die Entwicklung der Google Buchsuche. Er war am Donnerstagabend, 30. Juli 2009,  zu Gast im Computergeschichte-Museum im Kalifornischen Moutain View. Das Gespräch mit dem Leiter des Museums wurde von Google gesponsert, sodass davon auszugehen ist, dass Google den Abend bewusst nutzen wollte, um die Visionen des Unternehmens zum Thema Bücher und Digitalisierung zu verkünden.

Die Google Buchsuche und die aktuell auch in Deutschland geführte kontroverse Diskussion um das Google Books Settlement spiegle laut Clancy nicht wider, wie Google die Zukunft des Buches tatsächlich sehe. Bei der aktuelle Buchsuche gehe es primär um vergriffene Bücher, sagte Clancy und spielte die Tatsache herunter, dass das so nicht ganz richtig ist.

Der Chefentwickler der Google Buchsuche wollte über die Zukunft sprechen. Er sieht das Geschäftsmodell der stationären Buchhandlungen um die Ecke als bedroht und überholt an. Sie seien »der wunde Punkt des Bücher-Ökosystems«. Stattdessen soll es nach den Wünschen von Google künftig nur eine große digitale Über-Buchhandlung geben – und die heißt Google.

Beitrag vom 14. Mai 2009 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben, Literatur online

Urheberrecht: Warum die Naivität der Romanautoren für uns alle gefährlich werden kann

Stopp-SchildRomanautoren haben keine Ahnung vom Internet. Diese Behauptung ist gewagt. Aber nur wer solch unumstößliche Tatsachen in den Raum stellt, findet Gehör. Romanautoren haben viel mit Politikern gemeinsam. Auch von Günter Grass kann man sich vorstellen, dass er sich eMails und Websites lieber von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, um die Texte zu lesen. Der Mann ist schließlich 82 Jahre alt. Doch auch Judith Hermann, die nicht einmal halb so alt ist, bekennt in einem Interview mit der ZEIT freimütig, dass das Internet nicht ihre Welt sei. »Ich habe erst seit diesem dritten Buch zu Hause einen Internetanschluss. Wenn die mediale Korrespondenz dieser Tage hier vorbei sein wird, schaffe ich ihn wieder ab«, sagt die Bestsellerautorin (»Sommerhaus, später«).

Viele Autoren haben eine Website. Aber gerade die etablierten Autoren lassen diese pflegen. Meist vom Verlag, der dann einen Buchtrailer oder tolle Flash-Animationen erstellen lässt, die dann wiederum in brancheninternen Wettbewerben als besonders innovativ ausgezeichnet werden.

Dabei müssten die Autoren nach »draußen«, ins Web, zu ihren Lesern gehen.

Beitrag vom 11. Mai 2009 | Rubrik: E-Books

Mitmachen: Katharina Thiemann sucht eBook-Leser für ihre Masterarbeit

Machen Sie mit bei der eBook-StudieFür ihre Masterarbeit am Institut für Kommunikationswissenschaft der Ludwig- Maximilians-Universität München sucht Katharina Thiemann Personen, die an einer Untersuchung zum Thema »Nutzung von Ebook-Readern« teilnehmen möchten.

Vorraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie einen eBook-Reader besitzen oder einen solchen regelmäßig nutzen. Damit sind ausschließlich spezielle Lesegeräte wie der SONY PRS-505 gemeint. Nutzer von Multifunktionsgeräten, mit denen auch eBooks gelesen werden können – wie z. B. das iPhone -, können an der Studie leider nicht teilnehmen.

Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, wie die Lesegeräte genutzt werden und in welchem Verhältnis die Nutzung zur Buchnutzung steht. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, wird das Thema in Gruppendiskussionen persönlich oder via Skype besprochen. Dabei wird über die Erfahrung mit den eBook-Readern diskutiert und erörtert, welche Bedeutung die Geräte derzeit haben und in Zukunft haben könnten.

Unter allen Teilnehmern wird zudem ein Amazon-Gutschein im Wert von 25 € verlost.

Beitrag vom 4. Mai 2009 | Rubrik: Bücher, E-Books

eBook: SONY PRS-505 im ausführlichen Praxis-Lesetest

SONY PRS-505 im TestMit dem SONY PRS-505 ist in Deutschland erstmals ein eBook-Lesegerät für alle erhältlich, so man bereit ist, dafür den viel zu hohen Betrag von 299 Euro auszugeben. Zwar gab und gibt es auch andere Lesegeräte auf dem Markt, doch spielen diese kaum eine Rolle, und man muss schon genau suchen, wo man diese kaufen und bestellen kann. Der Sony-Reader ist derzeit in jeder Thalia-Buchhandlung erhältlich oder bei libri.de zu bestellen.

Die Redaktion des Literatur-Cafés hat den Sony-eBook-Reader PRS-505 ausführlich in der Praxis getestet. Wir haben damit Romane im Flugzeug, im Bett und im Lesesessel gelesen und wollen in diesem Testbericht neben den technischen Aspekten vor allen Dingen auf Textdarstellung, Typografie und Handhabung des silbernen Lesegerätes eingeben.

Beitrag vom 11. März 2009 | Rubrik: E-Books

Warum das eBook 2009 einen Hype erlebt, obwohl es 2003 bereits tot war

SONY PRS-505Im September 2003 stellt die US-amerikanische Buchhandelskette Barnes & Noble den Verkauf von elektronischen Buchdateien – den sogenannten eBooks – ein. Der Betrieb der Plattform lohnt sich nicht mehr. Die Firma Microsoft, die mit dem »Reader« eine Software auf den Markt gebracht hatte, die jahrelang Bestandteil jedes windows-mobile-basierten PDAs war, entwickelt das Programm seit Juni 2003 nicht mehr weiter. Der eBook-Pionier Gemstar, der seinerzeit das Lesen von eBooks auf dem sogenannten RocketBook revolutionieren wollte, stellt ebenfalls 2003 den Verkauf der Geräte ein.

Das eBook war 2003 tot. Der Hype ums Lesen auf batteriebetriebenen Geräten war kurz nach der Jahrtausendwende beendet. Vorbei die Galaveranstaltung eines eBook-Awards in der Frankfurter Oper.

Doch dann kam alles anders, denn dann kam Amazon und brachte im Herbst 2007 mit dem Kindle plötzlich wieder ein neues Lesegerät auf den Markt. Und der eBook-Hype begann erneut.

Beitrag vom 8. Dezember 2008 | Rubrik: E-Books

eBook-Konferenz in München: Warten auf Amazon und Google

Der Bericht auf sueddeutsche.deDie Süddeutsche berichtet in der gedruckten Ausgabe vom 06.12.2008 über die bislang größte eBook-Konferenz im deutschsprachigen Raum, die letzte Woche in München stattfand. Die Akademie des deutschen Buchhandels hatte eingeladen, und laut der Süddeutschen Zeitung kamen 130 Teilnehmer. Aus dem Bericht von Helmut Martin-Jung liest man jedoch heraus, dass dort nicht wirklich Neues präsentiert wurde. Es scheint, als warte der Deutsche Buchhandel nur darauf, bis Amazon, Google oder Apple den Verlagen zeigen, wie das mit dem eBook funktioniert und man damit Geld verdienen kann. Der deutsche Buchhandel konzentriert sich leider auf die nach Expertenmeinung reichlich chancenlose und nur Geld verschlingende Eigenentwicklung »libreka!« und zieht es ansonsten vor, die Kriminalisierung der Kunden voranzutreiben und setzt sich dafür ein, dass vermeintliche Raubkopierer auch ohne richterliche Zustimmung verfolgt und bestraft werden können.

Beitrag vom 15. Oktober 2008 | Rubrik: E-Books

Buchmesse 2008: Amazon erzählt nichts Neues über das Kindle-eBook

Amazons präsentiert den KindleDie Presse hatte diesen Termin als das große Ereignis angekündigt: Amazon präsentiert den Kindle, das elektronische Wundergerät, das eBook wird kommen – und nichts wird mehr so sein wie zuvor.

Tatsächlich ist es aber genauso gekommen, wie vom Literatur-Café vorhergesagt: Auf einer Präsentation hielt ein Vertreter (bzw. eine Vertreterin) von Amazon das Kindle hoch und erzählte und präsentierte in einer für amerikanische Firmen erstaunlich langatmigen Präsentation das Gerät.

Aber es wurde dort nichts gesagt oder verkündet, was man nicht auch schon seit einem Jahr auf der Website des Buchversenders hätte nachlesen können.

Die wirklich spannenden Frage wurden auf der Bühne nicht beantwortet: Wann kommt das Kindle nach Deutschland? Wer wird der Partner im Mobilfunkbereich für die Übertragung der Inhalte sein? Gibt es schon erste Vereinbarungen mit Verlagen über die Inhalte?

Auf unsere Nachfrage lacht die Amazon-Repräsentantin nur: »Nein, darüber wann das Kindle nach Deutschland oder Europa kommt, könne man noch nichts sagen.«

Beitrag vom 11. Oktober 2008 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben

Touchscreen oder Kästchen, die die Welt bedeuten

Zeigt das eBook mehr vom Autor als das BuchVor kurzem konnte man auf perlentaucher.de lesen, wie stark die chinesische Literatur im Online-Bereich boomt. In diesem Artikel scheinen Zahlen auf, die manche europäische Autorinnen schwindelig werden lassen. Der Amazon Kindle scheint die Papierproduzenten heimlich zum Zittern zu bringen, und das eBook an sich gilt als der ultimative Todesstoß für die Druckindustrie. Aber ist das nun wirklich die letzte Runde, in der sich gedrucktes Buch und digitaler Text im finalen Kampf gegenüberstehen, und ist es tatsächlich so vorhersehbar, dass das Buch zu Boden gehen wird?

Ich habe einen Traum. Und ich denke, mit mir haben diesen Traum viele bücherverliebte Menschen, die das gedruckte Buch nicht aussterben werden lassen. Immerhin werden noch immer Platten gepresst und Plattenspieler gebaut, während wir von der Kassette über die CD bis hin zum iPod jede Entwicklung mitgemacht haben.

Beitrag vom 1. September 2008 | Rubrik: E-Books

eBooks: Kommt statt des Kindle nun das Prs?

Noch undeutlich am Horizont: Der Sony PRS-505Bis heute wird von den Medien die Nachricht kolportiert, Amazon würde auf der Buchmesse das eBook-Lesegerät Kindle präsentieren und demnächst auch in Deutschland verfügbar machen – ein Gerücht, das auf einem Artikel in der FAZ beruht, der jedoch nur hinlänglich Bekanntes aufwärmte. Doch die Medienspirale drehte sich schnell und plötzlich lasen einige Journalistenkollegen aus dem FAZ-Artikel sogar einen Termin »bereits vor der Frankfurter Buchmesse« heraus.

In den USA gab es Gerüchte, dass Amazon ohnehin eine neue Version des elektronischen Lesegerätes in diesem Herbst auf den Markt bringen würde; diese haben sich nun zerstreut, denn der New York Times liegt die Aussage eines Amazon-Managers vor, der ein überarbeitetes Gerät noch vor Weihnachten definitiv ausschließt.

Dennoch haben die Meldungen über einen angeblichen Deutschlandstart des Kindle für viel Diskussionsstoff gesorgt. Die Branche macht sich Sorgen um Preisbindung und Kopierschutz der elektronischen Buchausgaben, und die Nutzer diskutieren – wie bereits vor fast 10 Jahren – ob es denn ästhetisch überhaupt vertretbar sei, Romane nicht auf Papier zu lesen.

Beitrag vom 10. August 2008 | Rubrik: E-Books

Wilde Medienspekulation: »Amazons eBook-Reader Kindle kommt nach Deutschland«

Sieht so das Kindle 2.0 aus?»Amazon bringt E-Book-Reader Kindle nach Deutschland« oder »Amazons E-Book-Leser kommt nach Deutschland« titeln seit gestern einige Online-Medien. Doch schon der Konjunktiv in den Meldungen dazu macht stutzig: »Das Gerät könne auf der Frankfurter Buchmesse seine Deutschland-Premiere haben«. Am Messestand von Amazon sicherlich nicht, denn der Online-Händler ist auf der Buchmesse nur virtuell vertreten.

Grundlage für all diese Spekulationen ist ein dpa-Bericht, der wiederum auf einer Vorabmeldung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beruht. Liest man den Artikel in der heutigen Ausgabe, so zeigt sich schnell, dass die FAZ damit nur einen völlig belanglosen Bericht interessant machen wollte, der nichts Neues über den eBook-Reader Kindle enthält außer hinlänglich bekannten Dingen, wie die von TechCrunch vermuteten Verkaufszahlen von 240.000 Exemplaren in den USA. Der Rest beruht auf Amazons eigenen Marketing-Aussagen. Und wieder einmal wird die Parallele zu Apples iPod gezogen, was man offenbar davon ableitet, dass das Gerät auch weiß ist und man käufliche Inhalte nur vom Hardware-Anbieter in einer Art Monopolstellung beziehen kann.

Die Vermutung, Amazon könnte die Buchmesse für den Deutschland-Start des Kindle nutzen, wird allein aus einer vagen Aussage des Geschäftsführers von Amazon in Deutschland, Ralf Kleber, abgeleitet.

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