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Buchkritiken und Tipps

In dieser Rubrik finden Sie Notizen über Bücher, ausführliche Buchkritiken und kurze Tipps. Wenn Sie ein gutes Buch gelesen haben, das Sie weiterempfehlen möchten: Schreiben Sie uns eine kurze Kritik. Egal, ob es nur zwei Sätze sind oder es eine ausführliche Besprechung ist. Egal, ob das Buch eine aktuelle Neuerscheinung ist oder schon seit Jahren erhältlich ist. Einzige Bedingung: Das Buch sollte noch über den Buchhandel erhältlich sein.

Beitrag vom 21. Oktober 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, E-Books

Self-Publishing: Wo sind die Nadeln im E-Book-Heugebirge?

Andreas-AckerIch habe mir einen Kindle zugelegt, nachdem mir ein vorzüglicher Roman empfohlen wurde, den es nur als selbstverlegtes E-Book gibt. Das Lesen auf dem Mobiltelefon hätte nicht wirklich Spaß gemacht. Die Besprechung folgt.

Nach der Lektüre war ich voller Hoffnung. Ist das selbstverlegte E-Book also doch besser als sein Ruf?

Völlig naiv klicke ich auf die Top-100 der kostenlosen Kindle-E-Books. Was hat die Schwarmintelligenz der Schnäppchenjäger dort nach oben gebracht?

Leider nichts Gutes.

Beitrag vom 9. Oktober 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Frankfurter Buchmesse 2013

Literaturbeilagen zur Buchmesse: Wer lobt was und wer was nicht?

Literaturbeilagen von ZEIT und SPIEGELMalte Bremer hat sich die Literaturbeilagen von ZEIT und SPIEGEL angesehen. DIE ZEIT begibt sich in den »Dschungel der Bücher« und der KulturSPIEGEL nimmt eine »Auslese« vor.

Auf geht’s! Aber nur für Literatur aus Deutschland, sonst reichen Platz und Zeit nicht. Das sind immerhin noch 14 Vorstellungen in ZEIT LITERATUR und 17 beim SPIEGEL. Nur zu 6 Büchern fand sich in beiden was. Die angehängten kursiven Kommentare stammen aus den Besprechungen.

Beitrag vom 1. Oktober 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Kerstin Höckel: Alle Dokusoaps in einem Buch

Kerstin Höckel: Wie wir damals auf dem Bauernhof geheiratet haben, und der Alois am Tag drauf fast den Hund erschossen hat, weil er was gegen die Stadtmenschen hat und das Glück überhauptIch liebe diese Kistchen vor und in Buchhandlungen, in denen man lustvoll in Mängelexemplaren oder Remittenden stöbern kann. Ansonsten wäre ich nie auf Kerstin Höckels Roman gestoßen mit dem coverfüllenden Titel:
Wie wir damals auf dem Bauernhof geheiratet haben, und der Alois am Tag drauf fast den Hund erschossen hat, weil er was gegen die Stadtmenschen hat und das Glück überhaupt.

Da wäre mir beste Unterhaltung entgangen!

Beitrag vom 18. September 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, E-Books, Literarisches Leben

Bürgerbespitzelung: Petition von Schriftstellern mit unterzeichnen – und ein E-Book-Tipp

Juli Zeh ist Initiatorin der Petition gegen den Überwachungsstaat»Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?« Diese Frage stellte die Schriftstellerin Juli Zeh in einem offenen Brief, der bereits Ende Juli in der FAZ veröffentlicht wurde.

Endlich wieder ein klares politisches Engagement von Schriftstellern, von denen man den Eindruck gewinnen konnte, sie wenden sich nur noch dann an die Politik, wenn es um die eigenen Interessen geht.

Von der digitalen Überwachung merken wir nichts, sie tut uns nicht weh, sie ändert nicht unseren Kontostand – und dennoch ist sie gefährlicher als alles andere, denn es geht um unsere Freiheit.

Machen Sie mit und zeichnen Sie die Petition online mit, bei der u.a. Feridun Zaimoglu, Jo Lendle, Tanja Dückers, Ingo Schulze und Josef Haslinger unterzeichnet haben. 70.000 Menschen sind bereits dabei.

Wer sich zudem eingehender mit dem Thema beschäftigen will, für den haben wir einen E-Book-Tipp zum Thema Überwachungsstaat und PRISM-Skandal.

Beitrag vom 14. September 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Deutscher Buchpreis 2013: Kurzer Blick auf die 6 der Shortlist

deutscher buchpreis 2013Bei neuen Büchern lese ich nur die erste Seite (manchmal reichen wenige Sätze), um dann zu entscheiden, ob ich das weiterhin lesen mag.

In dieser Woche wurde die Shortlist der letzten sechs Kandidaten für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht: Drei sind männlich, drei weiblich. Alle sechs mir völlig unbekannt – das ist gut so, da gibt es keine Erwartungen und ich bin einfach nur neugierig!

Beitrag vom 9. September 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

feine post zum reinweinen von horst, hund und brodt

host, hund und brodt - nur die Postkarte, das Buch ist im Papier darunter eingewickeltEs steckt vieles im Briefkasten der Redaktion und immer viele Bücher. Man freut sich über die, die man angefordert hat, was selten passiert (das Anfordern, nicht das Freuen).

Und da sind die, die man nicht angefordert hat, die man aus dem Umschlag nimmt und deren Cover bereits verkündet, dass man sie nach dem Lesen des ersten Satzes weglegen wird. Aber wohin?

Und dann einer der raren Momente, in denen das Auspacken bereits Poesie ist und inmitten des Papiers Lyrisches schläft.

Beitrag vom 30. August 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Ilija Trojanow und Christian Muhrbeck: Mehr Bulgarien als im Baedeker

Wo Orpheus begraben liegt von Ilija Trojanow und Christian Muhrbeck»Der Weltensammler« aus dem Jahr 2006 hat ihn bekannt gemacht: Ilija Trojanow. Er schreibt über Reisen und Reisende. Zusammen mit Juli Zeh verfasste er zudem ein Buch gegen den Überwachungs- und Sicherheitswahn der Staatsmacht.

Ilija Trojanows Familie stammt aus Bulgarien. Dorthin reiste er mehrfach, und sein Buch »Wo Orpheus begraben liegt« erzählt von diesem Land am Rande Europas.

Von Christan Muhrbeck stammen die Fotos in diesem Buch, und Bernhard Horwatitsch hat es sich angesehen und gelesen.

Beitrag vom 27. August 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Winteräpfel-Video: Wenn Romanfiguren wandern

James Purdey (Egon Klauser)Vor 10 Jahren erschien »Winteräpfel« von Heidi Knoblich in der ersten Auflage. Bis heute wird das Buch als gebundene Ausgabe verkauft. Ein historischer Roman der Feldberggegend, der nebenbei die Geschichte des Schwarzwaldtourismus erzählt.

Der Stil des Buches ist karg und direkt, wie die Hochmoorlandschaft auf dem höchsten Berg des Schwarzwalds – doch basierend auf der wahren Geschichte Fanny Mayers entwickelt der Roman einen eigenwilligen Lesesog.

Doch der Roman lässt sich nicht nur lesen, sondern auch erwandern. Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de war mit den Romanfiguren auf dem Feldberg unterwegs.

Beitrag vom 19. August 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Virginia Ironside: Zu dumm für den Seniorenteller?

Ironside-Seniorenteller»Sag mal, du kennst dich doch mit Literatur aus?« fragte mich meine Nachbarin. »Ja, schon, wieso?« – »Also, da hat mir jemand ein Buch geschenkt, das ich unbedingt lesen muss, es soll ganz doll witzig sein, aber ich weiß nicht, ich muss überhaupt nicht lachen, ich finde da nichts Witziges! Vielleicht bin ich zu dumm für das Buch? Könntest du da nicht mal reinschauen und mir erklären, was da witzig sein soll?«

Beitrag vom 26. Juli 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Rohstoff: Vergessen Sie Jörg Fauser nicht, denn irgendein Mexiko brauchen wir alle!

Jörg Fauser: RohstoffMichael Köhlmeier hat es geschafft: Ich habe Jörg Fauser gelesen. Köhlmeiers Rede zur deutschsprachigen Literatur beim diesjährigen Bachmannwettbewerb war ein Plädoyer für Fauser.

Eigentlich. Denn aufgrund der drohenden Absetzung des Wettbewerbs entschied sich Köhlmeier, sein Fauser-Credo in Paralipsen zu verpacken. Köhlmeiers Rede war bewegend und emotional. Wie Fauser hatte auch Köhlmeier 1984 selbst beim Bachmannpreis gelesen, seitdem waren sie befreundet gewesen. Fauser sei seinerzeit vom »Klagenfurter Literaturgerichtshof« verrissen worden. Die schreibenden Kollegen wollten mit »dem da« nicht gesehen werden, so Köhlmeier. Das lachende Publikum bezeichnete Köhlmeier als Pöbel.

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