In dieser Rubrik finden Sie Notizen über Bücher, ausführliche Buchkritiken und kurze Tipps. Wenn Sie ein gutes Buch gelesen haben, das Sie weiterempfehlen möchten: Schreiben Sie uns eine kurze Kritik. Egal, ob es nur zwei Sätze sind oder es eine ausführliche Besprechung ist. Egal, ob das Buch eine aktuelle Neuerscheinung ist oder schon seit Jahren erhältlich ist. Einzige Bedingung: Das Buch sollte noch über den Buchhandel erhältlich sein.
Egal ob als Obelix, unlängst als Mammuth oder aktuell als Konrad in der Verfilmung von Martin Suters »Small World«: Gérard Depardieu scheint auf die Rolle des einfältigen aber irgendwie liebenswerten Dicken festgelegt zu sein.
Und schon kommt am 6. Januar 2011 erneut ein Film in die deutschen Kinos, in dem Depardieu in seiner Standardrolle zu sehen ist. Das Besondere: »Das Labyrinth der Wörter« ist nicht nur die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marie-Sabine Roger, sondern Bücher und Literatur spielen darin eine zentrale Rolle.
Grund genug also, um im literaturcafe.de mit freundlicher Unterstützung des Concorde Filmverleihs drei Buch- und Kinogutscheinpakete zu verlosen. Sie bestehen aus dem Buch »Das Labyrinth der Wörter« – erschienen bei Hoffmann & Campe – und je zwei Kinogutscheinen, die in jedem Kino einzulösen sind, das den Film zeigt.
»Fütter mich« steht auf dem kakelbunten Cover, auf dem sich Hariboteilchen drängeln: Cornelia Travnicek serviert uns Lesern schlichte, aber alles andere als leichtverdauliche Kost: 11 Erzählungen über Menschen, die nach sehr Unterschiedlichem hungern.
Mit »schlicht« ist hier beileibe nicht der Inhalt gemeint, sondern die klare, einfache, ja schmucklose Sprache: kein Wort zu viel – nichts wird uns Lesern vorgekaut, sondern wir müssen selbst herausfinden, was mit den Protagonisten los ist; kein Etikett à la mager- oder fresssüchtig klebt darauf!
Der Erzähler lässt die Protagonisten ihren jeweiligen Hunger implizit entwickeln, da heißt es aufmerksam lesen, mitdenken, sich einfühlen.
Der »Schirach« lag an der Hotelrezeption in einem der Regale mit zerlesenen Büchern, die andere Urlauber zurückgelassen hatten. »Verbrechen« als Piper Taschenbuch, sein Überraschungserfolg aus dem Jahre 2009. Der Aufkleber »Spiegel Bestseller« ist auf dem Umschlag angebracht. Mir war nicht bekannt, dass es gar kein Roman, sondern Kurzgeschichten sind. »Stories« ist innen im Buch zu lesen, nicht aber auf der Titelseite.
Da das Buch hier rumliegt, kann man es ja mal mit aufs Zimmer nehmen. Gekauft hätte ich es nicht. Ich erwerbe selten Bestseller, denn das machen andere, da muss ich es nicht auch noch tun.
Freuen Sie sich auf eine über einstündige Weihnachtsgeschichte der besonderen Art: literaturcafe.de und der Deutsche Taschenbuch Verlag präsentieren auch in diesem Jahr die Erzählung »Ein Werwolf zu Weihnachten« von Kat Richardson zum kostenlosen Download im MP3-Format.
Es ist schon reichlich blöd gelaufen für Matthias, den Werwolf: Nach einem »superdämlichen Flugzeugabsturz« sitzt er am Nordpol fest. Glücklicherweise kann er ein Rentier mit einer roten Nase erlegen, um seinen Hunger zu stillen. Doch dann taucht dieser merkwürdige Typ in Rot auf …
Obwohl die Geschichte von Matthias, dem Werwolf, reichlich schräg beginnt, hat Kat Richardson ein erstaunlich bewegendes Stück Prosa geschaffen, das – wie jede gute Weihnachtsgeschichte – den Leser berührt.
Rosenblüt ist wieder da! In seinem neuen Krimi »Wo die Löwen weinen« schickt Autor Heinrich Steinfest seinen Kommissar als »Schwabenversteher« und Sonderermittler zurück nach Stuttgart. Eigentlich wollte Rosenblüt nie mehr hierher zurückkehren, doch besondere Umstände und vor allem das Projekt »Stuttgart 21« erfordern dies, denn mysteriöse Spuren führen zum umstrittenen Bau- und Immobilienprojekt nach Schwaben.
Krimi- und Steinfest-Fans müssen sich noch etwas gedulden, »Wo die Löwen weinen« erscheint am 24. Februar 2011 beim Theiss Verlag.
Zum Start des Krimis gibt‘s ein besonderes akustisches Bonbon: literaturcafe.de produziert in Kooperation mit Theiss einen Podcast. Zusammen mit Heinrich Steinfest besuchen wir die Schauplätze von »Wo die Löwenen weinen« und sprechen mit dem Autor über sein Buch.
Eine erschreckende Mitteilung, die uns der S. Fischer Verlag Anfang September machte: Es gibt keine Interview-Termine mit Roger Willemsen auf der Buchmesse mehr. Sein Buch »Die Enden der Welt« war sofort auf der Bestsellerliste eingestiegen und die Gesprächsanfragen zahlreich wie nie. Entsetzen in der literaturcafe.de-Redaktion, schließlich ist das Gespräch mit Roger Willemsen seit fünf Jahren ein fester Bestandteil unseres Buchmesse-Podcast, auf das Hörerinnen und Hörer warten.
Doch rasch war eine bessere Lösung gefunden: literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer traf sich mit Roger Willemsen stattdessen vor seiner Lesung im Karlsruher Tollhaus. So entstand ein entspanntes, hörenswertes und fast halbstündiges Gespräch übers Reisen, das Schreiben, Bühnenauftritte und die erschreckende Seite der USA, die Barack Obama zum Vorschein bringe.
Richard Bach, das war doch der … ja, genau, der Typ, der das Buch von der Möwe Jonathan geschrieben hat: die Geschichte einer Möwe, die ihre Freiheit und Selbstbestimmung in der Perfektionierung ihrer Flugkünste findet.
Ein Kultbuch, das Millionen verzauberte. Wer den kleinen Prinzen von St. Exupéry im Regal stehen hatte, bei dem fand sich gewiss auch die Möwe Jonathan.
30 Jahre sind seit dem Höhenflug der Möwe vergangen. Der heute 75-jährige Autor wurde in der US-Army als Jetpilot ausgebildet und lebte seine Leidenschaft als Fluglehrer und Schauflieger. Obwohl er zahlreiche Aufsätze über das Fliegen veröffentlichte, blieb die Möwe Jonathan sein bisher einziges Buch. Nun erscheint »Der Pilot – Die Weisheit wartet über den Wolken« – ein Roman über das Schicksal und die Macht der Gedanken.
Krimi-Schriftsteller wird man nicht über Nacht. Jörg Maurer steht bereits jahrelang als Musik-Kabarettist auf der Bühne, gründete und leitete ein Theater in München. Zum Roman fand er erst spät, doch das sehr erfolgreich.
Mit literarischen Fingerübungen hat er sich hochgearbeitet, an Schreibwettbewerben teilgenommen und ab und an Preise gewonnen. Seine Science-Fiction-Parodie »Schweiß« – der 1. Preis beim Wettbewerb »Die Feder« – wurde seinerzeit vom literaturcafe.de vertont.
Nach der »Föhnlage« ermittelt sein Kommissar Hubertus Jennerwein nun erneut in der »Hochsaison« (S. Fischer Verlag). Ein dänischer Skispringer verunglückt beim Neujahrsspringen, doch bald schon wird gemunkelt, es sei kein Unfall gewesen, sondern man habe ihn abgeschossen.
Im Roman von Joachim Zelter geht es um den baden-württembergischen Ministerpräsidenten. Dies ist jedoch keine Leseempfehlung aus aktuellem Anlass. Denn Zelters Ministerpräsident ist ein netter. Man traut ihm nicht zu, dass er Kinder und Rentner im Stuttgarter Schlossgarten niederknüppeln lassen würde, um danach wie ein kleiner Junge auf dem Schulhof zu behaupten: »Die haben angefangen!«
Auch Zelters Ministerpräsident hat etwas Kindliches, denn sein baden-württembergisches Staatsoberhaupt hat das Gedächtnis verloren.
Über den Einband dieses kleinen Büchleins stolpert man sofort: lacht einen doch auf grünem Grund ein Mädchen und ein Rentier an!
Doch handelt es sich nicht um ein Kindermärchen, sondern um eine märchenhafte Alltagsgeschichte!
In einer äußerst komischen und lakonisch-witzigen Manier erzählt uns ein Freund, denn als einen solchen möchte man den Ich-Erzähler bezeichnen, wie er seinen Heiligen Abend zu verbringen gedenkt.
Zuletzt kommentiert