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Buchkritiken und Tipps

In dieser Rubrik finden Sie Notizen über Bücher, ausführliche Buchkritiken und kurze Tipps. Wenn Sie ein gutes Buch gelesen haben, das Sie weiterempfehlen möchten: Schreiben Sie uns eine kurze Kritik. Egal, ob es nur zwei Sätze sind oder es eine ausführliche Besprechung ist. Egal, ob das Buch eine aktuelle Neuerscheinung ist oder schon seit Jahren erhältlich ist. Einzige Bedingung: Das Buch sollte noch über den Buchhandel erhältlich sein.

Beitrag vom 23. Oktober 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Eragon-Podcast der Stuttgarter Schiller-Buchhandlung

EragonAm Samstag, 25. Oktober 2008, erscheint der von den Fans lang erwartete dritte Band des Fantasy-Epos »Eragon – Die Weisheit des Feuers« des 24-jährigen amerikanischen Autors Christopher Paolini auf Deutsch.

Die Schiller-Buchhandlung in Stuttgart präsentiert bereits vorab einen interessanten Podcast rund um das Buch und stimmt die Leser auf das Werk ein. Die Inhaberin und Buchhändlerin Susanne Martin greift selbst zum Mikrofon und interviewt in der ersten Folge die erfolgreiche deutsche Fantasy-Autorin Evelyne Okonnek, deren Buch »Die Tochter der Schlange« 2006 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde.

In Teil 2 kommt der junge Testleser und Fantasy-Fan Daniel zu Wort und berichtet über seine Eragon-Leseerfahrungen und was er sich vom 3. Band erhofft. Unbedingt anhören, der Junge ist klasse!

Beitrag vom 6. Oktober 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Onkel Dieters Märchenstunde: Der Bohlenweg beginnt

Dieter Bohlen liest vor (Quelle: yahoo.de)

Quelle: yahoo.de

Es ist soweit. Dieter Bohlen hat wieder ein Buch veröffentlicht. Diesmal steht als Autor tatsächlich sein Name allein auf dem Cover. Daher schrieb also offenbar nicht BILD-Chefredakteursgattin Katja Kessler das Buch, sondern ein Ghostwriter, der gegen entsprechendes Geld auf die Namensnennung verzichtet hat.

Und leider geht es jetzt wieder los, dass man an allen Ecken und Enden die Leute über das Buch lästern hören wird: Der Bohlen? Der kann doch gar nicht schreiben! Was hat das bitteschön mit Literatur zu tun!?

Und die vielen kleinen Hobbyschreiber, die ihre schlechten Romane vergeblich und zu Recht bei keinem anständigen Verlag unterbringen, werden sich wieder darüber echauffieren, dass man als Promi ja wohl jeden Mist als Buch veröffentlichen kann und dass die Leute das auch noch kaufen, während man selbst mit seinem Manuskript (»eine ironische gesellschaftskritische Satire mit autobiografischen Zügen«) als Jung- oder alter Neuautor bei deutschen Verlagen ohnehin keine Chance hat. Aber den Bohlen, den nehmen sie, über den berichten sie, obwohl der ja gar nichts kann und sowieso ein arrogantes Arschloch ist.

Beitrag vom 25. August 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Hörbücher

Es liest Volker und nicht Boris: Die Leiden eines Amerikaners von Siri Hustvedt

Ein Hörbuch und zwei Vorleser? Cover mit den Namen beider SprecherAls ich das Hörbuch auf dem Schreibtisch hatte, war ich zunächst enttäuscht. Volker Risch liest »Die Leiden eines Amerikaners« von Siri Hustvedt. Aber warum denn Volker Risch? In der Vorankündigung des Verlags war doch Boris Aljinovic genannt. Und Aljinovic, vielen bekannt als Berliner Tatort-Kommissar, war es doch auch, der Siri Hustvedt auf ihrer Lesereise im Frühjahr 2008 begleitete und aus der deutschen Übersetzung von Uli Aumüller las. Ja, warum liest er denn nicht das Hörbuch? Terminprobleme? Streitigkeiten? Ich weiß es nicht.

Nun liest also Volker Risch in einer Produktion des Norddeutschen Rundfunks, auf CD erschienen bei Argon. Risch kannte ich nicht, obwohl er, wie die Rückseite der CD-Box verrät, »an vielen großen deutschen Theatern spielte und in Kinofilmen und zahlreichen TV-Serien und -Filmen mitwirkte«.

Doch Risch überzeugt als Vorleser absolut.

Beitrag vom 15. August 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Halbmarathon ist eigentlich kein schönes Wort

Cover: Richtig trainieren für den HalbmarathonGelegentlich bekommen wir Bücher zugeschickt, die uns in fremde und fantastische Welten entführen, mit denen wir gar nichts anfangen können, die uns verwundern und befremden. Schlecht geschriebene Fantasytexte oder öde Weltschmerzromane – oder Bücher über Sport.

Doch da ein Buch über den Halbmarathon zwar nichts für die Chefredaktion des literaturcafe.de ist, wir jedoch eine ziemlich sportliche Mitarbeiterin haben, wurde das Buch weitergereicht. Birgit-Cathrin Duval ist im Frühjahr in Hamburg ihren ersten Marathon gelaufen. Sie hat sich das Buch »Richtig trainieren für den Halbmarathon« von Andreas Butz einmal angesehen. Hier ihr Eindruck:

Beitrag vom 7. August 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Vito von Eichborn will vergriffene Buchschätze heben und baut auf Ihre Mitarbeit

Vito von Eichborn wartet auf Ihr VorschlägeDer Journalist, Publizist, Herausgeber, Ex- und Wieder-Verleger Vito von Eichborn plant eine neue Buchreihe. Unter dem Label »vitolibri1000« will er vergriffene Bücher aus den letzten 30 Jahren neu auflegen. Die Auflage pro Titel soll jeweils nur 1.000 Stück betragen. Damit sich ein solches Projekt überhaupt rechnet, setzt Eichborn auf Belletristik und narrative Sachbücher deutschsprachiger Autoren, um Übersetzungskosten zu sparen. Lektoratskosten würden bei einer Neuausgabe ebenfalls nicht mehr anfallen. »Ich denke an büttenartige Broschuren, es geht um die Inhalte, nicht also um kostenträchtige bibliophile Effekte«, so Eichborn.

Auch die Leser und Besucher des literaturcafe.de sind aufgerufen, Vorschläge für zu unrecht vergriffene Bücher zu machen, die eine Neuausgabe verdient hätten.  Eichborn: »Ich habe ein breites Spektrum, konnte ja bekanntlich noch nie E und U trennen. Starten möchte ich mit etwa einem Dutzend Titeln, habe jedoch keinerlei Zwänge.« Jedoch muss eine realistische Chance bestehen, dass von den Titeln auch 1.000 Exemplare verkauft werden.

Vito von Eichborn freut sich über Ihre Vorschläge, entweder per Mail an vitolibri(at)web.de oder direkt hier in den Kommentaren. Vito von Eichborn liest dort mit und gibt ggf. seinen Senf dazu.

Welches vergriffene Buch hat eine Neuausgabe verdient? Machen Sie hier Ihre Vorschläge »

Beitrag vom 30. Juli 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Richard Stark: Fragen Sie den Papagei – Gekonntes Schriftstellerhandwerk

Cover: Richard Stark - Fragen Sie den PapageiSelten ist die Sprache eines Romans so eng am Geschehen wie bei Stark. Man könnte sie sachlich nennen – oder kalt. Ohne Schnörkel treibt sie die Handlung voran.

Und da ist die Hauptfigur Parker. Ein Mann ohne Vornamen und ohne Gefühl, ein Profi, ein Krimineller. Auch er treibt die Handlung konsequent voran.

»Fragen Sie den Papagei« von Richard Stark ist ein Roman für die, die etwas anderes lesen wollen als die immer gleichen Gut-gegen-Böse-Geschichten. Es ist nicht so, als empfände man irgendwelche Sympathien für Parker, der kaltblütig stiehlt und mordet, wenn es die Situation erfordert – Handwerk eben. Man folgt ihm mit Neugier und einer gewissen gruseligen Bewunderung darüber, wie professionell er seinen dunklen Weg geht.

Beitrag vom 25. Juni 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Feuchtgebiete für alle! Literaturkritik für alle!

Feuchtgebiete und Mieses KarmaWir müssen reden. Und zwar darüber, wie aktuell über Literatur geredet wird.

Feuchtgebiete ist derzeit nicht nur Nummer 1 der Bestsellerliste, sondern auch bei Google der Suchbegriff Nummer 1, mit dem die Leute auf das literaturcafe.de stoßen. Die Kommentare zu einer Kritik des Debutromans von Charlotte Roche sind zahlreich.

Wörter wie »Ekel« und »widerlich« beherrschen die Diskussion. Und natürlich nicht nur im literaturcafe.de, sondern auch in anderen Medien. Ich habe Leute in meinem Bekanntenkreis, von denen ich nicht einmal geglaubt habe, dass sie wissen, dass es Fachgeschäfte für Bücher gibt. Doch selbst die haben sich »Feuchtgebiete« gekauft. Natürlich nur, um das Buch nach wenigen Seiten angeekelt und angewidert wegzulegen und hinterher immer und überall zu erzählen, dass man es nicht verstehe, dass derzeit immer und überall über dieses widerliche Machwerk geredet werde. »Literatur«, so hört man es laut und deutlich, »Literatur sei so was ja wohl nicht.«

Und plötzlich werden an den viel zitierten Stammtischen dieselben Fragen erörtert wie in den Feuilletons.

Ist das nicht großartig!

Beitrag vom 4. Juni 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Buchkritik mit Hörprobe: »Blindband« von Gilbert Adair – Grandioses Spiel und ärgerliche Fehler

Blindband von Gilbert AdairDer Anfang des Romans »Blindband« des in Schottland geborenen Schriftstellers Gilbert Adair macht neugierig: 15 Seiten, die ausschließlich aus dem Dialog zweier Männer bestehen.

Mehr als diese 15 Seiten und den Auftrag, sie zu vertonen, hatte das literaturcafe.de zunächst nicht. Bereits seit einiger Zeit produzieren wir akustische Leseproben für den C. H. Beck Verlag in München. Und »Blindband« ist eine der Neuerscheinungen des ersten Halbjahres 2008.

Neu ist der Roman jedoch nicht. 1999 war er in deutscher Übersetzung im kleinen Schweizer Verlag Edition Epoca erschienen. Dem Beck Verlag kommt das Verdienst zu, dass er die zwischenzeitlich vergriffenen Romane Adairs wieder verfügbar macht.

Und der Roman hält, was der Anfang verspricht.

Beitrag vom 8. Mai 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Buchtipp: Erinnerungen an den Packraum 2003-2007

Das Beste aus dem Packraum 2003-2007»Der Packraum« wurde 2007 geschlossen. Leider. Es war ein Weblog mit »Notizen aus den Niederungen des Buchhandels«, das es auch nicht ansatzweise ein zweites Mal gab und gibt.

Eine bis heute anonym geblieben Sortimentsbuchhändlerin, die sich selbst »Die Packerin« nennt, schrieb mit wunderbar respektloser Ironie über sonderbare Buchtitel, Klappentexte, Verlage, Kunden und über den Alltag einer Buchhändlerin schlechthin, die überwiegend Bücher auspackt oder an die Verlage zurückschickt und sich dabei so ihre Gedanken macht.

Jetzt gibt es die Texte aus den Jahren 2003 bis 2007 in Buchform. Wer im Buchhandel arbeitet, der muss dieses schmale Bändchen einfach haben. Enthalten sind darin die undatierten Blogeinträge. Es gibt kein Vor- und kein Nachwort, das Cover ist grau und unscheinbar gestaltet. Dafür amüsiert man sich beim Lesen umso mehr.

Beitrag vom 30. April 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Schulbuchpädagogik: Wie man ein Gedicht verhunzt

Ausschnitt aus Trainingsheft Deutschbuch 1Wer bisher in der Schule noch nicht gelernt hat, wie man ein Gedicht verhunzt, dem hilft jetzt der Cornelsen-Verlag in seinem »Deutschbuch 1 – Trainingsheft für Klassenarbeiten und Vergleichsarbeiten« gewaltig auf die Sprünge: geopfert wird dabei Christian Morgenstern:

Gruselett
Der Flügelflagel gaustert
durchs Wiruwaruwolz,
die rote Fingur plaustert,
und grausig gutzt der Goltz.

Damit soll der Schüler einer Unterstufe sich jetzt selbständig beschäftigen. Unter der Überschrift »Ein Gedicht verstehen« wird ihm Staunens- und Wissenswertes mitgeteilt, nämlich: Auch andere Autoren haben sich mit Unheimlichem beschäftigt. Hier siehst du eine Gedicht von Christian Morgenstern. Neben diesem Text sieht man ein Bild – das Gedicht sieht man nicht hier, sondern darunter, aber vor allem nutzt das Sehen nichts, denn man muss es lesen. Und danach folgen pädagogisch ausgefeilte Aufgaben:

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