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Buchkritiken und Tipps

In dieser Rubrik finden Sie Notizen über Bücher, ausführliche Buchkritiken und kurze Tipps. Wenn Sie ein gutes Buch gelesen haben, das Sie weiterempfehlen möchten: Schreiben Sie uns eine kurze Kritik. Egal, ob es nur zwei Sätze sind oder es eine ausführliche Besprechung ist. Egal, ob das Buch eine aktuelle Neuerscheinung ist oder schon seit Jahren erhältlich ist. Einzige Bedingung: Das Buch sollte noch über den Buchhandel erhältlich sein.

Beitrag vom 19. Februar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Schreiben

Sibylle Berg sucht Abschiedsbriefe von Männern

Die Schriftstellerin Sibylle Berg sucht für ihr nächstes Buchprojekt Abschiedsbriefe von Männern. Wer sich also von seiner ersten Liebe, der Ehefrau oder von seinem Chef gekonnt schriftlich verabschiedet hat und der Meinung ist, dass seine Zeilen der Nachwelt in einem Buch hinterlassen werden sollten, der kann seinen Brief an die Autorin schicken. Neben den Abschiedszeilen

Beitrag vom 16. Februar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Hörbücher

Hörbuchkritik: Die Arbeit der Nacht

Buch gegen Hörbuch: Die Arbeit der Nacht von Thomas GlavinicDie Arbeit der Nacht von Thomas Glavinic ist für mich ein ganz besonderer Roman. Noch bevor er in den Feuilletons überaus positiv besprochen wurde, verbrachte ich zusammen mit dem Autor einen Tag in Wien, um den Podcast www.die-arbeit-der-nacht.de zu produzieren. Ich bemerkte damals, dass in der Herbstvorschau des Hanser Verlags noch kein Hörbuch zu diesem Roman angekündigt wurde. Da dies bei anderen Titeln durchaus geschah, nahm ich es als Indiz, dass auch der Verlag nicht sicher war, ob das Buch ein Erfolg werden würde. Aber es wurde einer.

Jetzt, gut ein halbes Jahr später, hat sich HörbucHHamburg die Rechte gesichert und veröffentlicht Die Arbeit der Nacht als Hörbuch, gelesen von Heikko Deutschmann. Es gab in letzter Zeit kein Hörbuch, auf das ich mit größerer Spannung gewartet hätte. Wie gut hat man Glavinic‘ grandiosen Roman akustisch umgesetzt?

Beitrag vom 15. Februar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literatur online

Rainald Goetz schreibt wieder Abfall für alle

Abfall für alle in BuchformEr war in Deutschland der erste literarische Blogger. Und das zu einer Zeit, als es noch gar keine Weblogs gab. In den Jahren 1998 und ’99 notierte Rainald Goetz in seinem Internet-Tagebuch, was ihn so bewegte.

Dreck macht traurig. Beim Putzen in der Küche. Es kommen auch wieder sauberere Zeiten. Das einzige was noch trauriger macht, ist frenetischer Beifall. Die Lottoshow beginnt.

Später wurde www.abfall-fuer-alle.de aus dem Netz genommen und bei Suhrkamp als Buchbrikett veröffentlicht. So wurde Abfall zu Geld.

Doch jetzt ist Goetz wieder da. Und er macht da weiter, wo er vor acht Jahren aufgehört hat. Für das neue People-Magazine Vanity Fair schreibt er wieder ein Weblog. Das sei konsequent, so die FAZ, denn schließlich bedeute auch Vanity Fair – ins Grobe übersetzt – Abfall für Alle. Und wer könnte diesen besser liefern als Goetz.

Nachtrag vom 22.06.2008
Am 21.06.2008 beendete Goetz sein Internet-Tagebuch wieder. Hat es jemand gemerkt?

Nachtrag vom 8. Juli 2015
Rainald Goetz erhält den Büchner-Preis

Rainald Goetz: Abfall für alle: Roman eines Jahres (suhrkamp taschenbuch). Taschenbuch. 2003. Suhrkamp Verlag. ISBN/EAN: 9783518455425. EUR 19,50 » Bestellen bei Amazon.de

Beitrag vom 9. Februar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Verlorene, verliehene, vergriffene Bücher?

Wenn man das Pech hat, ein ausgeliehenes Schmuckstück nicht mehr zurück zu bekommen, und man den Zettel nicht mehr findet, auf dem man sich den Leiher notierte (falls man es überhaupt getan hat), oder wenn einem dringend die Lektüre eines Buches empfohlen wird, der Buchhändler aber nur bedauernd die Achseln zuckt, dann helfen häufig Metasuchmaschinen. Da wäre z. B. Eurobuch, das 39 Anbieter durchforstet, darunter auch in Frankreich und England, allerdings nicht ZVAB, das nach eigenen Angaben weltweit größte Online-Antiquariat mit Beständen aus 27 Ländern. Ganz neu ist Daistesja, das seinerseits auch ZVAB durchsucht, zusätzlich auch noch über 140 Auktionshäuser! Für die Zukunft ist noch die Suche nach Filmen und Musik geplant.

Probehalber haben wir von Peter Rühmkorf »Selbst III / 88. Aus der Fassung« gesucht – einen Faksimiledruck, der nur in 1000 Exemplaren veröffentlicht wurde und die Entstehungsgeschichte eines einzigen Gedichtes auf 730 Seiten dokumentiert. ZVAB hat 10 Angebote, Eurobuch 18, und Daistesja fand 26; die Preisspanne war bei allen identisch: Wir hätten die Wahl von 60 bis 160 Euro.

PS: Der ehemalige Hinweis auf eine »lange Such-Dauer« bei Daistesja wurde entfernt, da dieser Fehler erfolgreich behoben wurde.

Beitrag vom 31. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Ein Roman aus SMS

Der SMS-Roman des Finnen Hannu LuntialaDer finnische Autor Hannu Luntiala hat einen Roman veröffentlicht, der ausschließlich aus maximal 160 Zeichen langen Handy-Kurznachrichten (SMS) besteht.

Das Werk trägt den Titel »Viimeiset viestit« (Die letzten Nachrichten). Es ist die Geschichte eines Geschäftsführers einer IT-Firma, der seinen Job hinschmeißt und durch Europa und Indien reist. Die Handlung wird nur auf Basis seiner SMS‘ und den Antworten erzählt. Ungefähr 1.000 Kurznachrichten sind – chronologisch geordnet – auf den 332 Seiten des Romans zu finden.

Luntiala legte offensichtlich großen Wert darauf, die Nachrichten möglichst echt wirken zu lassen. So enthalten diese neben den üblichen Abkürzungen auch Fehler, wie sie beim flüchtigen Tippen einer SMS üblich sind. Wie das finnische Verlagshaus Tammi mitteilt, sei man Übersetzungen in andere Sprachen nicht abgeneigt. Dies dürfte allerdings eine große Herausforderung für die Übersetzerin oder den Übersetzer werden, denn schließlich dürfen die Übersetzungen einer SMS auch nicht länger als 160 Zeichen sein. Zudem hat jede Sprache ihre eigenen SMS-Abkürzungen.

Die Idee für einen »Briefroman der Neuzeit« in SMS-Form dürfte sich urheberrechtlich nicht schützen lassen. Vielleicht also eine Anregung für einen deutschen Autor, Ähnliches zu versuchen? Ganz so neu ist die Idee natürlich nicht.

Beitrag vom 12. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Robert Anton Wilson ist tot

Im Alter von 75 Jahren ist am 11. Januar um 4:50 Uhr der Buchautor und Philosoph
Robert
Anton Wilson
am Post-Polio-Syndrom gestorben. Wilson war einer der prominentesten Verschwörungstheoretiker und schuf mit Illuminatus! zusammen mit Robert Shea eine Trilogie, die für viele Kultstatus besitzt. Wilsons Werk wurde auch durch den Film 23 in Deutschland sehr populär.

Unter der Überschrift "Do Not Go Gently Into That Good Night", einem Zitat aus einem Dylan-Thomas-Gedicht, verabschiedete er sich am 6. Januar in seinem Weblog: Please pardon my levity, I don’t see how to take death seriously. It seems absurd. (Bitte entschuldigt meine Leichtfertigkeit, ich weiß nicht, wie ich den Tod ernst nehmen kann. Er scheint mir absurd.)

Beitrag vom 11. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Scientology-Sekte will offenbar Bücher an Bibliotheken verschenken

Die New Era GmbH (bzw. New Era Publications International) ist die Buchvertriebsfirma der Scientology-Sekte. Dort erscheinen u.a. die Werke des Sekten-Gründers L. Ron Hubbard, allen voran natürlich die »Scientologie-Bibel« Dianetics. In eMails an Bibliotheken versucht man nun – getarnt als Umfrage – herauszufinden, auf welchem Wege Buchgeschenke an Bibliotheken am besten in deren Bestand übergehen. Der Hintergrund dürfte klar sein, denn man möchte später die Publikationen der Sekte den Büchereien möglichst mundgerecht servieren. Bleibt zu hoffen, dass alle Bibliotheken über den Absender bescheid wissen und die eMail ignorieren. [via netbib]

Beitrag vom 11. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Schreiben

BoD bietet Möglichkeit der kostenlosen Buchveröffentlichung

BoD Fun - AdministrationswebsiteUnter dem Namen BoD-Fun bietet Book on Demand (BoD) ab sofort die Möglichkeit, das eigene Buch kostenlos zu veröffentlichen. Hierzu wird das Manuskript in digitaler Form einfach an BoD übermittelt. BoD druckt die Exemplare erst bei einer Bestellung und der Autor verdient sofort am ersten verkauften Exemplar.

BoD Fun scheint eine Reaktion auf die auch in Deutschland stark wachsende Popularität des amerikanischen Print-on-Demand-Dienstleisters lulu.com zu sein. Die Möglichkeit einer kostenlosen Veröffentlichung bietet lulu.com bereits von Anfang an.

Wie bei lulu.com ist allerdings im Fun-Tarif von BoD keine eigene ISBN für den Titel enthalten und das Buch ist nicht im Buchhandel zu bestellen, sondern ausschließlich über einen BoD-eigenen Online-Shop, der jedoch erst im März zur Leipziger Buchmesse online gehen wird.

Beitrag vom 4. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Notizen

Moderne Sagen: Die Schlange auf der Toilette

Die Spinne in der Yucca-Palme. Sagenhafte Geschichten von heute.Zu den Klassikern der modernen Sage (Urban Legend) zählt die Geschichte von der Schlange in der Toilette. Insbesondere der SPIEGEL Online versteht sich meisterlich, diese Geschichte immer wieder durch Nennung von Quellen und Ortsangaben so zu verkaufen, als ob sie tatsächlich echt sei.

Besser konnte es da eigentlich nur das Fachblatt für den Bereich unter der Gürtellinie Coupé: „Auf der Toilette biss sich eine blutgierige Schlange zischend an meiner Scheide fest“ (Coupé , Nr 09/2000, Seite 34/35 zitiert nach sagen.at). Gilt hier nicht das alte Sprichwort: Schlangen, die zischen, beißen nicht?

Beitrag vom 4. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literatur online

Die Fackel nun komplett online

fackel.jpgWie bereits berichtet unterliegen die Texte von Karl Kraus seit dem 01.01.2007 nicht mehr dem Urheberschutz. Ein Projekts des Austrian Academy Corpus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) macht nun sämtliche Ausgaben der von Kraus herausgegebenen Zeitschrift Die Fackel im Web zugänglich. Hierzu muss man sich kostenlos unter der Web-Adresse www.aac.ac.at/fackel registrieren und man erhält eine eMail mit den Zugangsdaten.

Die 922 Nummern und rund 22.500 Seiten sind im Volltext durchsuchbar und auch einzeln durchzublättern. Dabei wird sowohl die gescannte Originalseite als auch die digitalisierte Textform angezeigt.

Die Fackel wurde von Karl Kraus von 1899 bis 1936 herausgegeben. Er schrieb auch die meisten der dort enthaltenen Texte. Kraus setzte sich kritisch, ironisch und oft bitterbös mit den Entwicklungen seiner Zeit auseinander. Seine Themen
waren u.a. Journalismus und Krieg, Sex und Kriminalität, Politik und Korruption sowie Literatur und Lüge.

Kraus im Vorwort der ersten Ausgabe:
Das politische Programm dieser Zeitung scheint somit dürftig; kein tönendes »Was wir bringen«, aber ein ehrliches »Was wir umbringen« hat sie sich als Leitwort gewählt.

Beitrag vom 4. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Herzlichen Glückwunsch, Herr Karasek!

Der Schriftsteller und Literaturkritiker Hellmuth Karasek wird heute 73 Jahre alt. Das literaturcafe.de gratuliert. Ein guter Anlass, um wieder einmal das Interview zu hören, das wir mit Herrn Karasek für unseren Podcast auf der letzten Buchmesse geführt haben und in dem es um das Altern und sein Buch Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten geht.

Beitrag vom 4. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Selbstmord in Bildern

Manatsu ist 16. Das Leben kotzt sie an. Was hat das Ganze für einen Sinn? Sie schleppt sich von Tag zu Tag. Es ist nicht so, dass sie sterben will – aber warum sollte man weiterleben? Wie das Leben später werden kann, das sieht sie an ihrer Mutter. Diese wäscht immer noch die Hemden des

Beitrag vom 2. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Notizen

Karl Kraus: Die Schwärmer

Als ich in der Nacht mein Werk geschrieben,
sind an meinem Licht
viele Mücken hängen geblieben.
Und ihr Summen stört mein Gedicht.
So müssen, will ich weiter schreiben,
fortan meine Fenster geschlossen bleiben.

Nun sitzen sie an den Fenstern
und sehen mir zu.
Nun ist keine Ruh
vor den Nachtgespenstern.

Ein Gedicht von Karl Kraus, der am 12. Juni 1936 starb und dessen Werke daher zum 1. Januar 2007 nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind.

Beitrag vom 2. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Notizen

ISBN: Bücher haben jetzt 13-stellige Nummern

Während sich der Mehrwertsteuersatz bei Büchern Anfang 2007 nicht geändert hat, ändert sich jedoch eine andere Zahl: seit dem 1. Januar 2007 ist die Internationale Standard-Buchnummer (ISBN) nun nicht mehr 10 sondern 13-stellig. Zum einen gleicht man die ISBN damit an die europäische Artikelnummer (EAN) an, die bereits 13-stellig ist, zum anderen ist die Zahl

Beitrag vom 2. Januar 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Mehrwertsteuer für Bücher erhöht sich nicht

Sieben ProzentObwohl der reguläre Mehrwertsteuersatz zum 1. Januar 2007 von 16% auf 19% erhöht wurde, bleibt der ermäßigte Steuersatz weiterhin bei 7%. So hat es das Bundeskabinett bereits vor einem Jahr beschlossen. Eine gute Nachricht für Buchkäufer, denn für Bücher gilt der ermäßigte Steuersatz. Die Buchpreise erhöhen sich also nicht – zumindest nicht aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung. Neben Büchern gilt der ermäßigte Steuersatz auch für andere Kulturgüter wie z.B. Eintrittskarten. Nun mag man zwar nachfragen, was denn beispielsweise an einem kitschigen Liebesroman Kulturgut sei, doch ist dieser Einwand schnell beiseite geräumt, wenn man auf die Ergebnisse der Pisa-Studie schaut. Lesen ist und bleibt wichtig und daher sollte man es auch mit einem ermäßigten Steuersatz fördern.

Was übrigens noch alles zum ermäßigten Steuersatz verkauft werden darf, das regelt Anlage 2 zu § 12 Abs. 2 Nr. 1 und 2 des Umsatzsteuergesetzes. Dabei sind so Dinge wie lebende Tiere (ausgenommen Wildpferde), die meisten Lebensmittel aber auch Blumen und Körperersatzstücke.

Leider gelten Hörbücher im Sinne des Umsatzsteuergesetzes nicht als Bücher. Für diese so genannten Non-Book-Artikel sind zum 1. Januar 2007 auch 19% Mehrwertsteuer zu bezahlen. Hörbücher werden also leider teurer werden.

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