Roger Willemsen gibt uns am Schluss sein Ehrenwort – Buchmesse-Podcast 2007
Kein Buchmesse-Podcast ohne Roger Willemsen! Bereits zum dritten Mal gibt er uns die Ehre und jedes Mal gibt es von ihm neue Buchprojekte, Hörbücher und diesmal sogar ein Bühnenprogramm zusammen mit Dieter Hildebrandt, mit dem wir im letzten Jahr bereits ausführlich gesprochen haben.
Sehr bewusst geht es am Beginn jedoch nochmals über das letztjährige Buch »Hier spricht Guantanamo«, in dem Willemsen mit ehemaligen Häftlingen des us-amerikanischen Gefangenen- und Folterlagers spricht. Konnte das Buch etwas bewegen? Die Bilanz ist ernüchternd, und Willemsen wurde gesagt, dass er in nächster Zeit besser nicht mehr in die USA reisen sollte.
Im zweiten Teil sprechen wir über die Lüge und den Buchbestseller »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort – Die Weltgeschichte der Lüge«. Willemsen berichtet von der Zusammenarbeit mit der lebenden Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt. Und dann gibt es zu »Brehms Tieleben«, über das wir im letzten Jahr gesprochen haben, noch ein Hörbuch.
Vom Literaturkritiker Willemsen wollen wir am Schluss noch die Meinung zu Julia Franck (Deutscher Buchpreis) und Doris Lessing (Literaturnobelpreis) wissen. Und das Gespräch für den Buchmesse-Podcast 2008 wurde im Nachgang fest vereinbart. Willemsen zu Tischer: »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.«
Mit Roger Willemsen endet unser diesjähriger Buchmesse-Podcast direkt aus Frankfurt in Zusammenarbeit mit boersenblatt.net. Den Podcast-Feed sollten Sie jedoch weiterhin abonniert lassen (am besten mit iTunes), denn im November melden wir uns mit der nächsten regulären monatlichen Podcast-Folge des Literatur-Cafés. Dann wird es – im Nachgang zur Messe – u.a. in einem Interview mit der Programmleiterin von Eichborn Lido um das Thema Hörbuch gehen. Danke fürs Zuhören – und bleiben Sie dran, zum Abschluss gibt es noch einen Hotdog!
Roger Willemsen: »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge. Ein Dialog. Das Bühnenprogramm mit Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen. Gebundene Ausgabe. 2007. Fischer (S.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783100301406. EUR 6,50 (Bestellen bei Amazon.de)
Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen: »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge. Broschiert. 2009. Fischer (Tb.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783596179879. EUR 9,95 (Bestellen bei Amazon.de)
Media-Datei: Herunterladen (Wiedergabedauer: 21:33 — 9.9MB)




Michael Köhlmeier spricht über die Magie des Schreibens. Was vielleicht pathetisch klingen mag, muss man einfach im Interview hören. Fast überlebensgroß tritt die Romanfigur des Carl Jakob Candoris nicht nur dem Leser, sondern auch dem Autor gegenüber. Der Roman »Abendland« war unter den sechs Finalisten des Deutschen Buchpreises 2007. Köhlmeier zeichnet darin anhand eines Lebens nicht weniger als das 20. Jahrhundert nach. Zugleich hat für Köhlmeier der Begriff des Abendlandes zur Jahrtausendwende seinen Abschluss gefunden.
Auch wenn er sich bescheiden nicht so sieht, gilt Hans Leyendecker als einer der besten Journalisten Deutschlands. Allein oder im Team deckte er viele der großen Affären auf, so z. B. die um Flick, Lambsdorff, Späth, Barschel oder Kohl. Achtzehneinhalb Jahre lang war er beim SPIEGEL, seit geraumer Zeit ist er leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung.
2005 war Arno Geiger mit seinem Roman »Es geht uns gut« der erste Gewinner des Deutschen Buchpreises. Sehr bewusst hat er 2007 mit »Anna nicht vergessen« keinen Roman, sondern einen Erzählband veröffentlicht. Warum? Nun, darüber wollen wir im Buchmesse-Podcast nicht sprechen, denn wir haben es bereits sehr ausführlich in einem Podcast getan, der sich mit Arno Geiger, seinem neuem Buch und auch dem Erfolg von »Es geht uns gut« beschäftigt. In insgesamt 12 Folgen gibt darin Arno Geiger einen interessanten Einblick ins Leben eines Autors. Der Podcast kann unter
Die Fernsehsendung »Wickerts Bücher«, vor einem Jahr während der Buchmesse gestartet, gibt es nicht mehr. Aber es gibt noch die Sendung »Wickerts Bücher«. Das Konzept ist geändert und sie ist vom Fernsehen in den NDR-Hörfunk gewandert (und auch
Sein Roman »Bellboy«, über den wir uns
Den Fans historischer Unterhaltungsromane und den Besuchern des Literatur-Cafés ist Titus Müller kein Unbekannter (»Die Brillenmacherin«). Im Podcast des Literatur-Cafés sprachen wir mit ihm vor einiger Zeit
Was würde ich tun, wenn ich im Lotto gewinne und plötzlich mehrere Millionen reicher bin? Ein Gedankenspiel, dass jeder schon einmal gemacht hat. Thommie Bayer führt dieses Gedankenexperiment mit der Hauptfigur seines neuesten Romanes durch. Wer Bayers frühere Werke kennt, der weiß, dass Bayer nicht knallige und laute Geschichten erzählt, sondern nuanciert die wechselnden Gefühlsstimmungen seiner Charaktere registriert, die nicht selten zu einer gewissen Melancholie tendieren. Seine Hauptfigur wird sich daher nicht nach dem Lottogewinn, wie Bayer es im Gespräch ausdrückt, »bildzeitungsverwertbar ruinieren«. Denn Umfeld und Beziehungen bleiben zunächst identisch und, es stellen sich ganz andere Fragen: wann ist beispielsweise der richtige Zeitpunkt, die Ehefrau mit dieser wunderbaren Neuigkeit zu überraschen? Dass man den Lotto-Jackpot geknackt hat, das erzählt man schließlich nicht mal eben so nebenbei.
Drei Jahre lang war der Schweizer Roger Schawinski Chef des privaten deutschen Fernsehsenders SAT.1. Als Schawinki kam,
Viele waren im letzten Jahr erstaunt darüber, dass das Buch »Die Arbeit der Nacht« von Thomas Glavinic nicht einmal auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stand. In diesem Jahr hat er es geschafft und landete – durchaus zum eingenen Erstaunen – auf der Shortlist, d.h. unter den nach Meinung der Jury sechs besten Romanen des Jahres 2007.