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Rodja Smolny und Lindbergh & Well: NDR berichtet über dubiosen Literaturagenten

Ausschnitt aus einem Screenshot der angeblichen schwedischen Literaturagentur Lindbergh & Well, die Rodja Smolny in Deutschland vertratAls deutscher Vertreter der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well versuchte Rodja Smolny Geld von arglosen Autoren abzukassieren (wir berichteten [1]). Viele seiner potenziellen Opfer fand er übers Internet. Allein anhand der uns vorliegenden Rückmeldungen von Autorinnen und Autoren, muss Smolny offenbar Dutzenden, wenn nicht gar Hunderten von Autoren Hoffnung auf Veröffentlichung ihrer Werke gemacht haben, wenn diese Geld für ein kostenpflichtiges Lektorat bezahlen. Dies natürlich bei einer Firma, an der Rodja Smolny selbst beteiligt war. Autoren sprechen in der Regel von um die 12.000 Euro, die für die Korrektur von oftmals nur knapp über 100 Manuskriptseiten anfallen sollten.

Jetzt berichtet auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in seinem »Hamburg Journal« über die kreative Geschäftsidee des Literaturagenten Rodja Smolny von Lindbergh & Well. Die Sendung wird im Regionalfenster Hamburg des NDR am Montag, 17.12.2007 um 19.30 Uhr ausgestrahlt. Per Live-Stream ist der Bericht weltweit auch im Internet zu sehen. Außerdem wird die Sendung im allgemeinen dritten Fernsehprogramm des NDR am 18.12.2007 um 9:30 Uhr wiederholt. Dann ist sie auch bundesweit über Satellit oder Kabel zu empfangen.

Nachtrag: Mittlerweile ist der Beitrag auch bei YouTube verfügbar

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Die umfangreiche Recherche des NDR beruht dabei auf Erkenntnissen unter anderem des Verbands deutscher Schriftsteller [4] (VS), des Montségur Autorenforums [5], Romansuche.de [6], des Uschtrin Verlags [7], des Autorenschrittmacher-Weblogs [8], des literaturcafe.de und vieler Betroffener, die ihre Erfahrungen und Informationen dankenswerterweise geteilt haben.

Rodja Smolny hat am 13.12.2007, dem Tag des Interviews, das in Auszügen im Beitrag zu sehen ist, die Website der Agentur Lindbergh & Well abgeschaltet. Noch nicht verschwunden sind die von ihm selbst verfassten Pressemeldungen, Weblogs und »Expertenprofile«, mit denen er seinen seriösen Hintergrund untermauern wollte (Siehe hierzu auch »Wessen Wahrheit ist die Wahrheit? [9]« im Autorenschrittmacher-Weblog).