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Literatur-Quiz

Logo der Schiller-BuchhandlungUnser monatliches Literatur-Quiz wird Ihnen präsentiert in Zusammenarbeit mit der Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen. Auf der Website der Buchhandlung finden Sie auch das umfangreiche Archiv der bisherigen Quiz-Runden.

Mai 2012

Zwiegespräch mit Katze

Ich habe leider vergessen, wer mir diesen Autoren seinerzeit ans Herz gelegt hat, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mir gleich aus dem ersten Roman ein besonders schönes Bonmot herausgeschrieben habe. Natürlich erst mal nur auf einen Schmierzettel, der dann jahrelang sein Dasein an einer Pinnwand fristete, bis der inzwischen leicht ausgeblichene Inhalt für würdig befunden wurde, in ein eigens dafür angelegtes Notizbuch für besonders schöne Zitate eingetragen zu werden. Wenn ich’s mir recht überlege, dann war genau dieses Bonmot von eben diesem Autor überhaupt die auslösende Idee für eine ganz persönliche Zitatesammlung. Um die Spannung jetzt nicht ins Unerträgliche zu steigern, möchte ich nunmehr an dieser Stelle das besagten Bonmot selbstverständlich auch zitieren: »Man kann sich einen Freund suchen und man kann sich in der Nase popeln, aber man kann seine Freunde nicht am Sattel abwischen.«

Wenn Sie jetzt womöglich etwas enttäuscht sind, dann liegt das vielleicht daran, dass Sie die Bücher des Autoren noch nicht kennen. Denn wenn Sie sie kennen würden, dann würden Sie sich sagen, dass gerade diese Worte ein verflixt gutes Beispiel für die Sprüche sind, die der Autor in seinen Büchern in einer solchen Dichte ablässt, dass es ohne weiteres für eine komplette Zitatesammlung ausreichen würde. Müsste sich nur mal jemand die Mühe machen.

Ich habe so das Gefühl, dass hier ein weiteres Zitat von Nöten ist, um zu überzeugen. Da es sich in diesem Fall um eine für uns Büchermenschen angenehm vertraute Situation einer Dichterlesung handelt, wird der intellektuelle Zugang dadurch womöglich etwas erleichtert. »Der Kerl, der auf der winzigen Bühne stand, ließ keine Chance aus, eine simple Idee aufzugreifen und sie so lange zu intellektualisieren, bis sie vollkommen verschwunden war.«

Diese Sätze stammen übrigens aus dem ersten Kriminalroman, der 1986 erschienen ist (dt. 1992) und den ich aus einem sehr traurigen Anlass heraus erneut gelesen habe. Dem ersten Fall folgten sechzehn weitere Bände. Der siebzehnte und letzte dieser Reihe wurde erst kürzlich in deutscher Übersetzung in einem kleinen wunderbaren Verlag veröffentlicht. Bedauerlicherweise geht der Held im letzten Fall über den Jordan bzw. über den Hudson und hinterlässt eine Katze und eine trauernde Fangemeinde. Ob die Katze auch trauert, ist nicht bekannt. Die Beziehung zwischen Katze und Detektiv kann man guten Gewissens als distanziert, aber nicht frei von Emotionen bezeichnen. Zumindest aus Sicht der Katze. Er hingegen hat hier eindeutig seinen wunden Punkt: »Manchmal meinte ich, dass es wohl keinen Mann, keine Frau, kein Kind auf diesem Planeten gäbe, die ich so liebte wie diese Katze. Was die Katze meinte, war natürlich eine andere Sache. Ich mischte mich selten in die persönlichen Affären der Katze ein, und sie mischte sich selten in meine. Keiner von uns beiden war töricht genug, menschliche Emotionen auf unsere Haustiere zu verschwenden.«

Die Krimihandlung spielt übrigens keine übermäßig große Rolle. Sie dient nur als äußere Form, die Füllung ist es, auf die es ankommt. Und die trieft vor Sarkasmus und tiefschwarzem Humor, so schwarz und stark wie der Espresso, den sich der Detektiv mehrmals täglich hinter die Binde kippt, im Genuss brüderlich vereint mit seinem Lieblingswhisky und seiner Lieblingszigarre.

Diejenigen, die die Krimis kennen, wissen ja jetzt schon Bescheid. Den anderen hier noch ein paar weitere Hilfestellungen: seiner Karriere als Schriftsteller ging eine Karriere als Musiker voraus, eine dritte geplante Karriere als Politiker scheiterte 2006 bei den Gouverneurswahlen in Texas. Allerdings knapp. Immerhin wurde er Vierter. Und das mit folgendem Wahlkampfspruch: »Wählt mich! Mir könnt ihr vertrauen, ich bin Jude.«

Wie heißt der Autor, der gleichzeitig auch die Hauptperson in seinen Krimis ist?
Und wie ist der Titel des letzten Falles?

Klicken Sie hier, und Sie gelangen zur Website der Schiller Buchhandlung, wo Ihnen drei mögliche Antworten präsentiert werden? Welche ist die richtige? Zu den möglichen Antworten auf schiller-buch.de »

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  1. Majstersztyk schrieb am 17. Juli 2012 um 13:31 Uhr

    Informationen aus der und über die Welt der Literatur…

    Diesmal melde ich mich mit einem Tipp für Litaraturbegeisterte! Literaturcafe.de – der literarische Treffpunkt im Internet für Leser, Autoren und Buchbegeisterte – bietet aktuelle Literatur-Nachrichten, ausführliche Berichte und Tipps für Leser und Aut…

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