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Beitrag vom 5. März 2005 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

Was man über Zuschussverlage sagen darf

Bitte notieren:

  • Druckkostenzuschussverlage haben ein gutes Lektorat.
  • Autoren, die zuerst bei Druckkostenzuschussverlagen veröffentlichen, können diese bei angesehenen Verlagen als Referenz angeben.
  • Feuilletons von Zeitungen, Zeitschriften und andere Rezensenten haben absolut keine Probleme mit von Druckkostenzuschussverlagen herausgegebenen Büchern.

Vorsicht! Wer das Gegenteil behauptet, kann verklagt werden. Wer es besser weiß, kann Robert Herbig aus der Patsche helfen, der soeben mit einem Streitwert von 50.000 Euro verklagt wurde, weil in seinem Autorenforum jemand das Gegenteil behauptet hat. [via Bernd Röthlingshöfer]
Hm, gibt es in diesem Land nicht so etwas wie eine Meinungsfreiheit? Wo kämen wir da hin, wenn z. B. jeder Kritiker für einen Verriss vom jeweiligen Verlag auf einen solchen Streitwert verklagt würde? Negative Berichte auch über angesehene Verlage gibt es doch immer wieder mal. Da sollte man doch souverän darüberstehen. Oder etwa nicht? Merkwürdig.

Beitrag vom 3. März 2005 | Rubrik: Notizen

Urteil gegen Buchmarkt

Das Branchenmagazin Buchmarkt ist zu einer Veröffentlichung eines Unterlassungsausspruchs verurteilt worden, weil es nicht viel Positives über einen Verlag geschrieben hat. Buchmarkt bezeichnete den Verlag in einem Artikel u.a. auch als klagefreudig, woraufhin dieser den Buchmarkt wegen des negativen Artikels verklagt hat. Der Buchmarkt distanziert sich nun von dieser offensichtlich falschen Aussage und Herausgeber Christian von Zittwitz sieht sich schon im Knast.

Beitrag vom 2. März 2005 | Rubrik: Notizen

Ausreden bei der Ausleihe

Cornelia Freiwald und Petra Ott von der Universitätsbibliothek Bielefeld haben ein nützliches Formular ins Netz gestellt, der bei den Ausreden helfen soll, warum man den Säumniszuschlag für zu spät zurückgebrachte Bücher nicht bereit ist zu zahlen. Lesen und freuen! [via netbib]

Beitrag vom 2. März 2005 | Rubrik: Notizen

Unglaubliches, das manche glauben

Diese Site haben wie gerade bei den Google-Anzeigen entdeckt, die auch im literaturcafe.de geschaltet sind. Da wird einem doch tatsächlich versprochen, man habe Chancen, dass das eigene Drehbuch oder der eigene Roman in Hollywood verfilmt wird. Bei einem Wettbewerb können bis zu 3.000 Dollar gewonnen werden und zusätzlich gibt`s “bis zu $ 1 Million in

Beitrag vom 2. März 2005 | Rubrik: Notizen

Autorenfehler Einschreiben – GMX bringt Unsinn online

Warum sollten Autoren online nicht die gleichen Fehler machen wie offline? Da soll es doch in der Tat Autoren geben, die ihr Manuskript per Einschreiben an einen Verlag schicken. Schließlich will man sicher gehen, dass das Werk angekommen ist. Kein Verlag kann sich so später herausreden, er hätte das Manuskript nicht bekommen. Super Idee! Wenn

Beitrag vom 1. März 2005 | Rubrik: Notizen

Perlentaucher wird englisch

Heute, am 1. März 2005, startet der Perlentaucher sein englischsprachiges Angebot. Künftig will die bekannte und renommierte Kultur-Website unter der Adresse www.signandsight.com (Zeichen und Ansichten) auch das englischsprachige Publikum erreichen (Merkwürdig, warum lesen wir ständig signandsigh.com (“Unterschreiben und Seufzen”)?).

Die tägliche Presse- und Feuilleton-Schau soll speziell für das nicht deutschsprachige Publikum aufbereitet werden. Natürlich schaut man nun auch in ausländische Zeitungen und Magazine und das erweiterte Perlentaucher-Redaktionsteam will ausgewählte deutsche Presseartikel ins Englische übersetzen.

Da so viel Ausbau natürlich Geld kostet, erhält der Perlentaucher eine “Anschubfinanzierung” von knapp 1,4 Millionen Euro von der Bundeskulturstiftung.

Soviel Subventionierung von redaktionellen Angeboten mit Steuermitteln sieht man bei der privatwirtschaftlichen Presse natürlich kritisch. Die FAZ meint sogar, man müsse sich beim Perletaucher für dieses Geld auch wieder etwas mehr anstrengen.

Das wird man dem Perlentaucher, der bislang fünf Jahre ohne staatliche Hilfe auskam, sicherlich nicht sagen müssen. Sich das nicht-deutschsprachige Publikum zu erobern, wird allerdings kein leichtes Unterfangen sein. Sign and Sigh eben.

Beitrag vom 26. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Mutige Bücher

Von traurigen Telefonen oder beleidigen Sitzkissen hat man selten gehört. Nur Bücher, die sind sehr oft mutig. In Google finden sich über 2.000 Hinweise zu unseren tapferen kleinen Regalbewohnern.

Beitrag vom 26. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Selbstauflösung des Literaturbetriebes

Wenn das literarische Debüt einer erstklassigen Feuilletonistin bei Kiepenheuer & Witsch erscheint, die FAZ den Vorabdruck übernimmt, Hubert Spiegel aus Frankfurt der Kollegin ein Hurra! als Rezension hinterherruft und das Buch für den neu gegründeten Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wird, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Debüt gelungen. Klappe halten. Der Standard hält sie dann doch nicht und erläutert, warum er Eva Menasses Romandebüt “Vienna” trotz der Marketingbemühungen für misslungen hält.

Beitrag vom 24. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Manuskripte lesen und Küchen renovieren

Harald Martenstein bringt in der ZEIT eine Anfrage auf den Punkt, die auch die Café-Redaktion oft erhält:
Außerdem schicken mir pausenlos Leute Manuskripte, zu denen ich meine Meinung sagen soll, sogar ganze Romane. Ich nenne das unverschämt. Wer zu einem Manuskript eine Meinung hat, heißt »Lektor« oder »Redakteur«, das sind hoch qualifizierte, nicht unanstrengende und nicht allzu schlecht bezahlte Berufe. Das ist echt Arbeit, und ich soll es nebenher machen, bei Menschen, die ich zum Teil nicht einmal kenne. Das ist, als ob ich wahllos einen Namen aus dem Telefonbuch herauspicke, anrufe und sage: »Meine Küche müsste renoviert werden, könnten Sie netterweise mal eben vorbeikommen und das erledigen?« [via Buchblogger]

Beitrag vom 24. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Vertane Chancen für Verlage

Die meisten Verlage (aber auch Selbstverleger und Autoren) nutzen die Möglichkeiten des Internets nicht. Eine pauschale Aussage und keine neue Aussage. Dennoch leider wahr. Überaus günstig könnten selbst große, bekannte Verlage bisweilen zu neuen Lesern kommen, wenn man das Netz richtig für die PR-Arbeit einsetzen würde. Mit nur 20 bis 30 Euro würde man gelegentlich

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