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Beitrag vom 8. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Aus(leih)reden

Die taz hat die besten Ausreden der Benutzer der Berliner Uni-Bibliothek zusammengefasst, warum diese die Ausleihfrist überschritten haben. Einige fragen uns dann: “Bin ich jetzt ein Verbrecher?” Andere meinen, wir würden “immer alles auf das System schieben”. Manche werden aggressiv – und einige sogar gewalttätig. Viele Bibliotheken stellen deswegen Sicherheitspersonal ein. [via netbib]

Beitrag vom 7. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Tassenkampf

Dies ist ein virtuelles literaturcafe.de und daher wird es Zeit, nicht nur auf die Literatur, sondern auch mal auf den Kaffee hinzuweisen. Denn während wir hier Heißgetränke schlürfen, tobt unter uns unbemerkt der Kampf um die Kaffeetasse. Um eine Kaffeetasse. So zumindest berichtet es tagesschau.de:
Diese erst vor wenigen Jahren eingeführten Pads und die zugehörigen Maschinen erfreuen sich schon jetzt großer Beliebtheit. Nach Daten der Gesellschaft für Konsumforschung wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2004 bereits 1.008 Tonnen der einzeln verpackten Tassen-Portionen verkauft. Das ist fast drei Mal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (359 Tonnen).
Und diesen Markt will nun ein großer deutscher Kaffeeröster aufmischen, indem seine Maschine rund und eckig kann. Aber lesen Sie doch selbst…

Beitrag vom 5. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Special “Arbeitsfeld Literatur” des uni Magazins

Eine unbedingte Leseempfehlung nicht nur für Studenten: Das von der Bundeagentur für Arbeit herausgegebene uni Magazin bringt in der Aktuellen Ausgabe 2/2005 ein umfangreiches Special über das Arbeitsfeld Literatur, das komplett auch online abrufbar ist.
Neben einem Überblick über den Beruf des Schriftstellers und angrenzender Berufe, finden sich Interviews mit Autoren, Porträts von Menschen die im literarisch-kreativen Bereich tätig sind und eine Liste mit Adressen und Links.
Das Special kann zudem auch komplett als PDF-Datei heruntergeladen werden (1,3 MByte).

Beitrag vom 3. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Lesebefehl für 19 Geschichten

Der Schockwellenreiter erteilt einen Lesebefehl für die Kurzgeschichtensammlung “Hummer und Wurst. 19 Versuche über den Tellerand zu blicken” von Anneke Wolf. Einem Befehl, dem man unbedenklich folgen kann, denn die Sammlung gibt es kostenlos zum Download als PDF-Datei (168 kByte).

Beitrag vom 2. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Fassade statt Substanz

Die Hälfte aller Leser versteht keine Ironie. So lautet eine alte Literatenweisheit. Bewahrheitet sich sehr oft. Auch hier. Und dann sind Leute tödlich beleidigt.

So auch geschehen nach einem Artikel in “Szyllas Lesezeichen” bzw. netbib:

Haben Sie schon einmal ein Buch “im Dreieck” gelesen? Wählen Sie Ihr Lieblingsbuch nach folgenden Kriterien aus? “Ein Roman soll es sein, der für Jugendliche ab 16 Jahren sowie für Erwachsene aller Altersgruppen geeignet ist. Geschrieben sollte er von einem/er deutschsprachiger/en Autor/in der Gegenwart sein. Das Buch sollte als Taschenbuch erhältlich sein, nicht zu umfangreich (bis 250 Seiten) und nicht wesentlich mehr als 10 Euro kosten.” Wenn dies zutrifft, dann sind Sie reif für das psychologisch betreute “Massenlesen”, das von heute an das “Rhein-Neckar-Dreieck” erfassen und bis weit ins Jahr 2006 hinein reichen soll

Und dann war der Projektleiter beleidigt. Und er velangte die Löschung des Beitrags. Eine unsinnige Forderung.

Sowas lässt der Blogger natürlich nicht auf sich sitzen und legt nochmals nach:

Ich halte das Projekt, eine Region (das Rhein-Neckar-Dreieck) liest ein Buch, nicht für einen Beitrag zur Literatur- oder Leseförderung sondern ein von externen Beratern dem Hauptsponsor BASF aufgeschwatzten Marketing-Hype, der Bibliotheken und Leser einer ganzen Region zum Wohle des Sponsors über Monate hinweg auf Trab halten soll.

Der vollständige Beitrag mit weiterführenden Argumenten und Links zur Leseaktion findet sich in Szyllas Lesezeichen und netbib.

Beitrag vom 2. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Stornierung

Mist! In der letzten Woche die Brigitte-Hörbuchedition “Starke Stimmen” im Gesamtpaket direkt über brigitte.de für 99 Euro bestellt und heute festgestellt, dass das Paket bei Amazon nur 89 Euro kostet! Gleich morgen früh anrufen und fragen, ob die Bestellung noch stornierbar ist.
Selbst die Einzelausgaben sind bei Amazon mit 7,95 Euro günstiger als am Kiosk, wo sie 9,95 Euro kosten. Das lohnt aber nur, wenn der Gesamtwert der Bestellung über 20 Euro liegt und keine Versandkosten hinzukommen.

Update: Beeindruckende Schnelligkeit bei der PVS Fulfillment-Service GmbH, die die Bestellabwicklung für Gruner + Jahr übernimmt: Schon um 8 Uhr morgens liegt die Bestätigung der mitternächtlich per eMail abgeschickten Stornierung im elektronischen Postfach.
Und die Bestellung an Amazon ist auch schon raus.

Beitrag vom 30. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Ephraim Kishon ist tot

Ephraim Kishon ist tot. Der israelische Bestseller-Autor, der wegen seiner kleinen harmlosen satirischen Geschichten auch in Deutschland sehr geliebt wurde, erlag mit 80 Jahren einem Herzanfall. Er wohnte zuletzt in der Schweiz.
Nichts Schlechtes über die Toten, aber es muss angemerkt werden, dass Berichte, die Kishon ausschließlich als jemanden darstellen, der mit seinem Humor zur Versöhnung der Völker beitragen wollte, leider zu kurz greifen.
Kishon unterstützte die gewaltsame Politik Israels gegen die Palästinenser vorbehaltlos, und der Tod von Frauen und Kindern wurde als Kollateralschaden wegargumentiert.

Beitrag vom 29. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Ein unbekannter Kritiker

Werner Fuchs ist sicherlich der einflussreichste Kritiker im deutschsprachigen Raum. Es sind seine Kritiken, die mit dazu beitragen, ob jemand ein Buch kauft oder nicht. Aber fast niemand kennt Werner Fuchs. Fuchs ist derzeit Rezensent #1 bei amazon.de, d.h. die meisten der Buchkäufer betrachten seine Besprechungen als hilfreich. Aktuell sind es 612 Besprechungen, die Fuchs unter dem Pseudonym Propeller Marketingdesign für Amazon geschrieben hat. Einmal abgesehen davon, dass Fuchs auf diese Weise über 100 Besprechungen im Jahr verfasst, verwundert dieser Eifer doppelt, da Amazon den Kritikern kein Geld für ihre Besprechungen zahlt. Warum macht man so etwas?

Marc Neller hat Werner Fuchs in der Schweiz besucht und schreibt ein Porträt für den Tagesspiegel. Anfangs war es so eine Art Verewigungstrieb. Irgendwann, sagt Fuchs, sei es das uralte Ding gewesen: der Ehrgeiz, Erster zu sein. Die im Bericht erwähnte und nicht genannte Homepage von Werner Fuchs findet sich hier. [nach einem Hinweis auf polarluft]

Beitrag vom 28. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Stifter nicht vergessen

2005 ist nicht nur Schiller-Jahr, sondern auch Stifter-Jahr. 200 Jahre alt wäre Adalbert Stifter in diesem Jahr geworden. Eigentlich ein Gund, wieder mal in den Text “Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842” reinzuhören, den wir seinerzeit zur Sonnenfinsternis 1999 zum Lesen und Hören angeboten haben.

Beitrag vom 28. Januar 2005 | Rubrik: Textkritik

Textkritik: Die Kassiererin – Prosa

Eine Gastkritik von Nicole Thomas

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