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Beitrag vom 18. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Stoiber ersetzt BILD-Zeitung

Wieder ist Sommer, und auch in diesem Jahr nutzen einige Protagonisten das obligatorische Sommerloch und stopfen die Rechtschreibreform hinein. Im letzten Jahr haben dies BILD-Zeitung und SPIEGEL getan (mit leider sehr peinlichem Ausgang, wie wir uns erinnern) und in diesem Jahr geben Stoiber und Rüttgers den Kasper und den Seppl. Beide wollen nämlich die Übergangsfrist von der „alten“ zur „neuen“ Rechtschreibung verlängern, also den Zeitpunkt, ab dem zum Beispiel Lehrer alte Schreibweisen als Fehler werten und anstreichen müssen.

Für den außerbehördlichen Rest der Welt ist das reichlich egal. Hier kann sich jeder aussuchen, ob er oder sie nach neuen oder alten Regeln schreiben will.

Die beiden Ministerpräsidenten setzen sich damit über den Beschluss der Kultusministerkonferenz hinweg, die als Ende der Übergangszeit den 31. Juli 2005 festgelegt hat. So funktioniert Demokratie.

Beitrag vom 17. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Post von der Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat auch für 2005/2006 einen schmucken Timer für Schüler erstellt. Auf 160 Seiten gibt es Infos zu jedem Kalendertag aus Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Gesellschaft, dazu im Serviceteil alles, was man so im Schulalltag braucht. Außerdem übersichtliche Landkarten, Hinweise zum Überleben in Schule und Gesellschaft und unzählige, nützliche Link-Tipps.

Die BPB hat uns ein Exemplar zugeschickt und schreibt: Auch in diesem Jahr haben die Timer-Fans wieder die Möglichkeit genutzt, interessante Webseiten vorzuschlagen, die im Timer vorgestellt werden sollen. Es wird Sie freuen zu hören, dass Ihre Internetadresse so beliebt ist, dass sie im neuen Timer vorgestellt wurde. Auf den Seiten 137/138 des beiliegenden Exemplars finden Sie den Link zu Ihrer Online-Präsenz.

In diesem Zusammenhang würden wir uns sehr freuen, wenn der Timer auch Ihr Interesse geweckt hat. Gerne würden wir auch unserern Link www.bpb.de/timer auf Ihrer Homepage finden, damit noch mehr Jugendliche vom Timer erfahren und das Erfolgsrezept auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden kann.

Hiermit ist’s geschehen. Wir sagen danke an die BPB und an die Timer-Fans.

Beitrag vom 17. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Literatur im Maislabyrinth

In Dreieich wurde gestern wieder das Maislabyrinth eröffnet. Und erneut gab es zur Eröffnung „Musik und Literatur„. Literatur und Maislabyrinth? Das wäre doch eigentlich eine kreative Idee für unbekannte Schriftsteller! Man könnte an einigen Stellen des Labyrinths kleine Tafeln mit Ausschnitten aus aus dem eigenen Buch vorstellen. Oder man stellt irgendwo in der Mitte des Labyrinths eine Bank auf und platziert dort ein Exemplar des Buches, in das die Besucher hineinlesen können. Das Buch selbst können dann die Interessierten bei Gefallen an der Kasse erwerben. Das literarische Maislabyrinth sozusagen. Schauen Sie doch mal, wo in Ihrer Nähe ein Maislabyrinth steht und sprechen Sie mit den Betreibern.

Beitrag vom 15. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Ersetze einfach fünf durch sechs

Bereits im Mai war hier über den 6. Harry-Potter-Band zu lesen: Schon jetzt ist abzusehen, dass es davor wieder Berichte über den Übersetzer Klaus Fritz geben wird, sodass man zur Info schon mal die alten Berichte nachlesen kann. … Wie immer wird der Carlsen-Verlag völlig zu Recht unauthorisierte Übersetzungen nicht zulassen, es sei denn, sie werden hinter verschossenen Türen nur registrierten Teilnehmern zugänglich gemacht.

Und jetzt ist es soweit (Tusch!): Hier der diesjährige erste Bericht über Klaus Fritz und die absehbare Auseinandersetzung um die diesjährige Fan-Übersetzung, die bereits zwei Tage nach Erscheinen der englischen Originalversion abgeschlossen sein soll.

Beitrag vom 14. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Krimi-Berater Dr. Watson

Nette Idee: Auf der Krimi-Couch (www.krimi-couch.de) hilft Dr. Watson anhand der eigenen Vorlieben den richtigen Krimi zu finden. [via Duftender Doppelpunkt]

Beitrag vom 14. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Autoren über Ebay gesucht

Nichts ist so alt, als dass es irgendwer nicht als neu und sensationell entdecken könnte. Telepolis berichtet über einen Verlag, der auf Ebay leere Seiten eines noch zu druckenden Buches versteigert, die man dann selbst befüllen kann.

Ein lukratives Geschäftsmodell für den Verlag, sofern die Medien darüber berichten und sich so genügend Dumme finden, die den Preis nach oben treiben.

Neu ist das allerdings nicht. Gab es schon mal im Januar und da hatten wir alles dazu gesagt, was dazu zu sagen ist.

Beitrag vom 14. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Potter-Merkwürdigkeiten

Und iiimmer näher kommt der neue Potter und iiimmer kurioser werden die Fundstücke:

Der Spiegel Online hat zum Glück eine alte Äußerung aus dem Jahre 2003 von Herrn Ratzinger gefunden. Da der jetzt Papst ist, macht der Spiegel Online daraus die Schlagzeile „PÄPSTLICHE POTTER-SCHELTE Ratzinger mag Harry nicht“. Eigentlich die Methode, mit der ansonsten die BILD-Zeitung zu ihren Schlagzeilen kommt.

Und dann ist da noch die Freie Universität Berlin, bei der man sich kostenlos Experten für Interviews mieten kann. Die erzählen dann am Telefon oder ins vorgehaltene Mikro etwas über „Abstammungsfragen bei Harry Potter / Aspekt der Erblichkeit in Kinderliteratur“ oder „Massenhysterie – Erfahrungen des Hingerissenseins“.

Beitrag vom 13. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Samstag ist P-Day

Am Samstag ist es soweit: Der 6. Harry-Potter-Band erscheint. Das ganze fast zu Dumping-Preisen, da für die englische Ausgabe in Deutschland die Preisbindung nicht gilt. Mit der deutschen Ausgabe, die erst am 1. Oktober erscheint, wird dies nicht möglich sein. Die kostet überall 22,50 Euro.
Eher ein erfundener Marketing-Gag als ein tatsächliches Ereignis dürfte die Meldung sein, die gestern durch die Presse geisterte: In Kanada wurden angeblich versehentlich bereits vor dem weltweiten Erstverkaufstag einige Exemplare unters Volk gebracht und der Bloomsbury Verlag habe die Leser gerichtlich zum Schweigen verpflichtet.
Und für alle, denen der Rummel um Harry Potter zu viel ist, der kann ihn hier virtuell zur Strecke bringen.

Beitrag vom 10. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Spielerische Kreativität

Fast täglich führt uns unser Weg am Stuttgarter Literaturhaus vorbei. Dort hängen seit letzter Woche zwei Fußball-Gedichte an den Hauswänden. Sie gehören zur diesjährigen Aktion „Poesie in die Stadt!“ der Literaturhäuser (wir berichteten). Das ganze sind Auftragsarbeiten. Die 8 Lyriker hatten die Aufgabe, einige der Fußballweisheiten, die Sepp Herberger bzw. Otto Rehhagel zugeschrieben werden, in ein Gedicht ein- oder umzuarbeiten.

Auf der einen Seite des Literaturhauses hängt das Werk von Robert Gernhardt. Fast schon meisterlich routiniert hat Gernhardt den Spruch „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ lyrisch verarbeitet. Ein sprachlich und rhythmisch gut gemachtes Werk, das zudem witzig ist. Das liest man gerne und schmunzelt.

An der anderen Hauswand Elfriede Jelinek (immerhin Nobelpreisträgerin). Sie hat „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“ als äh Gedicht umgesetzt. Beliebigkeitslyrik. Ein paar nicht sonderlich originelle Assoziationen in Sätzen untereinander geschrieben. Eigentlich einfaches Hobby-Lyriker-Niveau. Eines der Gedichte, in denen man Begriffe beliebig austauschen kann. Versuchen Sie es mal mit Liebe und Bett statt Wahrheit und Platz. Klappt auch. Was Sie in diesem Fall anstelle des Elfmeters einsetzen, das überlassen wir Ihnen.

So wird das Gedicht von Frau Jelinek zur täglichen kreativen Herausforderung: Jeden Morgen, beim Anblick des Gedichtes neue Begriffe ausprobieren: Katze – Dach, Schlüssel – Schrank,…

Beitrag vom 7. Juli 2005 | Rubrik: Notizen

Harry Potter und Gottschalk vor der Tür

Es ist der 16.Juli, 2 Uhr nachts. Sie schlafen tief und fest und sind in lieblichen Träumen versunken. Plötzlich klingelt es an der Haustür. Jetzt? Wer kann das sein? Als Sie mit dem Schlimmsten rechnen und sich notdürftig etwas überziehen, hören Sie schon Lärm an der Haustür. Das ganze Dorf scheint sich vor Ihrem Haus versammelt zu haben. Sie erkennen einen ersten Lichtschein, und als Sie die Tür öffnen, trifft es Sie voll.

Sie haben mit dem Schlimmsten gerechnet und das Schlimmste ist passiert! Vor Ihnen steht Christoph Gottschalk (der Bruder von Thomas, der aus der Post-Werbung). Unzählige Kammeras der großen deutschen TV-Sender sind auf Sie gerichtet. Und Herr Gottschalk hält da was in der Hand. Was ist das?

Und dann fällt Ihnen wieder ein, dass Sie bei diesem Gewinnspiel mitgemacht hatten.

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