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Beitrag vom 2. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Fassade statt Substanz

Die Hälfte aller Leser versteht keine Ironie. So lautet eine alte Literatenweisheit. Bewahrheitet sich sehr oft. Auch hier. Und dann sind Leute tödlich beleidigt.

So auch geschehen nach einem Artikel in “Szyllas Lesezeichen” bzw. netbib:

Haben Sie schon einmal ein Buch “im Dreieck” gelesen? Wählen Sie Ihr Lieblingsbuch nach folgenden Kriterien aus? “Ein Roman soll es sein, der für Jugendliche ab 16 Jahren sowie für Erwachsene aller Altersgruppen geeignet ist. Geschrieben sollte er von einem/er deutschsprachiger/en Autor/in der Gegenwart sein. Das Buch sollte als Taschenbuch erhältlich sein, nicht zu umfangreich (bis 250 Seiten) und nicht wesentlich mehr als 10 Euro kosten.” Wenn dies zutrifft, dann sind Sie reif für das psychologisch betreute “Massenlesen”, das von heute an das “Rhein-Neckar-Dreieck” erfassen und bis weit ins Jahr 2006 hinein reichen soll

Und dann war der Projektleiter beleidigt. Und er velangte die Löschung des Beitrags. Eine unsinnige Forderung.

Sowas lässt der Blogger natürlich nicht auf sich sitzen und legt nochmals nach:

Ich halte das Projekt, eine Region (das Rhein-Neckar-Dreieck) liest ein Buch, nicht für einen Beitrag zur Literatur- oder Leseförderung sondern ein von externen Beratern dem Hauptsponsor BASF aufgeschwatzten Marketing-Hype, der Bibliotheken und Leser einer ganzen Region zum Wohle des Sponsors über Monate hinweg auf Trab halten soll.

Der vollständige Beitrag mit weiterführenden Argumenten und Links zur Leseaktion findet sich in Szyllas Lesezeichen und netbib.

Beitrag vom 2. Februar 2005 | Rubrik: Notizen

Stornierung

Mist! In der letzten Woche die Brigitte-Hörbuchedition “Starke Stimmen” im Gesamtpaket direkt über brigitte.de für 99 Euro bestellt und heute festgestellt, dass das Paket bei Amazon nur 89 Euro kostet! Gleich morgen früh anrufen und fragen, ob die Bestellung noch stornierbar ist.
Selbst die Einzelausgaben sind bei Amazon mit 7,95 Euro günstiger als am Kiosk, wo sie 9,95 Euro kosten. Das lohnt aber nur, wenn der Gesamtwert der Bestellung über 20 Euro liegt und keine Versandkosten hinzukommen.

Update: Beeindruckende Schnelligkeit bei der PVS Fulfillment-Service GmbH, die die Bestellabwicklung für Gruner + Jahr übernimmt: Schon um 8 Uhr morgens liegt die Bestätigung der mitternächtlich per eMail abgeschickten Stornierung im elektronischen Postfach.
Und die Bestellung an Amazon ist auch schon raus.

Beitrag vom 30. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Ephraim Kishon ist tot

Ephraim Kishon ist tot. Der israelische Bestseller-Autor, der wegen seiner kleinen harmlosen satirischen Geschichten auch in Deutschland sehr geliebt wurde, erlag mit 80 Jahren einem Herzanfall. Er wohnte zuletzt in der Schweiz.
Nichts Schlechtes über die Toten, aber es muss angemerkt werden, dass Berichte, die Kishon ausschließlich als jemanden darstellen, der mit seinem Humor zur Versöhnung der Völker beitragen wollte, leider zu kurz greifen.
Kishon unterstützte die gewaltsame Politik Israels gegen die Palästinenser vorbehaltlos, und der Tod von Frauen und Kindern wurde als Kollateralschaden wegargumentiert.

Beitrag vom 29. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Ein unbekannter Kritiker

Werner Fuchs ist sicherlich der einflussreichste Kritiker im deutschsprachigen Raum. Es sind seine Kritiken, die mit dazu beitragen, ob jemand ein Buch kauft oder nicht. Aber fast niemand kennt Werner Fuchs. Fuchs ist derzeit Rezensent #1 bei amazon.de, d.h. die meisten der Buchkäufer betrachten seine Besprechungen als hilfreich. Aktuell sind es 612 Besprechungen, die Fuchs unter dem Pseudonym Propeller Marketingdesign für Amazon geschrieben hat. Einmal abgesehen davon, dass Fuchs auf diese Weise über 100 Besprechungen im Jahr verfasst, verwundert dieser Eifer doppelt, da Amazon den Kritikern kein Geld für ihre Besprechungen zahlt. Warum macht man so etwas?

Marc Neller hat Werner Fuchs in der Schweiz besucht und schreibt ein Porträt für den Tagesspiegel. Anfangs war es so eine Art Verewigungstrieb. Irgendwann, sagt Fuchs, sei es das uralte Ding gewesen: der Ehrgeiz, Erster zu sein. Die im Bericht erwähnte und nicht genannte Homepage von Werner Fuchs findet sich hier. [nach einem Hinweis auf polarluft]

Beitrag vom 28. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Stifter nicht vergessen

2005 ist nicht nur Schiller-Jahr, sondern auch Stifter-Jahr. 200 Jahre alt wäre Adalbert Stifter in diesem Jahr geworden. Eigentlich ein Gund, wieder mal in den Text “Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842” reinzuhören, den wir seinerzeit zur Sonnenfinsternis 1999 zum Lesen und Hören angeboten haben.

Beitrag vom 28. Januar 2005 | Rubrik: Textkritik

Textkritik: Die Kassiererin – Prosa

Eine Gastkritik von Nicole Thomas

Beitrag vom 28. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Zitate an Hauswänden

Zitate und Sinnsprüche an Berliner Hausfassaden, die gab es dort ja schon vor einiger Zeit zu lesen. Jetzt belebt der Kanzler diese alte Tradition wieder auf.

Beitrag vom 28. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Ein eMail-Roman

Die Leiden des jungen Werthers und Dracula sind sicherlich die bekanntesten in Briefform verfassten Romane. Doch auch die moderne Kommunikationsform eMail regt zum literarischen Einsatz an. Wir hier in der Redaktion erinnern uns dunkel, dass es so um 1994 bereits ein Projekt in dieser Richtung gab. Regelmäßig bekam man als vermeintlich heimlicher Mitleser die eMails

Beitrag vom 27. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Diebstahl geistigen Eigentums

Melody berichtet unter dem ironischen Titel “Internet ist für alle und alles ist kostenlos.” über Menschen, die ihre Texte klauen. Sei es aus Unkenntnis, Naivität, Dummheit oder schlichtweg mit krimineller Energie.

Melody konnte bereits drei Kategorien von Textdieben ausmachen:

  • der nachlässige Hobby-Autor mit der ambitionierten Schriftsteller-Homepage
  • manuellen Website-Grabber, die sich nicht nur Einzeltexte, sondern gleich sämtliche Inhalte eines kompletten Projektes abgreifen
  • Grabber, die sich an sorgfältig zusammengestellten redaktionellen Texten bedienen
  • ‘professionelle’ TextarbeiterInnen, die von einer anderen Homepage Texte stehlen und diese dann nutzen, um die eigenen Dienstleistungen (im Text-Bereich) anzupreisen

Lesenswert auch die Ausreden am Ende des Artikels, die uns durchaus bekannt vorkommen, denn insbesondere Typ 1 kommt auch ab und zu mal im literaturcafe.de vorbei.

Trotz allem Frust sollte dies aber nicht dazu führen, dass einem die Paranoia überfällt und man überhaupt nichts mehr veröffentlicht, aus Angst, jemand könnte es klauen, kopieren oder als Fernsehfilm an RTL verkaufen.

Denn es gibt auch Leute, die wissen, was sich gehört und fragen schüchtern beim Autor an, ob sie denn sein Gedicht auf die eigene Homepage übernehmen dürfen.

Beitrag vom 25. Januar 2005 | Rubrik: Notizen

Kontroversieller Index

Laut einer Studie des Universitätsprofessors Mikhail Gronas verkaufen sich beim Online-Händler nämlich genau die Bücher am besten, die etwa gleich viele positive wie negative Bewertungen bekommen haben. [via futurezone]

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