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Narrativa: Andreas Maier über autobiografisches Erzählen – »Nie mehr Handlung!«

Autor Andreas Maier bei seinem Vortrag auf der Narrativa (Foto: Tischer)

Autor Andreas Maier bei seinem Vortrag auf der Narrativa (Foto: Tischer)

Spätestens seit dem Erfolg der Bücher des Norwegers Karl Ove Knausgård sind autobiografische Texte in. Der deutsche Autor Andreas Maier schreibt ebenfalls seit einiger Zeit an einem auf 11 Teile angelegten autobiografischen Romanzyklus, der von der Kritik sehr positiv aufgenommen wurde (»Das Zimmer«, »Das Haus«, »Der Kreis«).

Wolfgang Tischer und Fabian Neidhardt wollen im Interview mit Andreas Maier unter anderem wissen, wieviel »Ich« man als Autor preisgeben sollte.

In seinem Abschlussvortrag auf der Narrativa ging Andreas Maier unter anderem der Frage nach, wie autobiografisch ein autobiografischer Text überhaupt ist. Anhand eines Beispieltextes ließ er die Zuhörer abstimmen, von welchen Passagen sie glaubten, dass sie tatsächlich stimmen.

Andreas Maier kann das Datum sehr präzise angeben, an dem er beschlossen hat, zunächst keine fiktionalen Texte mehr zu schreiben: Es war der 2. April 2008 und es war kurz nach Mitternacht, als er seinen Roman »Sanssouci« beendet hatte und rief: »Nie mehr Handlung!«. Maier erzählt dies zwar mit leicht ironischem Unterton, doch glaubt er durchaus, dass er nicht unbedingt ein Autor für handlungsgetriebene Texte sei.

Wie angreifbar ist man mit autobiografischen Texten? Glauben die Leser, dass alles so ist, wie Maier es erzählt? Und wie kam es, dass Andreas Maier jetzt schon weiß, dass sein Romanzyklus 11 Bände umfassen wird? Und stehen alle Inhalte schon fest?

Hören Sie die Antworten in dieser Podcast-Folge des literaturcafe.de, aufgenommen auf der Narrativa [1] in Frankfurt.