Zum Menü des literaturcafe.de | Zum Kontextbereich
Toplinks
Social-Media-Icons
Beitrag vom 20. März 2012 | Rubrik: Leipziger Buchmesse 2012, Literarisches Leben

Messe mit Miss: Autorensein und Autorenschein auf der Leipziger Buchmesse 2012

Nicole Sowade als MISS JANUAR (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

MISS JANUAR (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Am Sonntag endete die Leipziger Buchmesse. Unter dem Motto autoren@leipzig wendeten sich die Veranstalter erstmals gezielt den Schriftstellern zu – oder denen, die es werden wollen. Zahlreiche Vorträge, Veranstaltungen und Aussteller widmeten sich dem Thema Schreiben und Veröffentlichen.

Im Digitalen Wohnzimmer erlebten wir wie nie zuvor die Kluft zwischen schreibenden Profis und naiven Möchtegerns. Denn mittlerweile sind es nicht nur Bezahlverlage, die den Autoren oft falsche Hoffnungen machen, sondern auch Social-Media-Unternehmen und -Berater zeichnen ein merkwürdig verzerrtes Bild des Autorenlebens.

Unsere Eindrücke von einer Messe mit Miss, von schreibenden Vollprofis, menschlichen Dramen – und warum autoren@leipzig überfällig war.

Messemisseinsatz in eigener Sache

Sie ist groß, blond, schlank, sieht gut aus, trägt ein kleines Schwarzes und nicht zuletzt die weiße Schärpe lässt sie aus der Masse der Messebesucher herausstechen. Dort steht MISS JANUAR. Sie kommt ins Digitale Wohnzimmer und fragt, ob hier die Autorensprechstunde sei. Natürlich fällt sie auf. Und natürlich muss man ihr die Frage stellen, wo und bei was sie denn MISS JANUAR geworden sei. Das ist Absicht und das ist das Ziel.

Denn MISS JANUAR heißt eigentlich Nicole Sowade, und gerade hat sie ihren ersten Roman bei Amazon als E-Book veröffentlicht. MISS JANUAR lautet der Buchtitel und die Geschichte rund um ihre Heldin Elizabeth Schneider ist langfristig auf 12 Folgen angelegt, demnächst soll der Februar folgen.

Nicole Sowade ist in eigener Sache unterwegs. Auffallen, um das eigene Buch bekannt zu machen. Sie nimmt auf unserem Sofa Platz, wirkt zunächst etwas schüchtern, man traut ihr den Mut gar nicht zu, als Miss über die Messe zu laufen, doch zwischen all den Cosplayern fällt sie gar nicht so sehr auf. Aber Nicole Sowade weiß, wovon sie spricht, denn im Hauptberuf arbeitet sie in der Marketingabteilung eines großen Unternehmens. Selbst dass die Jute-Tasche nicht zu ihrem schicken Outfit passt, ist Absicht, denn trotz aufregendem Girlie-Leben kämpft auch ihre Hauptfigur für Umweltschutz und Natur. Das E-Book kostet 4,99 Euro und 1 Euro davon stiftete die Autorin an die Organisation »Save the children«. Auch das passt zum Romaninhalt, wirkt jedoch etwas deplatziert. Der Kauf eines Bierkastens rettet den Regenwald und der Kauf eines Buches rettet die Kinder? Natürlich hat die Autorin eine Facebook-Seite, natürlich twittert ihre Romanheldin höchstselbst unter @Mizz_Energy und natürlich gibt es auch eine Gratisaktion, bei der das Buch verschenkt wird, wenn man es betwittert oder befacebookt.

Ihr Buch steht in der vergangenen Woche irgendwo bei Rang 42.000 in den Amazon-E-Book-Charts und ihre Facebook-Seite hat 24 Fans. Heute ist das Buch über Rang 9.000 geklettert, doch solche Sprünge sind bereits bei ein oder zwei verkauften Exemplaren drin – oder ist es doch der Erfolg ihres Messemisseinsatzes?

Wer selbst nicht hübsch ist, mietet ein Model

Hübsche Frauen haben es leichter bei der Buchvermarktung. Das weiß auch die E-Book-Autorin Emily Bold, die nicht nur ihr Twitter-Profil mit einem noch hübscheren Bild von sich versehen hat und die es geschafft hat, dass selbst seriöse Medienprofessoren beim Vortrag auf der leipzig.liest.digital-Bühne sie in einem Atemzug mit Amanda Hocking nennen, die immer herhalten muss, wenn es darum geht, dass man als Selbstverlegerin mit E-Books Millionärin werden kann. Doch ebenso gut, könnte man Joanne K. Rowling als Beweis dafür anführen, dass in jedem Sozialhilfeempfänger ein Bestsellerautor steckt.

Dass Amanda Hocking mittlerweile einen Vertrag bei einem großen renommierten Verlag unterschrieben hat und zur vehementen Fürsprecherin für Verlage geworden ist, wird meist nicht erwähnt. Und viele wissen das auch nicht.

Wer selbst nicht mit Schönheit gesegnet ist, der läuft als Selbstverleger eben mit einem hübschen Mietmodel durch die Messehallen. Man kann in Leipzig vieles sehen.

»Wozu braucht man noch Verlage?«

Interview fürs ZDF

Interview fürs ZDF (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

»Wozu braucht man noch Verlage?« Diese Frage hört man auf der Messe oft. Sie wird entweder von Medienvertretern gestellt, um dem Gegenüber ein möglichst knalliges Statement zu entlocken oder erschallt wie ein Kampfruf der Selbstverleger. Doch wer keinen Verlag findet, hat gut schreien.

Selbst Buchautorin und TV-Promi Else Buschheuer, die über 15.000 Follower bei Twitter hat, ist froh, dass ihr neuestes Buch »Verrückt bleiben!« beim Aufbau Verlag erscheint. Dabei hat sie sich vor einigen Jahren durchaus daran versucht, ihr Weblog als Print-On-Demand-Buch zu verkaufen. Und das, obwohl sie da schon ihren erfolgreichen Roman »RUF! MICH! AN!« veröffentlicht hatte und man sie aus dem Fernsehen kannte. Doch auch Promi-Bonus und Tausende Follower bringen keinen automatischen Bucherfolg. Und Else Buschheuer schätzt es, dass sich der Verlag um vieles kümmert und sie nicht alles selbst machen muss. Ein Interview mit Else Buschheuer ist demnächst hier im literaturcafe.de zu hören.

»Junge Autoren haben null Chancen!«

Auch das ist ein gern gehörtes Vorurteil: dass man als Autor auch bei renommierten Verlagen vieles selbst machen müsse – und überhaupt habe man als junger Autor doch null Chancen!

Zwei Gegenbeweise sitzen bei uns auf dem Interview-Sofa: Olga Grjasnowa hat gerade ihr Debüt bei Hanser veröffentlicht. Und Cornelia Travniceks erster Roman »Chucks« erscheint bei der DVA, also Random House, also Bertelsmann.

»Ja«, mögen da jene rufen, bei denen sich die Standardabsagen stapeln, »wäre ich bei Hanser oder der DVA, hätte ich auch gut reden.«

Dass all das nur an einem guten Autorenfoto, dem supertollen Buchtrailer, der witzigen Facebook-Aktion oder dem perfekten Exposé liege, diesen Eindruck vermitteln oft die anwesenden Dienstleister, Agenturen, Seminarveranstalter und Social-Media-Berater. Denn zufälligerweise bieten sie all das an und ohne Frage kann all das hilfreich und nützlich sein, doch am Kern geht es vorbei.

Wenn der Autor nicht schreiben kann, nützt alles nichts. Was zählt, ist der Inhalt. Da unterscheiden sich Profis nicht von Anfängern. Aber wer will der Autorin oder dem Autoren sagen, dass ihr oder sein Text mies ist? Stattdessen suggeriert man ihnen, jetzt endlich können sie ohne Filter und ungebremst ihre Manuskripte als E-Book verkaufen und kein böser Verlagslektor stellt sich ihnen in den Weg. Leider.

Facebook, Twitter und der Selbstbetrug

Wer als Autor seine Zeit bei Facebook und Twitter verbringt und dort andern erfolglosen Autoren von den eigenen Erfolgen vorschwärmt und wie supitoll es doch war, dass man sich auf der Messe getroffen habe, der verbrennt wenigstens kein Geld. Daher muss man vor Twitter und Facebook aus diesem Grund nicht warnen. Wenngleich aus anderen. Dass Facebook, Twitter und Co. viel Zeit fressen und wenig Konkretes dabei rum kommt, hört man sehr oft auf der Messe. Aber nicht laut, sondern eher in Einzelgesprächen. Twitter und Facebook sind für Erfolge da – und oft genug für den Selbstbetrug.

Denn dem Autoren vorzugaukeln, dass sein Text ganz großartig sei, das war bislang die Domäne der Pseudo- und Bezahlverlage. Die Abzocker unter ihnen verlangen schon mal bis zu 15.000 Euro und mehr vom Autor. Würde der Autor diesen »Zuschuss« zahlen, dann hätte er Chancen auf dem Buchmarkt. Und naive Autoren glauben dem gekauften Jubellob und lassen sich von Behauptungen blenden, wie der, dass »die Lektorenkonferenz« den Text einstimmig ganz großartig fand.

Die gleiche traurige Geschichte und grenzenlose Naivität

Es ist die traurigste Begegnung auf der Leipziger Buchmesse: Eine alte Dame umkreist die Stände in Halle 5. Man sieht sie an einigen davon lange stehen und sitzen, dann kommt sie auch ins Digitale Wohnzimmer. Man habe ihr gesagt, sie solle sich auch mal mit dem literaturcafe.de unterhalten. Was jetzt kommt, das wissen wir. Es ist immer wieder dieselbe traurige Geschichte. Mehrere Tausend Euro habe sie einem Zuschussverlag gezahlt. Zunächst einen sehr hohen vierstelligen Eurobetrag für die Buchveröffentlichung, später dann immer wieder kleinere Beträge für »Zusatzleistungen«. Die Frau lebt von ihrer Rente und hat sich für ihr Buch verschuldet. Es dränge sie einfach, sie müsse schreiben und habe so viele Ideen für weitere Bücher. Auch denen habe der »Verlag« gute Chancen eingeräumt. Einige Hundert Exemplare des ersten Buches habe der schon verkauft. Nein, sagt sie wie selbstverständlich, ein Honorar habe sie im Gegenzug nicht erhalten, das gäbe es erst ab 1.000 verkauften Exemplaren.

Aber alles werde teurer, sagt sie bedrückt, Miete, Heizkosten, sie wisse nicht, wie sie das künftig alles zahlen solle.

Einen jüngeren Menschen würde man jetzt vielleicht schütteln, ihn offen fragen, wie naiv er denn sei, sich auf solche Versprechungen eines Pseudoverlages einzulassen. Das sage einem doch der gesunde Menschenverstand, dass solchermaßen bezahltes Lob nur falsch sein kann.

Doch die alte Dame sitzt dort auf dem Sofa, lächelt selten, wirkt leicht verwirrt – ein Weltbild scheint für sie zusammengebrochen und es ist schwer, das zu verdauen. Man mag ihr die volle Wahrheit nicht sagen, außer der immer gleichen Faustformel: »Zahlen Sie um Gottes Willen diesem Verlag kein Geld mehr, egal was er Ihnen weiterhin verspricht«.

»Aber was soll ich jetzt machen?«, fragt die Dame. Ihr »Verlag« wurde ihr schließlich von einem Schriftstellerverband empfohlen. Dieser habe ihr gesagt, wenn das Manuskript Rowohlt, S. Fischer und Suhrkamp nicht nehmen, dann gäbe es nur eine ernst zu nehmende Alternative, nämlich just diesen Verlag, der beim Autor heftig zulangt. Dass dieser wohlklingende Autorenverband mit dem Verlag in Verbindung steht, auch dass erfährt die Autorin heute zum ersten Mal.

Und dann irgendwann geht sie und man ist sich unsicher, ob die Botschaft wirklich angekommen ist und ob die gezahlten Summen die letzten waren.

Vom Social-Media-Berater zum Zuschussverlag?

Später dann hört man auf der Bühne wieder einen Social-Media-Berater, der von der schönen neuen Welt berichtet und davon, dass sich Verlage künftig warm anziehen müssten, da man sie eigentlich nicht mehr benötige. Verlage müssten lernen, sich mehr als Dienstleister der Autoren zu sehen, denn die haben künftig dank E-Book und den Selbstvermarktungskanälen Facebook und Twitter ganz andere Möglichkeiten, und wenn sie einen Lektor oder Coverdesigner brauchen, dann arbeitet man mit denen direkt zusammen und bezahlt sie.

Da läuft es einem bei der Ähnlichkeit der Versprechungen und Terminologien kalt den Rücken hinunter. Ohne es zu ahnen, legen die Propheten der neuen Welt, den Nährboden für andere.

autoren@leipzig war überfällig

autoren@leipzig wurde und wird daher von vielen kritisch gesehen. Macht sich die Messe nicht zum Vermittler falscher Hoffnungen, indem sie verstärkt die auf die Messe bringt, die an dieser Hoffnung verdienen? Sollte Leipzig nicht weiterhin eine Lesermesse bleiben, statt in Teilen zu einer Autorenmesse zu werden?

Nein! Ein Messeschwerpunkt wie autoren@leipzig war überfällig! Denn es sind die Urheber und Autoren, die eine Buchmesse überhaupt ermöglichen, und es war an der Zeit, dass man sich ihnen widmet, auch wenn Abgründe sichtbar werden. Denn die, die mit den Autorenträumen Geld verdienen, waren mit ihren »Verlag sucht Autor«-Schildern schon immer auf der Messe.

Es ist auch gar nichts dagegen einzuwenden, dass Autoren Geld für ihre Fortbildung oder ihr Hobby investieren und dafür seriöse Anbieter bezahlen. Das machen andere ja schließlich auch.

Es ist wichtig, dass eine Buchmesse in der Vielfalt der Angebote den Autorinnen und Autoren zeigt, wo das Seriöse endet und was realistisch ist.

Indem das Autorenleben von Anfängern und Profis thematisiert wird, werden auch die Unterschiede deutlich, tritt Positives und Negatives klarer hervor.

Im nächsten Jahr sollte das Thema autoren@leipzig ausgebaut werden. Allerdings sollten die Profis verstärkt zu Wort kommen, denn man würde sich mehr Erfahrungsberichte von etablierten Autorinnen und Autoren wünschen, die »es geschafft haben« und die einen realistischen Eindruck vom Autorendasein vermitteln. Denn natürlich drängeln sich zunächst die vor, die etwas verkaufen oder präsentieren wollen. Hier sollte die Messe künftig Verlage, Autorenverbände und etablierte Schriftsteller verstärkt mit einbinden, um das »Gesamtbild Autor« in all seinen Facetten deutlicher zu zeichnen. Man muss Illusionen zerschlagen, um Träume zu schaffen und Albträume zu vermeiden.

Eine Gesprächsrunde mit MISS JANUAR und Miss Buschheuer könnte da ein guter Auftakt sein.

Wolfgang Tischer
Twitter: @literaturcafe

4 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Iris schrieb am 20. März 2012 um 13:23 Uhr

    ZITAT: “Dass Amanda Hocking mittlerweile einen Vertrag bei einem großen renommierten Verlag unterschrieben hat und zur vehementen Fürsprecherin für Verlage geworden ist, wird meist nicht erwähnt. ”
    Jede Münze hat bekanntlich zwei Seiten und sollte auch gerecht von beiden Seiten beleuchtet werden. Es geht nämlich auch umgekehrt: Piper-Autorin Tanja Pleva kündigt Verlagsvertrag und geht unter die Selfpublishing-Autoren;). Quelle: http://leanderwattig.de/index.php/2012/03/14/verlag-as-a-service-viele-autoren-sind-unzufrieden-mit-ihrem-verlag/

  2. Ulrich Lucas schrieb am 20. März 2012 um 13:31 Uhr

    Lieber Herr Tischer,
    es gibt m. E. noch einen weiteren Grund, weshalb Autoren bei Bezahlverlagen landen, der bisher m. E. noch nicht so richtig zur Sprache gekommen ist. Viele “etablierte” Verlage, seies es regionale oder überregionale (auch jene, die sich “fair” nennen) halten es nämlich gar nicht für nötig, eine Zuschrift zu beantworten. Nicht einmal dann, wenn man nur ein Exposé verschickt nebst Anschreiben und sogar – Achtung! – einen frankierten Rückumschlag beilegt. Meine Erwartungshaltung war nie so hoch, eine detaillierte Begründung zu erwarten, geschweige denn zu verlangen. So naiv war ich von Anfang an nicht. Aber so eine offenkundige Ignoranz? Ist das “fair”? Nachdem von der Mehrzahl der angeschriebenen Verlage keine Reaktion kam, bin ich zum Engelsdorfer Verlag gegangen und sehr zufrieden.

  3. Petra van Cronenburg schrieb am 20. März 2012 um 19:45 Uhr

    Ist das neue Genderbild der Autorinnen wirklich so gruslig, wie es hier erscheint? Selten habe ich das Wort “hübsch” so oft gelesen, das Wort “intelligent” vermisse ich. Oder reicht das schon für hübsche Texte und hübsche Erfolge? ;-)

    Als Verlagsautorin sehe ich übrigens die Forderung für mehr Dienstleistungsqualitäten bei den Verlagen überhaupt nicht negativ. Verlage müssen sich dringend wieder auf ihre alten Kernkompetenzen besinnen. Es geht nicht an, dass man sich bei manchen sogar das Korrektorat (und Lektorat) spart, wie kürzlich im Deutschlandradio bemängelt. Und vielleicht werden Autorenbetreuung und Buchpflege eines Tages wieder so wichtig, wie das einmal war, als ich mit dem Bücherschreiben angefangen habe.
    Denn es ist in der Tat so: Self Publisher können heute auf die besten LektorInnen zurückgreifen, es wurden in den letzten Jahren genügend outgesourct.

  4. Jeanine Krock schrieb am 27. März 2012 um 03:28 Uhr

    Da bin ich mal gespannt, wer gefragt wird …

    »Im nächsten Jahr sollte das Thema autoren@leipzig ausgebaut werden. Allerdings sollten die Profis verstärkt zu Wort kommen, denn man würde sich mehr Erfahrungsberichte von etablierten Autorinnen und Autoren wünschen, die »es geschafft haben« und die einen realistischen Eindruck vom Autorendasein vermitteln.«

Kommentar zu diesem Beitrag schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *