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Beitrag vom 18. September 2013 | Rubrik: Literarisches Leben

Marcel Reich-Ranicki (1920 – 2013)

Marcel-Reich Ranicki

Ein Literaturkritiker, der etwas taugt, ist immer eine umstrittene Figur. Solange er wirkt und Einfluss ausübt, fällt es allen schwer, ihm gerecht zu werden. (…)

Und später? Dieselbe literarische Öffentlichkeit, die häufig die Macht des Lebenden überschätzt, vergisst schnell den Toten: Dem Kritiker flicht die Nachwelt keine Kränze.

Marcel Reich-Ranicki

3 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Eva Jancak schrieb am 18. September 2013 um 23:31 Uhr

    hat mich sehr betroffen

  2. Uli schrieb am 19. September 2013 um 08:04 Uhr

    Er war ein Kritiker, der der dieser Bezeichnung auch würdig war. Und zwar deswegen, weil er selber des Schreibens mächtig war, weil er selbst Bücher auf dem Markt hatte, über die man diskutieren konnte und weil er wusste, wovon er sprach und schrieb. Er war unterhaltsam und polemisch, gleichzeitig kompetent und kurzweilig, aber nie beleidigend.

    Nie wird ihm einer auch nur annähernd das Wasser reichen können, auch nicht im Literaturcafé.

  3. Eva Jancak schrieb am 19. September 2013 um 14:09 Uhr

    Herr Reich Ranicki war, denke ich, schon von seiner Lebensgeschichte her eine sehr imponierende Persönlichkeit und infolgedessen wahrscheinlich auch ein eher schwieriger und dominanter Mensch, deshalb bin ich mir nicht so sicher, ob das mit dem beleidigend andere nicht vielleicht doch so empfunden haben könnte und ich denke, ein Buch einfach in der Luft zu zerreissen, wie es ja einmal bei dem von Günter Grass geschah ist zumindestens für miich etwas, das mir nicht sehr gefällt. Ganz allgemein ist das mit dem§ vergleichen und nie an das Wasser heranrreichen können”, wahrscheinlich auch eine unglückliche Behauptung, die auch nicht stimmen kann. Herr Marcel Reich Ranicki war Herr Marcel Reich Ranicki und wird und in der Literaturkritik fehlen. Wir können uns aber an ihn erinnern und seine Bücher lesen und das Literaturcafe beispielsweise ist das Literaturcafe und hat seine Art der Literaturdarstellung, wie auch jeder andere Kritiker, so ist wie er ist und wenn jetzt vielleicht eine leisere achtungsvollere Literaturkritik eintritt, ist das auch nicht schlecht, obwohl es den Bachmannpreis ohne M.M.R wahrscheinlich so nicht gegeben wird, wenn dort Talente aber nicht mehr “vernichtet” wird, um an Michael Köhlmeiers letzte Eröffnungsrede anzuknüofen, ist das etwas was ich mir wünsche und nichts gegen Herrn Reich Ranicki, der mir wahrscheinlich ein bißchen zu autoritär war und trotzdem war ich gestern, als ich die Todesnachricht hörte, sehr betroffen, noch dazu wo ich ihn ein paar Stunden vorher zufällig auf einem Video über das Warschauer Ghetto gehört habe

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