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Beitrag vom 1. Januar 2013 | Rubrik: Literarisches Leben

Die besten Wünsche für 2013 mit unserem literarischen Jahresrückblick 2012!

Collage: Das Jahr 2012 im BildDas Team des literaturcafe.de wünscht Ihnen ein glückliches, friedvolles, erfolgreiches und gesundes Jahr 2013!

Anders als andere blicken wir erst auf das vergangene Jahr zurück, wenn es wirklich vorbei ist.

Daher lesen Sie heute am 1. Januar 2013 unseren ganz persönlichen Jahresrückblick 2012.

Zweifelssohne war für uns das vergangene Jahr geprägt durch die sogenannte Urheberrechtsdiskussion, einem Boom des Selbstverlegens mit zahlreichen Podiumsdiskussionen, einem handfesten Skandal und der Suche nach Seegeistern.

Januar

Die schwarze Katze im Bücher-Podcast des dtvDas Jahr 2012 beginnt für uns recht gruselig. Für den Podcast des Deutschen Taschenbuch Verlags vertonen wir Edgar Allan Poes Erzählung »Die schwarze Katze« aufwendig in Kunstkopfstereofonie. In einem Making-of erläutern wir, wie man stilecht mit Fußketten klirrt.

Die Buchbranche verändert sich, und nicht nur der Trend zum »Selfpublishing« gibt Autoren mehr Selbstbewusstsein. Dies spiegelt sich bei der Planung der Leipziger Buchmesse wider. Erstmals wird sich ein eigener Messebereich denen widmen, die Bücher erst möglich machen: den Autorinnen und Autoren. Auch das literaturcafe.de wird in Leipzig wieder mit dabei sein.

Übrigens wird es den Messeschwerpunkt autoren@leipzig auch 2013 geben.

Februar

Georg Büchner: Lenz - gelesen von Wolfgang Tischer»Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« heißt unser Ratgeber, der 2011 aus einem Beitrag im literaturcafe.de hervorgegangen ist. Regelmäßig dokumentieren wir 2012, wie es uns beim Verkauf des E-Books ergeht und welche Einnahmen wir damit erzielen.

Der WDR berichtet in seiner Sendung »Servicezeit« über die oftmals dubiosen Versprechungen, die man hoffnungsvollen Autoren macht und mit welchen Methoden »Verlage« sie ködern wollen. Das literaturcafe.de unterstützt den WDR bei der Recherche zu diesem Fernsehbeitrag und Herausgeber Wolfgang Tischer gibt Tipps für Autorinnen und Autoren, wie man sich bei Verlagsangeboten verhalten sollte.

Amazon zeigt, dass man dort nicht immer die deutsche Sprache beherrscht.

2012 ist Büchner-Jahr und 2013 schon wieder. Am 19. Februar 2012 ist der 175. Todestag des Schriftstellers, und am 17. Oktober 2013 feiern wir seinen 200. Geburtstag. Und wir schenken Ihnen die Erzählung »Lenz« als kostenloses Hörbuch und E-Book.

Ein sehr beliebter Download sind auch unsere Dokumentvorlagen der Normseite. Da immer wieder Fragen auftauchen, widmen wir uns den häufigsten Missverständnissen.

März

Wolfgang Tischer bei seinem Vortrag auf der Leipziger Buchmesse 2012 (Foto: Birgit-Cathrin Duval)Natürlich steht der März ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse. Das literaturcafe.de ist dort – wie schon im Jahr 2011 – im Digitalen Wohnzimmer zu Gast. Wir produzieren erneut unseren Buchmesse-Podcast und führen Interviews u. a. mit Frank Goosen, Jens Sparschuh und Olga Grjasnowa.

Auf der Bühne erklärt Wolfgang Tischer, warum für Autoren trotz Facebook und Twitter die eigene Website sehr wichtig ist und wie man als Autor mit Journalisten und der Presse umgeht. In einem Beitrag fürs literaturcafe.de berichtet er vom Autorensein und Autorenschein auf der Leipziger Buchmesse 2012.

Cornelia Travnicek stellt auf der Messe ebenfalls ihren ersten Roman »Chucks« vor. Seit 2007 schreibt sie fürs literaturcafe.de die Kolumne »Bis Klagenfurt anruft«, die sie anlässlich ihres Debüts wieder auferstehen lässt. Und später im Jahr ruft Klagenfurt bei ihr tatsächlich an und sie gewinnt dort den Publikumspreis.

Amazon bringt den Kindle Touch nach Deutschland, der im Oktober schon wieder out sein wird. Oder nicht? Egal: Anfang April haben wir das Gerät getestet.

April

KritikkritikDas erschreckendste Erlebnis des Jahres muss die Chronistin just für den Welttag des Buches verzeichnen: Niemand will ein Buch geschenkt haben! So sieht sie also aus, die deutsche Lesewirklichkeit im Jahr 2012. Oder muss man von Nichtlesewirklichkeit sprechen? Der SWR hält alles im Ton fest.

Ist es da ein gutes Zeichen, wenn Menschen Literaturkritiker beschimpfen? Man könnte ja annehmen, dass sie die kritisierten Bücher und Geschichten gelesen haben und im Gegenzug fundiert ihre eigene Meinung äußern. Doch leider arbeiten sehr viele Menschen nur die eigenen psychischen und literarischen Defizite an der imaginären Figur des Kritikers ab. Egal was der schreibt, irgendwie ist der per se doof, weil … – ach egal.

Mai

Wolfgang Tischer im Interview»Ein interessantes und lehrreiches Experiment für Selfpublisher und Verlage gleichermaßen«, meint Verlagsprofi Sebastian Posth zu unserem E-Book-Ratgeber und analysiert die Zahlen.

Wolfgang Tischer wird als (E-)Book-Profi auf der Internetkonferenz republica zum Thema Selfpublishing u. a. von SPIEGEL online interviewt und nimmt dort an einer Podiumsdiskussion zum Thema Teil. Es soll in diesem Jahr nicht die einzige bleiben.

E-Book-Autor Xander Morus hat hingegen seine Reichtumsträume erst mal verschoben.

Im Mai beginnt das Mörderspiel ums Urheberrecht. Einige Krimiautoren fühlen sich, als habe man ihnen das Herz herausgerissen. Die Kampagne »Mein Kopf gehört mir« des Handelsblatts, der Brief einiger Tatort-Autoren, all das sorgt dafür, dass von einer angeblichen »Diskussion« um ein juristisches Thema die Rede ist, das den meisten Autoren Angst macht.

Wolfgang Tischer hingegen begibt sich wieder in literarische Parallelwelten und besucht einen Vorlesewettbewerb.

Juni

Hanser-Verleger Michael Krüger bei seiner Rede auf den Buchtagen 2012Thema ist weiterhin das Urheberrecht, das irgendwie nicht mehr so richtig in die Zeit passt. Doch die Bücherwelt der Gegenwart wird von anderen gestaltet, die nicht groß fragen. Hanser-Verleger Michael Krüger ist dieses neumodische Internet suspekt. Ende 2013 wird er als Verleger in den Ruhestand gehen.

Dass Selbstverleger zumindest für bestimmte Verlage mittlerweile eine Konkurrenz darstellen, erläutert Wolfgang Tischer den deutschen Verlagen auf den Buchtagen in Berlin.

Juli

Literaturkritiker Denis ScheckIn Klagenfurt ist wieder Bachmannpreis. Vier Tage lang wird am Wörthersee gelesen und gebadet – und für das literaturcafe.de beginnt das Video-Zeitalter, denn zum ersten Mal produzieren wir einen täglichen Video-Podcast aus Kärnten. Zudem wird wieder heftig getwittert und am Ende gewinnt Olga Martynova.

Ein Thema bleibt: das Urheberrecht. Wolfgang Tischer stellt in einem Vortrag in der neuen Stuttgarter Stadtbibliothek das Thema in seiner ganzen Vielfalt, Komplexität und häufig Widersprüchlichkeit dar, und Bestseller-Autor Andreas Eschbach erläutert im Interview, warum er keinen der Aufrufe zum Urheberrecht unterzeichnet hat.

Sie ist Jungautorin, doch brauchte sie das Geld? Martina Gercke kann im Interview mit dem literaturcafe.de ihren eigenen Erfolg kaum glauben. Ohne Verlag ist ihr Roman »Holunderküsschen« bei amazon.de das meistverkaufte E-Book im ersten Halbjahr 2012. Eine sympathische Autorin, der man den Erfolg von Herzen gönnt. Alles scheint perfekt, und sogar die Bild-Zeitung widmet ihr eine Homestory.

Bis Rezensenten bei Amazon die Ähnlichkeit mit einem fast zehn Jahre alten Buch auffällt. Da habe sie wohl noch diese Textstellen beim Schreiben im Kopf gehabt, erklärt Martina Gercke in einer ersten Stellungnahme ihren Leserinnen die allzu große Ähnlichkeit der Texte.

Martina Gercke, Autorin von »Holunderküsschen«Wie groß diese Ähnlichkeit wirklich ist, belegt eine lange Liste, die man im Hause Random-House erstellt. Unter anderem wurde von einem Titel des Goldmann Verlags abgekupfert. Das kann kein Zufall mehr sein. Das E-Book und die mittlerweile gedruckte Fassung verschwinden bei Amazon. Und während in der Selfpublishing Szene eine Welle der Bestürzung, Verwunderung, Empörung und des Hasses durch Facebook, die Blogs und Foren brandet, bleibt auch die Autorin verschwunden. Selbst der Bild-Zeitung verweigert Martina Gercke eine Stellungnahme. Nur die Juristen scheinen zu arbeiten.

Doch dann – just zwei Tage vor Weihnachten – ein Lebenszeichen. In einem Video auf ihrer Website verkündet die Autorin, dass sich die Juristen geeinigten hätten. Die kopierten Textstellen seien in einer schwierigen Phase des Schaffensprozesses lediglich Platzhalter gewesen, die sie zu entfernen vergessen habe. Bei Random-House weiß man nichts von juristischen Einigungen. Der vermeintliche Selfpublishing-Star 2012 hat sich endgültig lächerlich gemacht. Das Video wird nach Weihnachten gelöscht und auch nicht durch einen Platzhalter ersetzt.

August

Hermann-Hesse-Denkmal auf der Nikolausbrücke in CalwHermann Hesse ist tot! Ein Video sorgt für Aufregung, Bestürzung – und schallendes Gelächter. »Normalerweise verteidige ich die freie Meinungsäußerung, aber in diesem Fall muß ich mich auf jeden Fall einmischen«, schreibt uns jemand per E-Mail, der sich anlässlich unserer Satire aus dem Schwarzwald offenbar nach Zensur, Diktatur und Todesstrafe zurücksehnt.

Ja, der Sommer stimmt uns in diesem Jahr irgendwie gar nicht milde. Wir weisen auf die 16 beliebtesten Gestaltungsfehler der Selbstverleger bei Buchumschlag und E-Book hin und dann ereilt uns ein sprachlicher Terroranschlag. Wie gut, dass der Verband der Schriftsteller uns zu »innerem und äußerem Frieden« ermahnt.

September

Sibylle Berg: Das InterviewNicht fürs literaturcafe.de sondern für den Hanser Verlag reist Wolfgang Tischer in die Schweiz, um sich mit der unvergleichlichen und charmanten Sibylle Berg zu unterhalten.

Wir besuchen ansonsten noch den fetten Hecht und lassen Dampflokomotiven aus Büchern springen.

Oktober

Am Mummelsee: Wolfgang Tischer liest MörikeIm Oktober ist Buchmesse in Frankfurt. Ein Podien-Marathon beginnt. Selbstverlegen lautet das Thema, das über der ganzen Messe liegt, aber sich außer auf Podien noch nicht so recht manifestiert.

Während sich die Branche im Hessischen trifft, wird die Zukunft des Buchhandels von anderen mitbestimmt: Amazon verkündete den Deutschlandstart seines bislang besten Lesegerätes: Der Kindle Paperwhite soll kommen. Tatsächlich erreicht er uns erst einen ganzen Monat später, und wir testen den Paperwhite ausführlich. Für andere wird er jedoch erst Anfang 2013 erhältlich sein. Amazon verrät nie Verkaufszahlen, doch allein die lange Lieferzeit deutet auf eine enorme Nachfrage hin, die Amazon derzeit gar nicht stillen kann. Amazons Prime-Kunden dürfen sich ansonsten ab sofort jeden Monat ein Buch ausleihen.

Der bunte Bruder des Paperwhite kommt jedoch schon Ende des Monats nach Deutschland, und Wolfgang Tischer reist zum Diskutieren nach Hamburg und sucht im Schwarzwald nach Seegeistern.

November

Timur Vermes, Autor des Hitler-Romans »Er ist wieder da«Wir nähern uns dem Jahresende, und es wird Zeit, sich nach Kalendern umzuschauen.

Ein Hitler-Buch steht zum Jahresende auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste: Er ist wieder da! Doch Gott sei Dank schreibt nur ein Ghostwriter.

Wieder einmal wird die Buchpreisbindung diskutiert. Doch diesmal unter einem anderen Blickwinkel, denn Bücher von Selbstverlegern waren bislang nicht preisgebunden. Halt, nein, so stimmt das auch wieder nicht.

Dezember

Fee Katrin Kanzler im InterviewDer Monat mit Weihnachten. Und Wolfgang Tischer liest die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens (»Scroooooge!«) nicht nur am 1. Advent live in Stuttgart, sondern als vierstündiges Hörbuch ein, das Sie sich noch bis zum 6. Januar 2013 herunterladen können. Denn auch 2013 wird wieder Weihnachten sein, denn die Welt ging am 21. Dezember 2012 nicht unter, wie es Esoteriker behaupteten, die den Maya-Kalender nicht richtig lesen konnten.

Mit Fee Katrin Kanzler haben wir Freude an Quisquilien.

Der Monat mit Jahresrückblicken von anderen und Selbstverlegern.

Und gab es denn in diesem Jahr kein Interview mit Roger Willemsen, wie in den sieben Jahren zuvor? Doch. Und diesmal sogar mit Bild.

Das Team des literaturcafe.de wünscht Ihnen ein glückliches, friedvolles, erfolgreiches und gesundes Jahr 2013!

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen im vergangenen Jahr und freuen uns, wenn Sie uns 2013 regelmäßig besuchen!

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