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Ulrich Struves Lieblings-Bücher
Empfehlungen und Reminiszenzen

Kurt Held,  Die rote Zora und ihre Bande (1941)

Kurt Held, der eigentlich Kurt Kläber hieß und als Kommunist im Schweizer Exil lebte, als er und seine Frau, die Märchenerzählerin Lisa Tetzner, das Pseudonym erfanden, wäre am 4. November 1999 100 Jahre alt geworden.
     
Wie kaum ein anderes Buch hat mich als Kind die Geschichte von Branko, dessen Vater als fahrender Geiger ständig auf der Walz ist und dem zu allem Überfluss auch noch die Mutter wegstirbt, in ihren Bann gezogen.  Denn Branko bleibt nicht hilflos seinem Schicksal ausgeliefert, sondern wird in eine Bande von fünf Kindern aufgenommen, die, von der roten Zora angeführt, in der alten Burg hoch über der Stadt hausen und gemeinsam ums tägliche Überleben kämpfen.  Die Solidarität, Treue und Kühnheit, mitunter Tollkühnheit, die diese jungen Raubritter miteinander verbindet, beflügelte damals meine Fantasie und wirkt noch heute als Modell einer aus der Not geborenen Solidargemeinschaft höchst aktuell.  Als die Kinder wegen ihrer tollen Streiche beinahe doch noch im Gefängnis landen, setzt sich ein alter Fischer, mit dem sich die Bande zwischenzeitlich angefreundet hat, für sie ein.  Endlich bekommen die rote Zora und ihre Bande ein Zuhause.  Sie zwingen geradezu die Bewohner der Stadt, sich wie verantwortliche Erwachsene zu verhalten und sich um die Kinder zu kümmern.
     
Eine Ausstellung zu Kläber/Helds Leben und Werk war im Jubiläumsjahr im Institut für Jugendbuchforschung in Frankfurt zu sehen.  Susanne Koppe hat dazu bei Sauerländer die kompakte, ausgezeichnet bebilderte und ungemein lesbare Biografie Kurt Kläber - Kurt Held: Biografie der Widersprüche? vorgelegt.

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