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Eine schlaflose Nacht
von Elga Lappöhn

Von Müdigkeit ganz schwer die Lider sind,
man geht zu Bett und löscht geschwind das Licht
und gähnt. Man hört beim Nachbarn weint ein Kind,
nur guter Schlaf, der kommt noch lange nicht.

Rasch klappt man seine Augendeckel zu,
dreht sich nach links, dann auf die rechte Seite.
Die Sorgen fliehn und legen sich zur Ruh.
Das Geld reicht nicht, man ist mal wieder Pleite.

Man knautscht das kühle Kissen schon ganz faltig.
Im Nebenzimmer schlägt die Uhr längst drei.
Der Katzen Stimmen tönen sehr gewaltig,
und draußen führt ein Zank zur Schlägerei.

Fast munter ist der Kopf und auch die Glieder.
Man zählt ‘ne Herde Schafe in der Nacht.
Die Schuld daran gibt man dem Vollmond wieder,
der Menschen aggressiv und schlaflos macht.

So gegen morgen schläft man endlich ein.
Bald wird ein böser Alptraum hier zur Plage.
Ein Mückensiegel ziert auch noch das Bein.
Wie schön erholsam kann es sein - am Tage!

© 1997 by Elga Lappöhn. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.


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