Die Route heute | | Neuseeland: Marahau/Nelson | | 18. Tag: Donnerstag, 11. Februar 1999 | | | Weizenbier und andere Freuden Da mein Bus nach Nelson erst am Nachmittag ging, hatte ich einen gemütlichen Vormittag auf der Terasse eingeplant. Mit einer Deutschen aus dem Backpacker ging ich dann aber ins Strandcafé und wir verquatschten den halben Tag. Sie hatte kurz davor mit Deutschland telefoniert und berichtete von den Schneestürmen dort, während wir schwitzend im Schatten saßen. Welch freudige Überraschung, in dem Strandcafé dieses Kaffs gab es tatsächlich »Weißbier«! Es war zwar noch etwas früh am Tag, aber nach einer leckeren Latte Macchiato genehmigte ich mir eins und das Sommerfeeling war komplett. Von der anschließenden Busfahrt bekam ich so nicht viel mit, die Strecke kannte ich sowieso schon. Nelson hat Recht wenig zu bieten, wenn man kein adventure junkie ist. Dafür liegt es am Meer, das nutzte ich gleich nach der Ankunft für ein erfrischendes Bad. Die Wassertemperatur war gerade noch erträglich, weiter südlich wird es doch weitaus kühler. Wenigstens half es etwas gegen die zahlreichen Sandfly-Stiche, am vorherigen Abend hatten offenbar ganze Schwärme auf meinen Füßen Party gefeiert. Nahe dem Strand gab es einen Fish & Chips-Shop, da konnte ich nicht dran vorbei: fetttriefender panierter Fisch und ein Riesenberg dampfender Pommes in Zeitungspapier, so einmal die Woche ist das als Abendessen himmlisch. du bist nicht allein
Je länger man mit dem Rucksack durch Neuseeland gereist ist, umso seltener ist man allein. Da die meisten einer ähnlichen Reiseroute folgen, trifft man trifft immer wieder die gleichen Leute. In Marahau stieß ich auf eine Engländerin, die ich zuletzt in Thames auf der Coromandel Peninsula gesehen hatte. Wir erinnerten uns beide daran und verbrachten viel Zeit damit, uns die in der Zwischenzeit erlebten Geschichten zu erzählen. In Whitianga hatte ich eine Holländerin getroffen, die ich noch aus Auckland kannte, ein Kanadier aus Whitianga saß im Abel Tasman Park mit im Aqua Taxi, einen Neuseeländer aus Wanganui sah ich Paekakariki wieder, ein paar deutsche Mädels aus Picton fanden auch den Weg nach Marahau etc. gegen Ende freute ich mich manchmal schon, niemanden zu kennen, um so mal wieder einen ruhigen Abend verbringen zu können
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