Die Route heute | | Neuseeland: Abel Tasman National Park | | 17. Tag: Mittwoch, 10. Februar 1999 | | | Karibik-Feeling Eigentlich geht der Abel Tasman Walk über drei Tage; da die Landschaft sich auf der ganzen Strecke nur wenig ändert, genügte mir jedoch eine Tagestour. Also fuhr ich mit dem Aquataxi - mal wieder ein Jet Boat - die Küste entlang, wurde in einer Bucht abgesetzt und wanderte einige Buchten südwärts, um dort wieder abgeholt zu werden. Der Seegang war trotz des Bilderbuchwetters erheblich, es war ein Riesenspaß. Vorsorglich hatte ich mich diesmal weit nach vorne gesetzt und blieb so einigermaßen trocken. Vom Boot aus war die Landschaft eine karibische Vision: goldene Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und dazu die Baumfarne, die sich wie Palmen im Wind wiegten. Was man auf den wunderschönen Fotos nicht sieht, sind jedoch die Sandfliegen, die einen am Strand nie lange in Ruhe lassen. Auf der Südinsel sind sie teilweise eine Plage, kleine fruchtfliegenartige Insekten, die dauerhaft juckende Stiche hinterlassen. Trotzdem war es eine traumhafte Wanderung auf grüngolden beleuchteten Waldwegen, über Berg und Tal mit überwältigenden Ausblicken. Oft führte der Pfad direkt an der steilen Küste entlang, tief unten lagen die Bounty-Buchten. Da fehlten wirklich nur die Barcadi-Bar am Strand und die braun gebrannten Südseeschönheiten. Abends kam auf der Terrasse das Gespräch auf den Wintersport; ein Österreicher, ein Franzose und ich schwärmten einem Engländer begeistert vom Snowboarden vor. Eine eher surreale Situation, wenn man lange nach Einbruch der Dunkelheit noch barfuß draußen sitzt und den Zirkaden lauscht
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