Die Route heute | | Neuseeland: Wanganui | | 13. Tag: Samstag, 6. Februar 1999 | | | Kunst, Kultur und klatschnasse Klamotten Den Vormittag widmete ich der Bildung; im örtlichen Museum informierte ich mich endlich einmal ausführlich über Kultur und Geschichte des Landes. Wie bei allen ehemaligen Kolonialstaaten wurden auch die Ureinwohner Neuseelands gewaltig übers Ohr gehauen, als die weißen Einwanderer begannen Verträge abzuschließen. Die Handwerkskunst der Maori ist beeindruckend, aufwendig verzierte Kriegskanus und wunderschöne Schmuckstücke. Nachmittags fuhr ich auf einem Jet Boat Trip den Fluss hinauf, um wenigstens wieder ein wenig Urwald zu sehen nach der kargen Vulkanlandschaft war der Nachholbedarf enorm. Dass ich als letzte ins Heck des Bootes einstieg, stellte sich als grober Fehler heraus. Diese Jet Boote erreichen eine gehörige Geschwindigkeit und produzieren so eine dementsprechende Heckwelle. Es war jedoch wieder ein herrlicher Tag, in der Wärme trocknete mein durchgeweichtes T-Shirt bei einer anschließenden Dschungel-Wanderung schnell. Nichtsdestotrotz war die Fahrt fantastisch und sehr adrenalintreibend. Die Beschleunigung drückte einen in den Sitz, der Wind wirbelte durch die Haare wie beim Cabriofahren, in den Kurven durchnässten uns immer wieder die Wellen. Die bewaldeten Hügel auf beiden Seiten des Flusses wurden immer steiler, kein Wunder, dass man den Wanganui River den "Rhein Neuseelands" nennt. Tea Time war im wunderschön grünen Regenwald wild übereinander wuchernde Bäume, Farne, Sträucher, moosbewachsen und mit Lianen behangen. Tarzan ließ sich jedoch nicht blicken... |