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	<title>Kommentare zu: »Das Internet ist ein Windfurz« &#8211; Hermann Mensing im Gespr&#228;ch (Podcast-Sonderfolge)</title>
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	<description>Der literarische Treffpunkt im Internet für Autoren, Leser, Verlage und alle Literatur-Begeisterten. Aktuelle Berichte, Gedichte, Kurzgeschichten, Buchtipps, Hörbücher und Podcast.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 13 Mar 2010 10:17:59 +0100</lastBuildDate>
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		<title>Von: Hanna</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9471</link>
		<dc:creator>Hanna</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:18:58 +0000</pubDate>
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		<description>Was f&#252;r ein peinlicher Auftritt. Die Eingabe des Autorennamens Hermann Mensing weist an erster Stelle auf dessen Homepage. Ein unangefragtes Lektorat h&#228;tte den Empf&#228;nger also auf stilvolle und diskrete Weise erreichen k&#246;nnen. Stattdessen postet man es hier, bl&#228;ht sich auf und versucht angestrengt, die Besucher des Literaturcafés von der eigenen Kompetenz zu &#252;berzeugen. Ein Besuch der Homepage des &quot;Autors&quot; Glatz gen&#252;gt, um die Peinlichkeit seines Lektorenauftritts als eitle Selbstdarstellung zu entlarven. Kompetenz geht anders.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was f&#252;r ein peinlicher Auftritt. Die Eingabe des Autorennamens Hermann Mensing weist an erster Stelle auf dessen Homepage. Ein unangefragtes Lektorat h&#228;tte den Empf&#228;nger also auf stilvolle und diskrete Weise erreichen k&#246;nnen. Stattdessen postet man es hier, bl&#228;ht sich auf und versucht angestrengt, die Besucher des Literaturcafés von der eigenen Kompetenz zu &#252;berzeugen. Ein Besuch der Homepage des &#8220;Autors&#8221; Glatz gen&#252;gt, um die Peinlichkeit seines Lektorenauftritts als eitle Selbstdarstellung zu entlarven. Kompetenz geht anders.</p>
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		<title>Von: Anton Christian Glatz</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9445</link>
		<dc:creator>Anton Christian Glatz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 08:46:51 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Mensing,


1. ich habe vor Jahren einem Wiener Buchh&#228;ndler eines meiner Sachb&#252;cher angeboten. Er nahm es nicht in das Sortiment auf, weil er es zu wenig konzise fand. Nachdem sich meine Adrenalinaussch&#252;ttung wieder im biologischen Normalma&#223; eingependelt hatte, ging ich an die Textanalyse. Und wissen Sie was? Er hatte recht. Und: Er hat mir damit einen gro&#223;en Gefallen erwiesen.
Den Vorwurf, Ihr Text sei zuwenig konzise, kann man Ihrem Buch sicher nicht machen. Sie haben es mehr mit den Stilmarotten. Beim Lesen der Textprobe ist mir das klar geworden und ich f&#252;hlte mich veranlasst, die undankbare Rolle das advocatus diaboli einzunehmen. Sie sollten das als Freundschaftsdienst verstehen, denn warum sollte ich mich in diese exponierte Position begeben? Laufe ich doch Gefahr, von Ihren Fans gepr&#252;gelt, und durch Sie arrogant abgekanzelt zu werden.

2. Ich habe oben nicht umsonst von Textvolumen gesprochen und nicht von Seitenanzahl. Ich habe gerade dieser Tage bei meinen Roman „Ein Hund tritt in den Saal“ die Schriftgr&#246;&#223;e von 13 auf 12 pt verkleinert. Bei gleichem Textvolumen (112.000 W&#246;rter) verringerte sich die Seitenanzahl von 452 auf 388.

3. Die Textprobe auf amazon ist auch nicht linear erz&#228;hlt. Vielmehr beginnt ihre erste R&#252;ckblende bereits auf Seite 8, der zweiten Seite des Haupttextes: „Zw&#246;lf Stunden vorher ...“

4. Selbstverst&#228;ndlich d&#252;rfen Sie weiterhin „Roman“ draufschreiben, wenn es Ihnen so vorkommt  und das nun mal Ihr pers&#246;nlicher Stil ist. Korrekt wird es deswegen nicht. 

5. Sicher haben Sie jedes Recht, Ihre Fans durch diverse Au&#223;ergew&#246;hnlichkeiten, wie: fragw&#252;rdige Konnotationen, willk&#252;rliche Abs&#228;tze, Wiederholungen von W&#246;rtern (vor allem solcher, die von vornherein ungl&#252;cklich sind), exzessive Vor- und R&#252;ckblenden und was der Rafinessen mehr sind, zu verw&#246;hnen. Allerdings hat jeder, dem gerade das eine Unsitte ist, ebenfalls das Recht, seinen Unmut zu artikulieren. Zu meinen, es g&#228;be keine kritischen R&#252;ckmeldungen, w&#228;re doch unglaublich naiv und unprofessionell. 
Es liegt ohnehin an Ihnen, Herr Mensing, wie Sie darauf reagieren. Ob Sie in einer Mischung aus gekr&#228;nkter Eitelkeit und Arroganz ein wenig &#252;berlegtes Statement abgeben, oder ob Sie sachlich herangehen und dadurch Ihre Schreibe weiterentwickeln.

6.
a) Kritik am Text ist nicht Kritik am Autor.
b) Die unangenehme, aber sachliche(!) Kritik bringt uns wesentlich weiter als die Lobhudeleien. Letztere schmeicheln zwar der Eitelkeit (meiner genauso) und viele Schreiberlinge lechzen geradezu danach, aber weiterbringen tut uns das, was unserer Aufmerksamkeit entgangen ist.
c) Der Kritiker ist nicht Feind, sondern der strengste der Freunde.

Und nun entschuldigen Sie bitte, Herr Mensing, wenn ich mich aus der Diskussion zur&#252;ckziehe. Was ich meinte, Ihnen sagen zu m&#252;ssen, habe ich ersch&#246;pfend getan und meine B&#252;cher schreiben sich auch nicht von selbst. Wie ich immer sage: Bei anderen meckern und maulen ist leicht, selber besser machen ist die Kunst.

Als alter Atheist und Sympathisant des Buddhismus habe ich nicht das Bed&#252;rfnis, Ihnen frohe Weihnachten zu w&#252;nschen, sonst t&#228;te ich es. Ich sage lieber: M&#246;ge die &#220;bung gelingen ...

Anton Christian Glatz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Mensing,</p>
<p>1. ich habe vor Jahren einem Wiener Buchh&#228;ndler eines meiner Sachb&#252;cher angeboten. Er nahm es nicht in das Sortiment auf, weil er es zu wenig konzise fand. Nachdem sich meine Adrenalinaussch&#252;ttung wieder im biologischen Normalma&#223; eingependelt hatte, ging ich an die Textanalyse. Und wissen Sie was? Er hatte recht. Und: Er hat mir damit einen gro&#223;en Gefallen erwiesen.<br />
Den Vorwurf, Ihr Text sei zuwenig konzise, kann man Ihrem Buch sicher nicht machen. Sie haben es mehr mit den Stilmarotten. Beim Lesen der Textprobe ist mir das klar geworden und ich f&#252;hlte mich veranlasst, die undankbare Rolle das advocatus diaboli einzunehmen. Sie sollten das als Freundschaftsdienst verstehen, denn warum sollte ich mich in diese exponierte Position begeben? Laufe ich doch Gefahr, von Ihren Fans gepr&#252;gelt, und durch Sie arrogant abgekanzelt zu werden.</p>
<p>2. Ich habe oben nicht umsonst von Textvolumen gesprochen und nicht von Seitenanzahl. Ich habe gerade dieser Tage bei meinen Roman „Ein Hund tritt in den Saal“ die Schriftgr&#246;&#223;e von 13 auf 12 pt verkleinert. Bei gleichem Textvolumen (112.000 W&#246;rter) verringerte sich die Seitenanzahl von 452 auf 388.</p>
<p>3. Die Textprobe auf amazon ist auch nicht linear erz&#228;hlt. Vielmehr beginnt ihre erste R&#252;ckblende bereits auf Seite 8, der zweiten Seite des Haupttextes: „Zw&#246;lf Stunden vorher &#8230;“</p>
<p>4. Selbstverst&#228;ndlich d&#252;rfen Sie weiterhin „Roman“ draufschreiben, wenn es Ihnen so vorkommt  und das nun mal Ihr pers&#246;nlicher Stil ist. Korrekt wird es deswegen nicht. </p>
<p>5. Sicher haben Sie jedes Recht, Ihre Fans durch diverse Au&#223;ergew&#246;hnlichkeiten, wie: fragw&#252;rdige Konnotationen, willk&#252;rliche Abs&#228;tze, Wiederholungen von W&#246;rtern (vor allem solcher, die von vornherein ungl&#252;cklich sind), exzessive Vor- und R&#252;ckblenden und was der Rafinessen mehr sind, zu verw&#246;hnen. Allerdings hat jeder, dem gerade das eine Unsitte ist, ebenfalls das Recht, seinen Unmut zu artikulieren. Zu meinen, es g&#228;be keine kritischen R&#252;ckmeldungen, w&#228;re doch unglaublich naiv und unprofessionell.<br />
Es liegt ohnehin an Ihnen, Herr Mensing, wie Sie darauf reagieren. Ob Sie in einer Mischung aus gekr&#228;nkter Eitelkeit und Arroganz ein wenig &#252;berlegtes Statement abgeben, oder ob Sie sachlich herangehen und dadurch Ihre Schreibe weiterentwickeln.</p>
<p>6.<br />
a) Kritik am Text ist nicht Kritik am Autor.<br />
b) Die unangenehme, aber sachliche(!) Kritik bringt uns wesentlich weiter als die Lobhudeleien. Letztere schmeicheln zwar der Eitelkeit (meiner genauso) und viele Schreiberlinge lechzen geradezu danach, aber weiterbringen tut uns das, was unserer Aufmerksamkeit entgangen ist.<br />
c) Der Kritiker ist nicht Feind, sondern der strengste der Freunde.</p>
<p>Und nun entschuldigen Sie bitte, Herr Mensing, wenn ich mich aus der Diskussion zur&#252;ckziehe. Was ich meinte, Ihnen sagen zu m&#252;ssen, habe ich ersch&#246;pfend getan und meine B&#252;cher schreiben sich auch nicht von selbst. Wie ich immer sage: Bei anderen meckern und maulen ist leicht, selber besser machen ist die Kunst.</p>
<p>Als alter Atheist und Sympathisant des Buddhismus habe ich nicht das Bed&#252;rfnis, Ihnen frohe Weihnachten zu w&#252;nschen, sonst t&#228;te ich es. Ich sage lieber: M&#246;ge die &#220;bung gelingen &#8230;</p>
<p>Anton Christian Glatz</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hermann Mensing</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9444</link>
		<dc:creator>Hermann Mensing</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 16:02:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/?p=3123#comment-9444</guid>
		<description>Verdammt, Herr Glatz, da h&#228;tte ich Sie wohl vorher fragen m&#252;ssen, wann ich Abs&#228;tze setze. Und auch die Frage nach der Gattungsbezeichnung! Wie konnte ich nur. Ich war mir damals auch nicht sicher, wissen Sie, ich dachte, ist es nun ein Gedicht, ist es eine Kurzgeschichte oder wie oder was, aber als ich dann bei 320 Seiten abschloss, hatte ich dieses vage Gef&#252;hl, es m&#252;sse sich doch um einen Roman handeln. 
Leid tut mir, dass Sie nur die ersten zehn Zeiten auf Amazon lesen konnten, die nat&#252;rlich linear erz&#228;hlt sind, dieses Wirrwarr, unter dem Sie so leiden, beginnt ja erst sp&#228;ter, ich dachte, ich richte es so ein, dass selbst empfindsame Menschen wie Sie die ersten Seiten schadlos &#252;berstehen. Also seien Sie mir nicht b&#246;se, nicht wahr, lieber Herr Glatz, beim n&#228;chsten Text (vielleicht wieder eine Novelle von 2000 Seiten) frage ich nat&#252;rlich bei Ihnen nach, ob ich das darf. 
In diesem Sinne w&#252;nsche ich Ihnen ein erquickliches Weihnachtsfest, an dem Sie vielleicht mein Weihnachtsgedicht aufsagen k&#246;nnten. Ich habe es selbst gedichtet, aber nat&#252;rlich wei&#223; ich auch da nicht, ob es wirklich ein Gedicht ist, ich peile das immer nur grob und bin bei Menschen, die &#252;ber ein enzyklop&#228;disches Wissen wie Sie nat&#252;rlich immer ein wenig im Hintertreffen. Macht aber nix, finden Sie nicht auch. 
Gut, dann h&#228;tten wir das ja gekl&#228;rt. 
Herzlich, ganz herzlich 
ihr Texter 
H. M.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verdammt, Herr Glatz, da h&#228;tte ich Sie wohl vorher fragen m&#252;ssen, wann ich Abs&#228;tze setze. Und auch die Frage nach der Gattungsbezeichnung! Wie konnte ich nur. Ich war mir damals auch nicht sicher, wissen Sie, ich dachte, ist es nun ein Gedicht, ist es eine Kurzgeschichte oder wie oder was, aber als ich dann bei 320 Seiten abschloss, hatte ich dieses vage Gef&#252;hl, es m&#252;sse sich doch um einen Roman handeln.<br />
Leid tut mir, dass Sie nur die ersten zehn Zeiten auf Amazon lesen konnten, die nat&#252;rlich linear erz&#228;hlt sind, dieses Wirrwarr, unter dem Sie so leiden, beginnt ja erst sp&#228;ter, ich dachte, ich richte es so ein, dass selbst empfindsame Menschen wie Sie die ersten Seiten schadlos &#252;berstehen. Also seien Sie mir nicht b&#246;se, nicht wahr, lieber Herr Glatz, beim n&#228;chsten Text (vielleicht wieder eine Novelle von 2000 Seiten) frage ich nat&#252;rlich bei Ihnen nach, ob ich das darf.<br />
In diesem Sinne w&#252;nsche ich Ihnen ein erquickliches Weihnachtsfest, an dem Sie vielleicht mein Weihnachtsgedicht aufsagen k&#246;nnten. Ich habe es selbst gedichtet, aber nat&#252;rlich wei&#223; ich auch da nicht, ob es wirklich ein Gedicht ist, ich peile das immer nur grob und bin bei Menschen, die &#252;ber ein enzyklop&#228;disches Wissen wie Sie nat&#252;rlich immer ein wenig im Hintertreffen. Macht aber nix, finden Sie nicht auch.<br />
Gut, dann h&#228;tten wir das ja gekl&#228;rt.<br />
Herzlich, ganz herzlich<br />
ihr Texter<br />
H. M.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: erikaM</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9440</link>
		<dc:creator>erikaM</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 16:47:20 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mir Pop Life gekauft und kann den Roman nur empfehlen. Ich fand ihn sehr unterhaltsam.

Herr Glatz, Sie haben in einigen Punkte sicher recht. Ich h&#228;tte z.B. auch nicht den wichtigen ersten Satz in einem Roman durch eine in Klammern eingeschobene Worterkl&#228;rung unterbrochen - aber f&#252;r mich ist dies Sache des Autors. Dazu geh&#246;rt auch, ob er die Dinge ausufernd oder knapp beschreiben will. Ich pers&#246;nlich fand die eher knappen und sachlichen Beschreibungen des Romans sehr wohltuend.

In einigen Punkten, Herr Glatz, sind Sie jedoch &#252;ber das Ziel hinausgeschossen: z.B. ist &quot;taubenblau&quot; eine offizielle Farbbezeichung der RAL-Farbskala. Ganz genau ist es RAL 5014. Einen Morgen &quot;aufsteigen&quot; zu lassen, ist ein sprachlich sehr sch&#246;nes Bild, genauso wie die Ironie, dass Leute &quot;in schicken Wohnungen einsitzen&quot;, was ich mir ebenfalls bildlich sehr gut vorstellen kann. Einen solchen Umgang mit Sprache und W&#246;rtern lobe ich mir!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir Pop Life gekauft und kann den Roman nur empfehlen. Ich fand ihn sehr unterhaltsam.</p>
<p>Herr Glatz, Sie haben in einigen Punkte sicher recht. Ich h&#228;tte z.B. auch nicht den wichtigen ersten Satz in einem Roman durch eine in Klammern eingeschobene Worterkl&#228;rung unterbrochen &#8211; aber f&#252;r mich ist dies Sache des Autors. Dazu geh&#246;rt auch, ob er die Dinge ausufernd oder knapp beschreiben will. Ich pers&#246;nlich fand die eher knappen und sachlichen Beschreibungen des Romans sehr wohltuend.</p>
<p>In einigen Punkten, Herr Glatz, sind Sie jedoch &#252;ber das Ziel hinausgeschossen: z.B. ist &#8220;taubenblau&#8221; eine offizielle Farbbezeichung der RAL-Farbskala. Ganz genau ist es RAL 5014. Einen Morgen &#8220;aufsteigen&#8221; zu lassen, ist ein sprachlich sehr sch&#246;nes Bild, genauso wie die Ironie, dass Leute &#8220;in schicken Wohnungen einsitzen&#8221;, was ich mir ebenfalls bildlich sehr gut vorstellen kann. Einen solchen Umgang mit Sprache und W&#246;rtern lobe ich mir!</p>
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	<item>
		<title>Von: Anton Christian Glatz</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9439</link>
		<dc:creator>Anton Christian Glatz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 14:56:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/?p=3123#comment-9439</guid>
		<description>Dieses zeitliche Hin- und Hergeh&#252;pfe ist manchen Autoren ein besonderes Anliegen, aber sie verwechseln verwirrend schreiben mit literarischem Anspruch. In der Hoffnung, es sei bei Herrn Mensing anders, bl&#228;tterte ich in der Leseprobe und folgendes kam mir entgegen:

1. „... taubenblauer Yukata ...“ / Tauben sind nicht blau, sondern grau.

2. „Als die T&#252;ren des Jumbos sich &#246;ffneten ..“ / statt: „Als sich die T&#252;ren des Jumbos &#246;ffneten ...“

3. „Vorrink?“ fragte jemand. / „Vorrink?“, fragte jemand. (Beistrich fehlt)

4. „Manche (Fragen) waren dumm, andere ein wenig peinlich, etwa die, die man ihm schon bei der ersten Einreise gestellt hatte, hatten Sie je eine Geschlechtskrankheit?“ / Die Frage bildet einen eigenen satz, also:  „Manche (Fragen) waren dumm, andere ein wenig peinlich, etwa die, die man ihm schon bei der ersten Einreise gestellt hatte: Hatten Sie je eine Geschlechtskrankheit?“

5. „... aufsteigender Morgen ..“ / Der Morgen setiegt nicht auf, er bricht an.

6. „... in schicken Wohungen einsa&#223;en ...“ / Eingesessen wird in Haft.

7. Eine katastrophale Absatzgestaltung. Z. B. kann der Satz: „&#220;ber drei T&#252;ren hingen gro&#223;e Schilder: A, B und C.“ f&#252;r sich alleine keinen Absatz begr&#252;nden. Da fehlt jedes Gesp&#252;r f&#252;r Abs&#228;tze.

8. Die &#252;bertriebene Verwendung ausgerechnet eines so abstrakten, schwammigen Wortes wie „man“. Dreimal auf der ersten Seite, dreimal auf der zweiten ...

9. Die Beschreibungen sind zu spartanisch. Eine h&#246;here Detaildichte w&#252;rde den Text anschaulicher und lebendiger machen.

10. Ein Roman ist das nicht. Wenn ich mir die durchschnittliche Wortanzahl pro Seite ansehe, sch&#228;tze ich das Textvolumen auf ca. 50.000 W&#246;rter. Rein formal gesehen beginnt ein Roman mit 90 – 100.000 W&#246;rtern. Alles bis dahin ist streng genommen eine Erz&#228;hlung, Geschichte, Novelle. Texte dieses Umfanges unter der Flagge „Roman“ segeln zu lassen ist ein reiner Marketing-Schm&#228;h.

11. Thematisch gesehen muss sich „Pop Life“ mit Werken, wie denen von Jack Kerouac („Unterwegs“, „Engel, Kif und neue L&#228;nder“ usw.) messen lassen. Das wird verdammt schwer. Da kann ich dem Autor nur viel Gl&#252;ck w&#252;nschen.

Ich kann und will Herrn Mensings Buch nicht abschlie&#223;end beurteilen, schlie&#223;lich habe ich nicht mehr als die Textprobe bei amazon hinter mir. Allerdings frage ich mich angesichts eines von derlei sprachlichen Marotten zerfressen Textes vor Verzweiflung b&#252;schelweise meine Haare vom Kopf rei&#223;end: Wo ist das Lektorat geblieben?

Ich werde Pop Life nicht kaufen.


A. Ch. Glatz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses zeitliche Hin- und Hergeh&#252;pfe ist manchen Autoren ein besonderes Anliegen, aber sie verwechseln verwirrend schreiben mit literarischem Anspruch. In der Hoffnung, es sei bei Herrn Mensing anders, bl&#228;tterte ich in der Leseprobe und folgendes kam mir entgegen:</p>
<p>1. „&#8230; taubenblauer Yukata &#8230;“ / Tauben sind nicht blau, sondern grau.</p>
<p>2. „Als die T&#252;ren des Jumbos sich &#246;ffneten ..“ / statt: „Als sich die T&#252;ren des Jumbos &#246;ffneten &#8230;“</p>
<p>3. „Vorrink?“ fragte jemand. / „Vorrink?“, fragte jemand. (Beistrich fehlt)</p>
<p>4. „Manche (Fragen) waren dumm, andere ein wenig peinlich, etwa die, die man ihm schon bei der ersten Einreise gestellt hatte, hatten Sie je eine Geschlechtskrankheit?“ / Die Frage bildet einen eigenen satz, also:  „Manche (Fragen) waren dumm, andere ein wenig peinlich, etwa die, die man ihm schon bei der ersten Einreise gestellt hatte: Hatten Sie je eine Geschlechtskrankheit?“</p>
<p>5. „&#8230; aufsteigender Morgen ..“ / Der Morgen setiegt nicht auf, er bricht an.</p>
<p>6. „&#8230; in schicken Wohungen einsa&#223;en &#8230;“ / Eingesessen wird in Haft.</p>
<p>7. Eine katastrophale Absatzgestaltung. Z. B. kann der Satz: „&#220;ber drei T&#252;ren hingen gro&#223;e Schilder: A, B und C.“ f&#252;r sich alleine keinen Absatz begr&#252;nden. Da fehlt jedes Gesp&#252;r f&#252;r Abs&#228;tze.</p>
<p>8. Die &#252;bertriebene Verwendung ausgerechnet eines so abstrakten, schwammigen Wortes wie „man“. Dreimal auf der ersten Seite, dreimal auf der zweiten &#8230;</p>
<p>9. Die Beschreibungen sind zu spartanisch. Eine h&#246;here Detaildichte w&#252;rde den Text anschaulicher und lebendiger machen.</p>
<p>10. Ein Roman ist das nicht. Wenn ich mir die durchschnittliche Wortanzahl pro Seite ansehe, sch&#228;tze ich das Textvolumen auf ca. 50.000 W&#246;rter. Rein formal gesehen beginnt ein Roman mit 90 – 100.000 W&#246;rtern. Alles bis dahin ist streng genommen eine Erz&#228;hlung, Geschichte, Novelle. Texte dieses Umfanges unter der Flagge „Roman“ segeln zu lassen ist ein reiner Marketing-Schm&#228;h.</p>
<p>11. Thematisch gesehen muss sich „Pop Life“ mit Werken, wie denen von Jack Kerouac („Unterwegs“, „Engel, Kif und neue L&#228;nder“ usw.) messen lassen. Das wird verdammt schwer. Da kann ich dem Autor nur viel Gl&#252;ck w&#252;nschen.</p>
<p>Ich kann und will Herrn Mensings Buch nicht abschlie&#223;end beurteilen, schlie&#223;lich habe ich nicht mehr als die Textprobe bei amazon hinter mir. Allerdings frage ich mich angesichts eines von derlei sprachlichen Marotten zerfressen Textes vor Verzweiflung b&#252;schelweise meine Haare vom Kopf rei&#223;end: Wo ist das Lektorat geblieben?</p>
<p>Ich werde Pop Life nicht kaufen.</p>
<p>A. Ch. Glatz</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Appendix-Blog &#187; Blog Archiv &#187; &#8220;Das Internet ist ein&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9430</link>
		<dc:creator>Appendix-Blog &#187; Blog Archiv &#187; &#8220;Das Internet ist ein&#8230;&#8221;</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 22:30:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/?p=3123#comment-9430</guid>
		<description>[...] »Das Internet ist ein Windfurz« – Hermann Mensing im Gespr&#228;ch [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] »Das Internet ist ein Windfurz« – Hermann Mensing im Gespr&#228;ch [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: monalisa50ff</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/hermann-mensing-im-gespraech-podcast-sonderfolge/comment-page-1/#comment-9384</link>
		<dc:creator>monalisa50ff</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:37:05 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank f&#252;r den Buchtipp  zum Roman &quot;Pop Life&quot;.und den Link zu Amazon, der auch f&#252;r die besondere gute Qualit&#228;t dieser Seiten spricht..Unkomplizierter geht es kaum. Ich habe das Buch bestellt. Somit gibt es wieder einen erfreulichen Baustein im Leben. freundliche Gr&#252;&#223;e sendet ML50ff.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank f&#252;r den Buchtipp  zum Roman &#8220;Pop Life&#8221;.und den Link zu Amazon, der auch f&#252;r die besondere gute Qualit&#228;t dieser Seiten spricht..Unkomplizierter geht es kaum. Ich habe das Buch bestellt. Somit gibt es wieder einen erfreulichen Baustein im Leben. freundliche Gr&#252;&#223;e sendet ML50ff.</p>
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