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	<title>Kommentare zu: Die wichtigsten Tipps eines Verlagslektors</title>
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	<description>Der literarische Treffpunkt im Internet für Autoren, Leser, Verlage und alle Literatur-Begeisterten. Aktuelle Berichte, Gedichte, Kurzgeschichten, Buchtipps, Hörbücher und Podcast.</description>
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		<title>Von: teccla</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-11626</link>
		<dc:creator>teccla</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 15:14:12 +0000</pubDate>
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		<description>Ich schreibe, weil ich schreiben muss. Meine Geschichten sind meine Babys. Rum und Ehre sind nicht das Ziel. Es freut mich wahnsinnig, wenn Leute (die ich nicht kenne) etwas von mir lesen und ich bekomme Mails &quot;ich konnte nicht aufhören, habe mir die ganze Nacht um die Ohren geschlagen&quot; oder &quot;mein Sohn will immer, wenn wir ins Auto steigen, deinen Pepi (Kinderlied zum Osterfest) hören, obwohl Ostern schon so lange vorbei ist&quot;. DAS ist mein Lohn! Ich veröffentliche bei BOD und was mich ärgert sind die hohen Preise für den Handel, die viele Käufer abschrecken. Nein, ich kann von der Schreiberei nicht leben. Ich zähle mich nicht zu Literaten, ich unterhalte und versuche dabei Werte zu übermitteln, etwas Lebenserfahrung und ganz viel Spannung. Dabei bringt mir das Spiel mit dem Wort Erfüllung. Erfolg und Verlag? Nein, ich bettel nicht. Wenn jemand auf meine Schreibe aufmerksam wird, dann soll es so sein. Mit jedem Buch, das ich selbst von A bis Z mache, inklusive Grafiken, Cover usw. lerne ich dazu. Mit dem nächsten Buch gehe ich seit 4 Jahren schwanger... jetzt ist es soweit. Es wird meine Erlebnisse aus 5 Jahren Leben und K(r)ampf in Madagaskar erzählen. Im Schreibling-Forum der Brigitte zählt der Counter für meine tagebuchartigen Berichte mehrere tausend Klicks, dabei war das eine Neuauflage, den alten Thread mit über 25.000 Klicks ließ ich löschen, da ich bedroht wurde und man meine offenen Worte benutzen wollte, um mein Visum anzufechten. Warum 3 -4 Jahre bis zum wirklichen Beginn des Buches? Ich musste selbst einiges verdauen und manches muss einfach im Kopf reifen.
Also nehmt euren Ruhm nicht so wichtig, der kommt, wenn die Zeit reif ist oder nie. Es gibt viele Möglichkeiten gerade durch das Internet Feedback zu bekommen und weiter zu lernen. Es gibt viele Foren, in denen Schriftsteller und Autoren gern Hilfestellung leisten. Jetzt gibt es auch noch die Möglichkeit das eigene Buch als pdf zu veröffentlichen und damit auch eigenes Geld zu verdienen und das ganz ohne Verlag. Also was soll die Jammerei? Vito an Sie die Worte: Ihre Haltung verstehe ich , Ihre Argumente und deren Widersprüche auch, aber Ihren Ton, an dem könnten Sie noch etwas arbeiten.
Der Weg ist das Ziel !
Mit Grüssen
Angela Wittkowski (A. Annecke)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe, weil ich schreiben muss. Meine Geschichten sind meine Babys. Rum und Ehre sind nicht das Ziel. Es freut mich wahnsinnig, wenn Leute (die ich nicht kenne) etwas von mir lesen und ich bekomme Mails &#8220;ich konnte nicht aufhören, habe mir die ganze Nacht um die Ohren geschlagen&#8221; oder &#8220;mein Sohn will immer, wenn wir ins Auto steigen, deinen Pepi (Kinderlied zum Osterfest) hören, obwohl Ostern schon so lange vorbei ist&#8221;. DAS ist mein Lohn! Ich veröffentliche bei BOD und was mich ärgert sind die hohen Preise für den Handel, die viele Käufer abschrecken. Nein, ich kann von der Schreiberei nicht leben. Ich zähle mich nicht zu Literaten, ich unterhalte und versuche dabei Werte zu übermitteln, etwas Lebenserfahrung und ganz viel Spannung. Dabei bringt mir das Spiel mit dem Wort Erfüllung. Erfolg und Verlag? Nein, ich bettel nicht. Wenn jemand auf meine Schreibe aufmerksam wird, dann soll es so sein. Mit jedem Buch, das ich selbst von A bis Z mache, inklusive Grafiken, Cover usw. lerne ich dazu. Mit dem nächsten Buch gehe ich seit 4 Jahren schwanger&#8230; jetzt ist es soweit. Es wird meine Erlebnisse aus 5 Jahren Leben und K(r)ampf in Madagaskar erzählen. Im Schreibling-Forum der Brigitte zählt der Counter für meine tagebuchartigen Berichte mehrere tausend Klicks, dabei war das eine Neuauflage, den alten Thread mit über 25.000 Klicks ließ ich löschen, da ich bedroht wurde und man meine offenen Worte benutzen wollte, um mein Visum anzufechten. Warum 3 -4 Jahre bis zum wirklichen Beginn des Buches? Ich musste selbst einiges verdauen und manches muss einfach im Kopf reifen.<br />
Also nehmt euren Ruhm nicht so wichtig, der kommt, wenn die Zeit reif ist oder nie. Es gibt viele Möglichkeiten gerade durch das Internet Feedback zu bekommen und weiter zu lernen. Es gibt viele Foren, in denen Schriftsteller und Autoren gern Hilfestellung leisten. Jetzt gibt es auch noch die Möglichkeit das eigene Buch als pdf zu veröffentlichen und damit auch eigenes Geld zu verdienen und das ganz ohne Verlag. Also was soll die Jammerei? Vito an Sie die Worte: Ihre Haltung verstehe ich , Ihre Argumente und deren Widersprüche auch, aber Ihren Ton, an dem könnten Sie noch etwas arbeiten.<br />
Der Weg ist das Ziel !<br />
Mit Grüssen<br />
Angela Wittkowski (A. Annecke)</p>
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	<item>
		<title>Von: J.H.</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-4970</link>
		<dc:creator>J.H.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 07:11:21 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde den Tipp, dass man viel lesen soll, gut...
Ich gehe noch zur Schule und ich finde es ziemlich schlimm, wie die deutsche Sprache ignoriert und durch Abkürzungen oder ähnliches verunstaltet wird! Dadurch das ich viel lese habe ich einen viel größeren Wortschatz als die anderen. Ich kann mich besser ausdrücken und das ist ein echter Vorteil, vor allem im Deutschunterricht...
Dieses Jahr habe ich beim Jugendliteraturwettbewerb der OVAG mitgemacht und ich hoffe, dass meine Geschichte veröffentlicht wird - darauf wäre ich wirklich stolz! Falls es aber nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm, ich muss ja sowieso erst noch ein paar Jahre zur Schule gehen, bevor ich Schriftstellerin werden kann...
Danke für die Tipps!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde den Tipp, dass man viel lesen soll, gut&#8230;<br />
Ich gehe noch zur Schule und ich finde es ziemlich schlimm, wie die deutsche Sprache ignoriert und durch Abkürzungen oder ähnliches verunstaltet wird! Dadurch das ich viel lese habe ich einen viel größeren Wortschatz als die anderen. Ich kann mich besser ausdrücken und das ist ein echter Vorteil, vor allem im Deutschunterricht&#8230;<br />
Dieses Jahr habe ich beim Jugendliteraturwettbewerb der OVAG mitgemacht und ich hoffe, dass meine Geschichte veröffentlicht wird &#8211; darauf wäre ich wirklich stolz! Falls es aber nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm, ich muss ja sowieso erst noch ein paar Jahre zur Schule gehen, bevor ich Schriftstellerin werden kann&#8230;<br />
Danke für die Tipps!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: H.L</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3865</link>
		<dc:creator>H.L</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:09:10 +0000</pubDate>
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		<description>Baumann, Sie lernen es nie. Wenn man nur schreibt, um veröffentlicht zu werden, dann ist man kein Autor. Dann muss man sich auch zum Schreiben zwingen, anstatt ein innerliches Schreibbedürfnis zu haben. Ohne dieses ist man einfach kein echter Künstler, sondern nur ein Amateur (und sinnloser Masochist, da man seine Zeit für etwas aufwendet, was man gar nicht gerne macht).
Echten Künstler ist es wichtiger, mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein, und das auszudrücken, was sie ausdrücken wollen. Sie haben einen&quot;echten&quot; Beruf (wieviele Ärzte und Juristen es doch unter den Klassikern gibt) und opfern den Grossteils ihres Privatlebens. Sie leiden für ihre Kunst (nicht für ihre Berühmtheit) und haben auch etwas zu sagen.
Bezeichnen Sie das ruhig als Romantik. Doch sehen Sie sich mal die Biografien der meisten Klassiker an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Baumann, Sie lernen es nie. Wenn man nur schreibt, um veröffentlicht zu werden, dann ist man kein Autor. Dann muss man sich auch zum Schreiben zwingen, anstatt ein innerliches Schreibbedürfnis zu haben. Ohne dieses ist man einfach kein echter Künstler, sondern nur ein Amateur (und sinnloser Masochist, da man seine Zeit für etwas aufwendet, was man gar nicht gerne macht).<br />
Echten Künstler ist es wichtiger, mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein, und das auszudrücken, was sie ausdrücken wollen. Sie haben einen&#8221;echten&#8221; Beruf (wieviele Ärzte und Juristen es doch unter den Klassikern gibt) und opfern den Grossteils ihres Privatlebens. Sie leiden für ihre Kunst (nicht für ihre Berühmtheit) und haben auch etwas zu sagen.<br />
Bezeichnen Sie das ruhig als Romantik. Doch sehen Sie sich mal die Biografien der meisten Klassiker an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerhard Baumann</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3864</link>
		<dc:creator>Gerhard Baumann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 16:04:31 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Cornelia
Drei von 7-10 Autoren sind bei den genannten großen Verlagen unter gekommen? Mit zum Teil mehreren Büchern? Das sind ja über 30 Prozent ! Und die anderen hoffentlich bei kleineren Verlagen? Dann haben wir ja fast Vollbeschäftigung in der Autorenschaft.
Okay, mit meiner Website werde ich noch ein wenig länger warten ;-)
Die Bemerkung mit den &#039;grenzdebilen Idioten&#039; ist sehr unsachlich. Eine solche Unterstellung habe ich hier nicht erwartet. Sollte ich fehlerhaft argumentiert haben, nehme ich jede fundierte Korrektur gerne zur Kenntnis.
Gruß, G-H-B</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Cornelia</p>
<p>Drei von 7-10 Autoren sind bei den genannten großen Verlagen unter gekommen? Mit zum Teil mehreren Büchern? Das sind ja über 30 Prozent ! Und die anderen hoffentlich bei kleineren Verlagen? Dann haben wir ja fast Vollbeschäftigung in der Autorenschaft. </p>
<p>Okay, mit meiner Website werde ich noch ein wenig länger warten ;-)</p>
<p>Die Bemerkung mit den &#8216;grenzdebilen Idioten&#8217; ist sehr unsachlich. Eine solche Unterstellung habe ich hier nicht erwartet. Sollte ich fehlerhaft argumentiert haben, nehme ich jede fundierte Korrektur gerne zur Kenntnis.</p>
<p>Gruß, G-H-B</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: britta khokhar</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3863</link>
		<dc:creator>britta khokhar</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 15:07:22 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist für eine autor wichtig zu veröffentlichen unds möglichs auch damit verdienen und auch wichtig über den literaturmarkt informiert zu sein. Schreiben ist heute nicht nur schreiben und träumen sondern harte arbeit. Man sollte möglichst auch kaufmännische grundkenntnisse haben. Man verkauft was man geschrieben hat. Heute Autorin zu sein ist harte Arbeit, es gehört mehr dazu wie nur schreiben können.
Mit freundlichen Grüssen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist für eine autor wichtig zu veröffentlichen unds möglichs auch damit verdienen und auch wichtig über den literaturmarkt informiert zu sein. Schreiben ist heute nicht nur schreiben und träumen sondern harte arbeit. Man sollte möglichst auch kaufmännische grundkenntnisse haben. Man verkauft was man geschrieben hat. Heute Autorin zu sein ist harte Arbeit, es gehört mehr dazu wie nur schreiben können.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Cornelia Lotter</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3862</link>
		<dc:creator>Cornelia Lotter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 14:58:44 +0000</pubDate>
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		<description>Werter Herr Baumann, nun muss ich mich doch noch einmal einschalten, weil es mir nicht gefällt, wie Sie mich und andere in die Nähe von grenzdebilen Idioten rücken, die einfach die Hoffnung nicht aufgeben wollen. Eine kleine Geschichte dazu. Vor ca. 4 Jahren nahm ich für ein Semester an einem der UNI angegliederten und von einem bekannten Lyriker geleiteten Schreibseminar (oder wie immer Sie das nennen würden) teil, einmal pro Monat traf man sich, um 10 Minuten aus seinen Sachen vorzulesen. Dann wurde darüber diskutiert, nur der Schreiber selbst durfte sich nicht äußern. Seither habe es drei Leute aus dieser doch eher kleinen Runde (meist ca. 7-10) zu einem oder mittlerweile mehreren Büchern in großen Verlagen gebracht. (DTV, Piper, C.H.Beck) Zwei waren sogar in Klagenfurt. Wie geht das mit Ihren merkwürdigen Berechnungen bzw. Demotivationsbehauptungen zusammen? Sagen Sie nun bloß nicht, nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung hätte ich nun überhaupt keine Chance mehr! Ich werde weiterschreiben und vielleicht ist es der 7. oder 8. Roman, der einen Verlag findet. Solange es mir soviel Spaß macht wie Karl Olsberg, finde ich die Zeit nicht schlechter angelegt als auf dem Sofa zu liegen und den Schwachsinn im Fernsehen zu verfolgen. Im übrigen zeigen mir die Antworten der Verlage sowie diverse Erfolge bei Wettbewerben (s.o.), dass meine Hoffnung durchaus berechtigt zu sein scheint. In diesem Sinne viele Grüße von Cornelia.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Werter Herr Baumann, nun muss ich mich doch noch einmal einschalten, weil es mir nicht gefällt, wie Sie mich und andere in die Nähe von grenzdebilen Idioten rücken, die einfach die Hoffnung nicht aufgeben wollen. Eine kleine Geschichte dazu. Vor ca. 4 Jahren nahm ich für ein Semester an einem der UNI angegliederten und von einem bekannten Lyriker geleiteten Schreibseminar (oder wie immer Sie das nennen würden) teil, einmal pro Monat traf man sich, um 10 Minuten aus seinen Sachen vorzulesen. Dann wurde darüber diskutiert, nur der Schreiber selbst durfte sich nicht äußern. Seither habe es drei Leute aus dieser doch eher kleinen Runde (meist ca. 7-10) zu einem oder mittlerweile mehreren Büchern in großen Verlagen gebracht. (DTV, Piper, C.H.Beck) Zwei waren sogar in Klagenfurt. Wie geht das mit Ihren merkwürdigen Berechnungen bzw. Demotivationsbehauptungen zusammen? Sagen Sie nun bloß nicht, nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung hätte ich nun überhaupt keine Chance mehr! Ich werde weiterschreiben und vielleicht ist es der 7. oder 8. Roman, der einen Verlag findet. Solange es mir soviel Spaß macht wie Karl Olsberg, finde ich die Zeit nicht schlechter angelegt als auf dem Sofa zu liegen und den Schwachsinn im Fernsehen zu verfolgen. Im übrigen zeigen mir die Antworten der Verlage sowie diverse Erfolge bei Wettbewerben (s.o.), dass meine Hoffnung durchaus berechtigt zu sein scheint. In diesem Sinne viele Grüße von Cornelia.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerhard Baumann</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3861</link>
		<dc:creator>Gerhard Baumann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 11:41:57 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Karl. Die Sache wiederholt sich. Ich liefere ein Argument (Manuskripte im Altpapier), du benotest es mit dem Prädikat &#039;gruselig&#039;, machst eine scherzhafte Bemerkung und umgehst auf diese Weise eine unangenehme Wahrheit.
Bestimmt nehme ich dir dies nicht übel, denn ich bin abgehärtet. Andere Kommentatoren haben mir andere Anmerkungen quittiert, indem sie die Worte Sarkasmus, Neid und Verbitterung verwendeten. Mit &#039;gruselig&#039; liegst du auch nicht ganz falsch, denn besonders die älteren unter den unveröffentlichten Autoren, die spüren, dass ihnen langsam die Zeit davonläuft, mögen meine Direktheit vielleicht sogar als brutal empfinden. Aber wenn ich einige junge Autoren davor bewahren kann, ihr Leben einer sinnlosen Sache zu opfern, dann nehme ich dies eben in Kauf.
Die Wahrheit ist:
Neben den einigen zehntausend Möchtegern-Schriftstellern, die das Schreiben als nettes Hobby begreifen, die ab und zu mal etwas einem Verlag anbieten und nicht mehr davon erwarten, als ein klein wenig näher dran zu sein am literarischen Geschehen als der &#039;gewöhnliche&#039; Leser, gibt es einige tausend &#039;Intensiv-Autoren&#039;, die sich dem Wahn hingeben, dass sich ihre jahrelange Arbeit irgendwann einmal auszahlen wird.
Aber: NUR EIN MIKROSKOPISCH KLEINER TEIL ALLER GESCHRIEBENEN LITERATUR WIRD VERÖFFENTLICHT. Der Rest landet auf dem Müll, früher oder später. Und veröffentlicht werden nicht unbedingt die Highlights!
Von dem Wenigen, was veröffentlicht wird, findet wiederum nur ein sehr kleiner Teil in nennenswertem Umfang den Weg in die Buchhandlung und damit BEACHTUNG beim Leser. Der größte Teil wird verramscht, makuliert und eingestampft.
Und das ja auch sein Gutes: Weil mit wenigen Ausnahmen praktisch alle veröffentlichten deutschen Autoren nur eine Saison erblühen, darf sozusagen &#039;jeder mal ran&#039;. Man muss es nur lange genug (bitte mit Jahrzehnten rechnen) immer wieder versuchen.
Ich bin erstaunt, dass Autoren so verbissen an ihrer Traumwelt festhalten, in der Pfeife schmauchende Lektoren wohlwollend Manuskripte prüfen. Es ist doch niemandem damit geholfen, in einer Scheinwelt zu leben.
-
Du meinst, es wäre nicht so wichtig, veröffentlicht zu werden, Karl? Das Schreiben soll in sich selbst erfüllend sein? Mit der Meinung stehst du aber alleine da. Im Kommentar Nr. 8 habe ich mich gegenteilig geäußert, Cornelia hat im Kommentar Nr. 78 gar von Verzweiflung geschrieben, das Veröffentlichtwerden ist Thema dieser Kommentarreihe und der mächtige Rummel hier im Mai d.J. zeigt deutlich, wie wichtig es den Schreibern ist.
Und wenn wir hier unsere Statements posten, dann geht für die Formulierung eines jeden Kommentars doch gerne mal eine halbe Stunde drauf. Diese Zeit investieren wir doch nicht, um uns gegenseitig eine Freude zu machen. Wir basteln an unseren Kommentaren für die &#039;Veröffentlichung&#039; in diesem Thread. Mit der Hoffnung, dass viele Leute sie lesen. Das Veröffentlichen IST wichtig.
-
Eigentlich ist es sehr einfach, das Selbstgeschriebene zu veröffentlichen: Den geschrieben Text schön formatieren, als PDF-Dokument &#039;ausdrucken&#039; und die Datei z.B. bei www.doktus.de und/oder www.scribd.com einstellen.
Für diesen und ähnliche Vorschläge habe ich nicht nur hier im Literatur-Café Unverständnis erfahren, sondern auch im persönlichen Gespräch. Und ich habe mir die Mühe gemacht, zu ergründen, warum die Leute so eifersüchtig über ihre Texte wachen und sie nur &#039;richtigen Verlagen&#039; anvertrauen wollen (die Domain schreibgeil.de ist zu genial, um sie verfallen zu lassen, irgendwann schalte ich sie mal auf).
Die Gründe sind vielfältig: Die (irreale) Hoffnung auf Geld spielt natürlich eine Rolle. Ebenso die Eitelkeit, als richtiger Autor eines renommierten Verlags im Bekanntenkreis auftrumpfen zu können. Dann eine traditionelle oder konservative Vorstellung bezüglich der Veröffentlichung (&quot;ein Buch aus Papier soll es sein&quot;). Ebenso die Befürchtung, das Selbstgeschriebene zu entwerten, wenn man es &#039;einfach so hergibt&#039;.
Aber ist es nicht sinnvoller, seine Texte ins Netz zu stellen, statt sie sang- und klanglos untergehen zu lassen? Ich habe den Traum von einer e-Book-Kultur. Ich weiss, dass es ohne geeignete Hardware nichts wird. Und ich befürchte, dass nicht genug Material zur Verfügung steht, wenn die Displays eines Tages die Qualität von bedrucktem Papier haben.
Gruß, G-H-B</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Karl. Die Sache wiederholt sich. Ich liefere ein Argument (Manuskripte im Altpapier), du benotest es mit dem Prädikat &#8216;gruselig&#8217;, machst eine scherzhafte Bemerkung und umgehst auf diese Weise eine unangenehme Wahrheit.</p>
<p>Bestimmt nehme ich dir dies nicht übel, denn ich bin abgehärtet. Andere Kommentatoren haben mir andere Anmerkungen quittiert, indem sie die Worte Sarkasmus, Neid und Verbitterung verwendeten. Mit &#8216;gruselig&#8217; liegst du auch nicht ganz falsch, denn besonders die älteren unter den unveröffentlichten Autoren, die spüren, dass ihnen langsam die Zeit davonläuft, mögen meine Direktheit vielleicht sogar als brutal empfinden. Aber wenn ich einige junge Autoren davor bewahren kann, ihr Leben einer sinnlosen Sache zu opfern, dann nehme ich dies eben in Kauf.</p>
<p>Die Wahrheit ist:</p>
<p>Neben den einigen zehntausend Möchtegern-Schriftstellern, die das Schreiben als nettes Hobby begreifen, die ab und zu mal etwas einem Verlag anbieten und nicht mehr davon erwarten, als ein klein wenig näher dran zu sein am literarischen Geschehen als der &#8216;gewöhnliche&#8217; Leser, gibt es einige tausend &#8216;Intensiv-Autoren&#8217;, die sich dem Wahn hingeben, dass sich ihre jahrelange Arbeit irgendwann einmal auszahlen wird.</p>
<p>Aber: NUR EIN MIKROSKOPISCH KLEINER TEIL ALLER GESCHRIEBENEN LITERATUR WIRD VERÖFFENTLICHT. Der Rest landet auf dem Müll, früher oder später. Und veröffentlicht werden nicht unbedingt die Highlights!</p>
<p>Von dem Wenigen, was veröffentlicht wird, findet wiederum nur ein sehr kleiner Teil in nennenswertem Umfang den Weg in die Buchhandlung und damit BEACHTUNG beim Leser. Der größte Teil wird verramscht, makuliert und eingestampft.</p>
<p>Und das ja auch sein Gutes: Weil mit wenigen Ausnahmen praktisch alle veröffentlichten deutschen Autoren nur eine Saison erblühen, darf sozusagen &#8216;jeder mal ran&#8217;. Man muss es nur lange genug (bitte mit Jahrzehnten rechnen) immer wieder versuchen.</p>
<p>Ich bin erstaunt, dass Autoren so verbissen an ihrer Traumwelt festhalten, in der Pfeife schmauchende Lektoren wohlwollend Manuskripte prüfen. Es ist doch niemandem damit geholfen, in einer Scheinwelt zu leben.</p>
<p>-</p>
<p>Du meinst, es wäre nicht so wichtig, veröffentlicht zu werden, Karl? Das Schreiben soll in sich selbst erfüllend sein? Mit der Meinung stehst du aber alleine da. Im Kommentar Nr. 8 habe ich mich gegenteilig geäußert, Cornelia hat im Kommentar Nr. 78 gar von Verzweiflung geschrieben, das Veröffentlichtwerden ist Thema dieser Kommentarreihe und der mächtige Rummel hier im Mai d.J. zeigt deutlich, wie wichtig es den Schreibern ist.</p>
<p>Und wenn wir hier unsere Statements posten, dann geht für die Formulierung eines jeden Kommentars doch gerne mal eine halbe Stunde drauf. Diese Zeit investieren wir doch nicht, um uns gegenseitig eine Freude zu machen. Wir basteln an unseren Kommentaren für die &#8216;Veröffentlichung&#8217; in diesem Thread. Mit der Hoffnung, dass viele Leute sie lesen. Das Veröffentlichen IST wichtig.</p>
<p>-</p>
<p>Eigentlich ist es sehr einfach, das Selbstgeschriebene zu veröffentlichen: Den geschrieben Text schön formatieren, als PDF-Dokument &#8216;ausdrucken&#8217; und die Datei z.B. bei <a href="http://www.doktus.de" rel="nofollow" class="liexternal">http://www.doktus.de</a> und/oder <a href="http://www.scribd.com" rel="nofollow" class="liexternal">http://www.scribd.com</a> einstellen.</p>
<p>Für diesen und ähnliche Vorschläge habe ich nicht nur hier im Literatur-Café Unverständnis erfahren, sondern auch im persönlichen Gespräch. Und ich habe mir die Mühe gemacht, zu ergründen, warum die Leute so eifersüchtig über ihre Texte wachen und sie nur &#8216;richtigen Verlagen&#8217; anvertrauen wollen (die Domain schreibgeil.de ist zu genial, um sie verfallen zu lassen, irgendwann schalte ich sie mal auf).</p>
<p>Die Gründe sind vielfältig: Die (irreale) Hoffnung auf Geld spielt natürlich eine Rolle. Ebenso die Eitelkeit, als richtiger Autor eines renommierten Verlags im Bekanntenkreis auftrumpfen zu können. Dann eine traditionelle oder konservative Vorstellung bezüglich der Veröffentlichung (&#8220;ein Buch aus Papier soll es sein&#8221;). Ebenso die Befürchtung, das Selbstgeschriebene zu entwerten, wenn man es &#8216;einfach so hergibt&#8217;.</p>
<p>Aber ist es nicht sinnvoller, seine Texte ins Netz zu stellen, statt sie sang- und klanglos untergehen zu lassen? Ich habe den Traum von einer e-Book-Kultur. Ich weiss, dass es ohne geeignete Hardware nichts wird. Und ich befürchte, dass nicht genug Material zur Verfügung steht, wenn die Displays eines Tages die Qualität von bedrucktem Papier haben.</p>
<p>Gruß, G-H-B</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karl Olsberg</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3859</link>
		<dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 16:11:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Gerhard, was für ein gruseliger Kommentar! Warum machen wir nicht alle rituellen Selbstmord? Im Ernst: Wer nur schreibt, weil er unbedingt veröffentlicht werden will, macht etwas ganz falsch. Schreiben muss in sich selbst erfüllend sein, nur dann hat man die Kraft und das Durchhaltevermögen, es so weit zu entwickeln, dass man überhaupt veröffentlicht werden kann. Für mich ist Schreiben wie Lesen, nur zehnmal so intensiv  die tiefgreifendste Erfahrung außerhalb der Realität, die es gibt. Ich werde garantiert nicht mehr damit aufhören, egal, ob irgendjemand meine Bücher lesen will. Im Übrigen ist das unverlangte Einsenden von Manuskripten an 100 Verlage ebenso garantiert zum Scheitern verurteilt wie das Schreiben eines persönlichen Briefs an George Bush mit der Bitte, er möge endlich Vernunft annehmen.
Mein Tipp: 1. An allen relevanten Schreibwettbewerben teilnehmen (siehe www.uschtrin.de) und seinen Stil solange verbessern, bis man unter die Top 20 kommt (im Unterschied zu Verlagen wollen die Jurys solcher Wettbewerbe Manuskripte tatsächlich lesen). Dazu gehört vor allem üben, üben, üben. Feedback von ehrlichen Freunden, Schreibgruppen etc. hilft. 2. Mit einem Top20-Ergebnis in der Tasche an eine seriöse Literaturagentur wenden (seriös sind alle Agenturen, die weder Manuskriptprüfungsgebühren noch kostenpflichtige Lektoratsleistungen verlangen und nur auf Erfolgsbasis arbeiten, Liste ebenfalls bei Sandra Uschtrin). Das hat jedenfalls bei mir funktioniert.
Allen, die die Hoffnung nicht aufgeben, viel Erfolg!
Karl</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Gerhard, was für ein gruseliger Kommentar! Warum machen wir nicht alle rituellen Selbstmord? Im Ernst: Wer nur schreibt, weil er unbedingt veröffentlicht werden will, macht etwas ganz falsch. Schreiben muss in sich selbst erfüllend sein, nur dann hat man die Kraft und das Durchhaltevermögen, es so weit zu entwickeln, dass man überhaupt veröffentlicht werden kann. Für mich ist Schreiben wie Lesen, nur zehnmal so intensiv  die tiefgreifendste Erfahrung außerhalb der Realität, die es gibt. Ich werde garantiert nicht mehr damit aufhören, egal, ob irgendjemand meine Bücher lesen will. Im Übrigen ist das unverlangte Einsenden von Manuskripten an 100 Verlage ebenso garantiert zum Scheitern verurteilt wie das Schreiben eines persönlichen Briefs an George Bush mit der Bitte, er möge endlich Vernunft annehmen. </p>
<p>Mein Tipp: 1. An allen relevanten Schreibwettbewerben teilnehmen (siehe <a href="http://www.uschtrin.de" rel="nofollow" class="liexternal">http://www.uschtrin.de</a>) und seinen Stil solange verbessern, bis man unter die Top 20 kommt (im Unterschied zu Verlagen wollen die Jurys solcher Wettbewerbe Manuskripte tatsächlich lesen). Dazu gehört vor allem üben, üben, üben. Feedback von ehrlichen Freunden, Schreibgruppen etc. hilft. 2. Mit einem Top20-Ergebnis in der Tasche an eine seriöse Literaturagentur wenden (seriös sind alle Agenturen, die weder Manuskriptprüfungsgebühren noch kostenpflichtige Lektoratsleistungen verlangen und nur auf Erfolgsbasis arbeiten, Liste ebenfalls bei Sandra Uschtrin). Das hat jedenfalls bei mir funktioniert.</p>
<p>Allen, die die Hoffnung nicht aufgeben, viel Erfolg!</p>
<p>Karl</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerhard Baumann</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3858</link>
		<dc:creator>Gerhard Baumann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 14:13:39 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Cornelia Lotter. In meinem Kommentar Nr. 21 habe ich eine Website zum Thema &quot;Alternativen zum Veröffentlichen bei Buchverlagen&quot; angekündigt. Bemerkungen wie die deine sind der Grund dafür, dass ich die Sache erst mal auf Eis gelegt habe. Der Aufwand dafür lohnt sich offensichtlich nicht. Nicht einer meiner auf das Thema bezogenen, sauber formulierten und nachvollziehbaren Argumente in diesem Thread ist aufgegriffen worden, weder in positiver noch in negativer Form. Die Argumente wurden einfach ignoriert, ebenso wie die Konsequenzen, die sich aus dem Ursprung dieser Kommentarreihe (nämlich der Bericht ganz oben) ergeben.
Die knappe Bemerkung von DDT erscheint mir als der sinnvollste Kommentar von allen! DDT darf tatsächlich froh darüber zu sein, dass er kein Schreiber ist (selbst wenn er tief in seinem Inneren ein Autor sein will).
Allein in Deutschland gibt es zur Zeit wohl mehrere tausend Menschen, die sich mächtig zur Schriftstellerei berufen fühlen, intensiv am Autoren-Dasein arbeiten und damit ihr Leben verschwenden. Wie viele es europaweit oder weltweit sind oder es im Verlauf der letzten Jahrzehnte gewesen sind, kann man gar nicht abschätzen.
Schon etwas schockierend die Überlegung, wie viele Zehntausend Manuskripte in den letzten Jahren nach dem Tod des Autors von den Angehörigen in den Altpapier-Container geworfen wurden und wie viele Zehntausend Manuskripte in den nächsten Jahren dort entsorgt werden. Nicht unbedingt wegen des Verlustes der literarischen Werke ist es traurig, sondern wegen der verschwendeten Lebensleistung der Literaten.
Hier ein Ad-On zum ursprünglichen Bericht dieser Kommentarreihe:
Aus einem Interview mit Daniel Keel, Gründer und Verleger des DIOGENES-Verlages - Spiegel Nr. 40/2007, Seite 186
Daniel Keel: ...wir kriegen jeden Tag einen Stoß von unverlangten Manuskripten. Im Jahr etwa 3000.
Spiegel: Wie oft wird davon etwas ins Programm genommen?
Daniel Keel: Im Schnitt bleibt alle drei Jahre eins hängen. Eins von 9000 wird also gedruckt.
Ich könnte mir vorstellen, dass du, liebe Cornelia, auch diese unangenehme Information ignorierst. Die Hoffnung stirbst zuletzt - bei allen Träumern. Vielleicht aber schöpfst du sogar Hoffnung aus dieser Zahl und glaubst, eine Quote von 1:9000 wäre nicht so schlecht - schließlich gibt es ja viele Verlage und wenn du deine Manuskripte an 100 Verlage schickst, stehen die Chancen ja 1 zu 90!
Sehr wahrscheinlich wirst du es irgendwann einmal zu einer Veröffentlichung bei einem Verlag bringen, Cornelia. Und was hast du damit gewonnen? Ein bescheidenes Büchlein in kleiner Auflage in einer Flut von Publikationen! Die Chance, dass es NICHT nach dem ersten Jahr aus dem Verlagsprogramm genommen wird, ist nochmals sehr viel geringer als die einer Erstveröffentlichung.
Gruß, G-H-B</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Cornelia Lotter. In meinem Kommentar Nr. 21 habe ich eine Website zum Thema &#8220;Alternativen zum Veröffentlichen bei Buchverlagen&#8221; angekündigt. Bemerkungen wie die deine sind der Grund dafür, dass ich die Sache erst mal auf Eis gelegt habe. Der Aufwand dafür lohnt sich offensichtlich nicht. Nicht einer meiner auf das Thema bezogenen, sauber formulierten und nachvollziehbaren Argumente in diesem Thread ist aufgegriffen worden, weder in positiver noch in negativer Form. Die Argumente wurden einfach ignoriert, ebenso wie die Konsequenzen, die sich aus dem Ursprung dieser Kommentarreihe (nämlich der Bericht ganz oben) ergeben.</p>
<p>Die knappe Bemerkung von DDT erscheint mir als der sinnvollste Kommentar von allen! DDT darf tatsächlich froh darüber zu sein, dass er kein Schreiber ist (selbst wenn er tief in seinem Inneren ein Autor sein will).</p>
<p>Allein in Deutschland gibt es zur Zeit wohl mehrere tausend Menschen, die sich mächtig zur Schriftstellerei berufen fühlen, intensiv am Autoren-Dasein arbeiten und damit ihr Leben verschwenden. Wie viele es europaweit oder weltweit sind oder es im Verlauf der letzten Jahrzehnte gewesen sind, kann man gar nicht abschätzen.</p>
<p>Schon etwas schockierend die Überlegung, wie viele Zehntausend Manuskripte in den letzten Jahren nach dem Tod des Autors von den Angehörigen in den Altpapier-Container geworfen wurden und wie viele Zehntausend Manuskripte in den nächsten Jahren dort entsorgt werden. Nicht unbedingt wegen des Verlustes der literarischen Werke ist es traurig, sondern wegen der verschwendeten Lebensleistung der Literaten.</p>
<p>Hier ein Ad-On zum ursprünglichen Bericht dieser Kommentarreihe:</p>
<p>Aus einem Interview mit Daniel Keel, Gründer und Verleger des DIOGENES-Verlages &#8211; Spiegel Nr. 40/2007, Seite 186</p>
<p>Daniel Keel: &#8230;wir kriegen jeden Tag einen Stoß von unverlangten Manuskripten. Im Jahr etwa 3000.</p>
<p>Spiegel: Wie oft wird davon etwas ins Programm genommen?</p>
<p>Daniel Keel: Im Schnitt bleibt alle drei Jahre eins hängen. Eins von 9000 wird also gedruckt.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass du, liebe Cornelia, auch diese unangenehme Information ignorierst. Die Hoffnung stirbst zuletzt &#8211; bei allen Träumern. Vielleicht aber schöpfst du sogar Hoffnung aus dieser Zahl und glaubst, eine Quote von 1:9000 wäre nicht so schlecht &#8211; schließlich gibt es ja viele Verlage und wenn du deine Manuskripte an 100 Verlage schickst, stehen die Chancen ja 1 zu 90!</p>
<p>Sehr wahrscheinlich wirst du es irgendwann einmal zu einer Veröffentlichung bei einem Verlag bringen, Cornelia. Und was hast du damit gewonnen? Ein bescheidenes Büchlein in kleiner Auflage in einer Flut von Publikationen! Die Chance, dass es NICHT nach dem ersten Jahr aus dem Verlagsprogramm genommen wird, ist nochmals sehr viel geringer als die einer Erstveröffentlichung.</p>
<p>Gruß, G-H-B</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rolf Ronck</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/#comment-3852</link>
		<dc:creator>Rolf Ronck</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 12:19:37 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht, liebe Cornelia, ist es bei DDT, wie bei meinem Nachbarn.
Der hält sich Hühner, obwohl er weder Eier noch Hühnerfleisch isst.
Er füttert sie und kümmert sich um die Tiere, er verschenkt sowohl die Eier, als auch die schlachtreifen Hühner an seine Nachbarschaft - ganz ohne eigenen Nutzen. Die Kosten, die ihm entstehen, betrachtet er als seinen Einsatz, den sein Hobby von ihm fordert.
So gesehen, ist ein Manuskript in einer Schublade, nichts außergewöhnliches. Oder?;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht, liebe Cornelia, ist es bei DDT, wie bei meinem Nachbarn.<br />
Der hält sich Hühner, obwohl er weder Eier noch Hühnerfleisch isst.<br />
Er füttert sie und kümmert sich um die Tiere, er verschenkt sowohl die Eier, als auch die schlachtreifen Hühner an seine Nachbarschaft &#8211; ganz ohne eigenen Nutzen. Die Kosten, die ihm entstehen, betrachtet er als seinen Einsatz, den sein Hobby von ihm fordert.<br />
So gesehen, ist ein Manuskript in einer Schublade, nichts außergewöhnliches. Oder?;-)</p>
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