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Beitrag vom 17. Juli 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Fein geworden: Der Diogenes Verlag hat endlich eine neue Website

Die neue Website des Diogenes VerlagsDer in Zürich ansässige Diogenes Verlag war seinerzeit einer der letzten großen Publikumsverlage, der eine eigene Website hatte. Erst seit dem Jahr 2000 kann man den Schweizer Verlag auch online besuchen. Acht Jahre lang hat diese Website überdauert.

Dabei war diogenes.ch am Schluss mit modernen Browsern fast nicht mehr nutzbar. Die Inhalte wurden zwangsweise in einem Popup-Fenster dargestellt, das sich aufgrund der modernen Popup-Blocker oftmals gar nicht mehr öffnete. Und es war fast unmöglich, sich seine Lieblingsbücher oder -autoren per Browser-Lesezeichen zu merken. Auch eine Querverlinkung von anderen Websites war unmöglich.

Aber das ist jetzt vorbei, denn seit heute hat der Verlag endlich eine neue Website.

Der neue Internet-Auftritt von Diogenes präsentiert sich auf den ersten Blick schlicht, aufgeräumt, kleinteilig und durchaus ungewöhnlich. Drei Elemente sind auf einer grauen Fläche positioniert. Die Navigation findet sich klassisch auf der linken Seite. Es sind wenige, groß dargestellte Menü-Begriffe, die minimal ein Untermenü besitzen. Kleine Abstände unterteilen die Menüpunkte in Aktuelles, Infos zu Büchern und Autoren und einen Teil zum Verlag selbst.

In der Mitte dann eine Inhaltsfläche, die variabel belegt werden kann. Hier finden sich Nachrichten, Bücherlisten, Suchergebnisse oder sogenannte »Magazine«, die sich speziell einem Buch, einem Thema oder einem Autor widmen. So ist beispielsweise ein interaktiver Venedig-Stadtplan aufrufbar, in dem die Schauplätze von Donna Leons Brunetti-Romanen verzeichnet sind.

Im rechten Bereich dann ein Feld, in dem ausführliche Infos zu einem ausgewählten Buch oder Autor abrufbar sind. Registerreiter am oberen Rand lassen schnell zwischen den Infos wechseln; auch auf Hörbuchausgaben oder Verfilmungen wird verwiesen. Bücher und Autoren kann man sich zudem per Klick merken, sodass sie über ein Lesezeichen rasch aufrufbar sind. Den Buchhandel wird es freuen, dass Diogenes keine direkte Bestellfunktion eingebaut hat und deutlich auf die Buchhandlung als Bezugsquelle verwiesen wird. Je nach dargestellter Info im mittleren Bereich finden sich rechts auch immer wieder Autorenfotos oder Buchcover, die zum Klicken anregen.

Es fällt auf, dass diese drei Inhaltselemente sehr gut miteinander interagieren und die Informationen sinnvoll verknüpft sind. Wählt man im mittleren Bereich einen Autor aus, sind rechts sofort alle Infos präsent, wozu beispielsweise auch Lesungen gehören. Kickt man eine davon an, werden wiederum im mittleren Bereich ausführliche Infos zu Zeit und Ort angezeigt.

Hörbuchfans wird es freuen, dass es im linken Menübereich auch eine Rubrik »Sprecher« gibt, sodass man sämtliche Hörbücher mit dieser Stimme angezeigt bekommt. Und natürlich kann sofort zur Hörprobe gewechselt werden.

Dieses durchdachte und ausgeklügelte Vernetzungskonzept ist gestalterisch und technisch hervorragend umgesetzt und erlaubt ein wunderbar intuitives Navigieren durch die Inhalte der Website, ohne dass man sich virtuell verläuft, denn jederzeit ist auch ein konventionelles Vor- und Zurückblättern über die Browser-Buttons möglich. Vorbildlich, dass alles auch bei deaktiviertem JavaScript funktioniert.

Äußerst ergiebig und intelligent ist auch die Suchfunktion integriert, die das Ergebnis in Kategorien aufbereitet und sofort die Möglichkeit bietet, die Suchrubriken per Mausklick näher einzuschränken. Zudem erscheint unter dem Menü ein weiterer Punkt »Suchresultat«, mit dem dieses jederzeit zurückgeholt werden kann.

Die unterschiedlichen Zielgruppen der Verlagswebsite finden am unteren Rand eine weitere Navigation, die z.B. zum geschützten Pressebereich oder zum Bereich für den Buchhandel wechseln lässt.

Ein RSS-Feed mit neuen Meldungen fehlt ebenso wenig, und ein Blick in den Quellcode zeigt, dass die technische Umsetzung standardkonform und suchmaschinenoptimiert erfolgte.

Fazit:
Mit seiner intuitiven und bedienungfreundlichen Web-Oberfläche setzt Diogenes Maßstäbe. Eine Fülle von Informationen wird sauber und aufgeräumt präsentiert.

1 Kommentar zu diesem Beitrag lesen

  1. alexander schau schrieb am 18. Juli 2008 um 00:05 Uhr

    aber liebes literaturcafé, sooo neu ist die seite doch auch wieder nicht, ein paar wochen gibt’s die inzwischen schon.
    nichtsdestrotrotz habt ihr recht: ganz klasse gworden!

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