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Beitrag vom 14. März 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Notizen

Cicero veröffentlicht Liste der 20 wichtigsten Buchverlage

CiceroDie Zeitschrift Cicero veröffentlicht in ihrer April-Ausgabe 2008 eine Liste der 20 wichtigsten Verlage. Die Liste ist auch im Internet einsehbar. 20 Literaturexperten wurden gebeten, die ihrer Meinung nach drei wichtigsten Verlage zu benennen, aus denen die 20 Top-Verlage ermittelt wurden. Unter den Experten sind Feuilletonchefs großer Tageszeitungen, Literaturhausdirektoren und Leute wie Denis Scheck (druckfrisch) und Wolfgang Herles (aspekte).

Platz 1 der Liste verwundert nicht und ist absolut berechtigt: es ist der Hanser Verlag aus München. Erfreulich – und vielleicht gar nicht mal so erstaunlich -, dass es sich hierbei nicht um einen Konzernverlag handelt. Platz 2 geht an den S. Fischer Verlag. Ein Verlag mit Tradition und hervorragendem Buchprogramm. Dass auf Platz 3 nach wie vor der Suhrkamp Verlag steht, hätte man nicht erwartet. Nach den internen Auseinandersetzungen im Verlag, dem Weggang renommierter und wichtiger Autoren ist der Suhrkamp Verlag nicht mehr das, was er einst war. Doch bei den Literaturexperten wirkt offenbar noch die positive Vergangenheit nach.

Bereits auf Platz 4 steht ein Verlag, der der sogenannten Independent-Szene entstammt, also ein kleiner unabhängiger Verlag mit guten Programm: Kookbooks. Es folgen weitere Verlage, die man auf der Liste natürlich erwartet, wie z. B. Rowohlt, Diogenes, C.H.Beck, Kiepenheuer & Witsch, Kein & Aber, Eichborn, Tropen.

Spannend natürlich auch, wer nicht auf der Liste steht.

Der Wagenbach Verlag mit seinem ambitionierten und streitbaren Verleger spielt offenbar nicht mehr die Rolle, die er in den 70er und 80er Jahren inne hatte. Kein Random-House-Verlag (Bertelsmann) ist dabei. Heyne, Goldmann oder Blanvalet sind den Experten offenbar nicht literarisch genug. Gleiches gilt wohl für Lübbe. Ebenfalls nicht auf der Liste steht Hoffmann & Campe.

1 Kommentar zu diesem Beitrag lesen

  1. Claudine schrieb am 14. März 2008 um 15:42 Uhr

    Das ist eine interessante Liste, denn ich mache mein Leseverhalten,sprich Bücher, die ich gerne lese, bei der Suche auch vom Verlag abhängig, in dem ein Buch erschienen ist. Bücher von Heyne und Ullstein nehme ich nie, wenn ich auch gar nicht weiß, ob nicht inzwischen große Konzerne die kleinen Verlage in ihren Konzernen aufgehen ließen.

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