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Beitrag vom 20. Februar 2012 | Rubrik: E-Books, Hörbücher

Kostenloses Hörbuch, E-Book und iBook: »Lenz« von Georg Büchner als Download

Georg Büchner

Georg Büchner

Die Jahre 2012 und 2013 sind Büchner-Jahre. Am 19. Februar 2012 ist der 175. Todestag des Schriftstellers, und am 17. Oktober 2013 feiern wir seinen 200. Geburtstag. Karl Georg Büchner wurde nur 24 Jahre alt. Er starb an einer Typhuserkrankung.

Das literaturcafe.de präsentiert anlässlich der beiden Jubiläumsjahre die Erzählung »Lenz« von Georg Büchner in einer kombinierten Text- und Hörfassung als E-Book für Amazons Kindle und alle Kindle Lese-Apps für iPad, iPhone, Android, Mac und PC sowie im EPUB-Format für SONY-Reader, Kobo und andere Lesegeräte. Ebenso steht eine spezielle »Textbook«-Version für das iPad und Apple iBooks 2 bereit.

Die Hörfassung als MP3-Download

Wolfgang Tischer liest die vollständige Erzählung »Lenz« von Georg Büchner. Die MP3-Datei kann hier mittels Audio-Player direkt angehört oder heruntergeladen werden.

Hinweis: Hörfassung nur zum privaten Gebrauch. Kommerzielle Nutzung, Aufführung, Sendung oder Weiterverbreitung nur mit Genehmigung des literaturcafe.de zulässig.

Die Textfassung als EPUB-, Kindle- und iBooks-Version

EPUB-Version für E-Book-Reader und Apple iBooks (122 kByte)
Diese Version enthält einen Link auf die MP3-Datei. Die Audiodatei kann nur auf Lesegeräten wiedergegeben werden, die über eine schnelle Internetanbindung (LAN/WLAN) und die Möglichkeit der Audiowiedergabe verfügen. Zudem muss der Download von MP3-Dateien zugelassen sein. Die Textversion wird jedoch uneingeschränkt auf allen Geräten angezeigt.

MOBI-Version für Amazons Kindle und Kindle-Apps (194 kByte)
Übertragen Sie diese Datei per USB ins documents-Verszeichnis Ihres Kindle oder schicken Sie sie an die E-Mail-Adresse Ihres Gerätes. Diese Version enthält einen Link auf die MP3-Datei. Die Audiodatei kann nur auf Lesegeräten wiedergegeben werden, die über eine schnelle Internetanbindung (LAN/WLAN) und die Möglichkeit der Audiowiedergabe verfügen. In der Regel ist dies nur mit den Kindle-Lese-Apps auf iPad, iPhone, Mac, PC etc. möglich. Eine Wiedergabe auf dem Kindle 4 ist leider mangels MP3-Player und Lautsprechern nicht möglich. Die Textversion wird jedoch uneingeschränkt auf allen Geräten angezeigt.

iBooks-Version als »Textbook« für Apples iPad 2 und 3 (73 MByte)
Diese Version enthält die Text- und Hörfassung in einer Datei. Sie kann ausschließlich mit Apples Lesesoftware iBooks 2 auf dem iPad 2 und 3 angezeigt werden. Laden Sie diese Datei am besten direkt via WLAN auf dem iPad herunter und öffnen Sie sie mit iBooks oder übertragen Sie die Datei mittels iTunes auf das Gerät.

Über die Erzählung Lenz

Die Erzählung »Lenz« wurde erst zwei Jahre nach Georg Büchners Tod veröffentlicht. Es ist davon auszugehen, dass dieses Werk in dieser Form noch nicht zur Veröffentlichung gedacht war. Gerne wird daher in einigen Ausgaben die Bezeichnung »Ein Fragment« gewählt, andere kategorisieren den Text als Novelle.

Die Erzählung »Lenz« beruht auf wahren Ereignissen und beschreibt die psychische Erkrankung des Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792) und seinen Aufenthalt im Elsass. Im Jahre 1778 hält sich Lenz dort für knapp drei Wochen bei Pfarrer Johann Friedrich Oberlin auf. Lenz leidet an einer paranoiden Schizophrenie und unternimmt in dieser Zeit mehrere Selbstmordversuche. Pfarrer Oberlin führt über den Aufenthalt ein Tagebuch.

Georg Büchner wiederum hat große Teile dieses Tagebuches in »seinen« Lenz übernommen, weshalb zuweilen zu lesen ist, dass es sich bei der Erzählung »Lenz« um ein Plagiat handle. Bei diesem Urteil gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass Büchner das Werk so nie selbst veröffentlicht hat.

In beeindruckenden Sprachbildern sind im »Lenz« die psychische Erkrankung des Schriftstellers und das Leiden an der Welt festgehalten. So heißt es bereits zu Beginn, als sich Lenz´ aufgewühlte Psyche in der Naturbeschreibung widerspiegelt: »nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopf gehn konnte« und »Es war ihm alles so klein, so nahe, so naß, er hätte die Erde hinter den Ofen setzen mögen«.

Ebenfalls zu erwähnen ist das so genannte »Kunstgespräch« an Oberlins Wohnzimmertisch, in dem es darum geht, ob der Künstler in seinen Werken die Wirklichkeit als ideal oder real auch mit ihren negativen Aspekten darstellen soll. Indem Büchner Lenz zum enthusiastischen Fürsprecher für eine unverklärte Wiedergabe macht, nimmt er bereits Jahre vorab den Standpunkt des späteren Bürgerlichen Realismus ein. Seinen Lenz lässt er sagen: »Dieser Idealismus ist die schmählichste Verachtung der menschlichen Natur.«

Die Büchnersche Erzählung endet mit den berühmten Worten »So lebte er hin.« Tatsächlich lebte Lenz nach seinem Aufenthalt bei Oberlin noch 14 Jahre und verbrachte die Zeit in Lettland und Russland in unterschiedlichen Stellungen und Berufen. Richtig ins Leben zurück kam er nie, seine Krankheit verschlimmerte sich, am Morgen des 4. Juni 1792 wird er tot in den Straßen Moskaus aufgefunden. Sein Grab ist unbekannt. Jakob Michael Reinhold Lenz wurde 41 Jahre alt.

2 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. WHOR schrieb am 15. Juni 2013 um 17:43 Uhr

    Hallo Herr Tischer, ich bin begeistert von Ihrem Hörbuch “Lenz”. Habe die Erzählung vor sehr vielen Jahren gelesen und war damals gelangweilt. Jetzt haben Sie mich wieder darauf aufmerksam gemacht!! Die Lesung fand ich so gut, dass ich die Erzählung sofort gesucht habe.
    Gruss

  2. Sica schrieb am 16. Juni 2013 um 20:14 Uhr

    Ich möchte mich ebenfalls bei Wolfgang Tischer bedanken, dass er uns das Geschenk gemacht hat , den LENZ als MP3 Datei und als Mobi für den Kindle herunterladbar zu machen.

    Wie mein Vorgänger schreibt, so ist es auch mir ergangen, ich konnte früher Büchners LENZ gar nicht lesen, die Erzählung war mir einfach zu langweilig.

    Aber dadurch, dass Wolfgang Tischer diese Erzählung so sensibel vorliest, habe ich auf einmal ein ganz anderes Verhältnis zu diesem Werk gewonnen.

    Danke

    NS:
    Ich muss sagen, dieses Captcha unten ist furchtbar…habe es mehrere Male abgetippt und nun bald genug von dem Ding. Das kann doch keiner entziffern…

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  1. »Lenz« von Georg Büchner als Download « Stadtbibliothek Göppingen's Blog verlinkte am 22. Februar 2012 um 18:11 Uhr

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