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Beitrag vom 29. November 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

The Bookseat: Ein Sitzkissen für Bücher und E-Reader im Test

Testleserin mit BookseatDer »Bookseat« verspricht ein entspanntes Bücherlesen. Das tetraederartige Kissen besitzt eine Einbuchtung für ein aufgeschlagenes Buch und eine Klemmvorrichtung, sodass dieses beim Lesen nicht zuklappt. Besonders dicke Wälzer braucht man nicht mehr in der Hand zu halten. Man kann beim Lesen bequem zum Rotwein greifen oder die Katze auf dem Schoß streicheln, während das Buch im Sitzkissen daneben auf dem Sofa ruht.

Ist der Bookseat überflüssiger Schnickschnack? Ein Geschenk für Buchleser, die schon alles haben? Oder ist der Buchsitzsack doch praktisch?

Bücher lesen und Katze kraulen

Bücher so ab 400 Seiten zu lesen ist nicht einfach. Mit einer Hand kann man sie in der Regel nicht bedienen. Ständig muss man umgreifen oder sie umlagern, wenn man von der rechten auf die linke Seite wechselt. Will die Katze auf den Schoß, so kann man schwere Bücher nicht am ausgestreckten Arm halten. Lehnt man Bücher irgendwo an und passt nicht auf, so haben sich schnell mal ein paar Seiten zugeklappt und man muss die aktuelle Lesestelle wieder suchen.

Abhilfe will hier der »Bookseat« schaffen. Es ist ein flexibler »Buchhalter«, den man bequem auf dem Schoß oder auf dem Sofa platziert. Das Buchkissen ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich und mit Styroporkügelchen gefüllt, sodass man es der Lesesituation anpassen kann. Auch auf der Sessel- oder Sofalehne schmiegt es sich an. Auf einer Seite des Kissen-Tetraeders befindet sich eine Ablagefläche für ein Buch, das im Winkel von ca. 120 Grad aufgeklappt ist. Damit die Seiten nicht zufallen, fixiert man diese mit einem stabilen kleinen Plexiglasstreifen. Dieser ist mit einem verstellbaren Gummiband versehen, ähnlich wie bei einer Anorakkapuze. Allerdings muss man den durchsichtigen Streifen nicht festziehen. Er ist schwer genug, sodass eine lockere Ablage vor den Seiten reicht, ohne dass das Buch zufällt. Mit etwas Übung kann man dann mit einer Hand umblättern, indem man die Fixierung nach unten drückt, blättert und sie dann wieder loslässt. Oben am »Buchsitz« befindet sich eine Trageschlaufe, die man bei einer Lesepause zusätzlich als Lesezeichen ins Buch klappen kann.

Außerdem hat die weiche Lesehalterung hinten eine Handytasche, sodass man dieses beim Lesen in Griffweite hat. Wahlweise kann man dort natürlich auch einen Bleistift oder anders unterbringen.

Bildergalerie: The Bookseat (9 Fotos)

Die ersten Exemplare in der Küche genäht

Die Oberfläche ist angenehm und kann mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch gereinigt werden. In die Waschmaschine kann man das Teil jedoch nicht stecken, da der Überzug direkt mit den Styroporkugeln gefüllt ist. Aufgrund der leichten Füllung wiegt das Bücherkissen nur 235 Gramm.

Erfunden hat den Bookseat die Australierin Cindy Barber. Die ersten Exemplare hat sie noch selbst in der Küche genäht, und die weißen Styroporkügelchen flogen durch die ganze Wohnung. Zunächst hat sie die Buchkissen auf regionalen Märkten verkauft, doch mittlerweile vertreibt sie ihre Erfindung weltweit.

Praxistest mit dicken Schmökern

Wir haben den »Bookseat« nun einige Wochen in der Praxis getestet und dicke Romane von Andreas Eschbach, Sebastian Fitzek und Stephen King damit gelesen.

Wider Erwarten erwies sich die weiche Buchablage als überaus praktisch beim Lesen auf dem Sofa. Zudem kann man das Buch bei einer Lesepause dort einfach aufgeklappt stehen lassen. Man beginnt die Armfreiheit zu genießen, und das flauschige Kissen schafft eine gemütliche Leseatmosphäre. Selbst im Bett macht das Kissen noch eine gewisse Schräglage mit, wenngleich man nicht vollständig auf der Seite liegend lesen kann. Auf dem Rücken liegen kann man natürlich nicht, wohl aber sehr bequem auf dem Bauch mit dem Buch vor der Nase. Auch im Zug oder im Flugzeug liest es sich mit dem Kissen angenehm. Wird man müde, so kann man es zur Seite drehen und als normales Schlafkissen verwenden. Im Gepäck verbraucht das Kissen allerdings etwas Volumen, da es sich nicht sehr zusammendrücken lässt, was zudem für die Styroporfüllung nicht gut wäre.

Ebenfalls nicht geeignet ist die Buchstütze für vorsichtige Leser, die ein Buch nicht »schieflesen« wollen und es daher nicht mehr als 90 Grad aufklappen.

Überaus praktisch ist der Bookseat auch für Kindle, Tolino oder iPad, die hier ebenfalls gut Platz finden und mittels Plexiglas und Gummiband gegen ein Abrutschen gesichert sind. So kann man auch bequem Filme und Videos auf dem iPad schauen oder im literaturcafe.de lesen.

Fazit: Praktisch-flauschige Lesehalterung

Der Bookseat ist eine praktisch-flauschige Lesehalterung für Bücher, Reader und Tablets. Am besten geeignet für Leute, die viel im Sitzen lesen und die Arme frei haben wollen. Die ungewöhnliche Lesehilfe ist gut konstruiert und verarbeitet. Da sie auch für iPad und E-Reader verwendet werden kann, ist das Bücherkissen auch für die Zukunft gerüstet.

The Bookseat. In den unterschiedlichsten Farben für ca. 30 Euro. (Bei Amazon ansehen)

1 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Susanne schrieb am 4. Dezember 2013 um 11:29 Uhr

    … oder gleich einen Reader kaufen. *veg*

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