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Beitrag vom 7. August 2008

Boah ey! Kafka war voll Porno!

Aus Kafkas Porno-SammlungMit medial inszenierter Entrüstung, um den Absatz seines neuen Buches anzukurbeln,  verkündet der britische Wissenschaftler James Hawes Schockierendes: Franz Kafka hat Pornos besessen! Ja, wirklich! Es ist vielleicht sogar davon auszugehen, dass er sich die auch angesehen hat. Schockierend! Die »Heftchen« mit Goldprägung trugen den unverfänglichen Titel »Der Amethyst« und waren von Franz Blei herausgegeben.

In den Bänden enthalten waren nicht nur erotische Texte von Goethe und Waldemar Bonsels (ja, genau, der mit der Biene Maja! Bienen und Blüten… na, Sie wissen schon), sondern auch schockierende pornografische Darstellungen. Hawes verkündet nur ganz wenige Details, aber es gäbe darin Darstellungen von »girl-on-girl action«, also Mädels, die miteinander… Oh Gott, man mag es gar nicht aussprechen… Und auch Darstellungen mit Tieren seien dabei! Auch das mögen wir gar nicht aussprechen, sondern haben still danach gegoogelt. Das Ergebnis finden Sie rechts. Wi-der-wärtig, was da Kafkas Franz so alles konsumiert hat.

Nur unser Redaktionspraktikant hat müde gelächelt. »Er habe da«, so sagte er uns, »viel besseres Material auf seinem Handy.«

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Kommentare

  1. Marek schrieb:

    Liebe Frau Biesenbach!
    Ich finde das, was Herr Hawes da von sich gibt, auch voellig daneben. Insofern finde ich auch Ihren sarkastischen Artikel passend. Allerdings denke ich, dass Sie das, was Herr Hawes sagt, misinterpretieren. In meinen Augen liegt seine Kernaussage darin, dass er der Welt zeigen moechte, wer Kafka “wirklich” war, naemlich kein Heiliger. Dieser, seiner Meinung nach durch die Kafka-Forschung verklaerten Sichtweise auf Kafka, moechte er nun anhand seines Fundes entgegenwirken. Dass Kafka naemlich pornografische Zeitschriften abonniert hatte, das ist hinlaenglich bekannt und somit nicht neu oder gar “shocking”. Und noch etwas: Man sollte nicht vergessen, dass sich die Zeiten aendern und in ein paar Jahren auch das, was Ihr Praktikant da auf dem Handy zu haben vorgibt, niemanden mehr vom Hocker reissen wird. LG

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  1. 24stunden.de » Pornoesk statt kafkaesk am 8. August 2008 um 13:49 Uhr

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