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Beitrag vom 30. Juni 2016 | Rubrik: Bachmannpreis-Podcast 2016, Literarisches Leben, Podcast

Bachmannpreis-Podcast 2016 – Folge 3: Der erste Tag mit Sargnagel

Bastian Schneider liest

Je nachdem, wo man im Publikum sitzt, ist der Autor weit entfernt von der Jury. Links am Horizont liest Bastian Schneider.

Doris Brockmann und Wolfgang Tischer sitzen in der Klagenfurter Fußgängerzone und sprechen über die ersten 5 Lesungen am ersten Lesetag für den Bachmannpreis 2016.

Die erste lesende Autorin war Stefanie Sargnagel.

Mehr Luft: Public Viewing vor dem ORF-Studio

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Im einzelnen sah die Lesereihenfolge des ersten Tages (Donnerstag, 30. Juni 2016) so aus. Die Namen sind jeweils mit den Texten auf bachmannpreis.orf.at verlinkt:

1. Lesung 10.00 Uhr Stefanie Sargnagel
2. Lesung 11.00 Uhr Sascha Macht
3. Lesung 12.00 Uhr Marko Dinić

Mittagspause

4. Lesung 13.30 Uhr Bastian Schneider
5. Lesung 14.30 Uhr Selim Özdogan

Wie bewährt sich das neue Studio-Layout? Und was hat Frau Sargnagel mit einem Hasen gemeinsam? Doris Brockmann und Wolfgang Tischer erläutern es in der 3. Podcastfolge direkt aus Klagenfurt bei Trüffeltorte und Cappuccino.

2 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. T.S. schrieb am 1. Juli 2016 um 05:31 Uhr

    Den Hasen-Text von Selim Özdogan fand ich von allen Texten des 1. Tages am unterhaltsamsten. Ich hatte mir während des Vortrages aber schon halbwegs gedacht, dass er nicht gut wegkommen würde.
    Ich wusste sogar um die möglichen Argumente der Jury gegen diesen Text, die dann auch prompt kamen.

    Bei den Kurztexten von Bastian Schneider habe ich mir spntan überlegt, es hätte ihnen vielleicht gut getan, sie ins Präsens zu versetzen und beim satzbau hin und wieder das Prädikat wegzulassen. Aber vielleicht bin ich da auch allzu sehr an den Walser-Duktus gewöhnt. Ich meine allerdings Martin W., nicht den angesprochen Robert W., den ich kaum kenne.

    Den Text von Frau Sargnagel (heißt die wirklich so?) fand ich von der Jury restlos überbewertet und überinterpretiert. Ehrlich gesagt, habe ich die Diskussion nicht wirklich verstanden. Fast schien es mir, als wolle man die Autorin für die undankbare Startposition bissl entschädigen, indem man ihren Text mit Nachsicht behandelt. Ich persönlich habe die Schilderung einer in der Stadt umherstreifenden Lohnschreiberin als absolut leer und trostlos empfunden. Ähnlich ging es mir auch mit der Dystopie von Sascha Macht, die aber von der jury deutlich härter beurteilt wurde.

    Was die Juroren betrifft: Ich bedaure sehr, dass mit Klaus Kastberger auch dies Jahr wieder nur ein einzelner Österreicher in der Jury vertreten ist. Gerade die Mitwirkung von Juroren wie Klaus Nüchtern oder Paul Jandl hat die Rezeption in den vergangenen Jahren bereichert. Deren Kommentare zeichnen sich zwar (ebenso wie die von Kastberger) durch eine gewisse Drastik aus, sie beziehen jedoch klar Stellung und wissen ihre Position auch aschaulich darzustellen.

    Als genaues Gegenteil erscheint mir die eher zurückhaltende Stimme der Schweiz, die mit Hildegard Keller, Stefan Gmünder und Juri Steiner wiederum dreifach vertreten ist. Wobei ich Herrn Steiner diesmal ausdrücklich loben will. Zwar hält er als um Neutralität bemühter Eidgenosse seine Wortmeldungen weiterhin lieber im Stil einer Interpretation und es bleibt schwer zu fassen, was er wirklich von einem Text hält. Dennoch versucht er zumindest ein wenig, aus seiner Haut herauszukommen, auch wenn er es vorläufig nur bis zum Konjunktiv schafft. Ich bin echt stolz auf ihn!

    Frau Keller ist da (vermutlich durch ihren langen Aufenthalt in den USA) schon deutlich begeisterungsfähiger, was mir besonders beim Text von Selim Özdogan aufgefallen ist. Fast dachte ich sie hätte diesen Text vorgeschlagen, weil sie ihn so frenetisch gelobt hat. Es war aber Stefan Gmünder, der dann zwar natürlich ein wolwollendes, aber eher verhaltenes Statement abgeliefert hat.
    Bei seinem anderen Autor Bastian Schneider hat Gmünder gar einen Fauxpas begangen, als er den Text verteidigen wollte und sinngemäß anmerkte, so schlimm ist es ja nun auch wieder nciht.
    Da hätte ich mich als Autor aber bedankt.

    Fazit:

    Bislang sehe ich zwei von den Texten im Finale, wobei der ganz große Wurf noch nicht dabei gewesen zu sein scheint. Allerdings haben die Juroren ja seit ein paar Jahren die Möglicheit, die Texte bereits im Vorfeld wochenlang einzusehen. Da könnte also in den kommenden Tagen noch was besseres dabei sein.

  2. S.W. Schilke schrieb am 1. Juli 2016 um 11:07 Uhr

    Hallo

    Mach doch bitte mal einen Beitrag wie Ihr den Podcast macht (Technik etc.) Danke

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