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Beitrag vom 3. Juni 2014 | Rubrik: Bachmannpreis 2014

Automatische Literaturkritik: Werden Sie Stifter beim Bachmannpreis

Angela Leinen (links) und Kathrin Passig (rechts) bei der Verleihung des »Automatische Literaturkritik Preis 2011« an Linus Reichlin

Angela Leinen (links) und Kathrin Passig (rechts) bei der Verleihung des »Automatische Literaturkritik Preis« an Linus Reichlin im Jahre 2011

Bei den Tagen der deutschsprachingen Literatur Anfang Juli in Klagenfurt werden nicht nur der Bachmannpreis und weitere offizielle Literaturpreise vergeben. Seit 2008 gibt es den inoffiziellen »Automatische Literaturkritik Preis« (ALK).

Initiiert wurde der ALK von den Betreibern des Weblogs riesenmaschine.de, und das Preisgeld von 500 Euro wurde seitdem jährlich mühevoll zusammengekratzt. Das soll sich 2014 ändern: Ab sofort ist jede(r) dazu aufgerufen, fürs Preisgeld zu spenden. Bei entsprechend generöser Gabe kann man sogar zum Namensgeber werden.

Alle klagen über schlechte Literatur, aber niemand bemüht sich um konstruktive Kritik und nachvollziehbare Bewertungskriterien. Jedenfalls niemand außer uns.

schreiben Angela Leinen und Kathrin Passig, die den »Automatische Literaturkritik Preis« maßgeblich kuratieren. Anhand einer vorab definierten Liste von 54 Pluspunkt- und 154 Minuspunkt-Kriterien werden in diesem Jahr die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Bachmannpreis bewertet. Kurz vor der offiziellen Bachmannpreis-Verleihung am Sonntag, 6. Juli 2014, wird der Siegerin oder dem Sieger der inoffizielle Preis vor dem ORF-Theater in Klagenfurt überreicht.

Und da Crowdfunding gerade sehr in ist (Manche Verlage finanzieren sich damit sogar die Kosten für eine Gerichtsverhandlung), ist in diesem Jahr jeder, der an guter Literatur interessiert ist, dazu aufgerufen, etwas für das Preisgeld zu spenden. Angepeilt ist das Zehnfache der bisherigen Gewinnsumme, also 5.000 Euro. Damit wäre der ALK genauso hoch dotiert wie der offizielle »Ernst-Willner-Preis«. Anders als sonst beim Crowdfunding muss die Summe bei der Spendenaktion zum »Automatische Literaturkritik Preis« nicht zwingend erreicht werden. Vergeben wird, was bis zum 5. Juli an Spenden zusammenkommt. Schon jetzt (3. Juni 2014) ist der bisherige Betrag von 500 Euro überschritten. Die Grafik links zeigt den aktuellen Stand.

Die Spender gehen zudem nicht leer aus. Wer mindestens 5 Euro gibt, dessen Name wird auf der Preisurkunde zu lesen sein. Außerdem gibt es für die edlen Spender höheren Beiträgen Postkartengrüße aus Klagenfurt und individuell gedichtete Sonette oder Limericks von Clemens J. Setz oder Jo Lendle .

Wer tiefer in die Tasche greift und 1.000 Euro zahlt, nach dem wird der komplette Preis benannt – für 2.500 Euro sogar gleich für zwei Jahre.

Alles weitere zum »Automatische Literaturkritik Preis« und der Spendenaktion kann auf der Crowdfunding-Plattform indiegogo nachgelesen werden. Und dort kann selbstverständlich auch gespendet werden.

1 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Uli schrieb am 4. Juni 2014 um 10:14 Uhr

    “Alle klagen über schlechte Literatur, aber niemand bemüht sich um konstruktive Kritik …”

    Niemand??? Nicht mal im LC, der Heimatplattform DES Literaturkritikers schlechthin?

    Ich bin verwundert … ;-)

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  1. Castingshows - Romana Ganzoni und Michael Fehr: Wettlesen in Klagenfurt verlinkte am 30. Juni 2014 um 18:56 Uhr

    […] wurden die 500 Euro mühsam zusammengetragen, 2014 wird der Preis mittels Crowdfunding finanziert (riesenmaschine.de). Kurz vor der offiziellen Bachmannpreis-Verleihung am Sonntag, 6. Juli 2014, wird der Siegerin […]