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Amazon Kindle: 10 Tipps wie Sie Ihr eigenes E-Book veröffentlichen und 70% Autorenhonorar bekommen

Veröffentlicht von Redaktion am 21. April 2011 @ 16:49 in Buchkritiken und Tipps,E-Books | 47 Kommentare

Kindle Lektüre am Strand

Foto: amazon.com

Am 21. April 2011 hat Amazon seinen [1] deutschsprachigen Kindle-E-Book-Store eröffnet. Ab sofort sind dort [2] nach Aussage des Online-Buchhändlers über 25.000 deutschsprachige eBooks für das Kindle-Lesegerät erhältlich, darunter die meisten aktuellen Bestseller. Ebenso wird das Kindle nun zum festen Europreis von Amazon Deutschland ausgeliefert. Der Dollarpreis wurde jedoch 1:1 zum Europreis und [3] das Gerät kostete bei der Einführung 139 bzw. 189 Euro (WLAN-/UMTS-Version). Nachtrag: Seit Oktober 2015 ist der Kindle 4 durch ein kostengünstiges Modell mit Touch-Bedienung ersetzt worden. Im literaturcafe.de [4] finden Sie einen ausführlichen Testbericht des günstigen Einsteigermodells für 59 Euro. Ebenso [5] haben wir den Kindle Paperwhite getestet, der im Oktober 2012 erstmals auf den deutschen Markt kam.

Interessanter für Autoren – und solche die es werden wollen – ist die Tatsache, dass hierzulande nun auch das [6] »Kindle Direct Publishing« verfügbar ist und jeder sein eigener Verleger werden kann. Pro verkauftem Kindle-E-Book gibt es satte 70% Autorenhonorar. Die US-Autorin [7] Amanda Hocking ist auf diesem Weg zur Millionärin geworden.

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie ihr eigenes Buch erfolgreich im Kindle E-Book-Store vermarkten und verkaufen.

Was ist »Kindle Direkt Publishing«?

Kindle Direct PublishingEinfach ausgedrückt: Sie brauchen keinen Verlag mehr und verkaufen Ihr Buch direkt als E-Book für das Kindle über amazon.de, amazon.com und amazon.co.uk. Sie laden dazu einfach die Buchdatei hoch und Amazon bietet das Werk auf der Website an, übernimmt für Sie Verkauf, Zahlungsabwicklung und elektronische Distribution auf die Geräte. Für diese Dienstleistung behält der Online-Händler 30% vom Nettopreis ein, sodass Sie satte 70% Tantiemen bzw. Autorenhonorar erhalten – theoretisch. Ein unglaublich hoher Betrag, wenn man weiß, dass das Autorenhonorar bei gedruckten Büchern bei durchschnittlich 8% liegt.

Sie sehen sich schon als deutschsprachige [7] Amanda Hocking? Tausende von Leserinnen und Lesern über Nacht? Lesen Sie schon den Immobilienteil Ihrer Zeitung?

Amanda Hocking hat freimütig [7] berichtet, dass solch ein Erfolg auch viel Arbeit bedeutet. Nicht ohne Grund ist sie nun bei einem Verlag unter Vertrag. Lektorat, Marketing und Rechte, um alles müssen Sie sich selbst kümmern, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Wir haben daher für Sie 10 Tipps und Hinweis zusammengestellt, die Sie unbedingt beachten sollten, um Ihr Werk ohne Verlag für Kindle-Nutzer anzubieten.

Tipp 1: Klären Sie die Rechte an den Inhalten

Es mag paradox klingen, aber speziell Autoren, die schon einen Verlag für ihre gedruckten Bücher haben, sollten klären, ob sie überhaupt das Recht besitzen, ihr eigenes Werk als eBook zu veröffentlichen. Häufig sind mit dem Autorenvertrag für das gedruckte Buch auch die Nutzungsrechte an der elektronischen Ausgabe an den Verlag übertragen worden. Dann darf allein der Verlag das eBook auf den Markt bringen und 70% Honorar bleiben ein Traum.

Und selbst wenn Sie bei einem Print-on-Demand-Dienstleister veröffentlicht haben, sollten Sie nochmals den Vertrag durchlesen. Auch dort finden sich mitunter Klauseln, dass auch die eBook-Version beim gleichen Dienstleister veröffentlicht werden muss. Und selbst wer unvernünftigerweise sein Geld einem [8] Zuschussverlag in den Rachen geworfen hat, kann ein Problem bekommen. So wenig diese Dienstleister [9] echte Verlage sind, so sehr sichern sie sich jedoch häufig auch im Kleingedruckten die Rechte an der E-Book-Ausgabe.

Haben Sie noch keinen Verlag und haben Sie ihr Manuskript zu 100% selbst verfasst (und selbst heißt [10] wirklich selbst!), dann dürfte es keine Probleme geben.

Doch schon ein [11] Zitat von Karl Valentin als Motto dem Text vorangestellt geht nicht ohne weiteres. Auch für Zitate müssen Sie die Nutzungsrechte beim Eigentümer oder den Erben einholen. Ihr Protagonist darf im Text nicht einfach so ein Gedicht von Hermann Hesse zitieren, denn der ist noch nicht 70 Jahre tot und seine Erben wollen Geld sehen. Mit eingewobenen Schiller- und Goethe-Gedichten gibt es keine Probleme, wohl aber mit einer aktuellen Dostojewskij-Übersetzung, denn daran hält die Übersetzerin oder der Übersetzer die Rechte, auch wenn der Russe schon über 70 Jahre tot ist.

Und denken Sie auch an den Fotograf Ihrer Cover-Abbildung! Auch hier dürfen Sie nicht einfach ungefragt ein Foto verwenden. Sie müssen aktiv die Erlaubnis eingeholt haben. »Ich habe nachgefragt und keiner hat sich gemeldet und etwas dagegen gehabt«, gilt nicht als Ausrede.

Mit dem Upload Ihres Werkes bei Amazon müssen Sie bestätigen, dass alle Rechte bei Ihnen liegen. Denn Sie haben es ja bei unserem [12] ehemaligen Verteidigungsminister gesehen: Irgendwann kommt jeder Betrug und jede Lüge ans Licht. Klären Sie also die rechtlichen Dinge, und halten Sie die Vereinbarungen schriftlich fest. Denn spätestens, wenn Sie wirklich gute Umsätze mit Ihrem eBook machen, könnte sich der Bekannte melden, der Ihnen damals für lau ein Foto fürs Cover überlassen hat, und nachträglich Geld verlangen.

Für Autoren, die bereits einen Verlag haben, dürfte unser Beitrag »[13] Buch wird E-Book: Wem gehören die lektorierte Textfassung und das Cover?« interessant sein.

Tipp 2: Achten Sie auf korrekte Rechtschreibung

Ja, dieser Tipp steht an zweiter Stelle, denn obwohl es gerade diejenigen, die mit der »Orthogravieh« auf Kriegsfuß stehen, nicht immer wahrhaben wollen: Einen Text voller Schreibfehler will niemand lesen. Der Satz »Es kommt auf den Inhalt an« ist eine billige Ausrede. Wenn die Form nicht stimmt, wird auch der Inhalt nicht gerade positiv bewertet. Schalten Sie die Rechtschreibprüfung Ihrer Textverarbeitung an, die jedoch viele Fehler übersehen wird. Haben Sie eine Deutschlehrerin in der Bekanntschaft? Dann fragen Sie doch mal dort nach. Zur Not müssen Sie einen Profi beauftragen, was die 70% schmälert, aber zeigt, warum manchmal Verlage sinnvoll sind.

Die ersten 10 Seiten des Textes sind bei Amazon automatisch eine kostenlose Leseprobe. Niemand kauft also die »Kaze im Sak«.

Tipp 3: Lassen Sie den Text lektorieren

Eine [14] Rechtschreibprüfung ist kein Lektorat. Ein Lektor ist kein Korrektor. Ein Lektor findet logische Fehler, Schwächen in der Handlung oder an den Figuren Ihres Romans. Er streicht langweilige und überflüssige Adjektive und Beschreibungen. Ein Lektor urteilt aus der Sicht der Leserschaft – ehrlich aber konstruktiv.

Schlechte Lektoren findet man im eigenen Familien- und Bekanntenkreis. Dort meidet man lieber eine offene und ehrliche Kritik. Und geben Sie Ihr Werk niemandem zum Lesen, der selbst nie Bücher liest. Sie lassen ja auch keinen Vegetarier testen, ob das Steak schon gut durch ist.

Einen guten Lektor zu finden, ist nicht einfach. Einen Lektor zu haben, ist einfach gut.

Tipp 4: Konvertieren Sie den Text ins richtige Format und wählen Sie ein aussagekräftiges Cover

Dieser Punkt mag für technische Laien und Menschen, die auf Ihrem Rechner nur Manuskripte und eMails tippen, der schwierigste sein. Doch auf der anderen Seite ist es bei eBooks relativ einfach, was die Auszeichnung des Textes angeht. Da das Kindle den Text je nach eingestellter Textgröße dynamisch umbricht, dürfte ein Manuskript mit möglichst wenigen besonders gesetzten Passagen einfach zu konvertieren sein. Titel, Kapitelüberschrift, Text, Kapitelüberschrift, Text, das ist eine einfache und gute Struktur. Die können Sie sogar in Word erfassen, die Überschriften fett machen und ansonsten darauf achten, dass nur nach den Absätzen ein Umbruch erfolgt. Dann können Sie sogar die DOC-Datei bei Amazon hochladen und sie dürfte problemlos konvertiert werden.

Amazon nimmt zwar sehr viele Formate entgegen, so z.B. auch PDF, doch ist dieses Format ein denkbar ungeeignetes, da es dynamische Umbrüche nicht beherrscht. So warnt selbst Amazon vor der Verwendung von PDF-Dateien.

Grundsätzlich sind die [15] Hilfetexte bei Amazon sehr ausführlich und gut – und auf Deutsch verfügbar. Lesen Sie sie gut durch und ziehen Sie im Zweifelsfall lieber einen Experten zu Rate.

Wenn Sie technisch ein perfektes Buch wollen, bei dem man beispielsweise vom Inhaltsverzeichnis direkt zum entsprechenden Kapitel verlinken und dorthin springen kann, sollte die Ausgangsdatei eine saubere HTML-Datei mit Sprungankern sein. Hier können Sie sogar Bilder in den Text einbetten und dann alle Dateien als ZIP-Verzeichnis zu Amazon hochladen.

Da Amazon ein verschlüsseltes Mobipocket-Format verwendet, mag es sogar sinnvoll sein, den Text mit dem [16] kostenlosen Mobipocket-Creator in dieses Format umzuwandeln, sodass Sie schon auf Ihrem Rechner daheim einen möglichst guten Eindruck vom fertigen eBook bekommen.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Ihre Word-Datei im docx-Format mit dem kostenlosen [17] Open-Source-Programm Calibre ins MOBI-Format konvertieren. Der Umgang mit Calibre ist [18] ausführlich in unserem E-Book-Ratgeber beschrieben und Schritt für Schritt erläutert.

Ein Titelbild bzw. eine Coverdatei laden Sie getrennt bei Amazon hoch. Auch hier finden Sie auf [19] den Hilfeseiten konkrete Angaben zu Dateiformat und Größe.

Was das Motiv betrifft, sollten Sie zwei Dinge unbedingt berücksichtigen: Das Cover sollte auch im kleinen Vorschauformat, das Amazon in der Übersicht und nach der Suche anzeigt, gut wirken und Aufmerksamkeit erregen. Auf der anderen Seite zeigt das Kindle-Gerät selbst die Grafiken nur schwarzweiß an. Daher sollte das Cover genügend Kontrast haben, dass sich z. B. der Titel auch dann noch deutlich von einer Farbfläche darunter abzeichnet, wenn diese nicht mehr farbig ist. [18] Ausführliche Tipps und Tricks zum Coverdesign finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber. Dort listen wir auch die häufigsten Anfängerfehler bei der Titelgestaltung auf.

Tipp 5: Laden Sie die Buchdatei bei Amazon hoch

Kindle in der Hand

Foto: amazon.com

Sofern Sie die Tipps 1 bis 4 befolgt haben, dürfte der [20] Upload der Datei selbst kein Problem sein. Wer als Kunde und Leser bereits ein Amazon-Konto hat, kann dieses auch für »Kindle Direct Publishing« verwenden. Amazon fragt alle Daten ab. Bereits im Vorfeld sollten Sie sich Gedanken machen, als was bzw. in welche Rubrik Sie ihr Werk einordnen. Auch aussagekräftige Stichworte zum Inhalt sollten Sie sich vorab überlegen, denn auch diese können Sie eingeben, um potenziellen Kunden zu helfen, Ihr Buch zu finden. Entscheidend sind also nicht die Begriffe, mit denen Sie als Autor gefunden werden wollen, sondern die, wonach Leserinnen und Leser suchen. Das kann durchaus ein Unterschied sein. Fragen Sie bereits Ihre Lektoren und Testleser, was geeignete Schlagwörter für ihr Werk wären und wonach sie suchen würden, um es zu finden.

Es spricht nichts dagegen, dass Sie ihr Buch in allen Ländern anbieten, die Amazon vorschlägt. Auch über amazon.com werden deutschsprachige Bücher verkauft.

Eine Leseprobe brauchen Sie nicht hochzuladen. Amazon erstellt diese automatisch aus den ersten Seiten Ihres Werkes. Es sollte daher also nicht mit einer [21] 20-seitigen Danksagung an Freunde und Bekannte beginnen.

Tipp 6: Legen Sie einen angemessenen Preis für Ihr Werk fest

[22] E-Book-Preise sind so eine Sache. Die Verlage wollen sie natürlich möglichst hoch halten. Einen Einheitspreis für Bestseller von 9,99 Euro analog zu den 9,99 Dollar beim USA-Start konnte Amazon in Deutschland nicht durchsetzen. So sind die eBooks im Kindle-Store zwar günstiger als das gedruckte Pendant, aber der Nachlass hält sich in Grenzen.

Dennoch raten wir dazu, den Preis eher günstiger anzusetzen. Allerdings behält sich Amazon vor, in Ihre Preisgestaltung einzugreifen und den Preis z.B. an Konkurrenztitel anzupassen. Schauen Sie also vor dem Upload, was vergleichbare Titel kosten und orientieren Sie sich daran.

Beachten Sie, dass Sie einen sogenannten »Listenpreis« eingeben, der in Deutschland dem Nettopreis entspricht. Daher müssen Sie etwas rechnen, um die im Handel beliebten Bruttopreise von x,99 oder x,80 Euro zu erhalten. Wenn Sie Ihr Buch für 2,99 verkaufen wollen, müssen Sie von diesem Betrag den Mehrwertsteuersatz abziehen. Bei E-Books gilt in Deutschland der volle Steuersatz von 19 Prozent. Allerdings werden Kindle-E-Books nicht über Amazon Deutschland, sondern über Amazon Europa mit Sitz in Luxemburg verkauft. Daher muss zur Berechnung der ermäßigte luxemburgische Steuersatz von 3% herangezogen werden, der seit dem 1. Januar 2012 für E-Books gilt. Bis zum 31. Dezember 2011 war es noch der volle luxemburgische Steuersatz von 15%.

Nachtrag: Zum 1. Januar 2015 wird sich der Steuersatz erneut ändern, dann werden bei E-Book-Käufen deutscher Kunden 19% Steuern fällig.

Um einen Bruttopreis von 2,99 Euro zu erhalten, lautet die Formel bis zum 31.12.2014 2,99/103*100=2,9029. Somit müsste man 2,90 Euro eingeben. Das wäre dann auch der Betrag, von dem Sie bei einem Verkauf 70% erhalten, also 2,03 Euro.

Nachtrag: Ab dem 1. Januar 2015 müssen Sie dann 2,99/119*100=2,5126 rechnen. Autoren bekommen bei einem Verkaufspreis von 2,99 Euro durch die erhöhte Steuer also rund 40 Cent pro Verkauf weniger ausbezahlt. Berücksichtigen Sie daher die Steuerumstellung zum Jahreswechsel schon jetzt, und setzten Sie den Preis ggf. etwas höher an.

Somit hätten Sie bei 492.611 verkauften Exemplaren eine Million Euro eingenommen.

Übrigens: Verschenken können Sie Ihr Buch via Amazon nicht. Die Eingabe von 0 Euro oder anderen Beträgen unter dem angegebenen Mindestpreis lässt Amazon nicht zu, und Sie erhalten eine Fehlermeldung.

Vorsicht, Preisfalle!

Wie Sandra Uschtrin in [23] Ihrem Kommentar dankenswerterweise bemerkt, gilt die vermeintlich hohe Marge von 70% nicht für alle Preise, sonder nur für einen Listenpreis zwischen 2,60 und 8,69 Euro (Stand: April 2012). Wer einen Preis darüber oder darunter festsetzt, der erhält nur 35% und der Großteil des Umsatzes geht an Amazon. Die genauen und aktuellen Werte, die auch von der Dateigröße des eBooks abhängen, sind [24] auf den Amazon-Hilfeseiten nachzulesen. Und dann gibt es da noch das erwähnte Damokles-Schwert, dass Amazon es sich vorbehält, den angesetzten Preis eigenmächtig anzupassen.

Im 70%-Bereich erhebt Amazon zudem noch eine kleine Versandgebühr pro Verkauf. Das mag zunächst seltsam erscheinen, wo doch E-Books nicht mit der Post verschickt werden. Gemeint sind die Kosten für den Download. Diese sind von der Dateigröße des E-Books abhängig. Bei reinen Texten ist diese in der Regel sehr gering, jedoch können Grafiken die Dateigröße rasch aufblähen. Überlegen Sie daher, ob der Einsatz von Bildern sinnvoll oder notwendig ist.

Und noch eine weitere Falle gibt es: das Gesetz über die Preisbindung für Bücher (Buchpreisbindungsgesetz oder BuchPrG). Infos dazu finden Sie [25] in einem weiteren Beitrag zum Thema.

Tipp 7: Legen Sie eine Amazon-Autorenseite an

Ist ihr Buch geprüft und freigegeben, so beginnt das Marketing für Ihr Werk. Und das sollten Sie dort beginnen, wo Sie auch verkaufen: bei Amazon. Nutzen Sie das ganze Instrumentarium, das Ihnen zur Verfügung steht. Laden Sie als Autor und Verlag in Personalunion aussagekräftige Zusatzinfos hoch. Legen Sie eine [26] Autorenseite an und halten Sie diese immer aktuell. Bestücken Sie diese z.B. mit einem selbst gemachten Buchtrailer. Machen Sie Ihre Fans auf Lesungen etc. aufmerksam.

Fordern Sie die Leute auf, ihr Buch zu bewerten. Natürlich mit einem Hinweis auf der Autorenseite – aber warum nicht im Buch selbst? Im Buch sollten Sie Ihre Website, Ihre Facebook-Fanseite etc. erwähnen.

Aber Vorsicht: Ihre Freunde und Bekannten sollten keine 5-Sterne-Gefälligkeitsbewertungen bei Amazon abgeben. Die sind meist schnell durchschaut. Ein eBuch eines unbekannten Autoren, das drei supertolle Bewertungen hat, womöglich mit solch phrasenhaften Sätzen wie »Ich habe das Buch in einer Nacht verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen« wirken peinlich. Denn jeder kann sich durch die kostenlose Leseprobe selbst davon überzeugen, dass dieses Urteil nicht ganz so treffend sein könnte.

Tipp 8: Pflegen Sie Ihre eigene Website und nutzen Sie Twitter, Facebook & Co.

Die so genannten »Sozialen Medien« gelten schon lang nicht mehr als Marketing-Geheimtipp. Sie sollen Sie nutzen, aber es auch hier nicht übertreiben. Nicht in jedem zweiten Tweet oder in jedem zweiten Pinnwandeintrag sollten Sie erwähnen, wie großartig und toll Sie selbst ihr eigenes Buch finden. Auch das ist eher peinlich. Dann lieber ab und an ein dezenter Hinweis auf eine Rezension in einem Blog. Wenn Sie keinen Roman, sondern ein Sachbuch geschrieben haben, sollten Sie sich mit Ihren Einträgen als Kenner der Materie präsentieren. Wenn Sie auf Ihrer Amazon-Autorenseite ein Video platziert haben, sollen Sie dieses auch in einem eigenen YouTube-Kanal einstellen.

Wenn Sie einen privaten Facebook-Account haben, dann sollten Sie erwägen, für ihr zweites Leben als Autor besser eine Fanseite einzurichten. So können Sie Ihre privaten Kontakte weiterhin über den bestehenden Zugang pflegen, während Sie Ihre Leser auf die Fanseite verweisen. [27] Alle Infos zum Anlegen einer Fanseite finden Sie in diesem Artikel im literaturcafe.de.

Aber setzen Sie nicht ausschließlich auf die Mitmachkanäle wie Twitter, YouTube und Facebook! Leider ist es schon vorgekommen, dass diese aus nicht näher bekannten Gründen gelöscht wurden. Wer nur Twitter und Facebook zur Kommunikation nutzt, verliert die Hoheit an seinen Daten. Daher sollten Sie immer alle Infos auch auf einer eigenen Website unter eigener Domain vorhalten. Natürlich können Sie dort auch ein Blog betreiben und andere Dinge, die Ihr Buch bekannt machen.

Was eine Autorensite alles beinhalten sollte, wäre ein Artikel für sich. Daher ein paar Stichworte: Leseprobe (als HTML-Text), Beschreibung Ihres Buches, Link zu Amazon(!), Leserstimmen, Vita, Termine/Lesungen, Pressebereich mit honorarfreien Autorenfotos …

Tipp 9: An weitere Marketingaktionen und Pressearbeit denken

Marketing sollte sich nicht nur auf den Online-Bereich beschränken. Erzählen Sie auch der regionalen Presse von Ihren Erfolgen. Auch dort will man häufig über die neuesten Entwicklungen, über eBooks und Amazon berichten und sucht regionale Anknüpfungspunkte. Warum sollten das nicht sie sein?

Veranstalten Sie Lesungen und lesen Sie dort selbstverständlich direkt aus dem Kindle vor. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Tipp 10: Vergessen Sie das Finanzamt nicht

Trotz der sagenhaft hohen Marge von 70% muss natürlich der Hinweis erfolgen, dass davon auch andere etwas wollen – so auch das Finanzamt. Ihre Einnahmen aus dem Verlauf von eBooks müssen Sie selbstverständlich bei der Steuererklärung angeben.

Und täuschen Sie sich nicht: die Steuerfahnder sind längst auch online unterwegs! Wenn Sie auf Facebook oder anderswo mit Ihren tollen Verkaufszahlen bei Amazon prahlen, dann könnte das einige Beamte veranlassen, doch mal zu schauen, ob sich diese Umsätze auch in Ihren Steuerdaten wiederfinden.

Bonustipp: Kaufen Sie sich ein Amazon Kindle!

Auch dieser Tipp schmälert zwar Ihren Gewinn (wenn es ihn nicht sogar bei weitem übersteigt!), doch trotz der Software-Simulation [29] »Kindle Previewer«, die Amazon kostenlos anbietet, testen Sie Ihr Buch am besten doch mit dem Original-Gerät. Nur so haben Sie das gleiche Lesegefühl bei Ihrem Text, wie Ihre Leserinnen und Leser.

Lesen Sie unsere ausführlichen Tests und Berichte über [4] den Kindle und [5] den Kindle Paperwhite.

Weitere Tipps finden Sie in unserem E-Book für Amazons Kindle

[30] Cover der 6. Ausgabe: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufenIn unserem E-Book »[18] Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« finden Sie weitere Tipps zur Erstellung digitaler Bücher.

Kaufen Sie das E-Book und werden Sie Teil des Experiments, über das wir [31] in unserem Erfahrungsbericht ständig Aktuelles schreiben. Außerdem freuen wir uns über Ihre Amazon-Rezensionen zu diesen Titel.

Zum Lesen des E-Book benötigen Sie kein Kindle-Gerät. Amazon bietet [32] kostenlose Lese-Software für Kindle-Bücher auch für mobile Geräte (iPhone, iPad, Android oder Desktop-PC und Mac an. Einmal erworbene Kindle-Bücher können Sie auf allen Geräten lesen.

Wolfgang Tischer: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen - 6., nochmals erweiterte und überarbeitete Ausgabe [Kindle Edition] für [3] Amazon Kindle (alle Modelle) und [32] die entsprechenden Apps für iPhone, iPad, Android, Mac und PC, 2012. literaturcafe.de.
[18] E-Book für 2,99 Euro bei Amazon kaufen

Links zu diesem Artikel:

  • [33] Die Website »Kindle Direct Publishing« von Amazon mit Hilfetexten und Infos
  • Kindle, 15,2 cm (6 Zoll) Touchscreen ohne Spiegeleffekte, WLAN - Mit Spezialangeboten. Elektronik. Amazon. ISBN/EAN: 0848719046366. EUR 59,00 ([34] Bestellen bei Amazon.de)
  • Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN. Elektronik. Amazon. ISBN/EAN: 0848719042252. EUR 99,00 ([35] Bestellen bei Amazon.de)
  • Kindle Paperwhite 3G, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, Gratis 3G + WLAN. Elektronik. Amazon. ISBN/EAN: 0848719042221. EUR 159,00 ([36] Bestellen bei Amazon.de)
  • Kindle Fire, 17 cm (7 Zoll), LCD-Display, WLAN, 8 GB - Mit Spezialangeboten [Vorgängermodell]. Elektronik. Amazon. ISBN/EAN: 2412437002003. EUR 159,00

Hinweis und Nachtrag: Seit dem 1. Januar 2012 gilt für Kindle-Bücher der ermäßigte luxemburgische Steuersatz von 3%. Die Preisberechnung wurde daher in diesem Artikel Ende Dezember 2011 aktualisiert.


Beitrag ausgedruckt von literaturcafe.de: http://www.literaturcafe.de

URL zum Beitrag: http://www.literaturcafe.de/amazon-kindle-10-tipps-wie-sie-ihr-eigenes-e-book-veroeffentlichen/

URLs in diesem Beitrag:
[1] deutschsprachigen Kindle-E-Book-Store: http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Febooks-kindl
e%2Fb%3Fie%3DUTF8%26node%3D530886031%26ref_%3Damb_link_159856867_2&site-redirect=de&tag=dasl
iteraturc-21&linkCode=ur2&camp=1638&creative=19454

[2] nach Aussage: http://www.amazon.de/gp/press/pr/20110421/ref=amb_link_158911187_1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_
s=center-1&pf_rd_r=0G57485Q6MFG98EVX4NZ&pf_rd_t=2701&pf_rd_p=239957607&pf_rd_i=home-
2011

[3] das Gerät kostete bei der Einführung 139 bzw. 189 Euro: http://www.amazon.de/gp/product/B003DZ1Y8Q/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=dasliteraturc-21&link
Code=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B003DZ1Y8Q

[4] finden Sie einen ausführlichen Testbericht des günstigen Einsteigermodells für 59 Euro: http://www.literaturcafe.de/ausfuehrlicher-test-amazon-kindle-mit-touch-display/
[5] haben wir den Kindle Paperwhite getestet: http://www.literaturcafe.de/ausfuehrlicher-test-neue-kindle-paperwhite-amazon/
[6] »Kindle Direct Publishing«: http://kdp.amazon.com/
[7] Amanda Hocking ist auf diesem Weg zur Millionärin geworden: http://www.literaturcafe.de/ebook-millionaerin-amanda-hocking-bestseller-sind-nicht-planbar-und-verl
age-sind-nicht-boese/

[8] Zuschussverlag: http://www.literaturcafe.de/welche-verlage-und-literaturagenten-wir-empfehlen/
[9] echte Verlage: http://www.literaturcafe.de/zuschussverlage-sind-keine-verlage-meint-justizministerin-leutheusser-sc
hnarrenberger/

[10] wirklich selbst: http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-o
k/

[11] Zitat von Karl Valentin: http://www.literaturcafe.de/streit-um-valentin-zitate-eskaliert/
[12] ehemaligen Verteidigungsminister gesehen: http://www.literaturcafe.de/ein-jahr-nach-hegemann-hat-auch-guttenberg-abgeschrieben/
[13] Buch wird E-Book: Wem gehören die lektorierte Textfassung und das Cover?: http://www.literaturcafe.de/buch-wird-e-book-wem-gehoeren-die-lektorierte-textfassung-und-das-cover/
[14] Rechtschreibprüfung ist kein Lektorat: http://www.literaturcafe.de/duden-korrektor-version-6-kompakt-im-test/
[15] Hilfetexte bei Amazon sehr ausführlich und gut: https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=A2GF0UFHIYG9VQ
[16] kostenlosen Mobipocket-Creator: http://www.mobipocket.com/en/downloadsoft/productdetailscreator.asp
[17] Open-Source-Programm Calibre: http://calibre-ebook.com/
[18] ausführlich in unserem E-Book-Ratgeber beschrieben und Schritt für Schritt erläutert: http://www.amazon.de/gp/product/B00507HJQG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=dasliteraturc-21&link
Code=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00507HJQG

[19] den Hilfeseiten konkrete Angaben zu Dateiformat und Größe: https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=A2J0TRG6OPX0VM
[20] Upload der Datei: https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=A37Z49E2DDQPP3
[21] 20-seitigen Danksagung an Freunde und Bekannte: http://www.literaturcafe.de/das-vorwort-toetet-den-roman-warum-autoren-zum-unnoetigen-blabla-neigen/
[22] E-Book-Preise sind so eine Sache: http://www.literaturcafe.de/ratlose-verlage-das-ebook-zerstoert-das-kuenstlich-geschaffene-absatzbio
top/

[23] Ihrem Kommentar: http://www.literaturcafe.de/amazon-kindle-10-tipps-wie-sie-ihr-eigenes-e-book-veroeffentlichen/#comm
ent-11070

[24] auf den Amazon-Hilfeseiten nachzulesen: https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=A301WJ6XCJ8KW0
[25] in einem weiteren Beitrag zum Thema: http://www.literaturcafe.de/vorsicht-e-book-falle-preisbindungsgesetz-gilt-auch-fuer-selbstverleger/
[26] Autorenseite: https://authorcentral.amazon.com/gp/landing?ie=UTF8&*Version*=1&*entries*=0
[27] Alle Infos zum Anlegen einer Fanseite finden Sie in diesem Artikel im literaturcafe.de: http://www.literaturcafe.de/als-verlag-oder-autor-den-eigenen-kurznamen-bei-facebook-und-anderen-soz
ialen-netzwerken-sichern/

[28] Bild: http://www.literaturcafe.de/info/www/delivery/ck.php?n=lcec49bfc
[29] »Kindle Previewer«, die Amazon kostenlos anbietet: http://www.amazon.com/gp/feature.html?docId=1000234621
[30] Bild: http://www.amazon.de/gp/product/B00507HJQG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=dasliteraturc-21&
amp;linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00507HJQG

[31] in unserem Erfahrungsbericht ständig Aktuelles schreiben: http://www.literaturcafe.de/praxistest-das-eigene-kindle-e-book-bei-amazon-verkaufen/
[32] kostenlose Lese-Software für Kindle-Bücher: http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Ffeature
.html%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Damb_link_159837007_4%26docId%3D1000482783%23&site-redirect=de&tag
=dasliteraturc-21&linkCode=ur2&camp=1638&creative=19454

[33] Die Website »Kindle Direct Publishing« von Amazon mit Hilfetexten und Infos: https://kdp.amazon.com/self-publishing/signin
[34] Bestellen bei Amazon.de: http://www.amazon.de/Kindle-Zoll-Touchscreen-ohne-Spiegeleffekte/dp/B00KDRUCJY?psc=1&SubscriptionId=
11F42X6FKSCMHA16TQG2&tag=dasliteraturc-21&linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&creativeASIN=B00KDR
UCJY

[35] Bestellen bei Amazon.de: http://www.amazon.de/Kindle-Paperwhite-hochauflösendes-integrierter-Beleuchtung/dp/B00JG8GBDM?psc=1
&SubscriptionId=11F42X6FKSCMHA16TQG2&tag=dasliteraturc-21&linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&cre
ativeASIN=B00JG8GBDM

[36] Bestellen bei Amazon.de: http://www.amazon.de/Kindle-Paperwhite-hochauflösendes-integrierter-Beleuchtung/dp/B00JG8GYAW?psc=1
&SubscriptionId=11F42X6FKSCMHA16TQG2&tag=dasliteraturc-21&linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&cre
ativeASIN=B00JG8GYAW