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Tipp: Als Verlag oder Autor den eigenen Kurznamen bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken sichern

Facebook-Fan-Seite einer bekannten Literatur-WebsiteAb sofort bietet das soziale Web-Netzwerk Facebook [1] die Möglichkeit, für sogenannte Fan-Seiten einen eingängigen Profilnamen zu vergeben. Verlage und Autoren sollten sich den eigenen Namen unbedingt sichern. Denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Noch bis vor nicht allzu langer Zeit war Facebook nur realen Personen vorbehalten. Nutzer konnten sich ein Profil anlegen und sich mit Freunden und Bekannten auf der Web-Plattform virtuell verknüpfen. Der Name des eigenen Profils war dabei eher kryptisch und lautete z. B. www.facebook.com/profile.php?id=634464599. Seit dem 13. Juni 2009  kann man sich unter der Adresse www.facebook.com/username [2] einen verständlicheren Namen vergeben, beispielsweise www.facebook.com/belinda.buchbinder.

Gleiches gilt ab sofort auch für sogenannte Fan-Seiten. Wir sagen, was Sie als Autor oder Verlag dabei beachten sollten.

Die Möglichkeit, auf Facebook sogenannte Fan-Seiten zu erstellen (auch als Fan Pages oder Brand Pages bekannt), besteht noch nicht allzu lang. Wer ein persönliches Profil angelegt hat, kann z. B. als Verlagsinhaber eine solche Facebook-Fan-Seite für den Verlag anlegen. Gleiches ist auch für Websites wie z. B. das literaturcafe.de oder Veranstaltungen möglich.

Auch diese Fan-Seiten hatten bislang eine kryptische Web-Adresse. Doch das ist seit Montag 29. Juni 2009 anders, denn unter der genannten Adresse www.facebook.com/username [2] kann nun ebenfalls jeder für die von ihm oder ihr betreuten Fan-Seiten einen Kurznamen vergeben. Einzige Bedingung: die Fan-Seite muss mindestens 100 Fans haben. Zuvor waren mindestens 1.000 Fans erforderlich. Nachtrag vom April 2010: Aktuell sind es sogar nur noch 25, die benötigt werden, wobei diese nicht mehr »Fan werden« können, sondern einen »Gefällt mir«-Button klicken müssen.

Tipps für Autoren: Privates und berufliches in Facebook trennen?

Wenn Sie als Autorin oder Autor bereits ein Profil bei Facebook besitzen, sollen Sie sich einen Kurznamen sichern. Haben Sie noch keinen Facebook-Account, dann legen Sie sich über www.facebook.com [1] kostenlos einen an.

Wichtig für Buchautorinnen und -autoren ist, dass Sie sich im Vorfeld genau überlegen sollten, wie Sie Ihren Facebook-Eintrag nutzen wollen. Legen Sie das Profil an, um sich mit Lesern und Fans zu verknüpfen, so reicht das »normale« Personen-Profil. Anders kann es jedoch sein, wenn Sie als Autor Facebook tatsächlich zur Verknüpfung und zum Austausch mit Freunden, Bekannten und Verwandten nutzen wollen.

Dann kann es nützlich sein, eine Fan-Seite zu erstellen, die nicht die private sondern die öffentliche Person der Autorin oder des Autors und die Bücher in den Mittelpunkt stellt. Sogenannte Freundesanfragen von Leserinnen und Lesern können dann auf diese Fan-Seite »umgeleitet« werden. So können Sie als Autorin oder Autor Facebook privat und »beruflich« nutzen. Die private Seite sollten Sie in den Facebook-Privatsphäre-Einstellungen soweit »dicht« machen, dass nur Facebook-Freunde Einsicht in Ihre privaten Daten haben. Weisen Sie in Ihrer Profilinfo auf Ihre Fanpage hin, sodass Leser dorthin finden.

Vergeben Sie für die Fan-Seite einen Kurznamen, der diese Funktion deutlich macht. Lautet der Name für ihr persönliches Profil beispielsweise www.facebook.com/belinda.buchbinder, so könnten Sie Ihre Fan-Seite www.facebook.com/belinda.buchbinder.fanseite nennen, um den Unterschied zu zeigen. Für den Kurznamen sind Buchstaben, Zahlen und der Punkt zulässig.

Die 100 Fans, die Sie benötigen, um für Ihre Fan-Seite einen Namen zu vergeben, sollten Sie idealerweise aus Ihren bestehenden Facebook-Freunden rekrutieren. Oder verlosen Sie Bücher unter denjenigen, die zu den ersten 100 Fans gehören und bewerben Sie diese Aktion über Ihre Website oder Twitter.

Tipps für Verlage: Wer darf eine Verlags-Seite auf Facebook erstellen?

Während man als Autor seine eigene Fanpage anlegen kann, handelt es sich bei einer Verlags-Seite um eine Unternehmens-Seite, die nur ein hierzu berechtigter Nutzer anlegen darf. Das ist jedoch eher die Theorie der Facebook-Nutzungsbedingungen, denn kontrolliert wird dies zunächst nicht. Die Verlags-Seite auf Facebook sollte dennoch idealerweise von einem hierzu berechtigten Mitarbeiter angelegt werden, der dazu natürlich als Voraussetzung ein privates Profil auf Facebook benötigt.

Seitens der Verlagsleitung sollte man bedenken, dass der Mitarbeiter der Online- oder Marketing-Abteilung, der die Seite angelegt hat, vielleicht irgendwann das Unternehmen verlässt. Daher sollten als Administrator der Fan-Seite auf jeden Fall andere Verlagsmitarbeiter hinzugefügt werden. Auch diese müssen zuvor ein privates Profil auf Facebook einrichten und ein Facebook-Freund des Seitenerstellers oder Fan der Seite sein.

Wie bei Domainnamen stellt sich auch hier die Frage, ob es so etwas wie »Domainräuber« ober »Facebook-Namensräuber« gibt, die einen Namen wegschnappen könnten. Auszuschließen ist dies nicht. Und was eine Beschwerde des Inhabers der Namens- oder Markenrechte bei Facebook bringt, wenn jemand den Namen bereits reserviert hat, ist noch nicht bekannt.

Daher kann nur der eine Rat gelten: Sichern Sie sich auf Facebook rasch Ihren (Verlags-)Namen als Profilname Ihrer Fan-Seite. Auch hier sollten Sie die notwendigen 100 Fans der Seite, die Sie mindestens benötigen, um einen Profilnamen vergeben zu können, aus dem Kreis bestehender Facebook-Freunde gewinnen. Auch mit einer Buchverlosung unter den ersten 100 Fans motivieren Sie Facebook-Nutzer, Fan Ihrere Seite zu werden. Nachtrag vom April 2010: Wie bereits oben ergänzt, hat sich diese Zahl auf mindestens 25 Fans reduziert, was in kurzer Zeit mühelos erreicht werden sollte.

Wozu benötigt ein Autor oder ein Verlag überhaupt eine Facebook-Fansite?

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wozu eine Facebook-Fan-Seite überhaupt gut sein soll. Schließlich haben Sie eine Website, auf der alle notwendigen Infos über Sie als Autor bzw. den Verlag und sein Programm zu finden sind.

Die Antwort hierauf ist einfach: auch im wirklichen Leben machen Sie schließlich dort auf sich aufmerksam, wo die potenziellen Leser sind. Gleiches gilt für die sozialen Netzwerke: Da eine Facebook-Fan-Seite kostenlos ist, sollen Sie jede Möglichkeit nutzen, auch hier neue Fans und Leser zu gewinnen bzw. bestehende an sich zu binden. Halten Sie Ihre Fan-Seite aktuell, indem Sie auch dort regelmäßig aktuelle Infos bereitstellen. Der zeitliche Aufwand hierfür ist relativ gering.

Den eignen Namen auch bei anderen sozialen Netzwerken sichern

Selbstverständlich gilt das hier geschriebene auch für andere wichtige soziale Netze. Auch dort sollte man sich den eigene Namen sichern, der im Idealfall immer gleich lautet, wie z.B.